Blick auf Stiefel von Angehörigen der 13. Panzergrenadierdivision, die in der Leipziger General-Olbricht-Kaserne mit einem feierlichen Appell empfangen werden, aufgenommen am 04.05.2010. Die Einheit war in den vergangenen 14 Monaten für die Heereskontingente in Afghanistan und auf dem Balkan verantwortlich.

Deutsche Verteidigungspolitik

Vor 60 Jahren standen erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten unter Waffen. Mit der Gründung der Bundeswehr 1955 wurde eine Armee geschaffen, die anders als ihre Vorläufer auf Demokratie und Rechtsstaat verpflichtet war und als NATO-Partner an vorderster Front des Kalten Krieges stand. Nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes wurde die Bundeswehr auch zu einem außenpolitischen Instrument. Ihr Einsatz in internationalen Konflikten ist bis heute Gegenstand gesellschaftlicher und politischer Debatten. Mit der Neuausrichtung der Bundeswehr, ihrem Wandel von der Wehrpflicht- zur Freiwilligenarmee und den Erfahrungen der Auslandseinsätze haben die Streitkräfte mit neuen inneren und äußeren Herausforderungen zu kämpfen.

Das Dossier befindet sich im Aufbau und wird in Kapiteln fortlaufend ergänzt.

     
Ein Soldat und eine Polizistin bei der gemeinsamen Anti-Terror-Übung "GETEX" in Bayern. In mehreren Bundesländern wurde im März 2017 die Zusammenarbeit von Bundeswehr und Polizei im Rahmen der Terrorabwehr erprobt.

Thomas Wiegold

Ausnahmefall Deutschland – Die Debatte um einen Einsatz der Bundeswehr im Innern

Das Grundgesetz setzt dem Einsatz des Militärs im Inland enge Grenzen. Angesichts der terroristischen Bedrohung wird jedoch immer wieder darüber diskutiert, ob und unter welchen Umständen die Bundeswehr im Innern eingesetzt werden darf. Weiter...

Hände halten ein weißes Heft mit dem Aufrdruck "Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr" in den Händen. Im Hintergrund stehen mehrere Kartons und Stapel der gleichen Hefte.

Claudia Major und Christian Mölling

Das Weißbuch 2016 und deutsche Verteidigungspolitik

Das Weißbuch ist das zentrale Dokument der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. 2016 ist das neue Weißbuch erschienen. Mit der Bündnis- und Landesverteidigung stellt es eine alte Aufgabe wieder in den Mittelpunkt der Ausrichtung der Bundeswehr. Weiter...

Ein Spielzeugpanzer und mehrere Münzstapel stehen auf gegenüberliegenden Enden einer Metallwaage.

Stefan Bayer

Der Verteidigungshaushalt – Trendwende bei den Verteidigungsausgaben?

Die Ausgaben für Verteidigung sind 2017 erneut gestiegen. Zuvor hatte der Verteidigungsetat jahrelang stagniert, die Bundeswehr sollte sparen. Wie haben sich die Verteidigungsausgaben entwickelt? Und wie steht Deutschland im internationalen Vergleich da? Weiter...

Auslandseinsätze der Bundeswehr

Im unscharfen Bildvordergrund stehen drei unbewaffnete Soldaten der Bundeswehr im Gespräch zusammen. Im Hintergrund sieht man dutzende weitere unbewaffnete Soldaten auf einer staubigen Straße bergauf laufen. Am ansteigenden Straßenrand stehen gepanzerte Fahrzeuge und Schützenpanzer der Bundeswehr mit aufmontierten schweren Waffen. Die Sonne scheint über den Hügel.

Thomas Wiegold

15 Jahre Bundeswehreinsatz in Afghanistan

Seit Ende 2001 sind deutsche Soldaten in Afghanistan. Was als sechsmonatige Friedensmission begann, wurde für die Bundeswehr zum langjährigen Kampfeinsatz – mit Verwundeten und Gefallenen. Ein schnelles Ende des Einsatzes ist nicht in Sicht. Weiter...

