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Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Internationale Netzwerke

Rechtsextremismus ist keineswegs auf Deutschland beschränkt. Rechtspopulisten und Neonazigruppen agieren in zahlreichen Ländern Europas und in Übersee. Sie sind via Internet intensiv miteinander vernetzt, nutzen Aufmärsche und Konzerte, um ihre Anhänger zusammenzuführen und treiben einen regen Handel mit einschlägigen NS-Produkten. Erst allmählich vernetzen sich auch Gegeninitiativen. Dieser Themenschwerpunkt vermittelt einen Überblick über die Rechtsaußen-Szenen in der EU, Osteuropa und den USA.

Die Rolle der rechtsextremen "Jobbik"-Partei in Ungarn

Attila Mong im Interview

Attila Mong, ungarischer Investigativ-Journalist, über die Rechtsextremen in Ungarn, ihre Medienstrategie und die Gründe für ihre Wahlerfolge.

Aus der Mediathek

Während einer Kundgebung im Januar 2015 in Griechenland werden Flaggen rechtsextremer Parteien, u.a. der italienischen FN (Forza Nuova (Neue Kraft)), der spanischen DM (National Demokratie (Democracia Nacional) und der deutschen Partei NPD hochgehalten.

Carsten Hübner

Die APF: Europas rechtsextremer Rand

Im Jahr 2016 wurden für die "Alliance for Peace and Freedom" und ihre politische Stiftung "Europa Terra Nostra" knapp 600.000 Euro aus Mitteln der EU-Parteienfinanzierung bereitgestellt. Die für 2017 bewilligten Gelder liegen auf Eis. Carsten Hübner über den Werdegang der rechtsextremen Europapartei. Weiter...

Rechtsrock-Konzerte und rechte Musik sind ein wichtiger Teil der rechtsextremen Erlebniswelt. Rund 200 aktive Bands und knapp 100 rechtsextreme Versandhändler, die die entsprechenden CDs versenden, gibt es in Deutschland. Statistisch gesehen findet fast jeden zweiten Tag irgendwo in der Republik ein Neonazikonzert statt, die Tendenz ist steigend. Mal werden die Veranstaltungen konspirativ organisiert mit wenigen hundert Zuschauern, mal als NPD-Veranstaltung offiziell angemeldet mit tausenden Neonazis vor der Bühne. Beim NPD-Openair "Eichsfeldtag" 2015 in Leinefeld stand auch Michael Regener, der ehemalige Sänger der 2003 verbotenen Band "Landser", mit seiner Band "Die Lunikoff Verschwörung" auf der Bühne.

Jan Raabe

Die neonazistische Musik-Szene: Transnational wie nie

Von London bis Porto, von Athen bis Helsinki – jede Woche finden europaweit Neonazi-Konzerte statt. Mal kommen nur hundert Zuschauer, mal sind es mehrere tausend. Und oft stehen deutsche Bands auf der Bühne. Weiter...

US-Neonazis bei einer Kundgebung in Rome, Georgia

Volker Weiß

Vom Extrem zur Alternative? Ein Blick auf die rechtsextreme US-Szene

Der US-amerikanische Rechtsextremismus spielt international eine wichtige Rolle – auch für die deutsche Szene. In den vergangenen Jahren hat er sich tiefgreifend gewandelt: Während Neonazi-Organisationen in der Bedeutungslosigkeit versanken, finden deren Inhalte ein breiteres Publikum denn je. Weiter...

Der russische Präsident Wladimir Putin und die Präsidentschaftskandidatin des französischen Front National, Marine Le Pen, treffen sich im März 2017 in Moskau. Sie sitzen einander an einem weißen, runden Tisch gegenüber; neben Putin sitzt eine junge Dolmetscherin.

Benjamin Bidder

Vereint gegen liberale Werte: Wie Russland den rechten Rand in Europa inspiriert und fördert

Russische Politiker haben Kontakte zu Rechtsextremen und Populisten in Westeuropa geknüpft: zum Beispiel in Deutschland zur AfD und in Frankreich zum Front National. Weiter...

An einer "Mahnwache" der rechtsextremen NPD in Berlin unter dem Motto "Nein zum israelischen Holocaust im Gazastreifen" beteiligten sich am 28. Januar 2009 rund 50 Personen. Ursprünglich hatte die NPD ihre Veranstaltung für den internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar angemeldet. Für diesen Tag war diese aber gerichtlich untersagt worden. Daraufhin hatten NPD und Gegendemonstranten für den 28. Januar mobilisiert.

