Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft

Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) speziell mit Judenfeindschaft unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Aus ihren Erfahrungen schöpfend hat der Verein im vergangenen Jahr ein Modellprojekt speziell für Geflüchtete gestartet, um sie im Umgang mit Vielfalt in der deutschen Migrationsgesellschaft zu sensibilisieren und ihre politischen und sozialen Kompetenzen zu stärken. Der Film stellt das Problem und die Arbeit der Initiative vor.

Graffitis an einem Haus in Berlin-Kreuzberg: Das Symbol der kroatischen faschistischen Ustascha-Organisation wurde über ein Zeichen der serbischen Nationalisten "Tschetniks" gesprüht.

Toralf Staud

"Einen einseitigen Blick auf Rechtsextremismus kann sich ein Einwanderungsland nicht leisten"

Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in Deutschland konzentriert sich seit langem auf klassische Formen – vor allem auf die NPD oder gewaltbereite Neonazis. Dass Migranten nicht nur Opfer von Rassismus sind, sondern auch selbst demokratiefeindliche Einstellungen haben können, gerät oft aus dem Blick. Eine Einwanderungsgesellschaft aber müsse sich mit allen Formen von Rechtsextremismus beschäftigen, betonen Sanem Kleff und Eberhard Seidel von der Organisation "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" im Interview. Weiter...

Nasser El-Ahmad organisiert gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg am 12. April 2015 in Berlin die Demonstration "Wir haben das Recht, so zu leben wie wir sind" gegen Homophobie, Gewalt und Zwangsverheiratung

Martina Susanne Ortner

Heimatliebe, Nationalstolz und Rassismus – Einzelmeinungen oder Trend?

Über extrem rechte Einstellungen unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland ist bisher relativ wenig Konkretes bekannt. Im Rahmen eines vierjährigen Projekts führte die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus in München (firm) Tiefeninterviews mit Münchnern nicht-deutscher Herkunft. Martina Ortner stellt die Ergebnisse vor Weiter...

Der Teilnehmer einer Demonstration in Frankfurt am Main trägt ein Stirnband der rechtsextremen türkischen Partei "Graue Wölfe".

Kemal Bozay

Graue Wölfe – die größte rechtsextreme Organisation in Deutschland

Seit mehr als fünf Jahrzehnten existiert in der Türkei eine ultranationalistische, rassistische und gewalttätige Bewegung, deren Traditionen weit in die Geschichte zurückreichen. Mit zahlreichen Vereinen und mehreren Dachverbänden ist sie auch in Deutschland präsent. Die sogenannten "Grauen Wölfe" verstärken Spannungen unter türkeistämmigen Menschen und richten sich gegen das im Grundgesetz formulierte Prinzip der Menschenwürde – in den vergangenen Jahren haben sie ihre Aktivitäten verstärkt. Weiter...

Infografik: Graue Wölfe in Deutschland

Auf einer Deutschlandkarte ist verdeutlicht, in welcher Häufigkeit Graue Wölfe in den einzelnen Bundesländern in Aktion treten. Stand: November 2017. (Grafik als PDF zum Download)Graue Wölfe in Deutschland, Stand: November 2017. (PDF-Icon Grafik als PDF zum Download) (© bpb)

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Demonstranten protestieren am 23.01.2016 in Berlin vor dem Kanzleramt gegen eine angebliche Vergewaltigung einer Minderjährigen aus einer deutsch-russischen Familie im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Laut Polizeiangaben hat es weder eine Entführung noch eine Vergewaltigung gegeben.

Nikolai Klimeniouk

Nationalismus und Rassismus bei "Russlanddeutschen"?

Obwohl Russlanddeutsche mit 2,4 Millionen die größte Gruppe unter den 6,5 Millionen deutschen Wählern mit Migrationshintergrund darstellen, wurden sie von der soziologischen Forschung lange Zeit vernachlässigt. Dennoch wird ihnen immer wieder eine verstärkte Affinität zu rechtskonservativen Parteien und Positionen unterstellt. Nikolai Klimeniouk mit einer Analyse. Weiter...

Auf einer Demonstration gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK am 10. Januar 2007 in Frankfurt am Main küsst ein Teilnehmer das aus drei Halbmonden bestehendes Symbol der rechtsextremen türkischen Bewegung "Graue Wölfe".

