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Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Rechtsextreme Jugendkultur

Rechtsextremisten ködern vor allem unter Jugendlichen ihren Nachwuchs. Das typische Einstiegsalter liegt zwischen 12 und 15, als Einstiegdroge Nummer eins gilt Musik von Nazibands wie "Landser" oder "Stahlgewitter". Aber auch Faktoren wie Kameradschaft und Abenteuertum, Geltungsdrang und Protest spielen eine große Rolle bei der jugendlichen Zielgruppe. In manchen Orten hat der Rechtsextremismus bereits die Vorherrschaft in den Jugendmilieus erobert und ist zur prägenden Ideologie geworden – über die Grenzen von Subkulturen hinaus.

Beweismaterial gegen das bayerische Neonazi-Netzwerk "Freies Netz Süd" (FNS). Ein Mitarbeiter des bayerischen Innenministeriums trägt nach einer Pressekonferenz im Juli 2013 ein großformatiges Foto, welches während einer Razzia bei einem führenden Rechtsextremisten aufgenommen wurde.

Michael Klarmann

Kameradschaften als Strategieelement

"Kameradschaften" waren fast zwei Jahrzehnte lang eine Strategie, die Rechtsextreme vor Verboten oder dem Ausheben ihrer Netzwerke schützen sollte. Nach dem Aufdecken des NSU gingen Behörden verstärkt gegen solche "Freien Kräfte" vor. Heute sind die Kameradschaften nur noch eine unter mehreren Organisationsformen. Weiter...

Bildstrecke: Rechtsextreme Jugendkulturen

Martialisch, modern – rechtsextrem: Die Website des Nazi-Labels spricht eine eindeutige Sprache. Screenshot vom 14.01.2014, http://white-rex.com/2013/07/otkry-tie-ligi-turnirov-jungsturm-league/

Johannes Radke

Kampfsport, Runen, Rassenhass

Eine neue rechtsextreme Modemarke sorgt in Russland für Aufsehen. Hochprofessionell richtet "White Rex" Kampfsport-Turniere und Rechtsrock-Konzerte aus. Die Unterwanderung des Sports durch Neonazis schreitet voran. Protest dagegen gibt es kaum. Jetzt drängt der rechtsextreme Kampfsportausrüster auch auf den deutschen Markt. Weiter...

Bei einer Razzia in 44 Wohnungen der "Unsterblichen" in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg im Januar 2012 fand die Polizei mehr als 250 Fackeln, dutzende weiße Masken, Waffen und Pyrotechnik.

Johannes Radke

Neonazis hinter weißen Masken

Mit weißen Masken und Fackeln ziehen die "Unsterblichen" durch die Nacht, skandieren rechtsextreme Parolen, Feuerwerkskörper explodieren. Die bedrohlichen Bilder dienen der Propaganda, sollen rechtsoffene Jugendliche begeistern. Es ist eine neue Aktionsform der Nazis, sie wollen einen Mythos konstruieren: von einer braunen Widerstandsbewegung. Weiter...

Mitglieder der Kameradschaft Aachener Land bei einer Demo.

Michael Klarmann

Kameradschaften im Visier

Mit dem Konzept der "Kameradschaften" glaubte die rechtsextreme Szene, staatlichen Verboten vorbeugen zu können. Doch nach dem Aufdecken des NSU mehren sich Verbote und Ermittlungen besonders gegen die Gruppen der "Freien Kräfte". Weiter...

Bekenntnis zu Musik als Waffe: Neonazi-T-Shirt bei einem Aufmarsch in Arnstadt 2006.

Romano Sposito

Einstiegsdroge Musik

Vom Rechtsrock bis zum Nazi-Barden für heimelige Abende am Sonnenwend-Lagerfeuer: Im rechtsextremen Milieu ist Musik wesentliches Bindeglied, Lockmittel und wichtige Einnahmequelle. Auch die NPD hat die Macht der Musik entdeckt. Weiter...

Modelabel Steinar, gesehen bei einer NPD-Demonstration im Herbst 2006 in Berlin.

Joachim Wolf

Symbolwandel

Anfang der 1990er Jahre war alles einfach: Zum Outfit eines Rechtsextremen gehörten schwere Stiefel, Glatze und Bomberjacke. Diese "Klassiker" gibt es heute zwar auch noch. Aber die Zeit ist vorbei, in der Neonazis eindeutig zu erkennen sind. Das hat auch taktische Gründe. Weiter...

Nicht auf den ersten Blick als Nazimode zu erkennen: Ein NS-Hardcore-Shirt.

Patrick Gensing

Neonazis und das Internet

Rechtsextremisten setzen bei der Verbreitung ihrer Ideologie und bei der Rekrutierung neuer Mitglieder auf das Internet - vor allem, weil es sie besonders gut vor Strafverfolgung schützt. Weiter...

Kameradschaft aus Unterfranken bei Aufmarsch in Dresden im Februar 2006.

Michael Klarmann

Kameradschaften als Strategieelement

"Kameradschaften" sind weder Partei noch Verein. Das macht sie rechtlich schwer greifbar. Rund 4.100 Neonazis sind in Deutschland gegenwärtig in solchen Cliquen organisiert, die mehr sind als einfache Freundeskreise. Weiter...

burschenschaften. 80klein.

Gabriele Nandlinger

"Ehre, Freiheit, Vaterland!"

Einige studentische Burschenschaften haben gute Kontakte zur rechtextremen Szene. Diese entdeckt die Universitäten zunehmend als lohnendes Ziel. Weiter...

Jugendkultur

Erlebnisorientierte Gruppen

Basecap, Skaterschuh, Kapuzenpulli – und rechtsextrem? Immer stärker durchmischen sich szentypische Codes und Kleidung. Das macht es für die Polizei schwer, Rechtsextreme von Linksextremen zu unterscheiden. Ein Interview mit dem Berliner Polizeidirektor Oliver Tölle. Weiter...

Beweismaterial gegen das bayerische Neonazi-Netzwerk "Freies Netz Süd" (FNS). Ein Mitarbeiter des bayerischen Innenministeriums trägt nach einer Pressekonferenz im Juli 2013 ein großformatiges Foto, welches während einer Razzia bei einem führenden Rechtsextremisten aufgenommen wurde.

Michael Klarmann

Kameradschaften als Strategieelement

"Kameradschaften" waren fast zwei Jahrzehnte lang eine Strategie, die Rechtsextreme vor Verboten oder dem Ausheben ihrer Netzwerke schützen sollte. Nach dem Aufdecken des NSU gingen Behörden verstärkt gegen solche "Freien Kräfte" vor. Heute sind die Kameradschaften nur noch eine unter mehreren Organisationsformen. Weiter...