Thomas Grumke

Globalisierte Anti-Globalisten – was Rechtsextremisten überall auf der Welt gemeinsam haben

Obwohl die extreme Rechte ultra-nationalistisch und völkisch ist, arbeitet sie doch grenzüberschreitend zusammen. Auf die Globalisierung und angeblich dahinterstehende, dunkle Mächte reagieren sie mit einer pan-arischen Ideologie zur gemeinsamen Verteidigung der "weißen Rasse". Weiter...

Zwei männlicher Aktivisten der "Identitären Bewegung" stehen am 27.08.2016 neben der Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Sie zeigen ein Transparent mit der Aufschrift "Grenzen schützen – Leben retten", ist sind eine Moschee und ein Stacheldraht gemalt. Der eine Mann steht rechts im Bild, der andere in der Mitte – man sieht seinen Kopf hinter dem Transparent hevorragen.

Julian Bruns, Kathrin Glösel und Natascha Strobl

Die Identitären – mehr als nur ein Internet-Phänomen

Seit Ende 2012 ist die "Identitäre Bewegung" auch in Deutschland aktiv. Mit popkulturellen Inhalten und verklausuliert verbreitet die Gruppierung, die zur "Neuen Rechten" gehört, ihr menschenfeindliches Gedankengut. Dabei tritt sie gezielt provokant auf. Weiter...

09.12.2012: Rechtsextreme Demonstranten in Saftica, Rumänien, auf dem Weg zu dem Platz, wo Corneliu Zelea Codreanu 1938 ermordet wurde. Codreanu war Anführer der "Eisernen Garde", einer faschistischen Bewegung in Rumänien.

Uwe Backes

Rechtsextremistische Parteien in Europa

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs veränderten sich die Bedingungen für die extreme Linke in ganz Europa. Galt dies in ähnlicher Weise auch für die extreme Rechte? Konnte sie vom Niedergang des Kommunismus dauerhaft profitieren? Weiter...

Demonstration russischer Neonazis am 4.11.2013 in Moskau.

Ute Weinmann

Neonazis in Russland

Kein anderes osteuropäisches Land hat eine so gewaltbereite Neonaziszene wie Russland. Gehetzt wird gegen alle, die nichtrussischer Herkunft sind, auch Gewaltexzesse sind keine Seltenheit. Seit Jahren kursieren Tötungsaufrufe und Hinrichtungsvideos im Netz. Obwohl der Ukraine-Konflikt die rechtsextreme Szene gespalten hat, ist ihr Gewaltpotenzial ungebrochen. Weiter...

Mit T-Shirt-Aufdrucken wie "Support the Nation" unterstreichen Anhänger und Unterstützer der Hammerskins ihre Zugehörigkeit.

Andrea Röpke

Hammerskins – Ein militanter Geheimbund

Sie organisieren Konzerte, vertreiben CDs und verdienen Geld mit Rechtsrock. Doch die Hammerskins tauchen kaum öffentlich auf, sie ziehen lieber im Verborgenen ihre Fäden. Von den Sicherheitsbehörden unterschätzt, unterhalten die Hammerskins auch Kontakte zur militanten Neonazi-Organisation “Combat 18“ – und zum NSU. Weiter...

Martialisch, modern – rechtsextrem: Die Website des Nazi-Labels spricht eine eindeutige Sprache. Screenshot vom 14.01.2014, http://white-rex.com/2013/07/otkry-tie-ligi-turnirov-jungsturm-league/

Johannes Radke

Kampfsport, Runen, Rassenhass

Eine neue rechtsextreme Modemarke sorgt in Russland für Aufsehen. Hochprofessionell richtet "White Rex" Kampfsport-Turniere und Rechtsrock-Konzerte aus. Die Unterwanderung des Sports durch Neonazis schreitet voran. Protest dagegen gibt es kaum. Jetzt drängt der rechtsextreme Kampfsportausrüster auch auf den deutschen Markt. Weiter...

Ein Mitglied der English Defence League (EDL) bei einer Demonstration in Amsterdam am 30. Oktober 2010.

Uwe Backes

Rechtsextremistische und rechtsterroristische Gewalt in Europa – ein Überblick

Wo und in welcher Weise spielen rechtsextreme Gewalt und Terrorismus in Europa eine Rolle? Auf welchem ideologischen und strukturellen Nährboden gedeihen sie? Weiter...

Die vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt sichergestelltes Propagandamaterial der verbotenen rechtsextremistischen Vereinigung "Blood and Honour".