Vorschaubild für die interaktive Weltkarte zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Zu sehen ist eine graue Weltkarte mit grün und blau eingefärbten Ländern.

Interaktive Weltkarte

Auslandseinsätze der Bundeswehr

Wo war und ist die Bundeswehr überall im Einsatz? Wie lange schon und was kostet das eigentlich? Die interaktive Weltkarte bietet einen Überblick über laufende und abgeschlossene Auslandseinsätze der Bundeswehr. Weiter...

Zu sehen ist eine Infografik, die Akteure und Prozesse bei der Bewilligung von Auslandseinsätzen der Bundewehr darstellt.

Markus Kaim

Themengrafik: Mandatierung von Bundeswehreinsätzen

An verteidigungspolitischen Entscheidungen sind in Deutschland mehrere innenpolitische Akteure beteiligt. Auch die internationale Politik spielt dabei oft eine Rolle. Nirgends wird das deutlicher als bei der Entsendung von Soldaten in Auslandseinsätze. Weiter...

Bundeswehrsoldaten steigen am 22. Dezember 2012 im Camp Marmal in Masar-i-Scharif, Afghanistan, in eine C160 Transall-Transportmaschine, um nach Deutschland zurück zu fliegen. Die Soldaten sammeln sich in einer kleinen Menschentraube vor der weit geöffneten Ladeluke eines großen, dunkelgrünen Transportflugzeuges. Die Soldaten tragen helle Tarnfleckuniformen und kleine Rücksäcke.

Michael Daxner

Einsatzrückkehrer und Veteranen

Die Einsätze der Bundeswehr in Afghanistan und auf dem Balkan haben viele Rückkehrer hervorgebracht. Dennoch haben Veteranen bisher keinen festen Platz in unserer Gesellschaft. Wer als Veteran gilt, ist in Deutschland immer noch umstritten. Weiter...

Ausgedient

Ein Dokumentarfilm von Michael Richter

Der Filmemacher Michael Richter begleitete über zwei Jahre lang Bundeswehrsoldaten, die traumatisiert aus dem Auslandseinsatz zurückgekehrt sind. Wie hat der Einsatz ihr Leben verändert?

Zur Aussetzung der Wehrpflicht

Soldaten des Logistikbataillons 172 üben am Dienstag (29.03.2011) in Beelitz in ihrer Grundausbildung das Leben im Gelände und infanteristische Grundlagen.

Peter Steinbach

Die Wehrpflicht. Eine historische Betrachtung

2011 wurde in Deutschland die allgemeine Wehrpflicht ausgesetzt. Ihre Geschichte begann rund 200 Jahre früher: Anfangs ein Instrument gegen die Obrigkeit, ermöglichte die Wehrpflicht die Massenheere des 20. Jahrhunderts. Peter Steinbach mit einer historischen Betrachtung. Weiter...

Die Wehrpflicht in Bildern

Ein Wehrpflichtiger vor dem Kreiswehrersatzamt in Kempten (Schwaben).

Patrick Bernhard

Wehrgerechtigkeit

Bis 2011 galt in Deutschland die Wehrpflicht. Doch seit der Gründung der Bundeswehr gab es immer mehr wehrfähige Männer, als für die Armee benötigt wurden. Die Folge: Nicht jeder musste den Dienst an der Waffe antreten. Das wurde vielfach als ungerecht empfunden. Weiter...

Eine Demonstration gegen Wiederaufrüstung und Wehrdienst, veranstaltet von der "Internationale der Kriegsdienstgegner", am 24.03.1956 in München.

Patrick Bernhard

Kriegsdienstverweigerung und Zivildienst

Kriegsdienstverweigerung ist in Deutschland seit 1949 ein Grundrecht. Doch wer den Dienst an der Waffe verweigerte, wurde lange als "Drückeberger" geächtet und musste einen zivilen Ersatzdienst leisten. Dieser entwickelte sich zu einer Stütze des deutschen Sozialsystems. Weiter...

Die Wehrpflichtigen in der Grundausbildung des PzGrenLehrBtl 92 (Panzergrenadierlehrbataillon) laden auf dem Truppenübungsplatz die Magazine ihrer Waffen mit Übungsmunition auf.

