Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Rechtsextreme Szenen und Medien

Internet, Musik, Literatur: Die Medienlandschaft bietet zahlreiche Kanäle um rechtsextremes Gedankengut zu verbreiten. Manchmal ist der Hintergrund dieser Angebote offensichtlich, teilweise erkennt man ihn erst auf den zweiten Blick. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die verschiedenen Gesichter des Rechtsextremismus, welcher Medien sich Rechtsextreme bedienen, und wie Medien sich mit Rechtsextremismus auseinandersetzen können.

  (© Bundeszentrale für politische Bildung)

Graffitis an einem Haus in Berlin-Kreuzberg: Das Symbol der kroatischen faschistischen Ustascha-Organisation wurde über ein Zeichen der serbischen Nationalisten "Tschetniks" gesprüht.

Schwerpunkt

Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft

Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in Deutschland konzentriert sich seit langem auf klassische Formen – vor allem auf die NPD oder gewaltbereite Neonazis. Dass Migranten nicht nur Opfer von Rassismus sind, sondern auch selbst demokratiefeindliche Einstellungen haben können, gerät oft aus dem Blick.

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Ein Teilnehmender der Neonazidemonstration "Tag der Deutschen Zukunft" (TDDZ) am 4. Juni 2016 in Dortmund trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "NTNL SZLST".

Schwerpunkt

Rechtsextreme Jugendkulturen

Rechtsextremisten ködern vor allem unter Jugendlichen ihren Nachwuchs. Das typische Einstiegsalter liegt zwischen 12 und 15, als Einstiegsdroge Nummer eins gilt Musik von Nazibands und rechtsextremer Hip-Hop. Aber auch Faktoren wie Kameradschaft und Abenteuertum, Geltungsdrang und Protest spielen eine große Rolle bei der jugendlichen Zielgruppe. In manchen Orten hat der Rechtsextremismus bereits die Vorherrschaft in den Jugendmilieus erobert und ist zur prägenden Ideologie geworden – über die Grenzen von Subkulturen hinaus.

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Titelblatt einer Ausgabe der "Nationalzeitung"

Schwerpunkt

Was liest der rechte Rand?

Geschichtsrevisionismus, völkischer Nationalismus, Antimuslimismus: Am rechten Rand der Medienlandschaft in Deutschland erscheinen viele Publikationen mit rechtsextremer Stoßrichtung, so z.B. die NPD-Parteizeitung "Deutsche Stimme". Daneben gibt es aber auch Erzeugnisse, die ihr Publikum in Sprache und Inhalt gemäßigter ansprechen. In Printmedien und im Netz transportiert die Szene Themen und Agitation.

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Glatze und Springerstiefel waren der Einheitslook der Nazis. Doch das ist schon lange vorbei. Ein Spiel über den Look und die Codes der Szene.

Codes der rechtsextremen Szene

In der rechtsextremen Szene gibt es etliche Symbole und Codes. Mal wird auf den Nationalsozialismus Bezug genommen, mal auf die germanische Mythologie. Im fluter-Heft zum Thema „Nazis“ ist dazu ein Schaubild erschienen. Hier wurde es in ein Spiel übersetzt.

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Die Ausgaben von "Mein Kampf" in verschiedenen Sprachen.

Schwerpunkt

"Mein Kampf"

In bemerkenswerter Offenheit gibt Hitler schon in "Mein Kampf" einen Ausblick auf die rassistische Vernichtungspolitik der Nazis. Ab dem 1.1.2016 kann die Propagandaschrift neu veröffentlicht werden. Heißt das, dass das Buch jetzt jedermann vertreiben und erwerben darf? Ist die Beschäftigung mit ihr überhaupt sinnvoll? Oder gehört sie auf den Müllhaufen der Geschichte?

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Ein mit dem Wort "Lügner" beschmierter Zeitungsautomat mit der Kölner Boulevard-Zeitung "Express" steht am 17.04.2016 auf einem Gehweg in Köln.

Schwerpunkt

Rechtsextremismus und Presse

Wie umgehen mit Rechtsextremisten im Interview? Gibt es auch Ratgeber für die 'richtige' Formulierung, zum Beispiel was fremdenfeindlich, was rassistisch ist? Und existieren eigentlich auch aktuelle wissenschaftliche Studien über die Wechselwirkung von rechtsextremem Aktionismus und Sensationsberichterstattung?

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Schwerpunkt

Männer

Warum sind insbesondere Männer im Rechtsextremismus aktiv? Das Rollenangebot und das Versprechen "wahrer Männlichkeit" scheinen für junge Männer nach wie vor anziehend zu sein.

