Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Frauen in der rechtsextremen Szene

Frauen machen bislang nur einen kleinen Teil der rechtsextremen Szene aus, aber ihre Zahl wächst. Auch in der NPD stellen sie nur ein Fünftel der Mitglieder und einen Bruchteil der Funktionäre. In der Männerwelt des Rechtsextremismus galten sie lange Zeit als Risiko, weil die Beziehung zu einer Frau häufig der Grund für junge Mitläufer war, sich wieder aus der Szene zu lösen. Um dem vorzubeugen, werden sie mittlerweile stärker in Strukturen integriert. Ihre Rolle bleibt jedoch vorrangig als Helferin und Mutter definiert – um die völkischen Ziele der Bewegung zu erreichen.

Jeder 5. Neonazi in Deutschland ist eine Sie: Immer häufiger sind Frauen auch auf rechtsextremen Demos zu sehen, treten als Rednerinnen auf und stärken die braune Bewegung im Hintergrund. Sie sind fester Bestandteil der Szene - und nicht weniger radikal als die Männer. (© Andrea Röpke)

Zwei Teilnehmerinnen eines Neonazi-Aufmarsches im Braunschweig

Andrea Röpke

Auf die sanfte Tour

Längst sind junge Mädchen und Frauen in der Neonazi-Szene angekommen. Sie treiben die menschenverachtende Ideologie mit voran, übernehmen politische Mandate und werden von den extrem Rechten auch strategisch eingesetzt, um mehr Akzeptanz zu gewinnen. Weiter...

NPD-Anhängerinnen bei einer Neonazi-Kundgebung in Berlin. Links im Bild Marianne Pastörs – rechte Aktivistin und Ehefrau des Schweriner NPD-Abgeordneten Udo Pastörs.

Renate Bitzan

Kann es einen "Feminismus von rechts" geben?

Emanzipierte und selbstbewusste Frauen haben es in der Vergangenheit bei NPD & Co. nicht lange ausgehalten. Gleichberechtigung und rechtsextreme Ideologie waren zumindest bislang nicht miteinander vereinbar. Ob das in Zukunft anders sein könnte, ob es also einen "Feminismus von rechts“ geben kann – dazu äußert sich die Rechtsextremismus-Forscherin Renate Bitzan im Interview. Weiter...

NPD-Mitglied Maria Fank spricht mit einem Polizisten während eines Protestes gegen das neue Flüchtlingswohnheim in Berlin-Hellersdorf, 20.08.2013.

Privat ist die sehr nett

Mit freundlicher Unterstützung der Mehrheitsgesellschaft: Nazifrauen machen erfolgreich Politik, weil sie als rechte Aktivistinnen übersehen werden, sagt Stella Hindemith. Weiter...

Auf die sanfte Tour

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Auf die sanfte Tour

Längst sind junge Mädchen und Frauen in der Neonazi-Szene angekommen. Sie treiben die menschenverachtende Ideologie mit voran, übernehmen politische Mandate und werden von den extrem Rechten auch strategisch eingesetzt, um mehr Akzeptanz zu gewinnen. Weiter...

Kann es einen "Feminismus von rechts" geben?

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Kann es einen "Feminismus von rechts" geben?

Ob es einen "Feminismus von rechts" geben kann, dazu forscht Renate Bitzan. Der Journalist Toralf Staud hat sie interviewt und berichtet über ihre Forschungsergebnisse. Weiter...


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Frauen in der rechstextremen Szene entsprechen längst nicht mehr alten Klischees. Aber sie rücken nur allmählich mit in die erste 'braune' Reihe. NPD-Demonstration in Rostock 2006.

Andrea Röpke

Wichtig für den Stimmenfang?

Die rechtsextreme Szene ist männerdominiert. Frauen sind eher zuständig für die Arbeit im Hintergrund oder werden für Propagandazwecke benutzt. Wichtig sind sie der völkischen Szene eigentlich nur als Mutter und Hausfrau. Doch ihre Zahl nimmt zu. Und vereinzelt machen sie auch politisch auf sich aufmerksam. Weiter...

Rechte Mitläuferin aus dem niedersächsischen Verden bei einer Demonstration in Rostock 2006.

Birk Meinhardt

Die ganz harten Weichspülerinnen

Sie geben sich sanft, familienfreundlich und behalten ihre Gesinnung erstmal für sich. Nicht nur die NPD setzt verstärkt auf artig auftretende Aktivistinnen. Ein Beitrag aus der Süddeutschen Zeitung. Weiter...

Männergesellschaft? NPD-Aufzug in Rostock 2006.

Gabi Elverich

Rechtsextrem orientierte Frauen und Mädchen – eine besondere Zielgruppe?

Erst spät hat die Forschung das Thema "Frauen in der rechtsextremen Szene" zum Gegenstand eigener Untersuchungen gemacht. Unterscheiden sich rechtsextreme Frauen von Männern, sind sie besonders extrem, aber weniger gewalttätig? Weiter...

Rechte Zuhörerin bei einer NPD-Veranstaltung in Berlin 2006.

Monika Lazar

Folgerungen für die Politik: Frauen im rechtsextremen Spektrum

Die Politik muss Antworten darauf finden, dass Frauen sich von rechtsextremen, fremdenfeindlichen und antisemitischen Gedankeninhalten angesprochen fühlen. Thesen von Monika Lazar. Weiter...

Extremes Nachwuchspotenzial. Bei einer Neonazidemonstration im brandenburgischen Halbe 2005.

Holger Kulick

Aussteigerinnen

Der Einstieg von Mädchen in die rechtsextreme Szene beginnt oft mit 12, 13 oder 14 Jahren. Wieder aus der Szene herauszukommen, ist keineswegs einfach. Tanja P. gelang das erst nach 20 Jahren als sie 35 war. Seitdem wird sie verfolgt. Weiter...

Titelbild der Reportage in der Halberstädter Schülerzeitung 'Das Martinshorn'.

Evelyn Lessig und Sabine Dietz

Nazis im Netz. Eine Schüler-Recherche.

Längst haben Neonazis eigene Flirtlines eingerichtet oder bieten sich mit eindeutigen Codes auf etablierten Kontaktbörsen an. Zwei Schülerinnen aus Halberstadt in Sachsen-Anhalt haben für ihre Schülerzeitung eine regionale Flirtline unter die Lupe genommen. Weiter...

Fimemacherin Mo Asumang.

Interview mit Mo Asumang

Roots Germania

''Die Kugel ist für Dich, Mo Asumang'' – mit dieser Textzeile rief die Neonaziband ''White Aryan Rebels'' in einem Hetzsong zum Mord an der Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Mo Asumang auf. Der Schock inspirierte die Journalistin zu einer filmischen Spurensuche, die das ZDF am 5. November 2007 in der Reihe 'Das kleine Fernsehspiel' zeigte. Weiter...

 
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