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Hannah Arendt

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 39/2006)

Hannah Arendt

In diesem Jahr wäre Hannah Arendt 100 Jahre alt geworden. Ihre Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus und Stalinismus können zur Weiterentwicklung der demokratischen Kultur im ungeteilten Europa beitragen.

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    Die deutsche Jüdin Hannah Arendt floh 1933 aus NS-Deutschland nach Frankreich und später in die USA. Angesichts des Eichmann-Prozesses in Jerusalem formulierte sie Anfang der sechziger Jahre ihr berühmtes Diktum von der "Banalität des Bösen".

    In diesem Jahr wäre Arendt 100 Jahre alt geworden. Das Werk der politischen Philosophin erlebte mit den Freiheitsrevolutionen in Mittel- und Osteuropa eine Renaissance. Nach dem Untergang des sowjetischen Imperiums stehen die europäischen Zivilgesellschaften vor der Aufgabe, nach Jahrzehnten der gewaltsamen Teilung eine gemeinsame Identität, eine neue politische Kultur der Freiheit und der Demokratie zu entwickeln. Arendts Erfahrungen mit dem Stalinismus und dem Nationalsozialismus können dazu beitragen.



    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 25.09.2006, Erscheinungsort: Bonn

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