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Migration
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Fakten

Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) lebten Ende 2006 insgesamt 6.751.002 Ausländer in Deutschland. Davon stammten 32,3 Prozent aus den Staaten der EU (EU-24). Während sich die Zahl der Ausländer aus den alten EU-Staaten (EU-14) im Jahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr kaum veränderte (minus 0,3 Prozent), stieg die Zahl der Staatsangehörigen aus den neuen EU-Staaten um 8,8 Prozent – die Zahl der Staatsangehörigen aus den neuen EU-Staaten hatte bereits von 2004 auf 2005 um 9,4 Prozent zugenommen.

Etwa 14 Prozent aller Ausländer besaßen die Staatsangehörigkeit eines der Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (ohne Slowenien). 7,5 Prozent stammten aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion (ohne die baltischen Staaten), 12,1 Prozent aus Asien. Der Anteil der Staatsangehörigen aus Afrika bzw. Amerika an allen ausländischen Staatsangehörigen lag bei 4,0 bzw. 3,2 Prozent.

Die größte ausländische Personengruppe in Deutschland waren im Jahr 2006 die Türken. Mit 1.738.831 Personen hatten sie einen Anteil von etwa einem Viertel (25,8 Prozent) an allen ausländischen Staatsangehörigen. Die zweitgrößte Gruppe bildeten im selben Jahr die Italiener mit 534.657 Personen (7,9 Prozent). Im Vergleich zum Jahr 2005 stieg die Anzahl der Staatsangehörigen aus Polen (plus 10,7 Prozent) und Litauen (plus 9,6 Prozent) überdurchschnittlich stark. Bereits von 2004 auf 2005 war hier mit 11,8 bzw. 18,0 Prozent ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Die 361.696 Polen hatten im Jahr 2006 einen Anteil von 5,4 Prozent an der ausländischen Bevölkerung – das entspricht einem Anteil von 0,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Nicht nur die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung haben in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg zwischen 1992 und 2006 von 12,0 auf 17,3 Jahre. Bei den Staatsangehörigen aus Slowenien (28,2 Jahre), Spanien (26,5 Jahre), Österreich (26,1 Jahre), den Niederlanden (24,4 Jahre), Kroatien (25,4 Jahre), Italien (25,1 Jahre) und Griechenland (24,1 Jahre) war die Aufenthaltsdauer im Jahr 2006 überdurchschnittlich hoch. Die Aufenthaltsdauer türkischer Staatsangehöriger lag mit 20,7 Jahren ebenfalls über dem Durchschnitt. Bei Staatsangehörigen aus den mittel- und osteuropäischen Staaten – Polen (9,2 Jahre), Rumänien (8,4 Jahre), Bulgarien (7,6 Jahre), Ukraine (6,4 Jahre), Russische Föderation (6,1 Jahre) – sowie Staatsangehörigen aus Brasilien (8,8 Jahre), Indien (8,4 Jahre), dem Irak (6,5 Jahre), China (5,8 Jahre) und Kasachstan (5,7 Jahre) lag die Aufenthaltsdauer klar unter dem Durchschnitt.

Datenquelle

Statistisches Bundesamt; Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Ausländerzentralregister, Migrationsbericht 2006 (PDF-Version: 7.430 KB)

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Ausländische Staatsangehörige werden zusätzlich zur kommunalen melderechtlichen Registrierung im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst. Im AZR werden Informationen über Ausländer gesammelt, die sich drei Monate oder länger in Deutschland aufhalten. Die Registerbehörde des AZR ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative-Commons-Lizenz
by-nc-nd/2.0/de lizenziert.

Ausländische Bevölkerung nach ausgewählten Merkmalen

Nach Staatsangehörigkeit, in absoluten Zahlen, Alter und Aufenthaltsdauer in Jahren, 31.12.2006

  Bevölkerung Durchschnitts-
alter
Durchschnitts-
aufenthaltsdauer
in Jahren
insgesamt 6.751.002 36,7 17,3
EU-Staaten 2.183.365 40,3 20,2
davon:      
Italien 534.657 39,5 25,1
Polen 361.696 36,3 9,2
Griechenland 303.761 40,3 24,1
Österreich 175.653 47,3 26,1
Niederlande 123.466 45,8 24,4
sonstiges Europa 3.191.761 35,8 18,3
davon:      
Türkei 1.738.831 34,6 20,7
Gebiet des ehemaligen Jugoslawien 949.937 37,4 19,7
Russische Föderation 187.514 35,8 6,1
Ukraine 128.950 39,6 6,4
Afrika 272.376 32,0 10,8
davon:      
Marokko 69.926 34,2 14,4
Tunesien 23.217 34,0 12,9
Ghana 20.587 34,3 11,6
Amerika 213.069 38,5 12,5
davon:      
USA 99.265 42,8 16,1
Brasilien 30.340 33,9 8,8
Kanada 13.172 40,7 13,3
Asien 819.623 32,1 9,1
davon:      
Vietnam 83.076 31,3 11,7
China 75.733 30,8 5,8
Irak 73.561 26,6 6,5
Iran 58.707 38,2 12,8
Australien und Ozeanien 10.832 38,8 11,7
ungeklärt, staatenlos,
ohne Angaben
59.976 30,3 16,1

Quelle: Statistisches Bundeamt; Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Ausländerzentralregister




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