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Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Debatte:Soll man mit Neonazis reden?

Zu den Grundsätzen einer Demokratie gehört es, miteinander zu reden und Konflikte verbal auszutragen. Daher wirkt es auf den ersten Blick durchaus legitim, wenn Rechtsextreme fordern, dass auch mit ihnen geredet wird – sei es in Fernsehsendungen, bei Bürgerversammlungen oder Podiumsdiskussionen. Immer wieder stehen Demokraten vor der Frage, ob sie dem nachkommen wollen. Manche lehnen dies ab, mit Verweis auf die undemokratischen Ansichten des Gegenübers, oder aus Sorge, sie durch das Gespräch aufzuwerten. Soll man mit Neonazis reden? Und wenn ja, wie? Oder falls nein, warum nicht?

Rund 500 Menschen demonstrieren am 08.12.2014 in Kassel gegen eine Kundgebung von KAGIDA (Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes). Auf einem Pappschild steht "Hey Mr./Mrs. Nazi, komm auf unsre Party!"

Toralf Staud: "Soll man mit Neonazis reden?"

Bei kaum einer Frage ist die Unsicherheit und Uneinigkeit unter Demokraten so groß wie bei dieser. Bei der Antwort stehen sie vor einem grundsätzlichen Dilemma – und egal wie sie sich entscheiden, immer scheinen die Rechtsextremen profitieren zu können. Weiter...

Der ehemalige SPD-Fraktionschef und Alterspräsident des Sächsischen Landtages Cornelius Weiss 2012 auf der Buchmesse in Leipzig.

Cornelius Weiss: "Es bedarf der argumentativen Auseinandersetzung auf allen Ebenen"

Ob in Parlamenten, Medien, oder Talkshows und Podiumsdiskussionen – der ehemalige SPD-Fraktionschef Cornelius Weiss findet, dass die argumentative Auseinandersetzung mit den Strategien von rechtspopulistischen und rechtsradikalen Parteien auf allen Ebenen stattfinden muss. Weiter...

Grit Hanneforth, Geschäftsführerinn des Kulturbüro Sachsen e.V., auf einer Pressekonferenz zum Thema Rechtsextremismusbekämpfung.

Grit Hanneforth: Warum Neonazis auf Veranstaltungen nicht eingeladen werden sollten

Lässt man Neonazis gleichberechtigt zu Veranstaltungen zu, trägt dieses zur Normalisierung von neonazistischen Positionen und damit zu deren Verharmlosung bei, findet Grit Hanneforth, Geschäftsführerin des Kulturbüros Sachsen. Weiter...

Stefan Niggemeier während eines Vortrags in Frankfurt.

Stefan Niggemeier: Journalisten müssen ihr "Nein" heute besser begründen als früher

Professionelle Medien sind in ihrer Berichterstattung demokratischen und freiheitlichen Werten verpflichtet, auch wenn sie dadurch bestimmte Protagonisten oder Positionen ausschließen, findet der Journalist und Medienkritiker Stefan Niggemeier. Dabei müssten Journalisten aber immer transparent machen, warum sie sich dafür entscheiden, mögliche Gesprächspartner anders zu behandeln als andere. Weiter...

Studio der Polittalkshow "Sabine Christiansen".

Andreas Hechler: Entscheidend ist der Kontext

In pädagogischen Kontexten hat man oft gar nicht die Wahl, ob man mit Neonazis reden soll oder nicht. Andreas Hechler plädiert für eine Fokusverschiebung und das Einbeziehen von an den gesellschaftlichen Rand gedrängten Gruppen. Weiter...

Simone Rafael arbeitet für die Amadeu Antonio Stiftung. Ihr neuestes Projekt heißt "no-nazi.net – Für soziale Netzwerke ohne Nazis".

Simone Rafael: Wichtig ist, dass Rassismus und Hass nicht unwidersprochen stehen

Ein ganz klares Nein – mit Neonazis redet Simone Rafael von der Amadeu Antionio Stiftung nicht. Solange die nur pöbeln, bedrohen und niederschreien wollen. Allerdings argumentiert sie gegen ihre Positionen. Weiter...

Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer

Klaus-Peter Hufer: "Ich bin überzeugt von der Wirkung und der Bedeutung von Argumenten"

Mit Holocaust-leugnenden "Hardcore-Nazis" redet Prof. Klaus-Peter Hufer nicht – um sie nicht salonfähig zu machen. In den meisten anderen Fällen aber führt sein unerschütterlicher Glaube an die Aufklärung dazu, dass er das Gespräch mit Neonazis und Mitläufern aufnimmt und ihnen mit Argumenten entgegentritt. Weiter...

 

Dossier Rechtsextremismus

Initiativenblog

Welche Konzepte gegen die extreme Rechte sowie gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und andere gruppenbezogene Abwertungen gibt es? Hier stellen sich Initiativen mit ihren Ideen und Berichten aus der praktischen Arbeit vor: Ein Initiativenblog, der stetig wachsen wird und die Vielfalt an Engagements abbildet. Weiter... 

Mediathek

Die Arier

In einer sehr persönlichen Reise begibt sich die Afrodeutsche Mo Asumang auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA. Weiter... 

Mediathek

Kombat Sechzehn

Der 16-jährige Georg zieht von Frankfurt am Main nach Frankfurt an der Oder um, weil sein Vater dort einen neue Arbeit gefunden hat. Nur schwer findet er sich in der neuen Situation zurecht. In seiner Isolation und Orientierungslosigkeit gerät Georg zunehmend in den Sog einer rechtsextremen Clique... Weiter... 

Rassismus begegnen - TeaserbildReihe

... begegnen!

Rassismus, Antisemitismus, Homophobie… Aspekte der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit begegnen uns in vielen Bereichen der Gesellschaft. Die "Begegnen-Reihe" soll in unterschiedlichen Formaten auf Aussagen und Handlungen vorbereiten, in denen Menschen ausgegrenzt und diskriminiert werden. Weiter... 

Publikationen und Angebote der Bundeszentrale für politische Bildung/bpbPressekit

Aktiv gegen Rechtsextremismus

Sie benötigen ein Bild zur Illustration Ihres Presseartikels, wollen sich einen Überblick über das bpb-Angebot zum Thema verschaffen oder Pressemitteilungen nachlesen? Hier finden Sie Informationen zum breiten Engagement der bpb gegen Rechtsextremismus. Weiter... 

bpb-Publikationen zum Thema Rechtsextremismus

Hier finden Sie Publikationen der bpb zum Thema Rechtsextremismus. Weiter... 

Fortbildungskonzept

Qualifiziert handeln!

Bei der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und abwertenden Haltungen gewinnt ein Thema mehr und mehr an Bedeutung: Qualifiziertes Handeln. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat daher in Kooperation mit drei ausgewählten Partnern ein umfassendes Fortbildungskonzept entwickelt: Das DGB-Bildungswerk Bund, der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben und die Evangelischen Akademien in Deutschland führen Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit jeweils besonderen Schwerpunkten durch. Weiter... 

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen. Weiter... 

Zusammenhalt dur TeilhabeBundesprogramm

Zusammenhalt durch Teilhabe

Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut. Weiter...