Frank Huber und Thomas Kuban

"Europa rockt völkisch! "

Im Kampf gegen Globalisierung und USA geben sich Nationalisten zunehmend als überzeugte Europäer aus: Statt dem "Großdeutschen Reich" wird ein "Europa der Völker" propagiert. Längst gibt es eine europäische Neonazi-Szene, die die offenen Grenzen nutzt, um konspirativ organisierte Konzerte zu veranstalten. Weiter...

Website der antirassistischen Initiative "Nigdy Wiecej" (Nie Wieder). Screenshot vom 12.12.2011, http://www.nigdywiecej.org/244-60.

Interview mit Jacek Purski

"Rassismus - auch in Polen ein Problem"

Offener Rassismus in den Fußballstadien, fehlende Zivilgesellschaft und mangelndes Interesse der Politiker: Jacek Purski von der Initiative "Nigdy Wiecej" (Nie Wieder) berichtet im Interview vom täglichen Kampf gegen Rechtsextremismus in Polen. Und davon, wie die Rechtsextremen länderübergreifende Bündnisse schmieden. Weiter...

Vorzeitig abgebrochene Schaufenster-Aktion des Karikaturisten Van der Zee, Gent. Foto: Jacques Van der Zee. Weitere Bilder des Künstlers unter www.vedeze.be

Nadja Müntsch

Gestreckte Arme im Schaufenster

Der belgische Vlaams Belang gibt sich gern bieder, geht aber gleichzeitig mit rassistischen Parolen auf Wählerfang. Selbst Gerichtsurteile können das das Gebaren der Partei kaum ändern. Die Initiative Kif Kif setzt lieber darauf, den Vlaams Belang öffentlich vorzuführen. Weiter...

Website des rechtsextremen Netzwerks "Blood and Honour". Screenshot vom 12.12.2011, http://www.bloodandhonour.org/.

Rainer Fromm

Rassistischer Hass im Word Wide Web

Rechtsextremisten nutzen den Cyberspace heute als effektive "Propagandawaffe", um Nachwuchs anzulocken. Ihr Repertoire reicht von widerlichen Spielen wie "Nazi-Doom" bis hin zu Online-Shops für braune Ware. Weiter...

Bühne des ''Fest der Völker'' in Jena. Auf dem Banner hinter den Rednern und Musikern steht "Europe awake".

Holger Kulick und Gabriele Nandlinger

"Europe awake"

"Fest der Völker" heißt ein jährliches Neonazitreffen, das bereits bis 2015 in Jena angemeldet worden ist. Dabei geht es um verbrämte Propaganda und Kommerz. Doch Jenas Zivilgesellschaft mobilisiert die Nazimusik auch. Weiter...

William Pierce ist ein bekennender Nationalsozialist und Befürworter von Sklaverei und Segregation. Er gründete die Organisation National Alliance.

Michael Funk

Wachablösung?

Die US-amerikanische rechtsextreme Szene ist heute weitgehend zersplittert. An Bedeutung verloren haben die großen Mitgliedsorganisationen. Umso gefährlicher sind kleine lose strukturierte Gruppierungen geworden. Die US-Behörden sprechen von einer Gefahr des "Einheimischen Terrorismus". Weiter...

Studenten protestieren gegen ein Gerichtsurteil in der Nähe eines Gerichtsgebäudes in St. Petersburg am 23.10.2006. Sie halten Fotos des vietnamesischen Studenten Vu Tuan An, der von einer Gruppe angetrunkener Jugendlicher überfallen und mit mehr als 30 Messerstichen getötet worden ist., in ihren Händen. Am 13. November 2006 hatte das St. Petersburger Stadtgericht bereits alle 17 Angeklagten freigesprochen.

Anton Maegerle

Die Armee der weißen Rasse

Fremdenfeindliche Parolen, verbale und körperliche Gewalt haben auch in Russland und vielen Staaten Osteuropas Konjunktur. Wie die rechtsextremen Strukturen konkret aussehen und welche Verbindungen es zu deutschen Neonazis gibt, erklärt Anton Maegerle. Weiter...

Zufahrtsblockage gegen das europaweite Neonazitreffen ''Fest der Völker'' in Jena am 8. August 2007. Foto: Kulick

Ulrich Kober und Orkan Kösemen

Gegenengagement vernetzen

Der Kampf gegen den Rechtsextremismus ist eine Frage der demokratischen Kultur in Europa. Ulrich Kober und Orkan Kösemen beschreiben eine neue Initiative der Bertelsmannstiftung, Initiativen gegen Rechtsextremismus international besser miteinander zu vernetzen. Weiter...