Emre Arslan

Nationalismus und Autoritarismus auf Türkisch

Die türkische Politik ist seit Jahrzehnten von nationalistischen und autoritären Konzepten geprägt – für die repressive Erdoğan-Regierung gilt dies mehr denn je. Dies hat Folgen auch für die Einstellungen eines erheblichen Teils der türkei-stämmigen Migrantinnen und Migranten in Deutschland. Durch eine andere Integrationspolitik, meint der Soziologe Emre Arslan, könnten demokratische Einstellungen in der deutsch-türkischen Community gestärkt werden. Weiter...

Teilnehmer einer pro-palästinensischen Kundgebung halten am 21.07.2014 vor der Israelischen Botschaft in Berlin ein antisemitisches Plakat mit der Aufschrift "Can't get enough – Save Palestinian Kids" und dem Abbild des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu.

Mirjam Fischer

Antisemitismus bei Muslimen

Mit der Verbreitung von antisemitischen Vorurteilen und Judenhass unter muslimischen Migranten befasste sich bereits die Expertenkommission der Bundesregierung. In der Wahrnehmung vieler Juden in Deutschland nimmt neben dem rechtspopulistischen auch ein religiös motivierter muslimischer Antisemitismus zu. Die empirische Datenlage ist aber dünn. Weiter...

Justyna Helcyk, Koordinatorin der rechtsextremen und nationalistischen polnischen Partei "Nationalradikales Lager" hält eine Rede bei einem Protest gegen Immigranten und Muslime in Wroclaw, Westpolen.

Marta Kozłowska

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bei der polnischstämmigen Bevölkerung in Deutschland

In Polen haben sich die Zahl der rassistisch motivierten Delikte in den letzten Jahren mehr als verzehnfacht und rechtsradikale Einstellungen weit verbreitet. Trifft dies auch auf polnischstämmige Menschen in Deutschland zu? Ist diese Frage richtig gestellt? Marta Kozlowska gibt einen Überblick über einen relativ unerforschten Bereich der Wissenschaft. Weiter...

 

Dossier Rechtsextremismus

Initiativenblog

Welche Konzepte gegen die extreme Rechte sowie gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Abwertungen gibt es? Hier stellen sich Initiativen mit ihren eigenen Ideen und Berichten aus der praktischen Arbeit vor: Ein Initiativenblog, der stetig wächst und die Vielfalt an konzeptionellen Ansätzen abbildet. Weiter... 

Mediathek

Die Arier

In einer sehr persönlichen Reise begibt sich die Afrodeutsche Mo Asumang auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA. Weiter... 

Mediathek

Kombat Sechzehn

Der 16-jährige Georg zieht von Frankfurt am Main nach Frankfurt an der Oder um, weil sein Vater dort einen neue Arbeit gefunden hat. Nur schwer findet er sich in der neuen Situation zurecht. In seiner Isolation und Orientierungslosigkeit gerät Georg zunehmend in den Sog einer rechtsextremen Clique... Weiter... 

Rassismus begegnen - TeaserbildReihe

... begegnen!

Rassismus, Antisemitismus, Homophobie… Aspekte der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit begegnen uns in vielen Bereichen der Gesellschaft. Die "Begegnen-Reihe" soll in unterschiedlichen Formaten auf Aussagen und Handlungen vorbereiten, in denen Menschen ausgegrenzt und diskriminiert werden. Weiter... 

Publikationen und Angebote der Bundeszentrale für politische Bildung/bpbPressekit

Aktiv gegen Rechtsextremismus

Sie benötigen ein Bild zur Illustration Ihres Presseartikels, wollen sich einen Überblick über das bpb-Angebot zum Thema verschaffen oder Pressemitteilungen nachlesen? Hier finden Sie Informationen zum breiten Engagement der bpb gegen Rechtsextremismus. Weiter... 

bpb-Publikationen zum Thema Rechtsextremismus

Hier finden Sie Publikationen der bpb zum Thema Rechtsextremismus. Weiter... 

Fortbildungskonzept

Qualifiziert handeln!

Bei der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und abwertenden Haltungen gewinnt ein Thema mehr und mehr an Bedeutung: Qualifiziertes Handeln. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat daher in Kooperation mit drei ausgewählten Partnern ein umfassendes Fortbildungskonzept entwickelt: Das DGB-Bildungswerk Bund, der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben und die Evangelischen Akademien in Deutschland führen Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit jeweils besonderen Schwerpunkten durch. Weiter... 

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen. Weiter... 

Zusammenhalt dur TeilhabeBundesprogramm

Zusammenhalt durch Teilhabe

Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut. Weiter...