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NPD-Anhängerinnen bei einer Neonazi-Kundgebung in Berlin. Links im Bild Marianne Pastörs – rechte Aktivistin und Ehefrau des Schweriner NPD-Abgeordneten Udo Pastörs.

Schwerpunkt

Frauen in der rechtsextremen Szene

Weiblich, jung, rechtsextrem: Bislang machen Frauen zwar nur einen kleinen Teil der rechtsextremen Szene aus, aber ihre Zahl wächst. In der NPD stellen sie bereits ein Fünftel der Mitglieder. Häufig bleibt ihre Rolle jedoch beschränkt – als Helferin und Mutter.

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Eine Demonstrantin bei einer Kundgebung der NPD am 1. Mai 2012 im schleswig-holsteinischen Neumünster.

Schwerpunkt

Wenn Neonazis Kinder kriegen...

Familienleben unter Rechtsextremen: Gibt es am rechten Rand Platz für Vielfalt und nonkonforme Lebensentwürfe? Je radikaler die Abschottung gegen die sie umgebende Gesellschaft, desto schwieriger wird es für die Kinder von Neonazieltern, das starre Korsett rechtsextremer Erziehung zu durchbrechen.

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Neonaziveranstaltung am 05.09.2009 in Dortmund, Nordrhein-Westfalen. Ein Teilnehmer des sogenannten "Antikriegstages" trägt einen Pullover mit der Aufschrift "Braune Musik Fraktion".

Schwerpunkt

Rechtsextreme Musikszene

Sie heißen "Landser", "Stahlgewitter" oder "Kraftschlag", und sie verkaufen Hass: braune Musik ist Einstiegsdroge Nummer 1. Neonazis versuchen hiermit gezielt, vor allem Jugendliche zu ködern. Und machen mit Konzerten und CDs ein Millionengeschäft.

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Ein Screenshot des Blogs der Freien Nationalisten Esslingen vom 03.03.2014 (http://fnesslingen.wordpress.com/) zeigt die Ankündigung einer Demonstration gegen Flüchtlingsunterkünfte in Ludwigshafen

Schwerpunkt

Neonazis im Netz

Das Propaganda-Potential des Internets hat die rechtsextreme Szene schon vor Jahren erkannt. Tausende rechtsextreme Inhalte finden sich im Netz, viele davon amateurhaft und unattraktiv. Doch es gibt auch Experten in der Szene, die hochprofessionell und erfolgreich im Netz agieren.

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Dossier Rechtsextremismus

Initiativenblog

Welche Konzepte gegen die extreme Rechte sowie gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Abwertungen gibt es? Hier stellen sich Initiativen mit ihren eigenen Ideen und Berichten aus der praktischen Arbeit vor: Ein Initiativenblog, der stetig wächst und die Vielfalt an konzeptionellen Ansätzen abbildet.

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Mediathek

Die Arier

In einer sehr persönlichen Reise begibt sich die Afrodeutsche Mo Asumang auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA.

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Mediathek

Kombat Sechzehn

Der 16-jährige Georg zieht von Frankfurt am Main nach Frankfurt an der Oder um, weil sein Vater dort einen neue Arbeit gefunden hat. Nur schwer findet er sich in der neuen Situation zurecht. In seiner Isolation und Orientierungslosigkeit gerät Georg zunehmend in den Sog einer rechtsextremen Clique...

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Rassismus, Antisemitismus, Homophobie… Aspekte der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit begegnen uns in vielen Bereichen der Gesellschaft. Die "Begegnen-Reihe" soll in unterschiedlichen Formaten auf Aussagen und Handlungen vorbereiten, in denen Menschen ausgegrenzt und diskriminiert werden.

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Sie benötigen ein Bild zur Illustration Ihres Presseartikels, wollen sich einen Überblick über das bpb-Angebot zum Thema verschaffen oder Pressemitteilungen nachlesen? Hier finden Sie Informationen zum breiten Engagement der bpb gegen Rechtsextremismus.

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Hier finden Sie Publikationen der bpb zum Thema Rechtsextremismus.

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Fortbildungskonzept

Qualifiziert handeln!

Bei der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und abwertenden Haltungen gewinnt ein Thema mehr und mehr an Bedeutung: Qualifiziertes Handeln. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat daher in Kooperation mit drei ausgewählten Partnern ein umfassendes Fortbildungskonzept entwickelt: Das DGB-Bildungswerk Bund, der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben und die Evangelischen Akademien in Deutschland führen Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit jeweils besonderen Schwerpunkten durch.

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Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen.

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Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut.

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