Ute Frevert

Militär und Zivilgesellschaft - ein schwieriges Verhältnis

Militärische Gewalt ist aus unserem zivilen Alltag weitgehend ausgeschlossen. Mit dem Wehrdienst bricht sie jedoch unweigerlich wieder darin ein. Was bedeutet die Aussetzung der Wehrpflicht für das Verhältnis von Militär und Zivilgesellschaft? Weiter...

Geschichte der Bundeswehr

Bundeskanzler Adenauer besucht am 20.01.1956 in Andernach fuenf Kompanien der neu aufgestellten Bundeswehr: (v.l.n.r.) Generalleutnant Speidel, Adenauer, Verteidigungsminister Blank und Generalmajor Laegeler.

Detlef Bald

Die Politik der Wiederbewaffnung

Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in der Bundesrepublik wieder eine Armee aufgebaut. In der neu gegründeten Bundeswehr dienten viele Veteranen der ehemaligen Wehrmacht. Gegen die Wiederbewaffnung regte sich breiter Protest in der Bevölkerung. Weiter...

Mit Menschenketten, Demonstrationen und einer Kundgebung im Bonner Hofgarten demonstrierten ca. 400.000 Menschen aus allen Teilen des Bundesgebietes und vielen politischen Richtungen gegen die Nachrüstung vor ca. 30 Jahren.

Martin Rink

Die Bundeswehr im Kalten Krieg

Die Wiederbewaffnung besiegelte die Westbindung der Bundesrepublik. Integriert in die Nuklearstrategie der NATO stand die Bundeswehr fast vierzig Jahre lang an der Front des Kalten Krieges, die mitten durch Deutschland verlief. Das führte auch innenpolitisch zu Spannungen. Weiter...

"Einigkeit Recht Freiheit" steht auf dem Koppel eines Rekruten, aufgenommen am Donnerstag (17.03.2011) auf dem Nappenplatz in Bad Salzungen bei der Vereidigung. Etwa 300 Besucher beobachteten die Zeremonie, bei der letztmalig Wehrpflichtige des Panzerbataillons 393 und des Panzergrenadierbataillons 391 aus der hier beheimateten Werratal-Kaserne das Feierliche Gelöbnis sprechen. Bad Salzungen ist mit rund 1300 Soldaten der größte Bundeswehr-Standort in Thüringen nach Erfurt.

Heiko Biehl

Traditionslinien der Bundeswehr

Tradition spielt nach wie vor eine große Rolle in der Bundeswehr. Sie lebt von der öffentlichen Auseinandersetzung über ihren Anspruch und ihre Gültigkeit, aber auch über ihr historisches Erbe. Ihr Verständnis ist einem stetigen Wandel ausgesetzt. Weiter...

Kampfappell zum 25. Jahrestag der Errichtung der Berliner Mauer: NVA-Soldaten marschieren am 13. August 1986 durch Ost-Berlin.

Rüdiger Wenzke

Die Nationale Volksarmee der DDR

Mehr als 34 Jahre lang war die Nationale Volksarmee (NVA) das militärische Organ der DDR. Die ostdeutschen Streitkräfte sicherten den Machtanspruch der SED und waren tief in der Gesellschaft verwurzelt. Dennoch war die NVA keine Armee des Volkes. Weiter...

Ein Offizier des 1. Artillerie-Regiments der DDR in Lehnitz bei Oranienburg erhält am 21.09.1990 eine Uniform der Bundeswehr mit rotem Barett.

Rudolf Josef Schlaffer

"Armee der Einheit"

Mit der deutschen Wiedervereinigung sollten nicht nur zwei Gesellschaften sondern auch zwei Armeen zusammenwachsen. Die Integration der Nationalen Volksarmee der DDR in die Bundeswehr vierlief dabei nicht ohne personelle Härten und außenpolitische Bedenken. Weiter...

Grundlagen der Verteidigungspolitik

Soldaten folgen am 02. Juli 2014 der Rede von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Bundestag in Berlin. In einer aktuellen Stunde ging es um die Anschaffung bewaffneter Bundeswehr-Drohnen.

