Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Schwerpunkt: Fußball und Rassismus

Fußball und Gewalt sind in vielen Stadien eine untrennbare Einheit. Das haben nicht erst die gewaltsamen Ereignisse in Leipzig Anfang Februar 2007 gezeigt. Und immer öfter sind die Täter rechtsextrem motiviert, wie Ende November 2006 in Paris: Ein wütender Mob machte Jagd auf einen jüdischen Fan und einen Zivilpolizisten nordafrikanischer Herkunft. Unter Rufen wie "dreckiger Nigger" und "Drecksjude" griff der Mob die beiden an. Der Polizist zog die Dienstwaffe und schoss, ein Angreifer starb, ein weiterer wurde schwer verletzt. Auch in Deutschland schallen rassistische Parolen und Anfeindungen durch die Stadien. Gezielt rekrutieren Neonazis hier Wähler und Nachwuchs. Mehr und mehr macht der Rassismus beim Fußball den Clubs zu schaffen – und das Spiel für manchen Spieler unerträglich.

Berliner U-Bahn: Gegen Gewalt. Initiative des Berliner Fußballverbandes.

Interview mit Gunter Pilz

"Offener Rassismus und ein ausgeprägtes Feindbild"

Der Soziologe Gunter Pilz macht vor allem in den neuen Bundesländern rechtsextreme Fußballfans aus. Das habe auch damit zu tun, dass es dort besonders viele "Wiedervereinigungsverlierer" gebe – und die Stadien im Westen schon früher Gegenmaßnahmen ergriffen hätten. Weiter...

Fahndungsbilder der Leipziger Randale.

Holger Kulick

Neue Dimension der Gewalt?

Zur Fußballweltmeisterschaft im Juni 2006 schien die deutsche Fan-Welt noch in Ordnung. Die Welt war zu Gast bei friedlichen Freunden. Jetzt aber sind die Schlagzeilen andere. Brutale Fan-Gewalt und rechtsextreme Parolen bringen den deutschen Fußball um seinen Ruf. Weiter...

Adebowale Ogungbure im Zweikampf.

Interview

"Affe, Bimbo, Nigger" - Interview mit Adebowale Ogungbure

Wie verarbeitet es ein Spieler, wenn er regelmäßig Opfer rassistischer Beleidigungen in einem Fußballstadion wird? Im Novemer 2006 berichtete der Leipziger Spieler Adebowale Ogungbure der Zeitung "Sport-BILD" seine bedrückenden Erfahrungen. Weiter...

Beim Testspiel von Galatasaray Istanbul und Fenerbahce Istanbul zünden Fans im Borussia Park in Mönchengladbach bengalische Feuer an. 21.07.10

Joachim Wolf

Fußball und Rechtsextremismus in Europa

Fußball, Gewalt und Rassismus – eine explosive Mischung, die in der jüngeren Vergangenheit Menschenleben forderte. Joachim Wolf stellt europäische Länder vor, die Probleme haben mit ihren rechtsextremen Fans. Weiter...

Gabriel Landgraf im Gespräch mit Sch&uulern bei einem Workshop der Amadeu Antonio Stiftung.

Gesprächsprotokoll Gabriel Landgraf

"Die Faszination, etwas Böses zu tun"

Fußball als Einstiegsdroge: So ging es Gabriel Landgraf. Der heute 30-Jährige beschreibt seinen Weg ins rechtsextreme Abseits, in dem er 15 Jahre seines Lebens verbracht hat. Weiter...

Joachim Wolf

Links und Literatur

Links und Literatur zum Thema Fußball, Rechtsextremismus, Rassismus und Hooligans. Weiter...

Dossier

"Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig in dessen Atelier in Köln. Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Boden einläßt. Inzwischen liegen "Stolpersteine" in über 300 Orten Deutschlands, ebenso in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 55 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte? Weiter... 

Podiumsdiskussion

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APRI
Rechtsextreme Demonstrantinnen einer freien Kameradschaft in Arnstadt 2006.

Rechter Terror und der Inlandsgeheimdienst oder: Wer überwacht die Überwacher?

Rechter Terror - wieso konnte jahrelang, ohne dass der Inlandsgeheimdienst von den rassistischen Morden Kenntnis erlangte, die rechtsextreme Organisation "Zwickauer Zelle" in Deutschland Menschenleben zerstören? Wie konnten die Taten mit rassistischen Hintergrund unentdeckt bleiben? Weiter...

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen. Weiter... 

Zusammenhalt dur TeilhabeBundesprogramm

Zusammenhalt durch Teilhabe

Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut. Weiter...