Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Schwerpunkt: Internationale Netzwerke

Rechtsextremismus ist keineswegs auf Deutschland beschränkt. Rechtspopulisten und Neonazigruppen agieren in zahlreichen Ländern Europas und in Übersee. Sie sind via Internet intensiv miteinander vernetzt, nutzen Aufmärsche und Konzerte, um ihre Anhänger zusammenzuführen und treiben einen regen Handel mit einschlägigen NS-Produkten. Erst allmählich vernetzen sich auch Gegeninitiativen. Dieser Themenschwerpunkt vermittelt einen Überblick über die Rechtsaußen-Szenen in der EU, Osteuropa und den USA.

Die vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt sichergestelltes Propagandamaterial der verbotenen rechtsextremistischen Vereinigung "Blood and Honour".

Frank Huber und Thomas Kuban

"Europa rockt völkisch! "

Im Kampf gegen Globalisierung und USA geben sich Nationalisten zunehmend als überzeugte Europäer aus: Statt dem "Großdeutschen Reich" wird ein "Europa der Völker" propagiert. Längst gibt es eine europäische Neonazi-Szene, die die offenen Grenzen nutzt, um konspirativ organisierte Konzerte zu veranstalten. Weiter...

Website der antirassistischen Initiative "Nigdy Wiecej" (Nie Wieder). Screenshot vom 12.12.2011, http://www.nigdywiecej.org/244-60.

Interview mit Jacek Purski

"Rassismus - auch in Polen ein Problem"

Offener Rassismus in den Fußballstadien, fehlende Zivilgesellschaft und mangelndes Interesse der Politiker: Jacek Purski von der Initiative "Nigdy Wiecej" (Nie Wieder) berichtet im Interview vom täglichen Kampf gegen Rechtsextremismus in Polen. Und davon, wie die Rechtsextremen länderübergreifende Bündnisse schmieden. Weiter...

Vorzeitig abgebrochene Schaufenster-Aktion des Karikaturisten Van der Zee, Gent. Foto: Jacques Van der Zee. Weitere Bilder des Künstlers unter www.vedeze.be

Nadja Müntsch

Gestreckte Arme im Schaufenster

Der belgische Vlaams Belang gibt sich gern bieder, geht aber gleichzeitig mit rassistischen Parolen auf Wählerfang. Selbst Gerichtsurteile können das das Gebaren der Partei kaum ändern. Die Initiative Kif Kif setzt lieber darauf, den Vlaams Belang öffentlich vorzuführen. Weiter...

Website des rechtsextremen Netzwerks "Blood and Honour". Screenshot vom 12.12.2011, http://www.bloodandhonour.org/.

Rainer Fromm

Rassistischer Hass im Word Wide Web

Rechtsextremisten nutzen den Cyberspace heute als effektive "Propagandawaffe", um Nachwuchs anzulocken. Ihr Repertoire reicht von widerlichen Spielen wie "Nazi-Doom" bis hin zu Online-Shops für braune Ware. Weiter...

Bühne des ''Fest der Völker'' in Jena. Auf dem Banner hinter den Rednern und Musikern steht "Europe awake".

Holger Kulick und Gabriele Nandlinger

"Europe awake"

"Fest der Völker" heißt ein jährliches Neonazitreffen, das bereits bis 2015 in Jena angemeldet worden ist. Dabei geht es um verbrämte Propaganda und Kommerz. Doch Jenas Zivilgesellschaft mobilisiert die Nazimusik auch. Weiter...

William Pierce ist ein bekennender Nationalsozialist und Befürworter von Sklaverei und Segregation. Er gründete die Organisation National Alliance.

Michael Funk

Wachablösung?

Die US-amerikanische rechtsextreme Szene ist heute weitgehend zersplittert. An Bedeutung verloren haben die großen Mitgliedsorganisationen. Umso gefährlicher sind kleine lose strukturierte Gruppierungen geworden. Die US-Behörden sprechen von einer Gefahr des "Einheimischen Terrorismus". Weiter...

Studenten protestieren gegen ein Gerichtsurteil in der Nähe eines Gerichtsgebäudes in St. Petersburg am 23.10.2006. Sie halten Fotos des vietnamesischen Studenten Vu Tuan An, der von einer Gruppe angetrunkener Jugendlicher überfallen und mit mehr als 30 Messerstichen getötet worden ist., in ihren Händen. Am 13. November 2006 hatte das St. Petersburger Stadtgericht bereits alle 17 Angeklagten freigesprochen.

Anton Maegerle

Die Armee der weißen Rasse

Fremdenfeindliche Parolen, verbale und körperliche Gewalt haben auch in Russland und vielen Staaten Osteuropas Konjunktur. Wie die rechtsextremen Strukturen konkret aussehen und welche Verbindungen es zu deutschen Neonazis gibt, erklärt Anton Maegerle. Weiter...

Zufahrtsblockage gegen das europaweite Neonazitreffen ''Fest der Völker'' in Jena am 8. August 2007. Foto: Kulick

Ulrich Kober und Orkan Kösemen

Gegenengagement vernetzen

Der Kampf gegen den Rechtsextremismus ist eine Frage der demokratischen Kultur in Europa. Ulrich Kober und Orkan Kösemen beschreiben eine neue Initiative der Bertelsmannstiftung, Initiativen gegen Rechtsextremismus international besser miteinander zu vernetzen. Weiter...

Internationale Netzwerke

Links und Literatur

Links und Literatur zum Thema internationale Vernetzungen des Rechtsextremismus. Weiter...

Dossier

"Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig in dessen Atelier in Köln. Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Boden einläßt. Inzwischen liegen "Stolpersteine" in über 300 Orten Deutschlands, ebenso in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 55 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte? Weiter... 

Podiumsdiskussion

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APRI
Rechtsextreme Demonstrantinnen einer freien Kameradschaft in Arnstadt 2006.

Rechter Terror und der Inlandsgeheimdienst oder: Wer überwacht die Überwacher?

Rechter Terror - wieso konnte jahrelang, ohne dass der Inlandsgeheimdienst von den rassistischen Morden Kenntnis erlangte, die rechtsextreme Organisation "Zwickauer Zelle" in Deutschland Menschenleben zerstören? Wie konnten die Taten mit rassistischen Hintergrund unentdeckt bleiben? Weiter...

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen. Weiter... 

Zusammenhalt dur TeilhabeBundesprogramm

Zusammenhalt durch Teilhabe

Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut. Weiter...