Franz Kernic

Demokratie und Wehrsystem

Der Vorrang des Politischen vor dem Militärischen ist ein Wesensmerkmal der modernen Demokratie. Wie ein Gemeinwesen sein Militär organisiert und welche militärischen Plichten es seinen Mitgliedern auferlegt, hängt von seinen politischen und gesellschaftlichen Überzeugungen ab. Weiter...

Ein Mann geht am 14. Dezember 2010 vor dem Kreiswehrersatzamt in Freiburg an einer Skulptur vorbei. Die aus Beton gefertigte Skulptur "Metamorphose" von Rainer Stiefvater versinnbildlicht den durch die Aussetzung der Wehrpflicht zum Auslaufmodell gewordenen "Bürger in Uniform". Sie stellt symbolisch den Wechsel vom Zivilbürger zum "Bürger in Uniform" und wieder zum Bürger dar. In der Kabinettssitzung am Mittwoch (15.12.2010) soll die Reform der Bundeswehr mit der Aussetzung der Wehrpflicht beschlossen werden. Foto: Rolf Haid dpa/lsw

Nina Leonhard

Soldatenbilder im Wandel

Ein Job wie jeder andere? Soldatische Berufsbilder vermitteln Vorstellungen über die Haltung und das Verhalten von Soldaten. Was als richtig oder typisch für Soldaten angesehen wird, wird von Staat, Gesellschaft und von den Soldatinnen und Soldaten selbst unterschiedlich bewertet. Weiter...

(l-r) Paul Kirchhof, die Senatsvorsitzende Jutta Limbach, Hans Hugo Klein, Konrad Kruis und Berthold Sommer. Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe wies am 12. Juli 1994 die Klagen der SPD-Bundestagsfraktion in wesentlichen Teilen ab und entschied, daß Auslandseinsätze der Bundeswehr im Rahmen von Aktionen der Nato und der Westeuropäischen Union (WEU) verfassungsgemäß sind, wenn es sich um die Umsetzung von Beschlüssen des UN-Sicherheitsrats handelt. Der Bundestag muß jede Entsendung der Soldaten mit einfacher Mehrheit billigen.

Dieter Weingärtner

Rechtliche Grundlagen deutscher Verteidigungspolitik

Die Aufstellung, die Kontrolle und der Einsatz von Streitkräften sind in Deutschland im Grundgesetz verankert. Innerhalb dieser "Wehrverfassung" regeln diverse Gesetze, wer zum Wehrdienst eingezogen werden kann und welche Rechte und Pflichten Soldaten haben. Weiter...

Die Abteilung Haushalt im Verteidigungsministeriums in Bonn auf der Hardthöhe (Foto vom 17.09.2010). Im Zuge der Bundeswehrreform soll das Verteidigungsministerium nach Überlegungen externer Berater komplett von Bonn nach Berlin umziehen und um mehr als die Hälfte verkleinert werden.

Stefan Bayer

Der Verteidigungshaushalt

Die Ausgaben für die Streitkräfte zählen immer noch zu den höchsten im Bundeshaushalt. Ihre Anteil ist jedoch seit dem Fall des Eisernen Vorhangs deutlich gesunken. Gerade in den letzten Jahren sollte die Bundeswehr sparen. Wie hat sich der Verteidigungshaushalt entwickelt? Weiter...

 

Sicherheitspolitische Presseschau

Krieg, Terror, gewaltsame Konflikte: Internationale Auseinandersetzungen sind allgegenwärtig. Aber auch auf nationalstaatlicher Ebene spielen Konflikte eine zunehmend wichtigere Rolle. Dabei geht es auch und immer wieder um das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit. Seit 2001 verschickt die bpb daher einen täglichen Newsletter mit Beiträgen zu den Folgen von Krieg, Terrorismus und anderen Aspekten der Sicherheitspolitik. Weiter... 

Informationsportal Krieg und Frieden

Die weltweiten Militärausgaben sind 2013 leicht zurückgegangen - auf 1,7 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter...