Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Antisemitismus

Die Feindschaft gegen Juden ist im Rechtsextremismus von grundsätzlicher Bedeutung: Sie ist die überzeitliche Konstante, einigendes Band zwischen verschiedenen Neonazi-Gruppen und neuerdings auch Bindeglied zwischen Rechtsextremen und Islamisten. Aber die Rechtsextremen haben kein Monopol auf den Judenhass. Allein die Verbreitung traditionell offener antisemitischer Einstellungen ist in Deutschland nach wie vor erschreckend hoch.

Teilnehmer einer rechtsextremen Veranstaltung in Bad Kissingen mit einer Fahne der Europäischen Aktion und einem Pullover von Ansgar Aryan.

Wolfgang Freter

Der Antisemitismus im heutigen Rechtsextremismus

Die Feindschaft gegen Juden ist nach wie vor ein zentrales Thema für Rechtsextreme jeglicher Couleur – er findet sich in Parteien ebenso wie in der subkulturellen Musikszene oder bei Holocaust-Leugnern. Allerdings tritt der Antisemitismus sehr unterschiedlich zutage: mal offen und plakativ, mal verschlüsselt und subtil.

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Schmierereien auf einem Paketaufkleber zeigen die Worte "Nie wieder Israel". Dieser Aufkleber war am 19. April 2016 Teil einer Ausstellung zu antisemitischen und rassistischen Aufklebern im Deutschen Historischen Museum in Berlin.

Heiko Beyer

Zur Verbreitung des Antisemitismus in Deutschland: Empirische Forschungsbefunde und methodische Probleme

Zahlreiche sozialwissenschaftliche Studien der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, dass sich Antisemitismus nicht nur in der extremen Rechten, sondern auch in der Mitte der Gesellschaft findet. Umstritten ist allerdings, inwieweit damit auch auf rechtsextreme Einstellungen in der Mehrheitsgesellschaft geschlossen werden kann.

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