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Kulturwirtschaft

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 34-35/2006)

Kulturwirtschaft

Die Kulturwirtschaft boomt; die Wachstumsrate liegt deutlich über den Werten anderer Wirtschaftsbranchen. Was heißt das? Was verbirgt sich überhaupt hinter dem Begriff "Kulturwirtschaft"?

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    Die Kulturwirtschaft boomt; die Wachstumsrate liegt deutlich über den Werten anderer Wirtschaftsbranchen. Was heißt das? Was verbirgt sich überhaupt hinter dem Begriff "Kulturwirtschaft"?

    Zur Kulturwirtschaft zählen alle jene Betriebe und selbstständigen Unternehmer, die an der Vorbereitung, Schaffung, Erhaltung und Sicherung künstlerischer Produktion sowie an der Vermittlung und medialen Verbreitung kultureller Leistungen beteiligt sind oder dafür Produkte herstellen und veräußern. Wir haben es mit einer Querschnittsbranche zu tun, die sowohl produzierende als auch Dienstleistungsbereiche und damit eine ganze Reihe von Teilmärkten umfasst: den Musik-, Literatur-, Buch- und Presse- sowie den Kunstmarkt, die Film- und TV- sowie Videowirtschaft, die Darstellende und Unterhaltungskunst.

    Ungeachtet hoher wirtschaftlicher Dynamik und beachtlicher Wachstumsraten kulturwirtschaftlicher Betriebe wird das Wirtschafts- und Beschäftigungspotenzial des Kultursektors immer noch unterschätzt, wird die Kulturwirtschaft noch viel zu wenig als Teil der Wirtschaft betrachtet. Tief verwurzelte Berührungsängste zwischen Wirtschafts- und Kultursphäre wirken hier offenbar nach.



    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 21.08.2006, Erscheinungsort: Bonn

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