Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Welche Gefahr geht vom Rechtsextremismus aus?

Nicht zuletzt nach der Aufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) erscheint das Thema Rechtsterrorismus aktueller denn je. So liefert diese Seite Hintergrundinformationen zum NSU selbst und zum Prozess. Außerdem sollen Täter- und Opferperspektiven dargestellt werden. Wo erhalten Opfer Hilfe und wie ist ihre Wahrnehmung der Dinge? Wie schaffen Rechtsextreme den Ausstieg aus der Szene? Opfer und Täter berichten.

  (© bpb)

11.07.2018 in München: Polizisten stellen am Tag der Urteilsverkündung im NSU-Verfahren vor dem Oberlandesgericht in München Zäune auf.

Tom Sundermann

Der Weg zum NSU-Urteil

Am 11. Juli 2018 fiel das Urteil im Prozess um die rechtsextreme Terrorgruppe NSU: Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte sind schuldig. Wie kam das Urteil zustande? Tom Sundermann mit einer Zusammenfassung.

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Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, spricht am 18.11.2015 auf der Herbsttagung des Bundeskriminalamtes (BKA) im Kurfürstlichen Schloss in Mainz und ist dabei als Schatten zu sehen.

Toralf Staud

Straf- und Gewalttaten von rechts: Wie entstehen die offiziellen Statistiken?

Hakenkreuz-Schmierereien, rassistische Beleidigungen, tätliche Angriffe, Brandanschläge – Tag für Tag werden in Deutschland zahlreiche Straftaten begangen. Die Sicherheitsbehörden führen umfangreiche Statistiken zur sogenannten Politisch motivierten Kriminalität-rechts (PMK-rechts) – doch diese sind sehr komplex und bisweilen schwer verständlich.

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Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (rechts) präsentiert am 24.04.2017 in Berlin neben dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Sachsens Innenminister Markus Ulbig (links), den Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PkS) 2016 .

Toralf Staud

Straf- und Gewalttaten von rechts: Was sagen die offiziellen Statistiken?

In detaillierten Zahlenwerken erfassen die Sicherheitsbehörden rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische und andere Straftaten mit rechter Motivation. Regelmäßig werden Einzeldaten aus den Statistiken veröffentlicht – aber wie haben sich die Zahlen langfristig entwickelt? Und wie stark haben sich die steigenden Flüchtlingszahlen bemerkbar gemacht? Ein Überblick.

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Angriff aus der Nachbarschaft

Die Zunahme rechter Gewalt

Rechtsextrem motivierte Gewalt bewegt sich seit der Flüchtlingsbewegung im Jahr 2015 auf einem hohen Niveau. Hinzugekommen ist ein neuer Tätertypus: Menschen, die nicht an das organisierte rechtsextreme Spektrum gebunden sind, sogenannte Nachbarschaftstäter.

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Grafik der NSU-Taten.

Schwerpunkt

Rechtsterrorismus

Die brutalen und gezielten Morde an zehn Menschen offenbarten im November 2011 eine neue Dimension des Rechtsterrorismus in Deutschland. Weder Polizei noch Verfassungsschutz hatten hinter den Taten ein rechtsextremes Motiv vermutet. Rechtsterroristische Strukturen tauchten in der deutschen Nachkriegsgeschichte aber immer wieder auf.

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Ein Baseball-Schläger.

Schwerpunkt

Täter und Opfer

Der Italiener Orazio Giamblanco wurde im September 1996 in Trebbin in Brandenburg von Neonazis fast totgeschlagen. Und leidet noch heute an den schweren Folgen der Gewalt. Sein Fall zeigt: Opfer kann jeder werden, der nicht in das Weltbild der Rechtsextremen passt.

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Website der Exit-Familienhilfe. Screenshot, 05. Dezember 2011, http://www.exit-deutschland.de/

Schwerpunkt

Aussteiger

Viele junge Rechtsextreme begreifen erst spät, auf was sie sich eingelassen haben. Wenn sie umkehren wollen, scheitern sie oft am Gruppendruck, am Verlust der Freunde und an den sektenähnlichen Strukturen in der organisierten Szene.

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Die Angeklagte Beate Zschäpe zwischen ihren Anwälten Hermann Borchert (l) und Mathias Grasel im Gerichtssaal im Oberlandesgericht München am 13.3.2018.

Hintergrund aktuell (04.05.2018)

Fünf Jahre NSU-Prozess

Die rechtsterroristische Gruppe des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) soll zehn Menschen umgebracht haben – davon neun aus rassistischen Motiven. Seit dem 6. Mai 2013 stehen Beate Zschäpe als Hauptbeschuldigte sowie weitere mutmaßliche Unterstützer des NSU vor Gericht. Jetzt nähert sich der Mammutprozess langsam seinem Ende.

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Dossier Rechtsextremismus

Initiativenblog

Welche Konzepte gegen die extreme Rechte sowie gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Abwertungen gibt es? Hier stellen sich Initiativen mit ihren eigenen Ideen und Berichten aus der praktischen Arbeit vor: Ein Initiativenblog, der stetig wächst und die Vielfalt an konzeptionellen Ansätzen abbildet.

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Mediathek

Die Arier

In einer sehr persönlichen Reise begibt sich die Afrodeutsche Mo Asumang auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA.

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Mediathek

Kombat Sechzehn

Der 16-jährige Georg zieht von Frankfurt am Main nach Frankfurt an der Oder um, weil sein Vater dort einen neue Arbeit gefunden hat. Nur schwer findet er sich in der neuen Situation zurecht. In seiner Isolation und Orientierungslosigkeit gerät Georg zunehmend in den Sog einer rechtsextremen Clique...

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Rassismus, Antisemitismus, Homophobie… Aspekte der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit begegnen uns in vielen Bereichen der Gesellschaft. Die "Begegnen-Reihe" soll in unterschiedlichen Formaten auf Aussagen und Handlungen vorbereiten, in denen Menschen ausgegrenzt und diskriminiert werden.

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Sie benötigen ein Bild zur Illustration Ihres Presseartikels, wollen sich einen Überblick über das bpb-Angebot zum Thema verschaffen oder Pressemitteilungen nachlesen? Hier finden Sie Informationen zum breiten Engagement der bpb gegen Rechtsextremismus.

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Hier finden Sie Publikationen der bpb zum Thema Rechtsextremismus.

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Fortbildungskonzept

Qualifiziert handeln!

Bei der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und abwertenden Haltungen gewinnt ein Thema mehr und mehr an Bedeutung: Qualifiziertes Handeln. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat daher in Kooperation mit drei ausgewählten Partnern ein umfassendes Fortbildungskonzept entwickelt: Das DGB-Bildungswerk Bund, der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben und die Evangelischen Akademien in Deutschland führen Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit jeweils besonderen Schwerpunkten durch.

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Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen.

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Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut.

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