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Energie
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Fakten

Der weltweite Verbrauch an Primärenergie stieg zwischen 1970 und 2007 von 4.980 auf 11.100 Millionen Tonnen Öläquivalent – eine Steigerung um 123 Prozent. Auch wenn der Primärenergie-Verbrauch in allen Regionen gestiegen ist, sind nicht alle Regionen gleichermaßen für die weltweite Zunahme verantwortlich. Im asiatisch-pazifischen Raum nahm der Primärenergie-Verbrauch im selben Zeitraum um überdurchschnittliche 413 Prozent zu. Allein in China verachtfachte sich der Energieverbrauch (plus 701 Prozent). Ausgehend von einem deutlich niedrigeren Niveau lag der Anstieg auch im Nahen Osten (plus 679 Prozent), Afrika (plus 367 Prozent) sowie Mittel- und Südamerika (plus 282 Prozent) über dem weltweiten Durchschnitt. Deutlich unter dem Durchschnitt lag die Steigerung des Primärenergie-Verbrauchs hingegen in Nordamerika (plus 57 Prozent) sowie in Europa und Eurasien (plus 39 Prozent). In Deutschland stieg der Verbrauch zwischen 1970 und 1979 von 310 auf 371 Millionen Tonnen Öläquivalent (plus 20 Prozent) – allerdings sank er bis 2007 wieder auf das Niveau von 1970.

Entsprechend der unterschiedlichen Steigerung in den einzelnen Regionen haben sich auch die Anteile am weltweiten Primärenergie-Verbrauch verändert. So erhöhte sich der Anteil des asiatisch-pazifischen Raumes zwischen 1970 und 2007 von 14,9 auf 34,3 Prozent. Asien-Pazifik ist damit die Region mit dem höchsten Anteil am Primärenergie-Verbrauch. Allein Chinas Anteil am weltweiten Primärenergie-Verbrauch kletterte von 4,7 auf 16,8 Prozent. Auch die entsprechenden Anteile des Nahen Ostens (1,5 bzw. 5,2 Prozent), Mittel- und Südamerikas (2,9 bzw. 5,0 Prozent) sowie Afrikas (1,5 bzw. 3,1 Prozent) haben sich erhöht. Auf der anderen Seite reduzierte sich der Anteil Nordamerikas im selben Zeitraum von 36,2 auf 25,6 Prozent und der Anteil der EU-Staaten von 25,9 auf 15,7 Prozent. Die Staaten der OECD, auf die bis Anfang der 1970er-Jahre mehr als zwei Drittel des weltweiten Primärenergie-Verbrauchs entfielen, hatten 2007 einen Anteil von 50,2 Prozent.

In den meisten Regionen verbrauchen wenige Staaten einen Großteil der Energie. Im asiatisch-pazifischen Raum waren es 2007 vor allem China (49,0 Prozent), Japan (13,6 Prozent) und Indien (10,6) auf die die größten Anteile des regionalen Energieverbrauchs entfielen. In Europa und Eurasien verbrauchten Russland (23,2 Prozent) und Deutschland (10,4 Prozent) etwa ein Drittel der Primärenergie.

Auf Brasilien entfielen im selben Jahr 39,2 Prozent des Primärenergie-Verbrauchs in Mittel- und Südamerika, auf Iran und Saudi-Arabien 61,0 Prozent des Verbrauchs im Nahen Osten und Südafrika hatte einen Anteil von 37,1 Prozent am Primärenergie-Verbrauch Afrikas. Schließlich waren im Jahr 2007 die USA für 83,2 Prozent des Energieverbrauchs von Nordamerika verantwortlich.

Datenquelle

British Petroleum (BP): Statistical Review of World Energy 2008

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Primärenergie ist die von noch nicht weiterbearbeiteten Energieträgern stammende Energie. Primärenergieträger sind zum Beispiel Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Wasser, Wind, Kernbrennstoffe, Solarstrahlung und so weiter. Aus der Primärenergie wird durch Aufbereitung zum Beispiel in Kraftwerken oder Raffinerien die Endenergie (Sekundärenergie). Die Form der Energie, in der sie tatsächlich vom Anwender verwendet wird, wird Nutzenergie genannt. Ein Beispiel: Rohöl (Primärenergie) wird zu Heizöl (Endenergie/Sekundärenergie) wird zu Wärme (Nutzenergie).

Die hier gemachten Angaben beziehen sich ausschließlich auf Öl, Kohle, Erdgas, Wasserkraft und Kernenergie. Brennstoffe wie Holz, Torf oder tierische Abfälle sowie Windenergie, Geothermie und Solarenergie gehören ebenfalls zur Primärenergie, sie wurden hier aber nicht statistisch erfasst. Informationen zur regionalen Nutzung erneuerbarer Energien finden Sie hier...

Um den Verbrauch von Öl, Kohle, Erdgas, Wasserkraft und Kernenergie vergleichbar zu machen, wird der jeweilige Verbrauch auf den wichtigsten Brennstoff Öl bezogen und äquivalent (gleichwertig) in "Mio. Tonnen Öl" umgerechnet.

OECD – Organisation for Economic Co-operation and Development (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative-Commons-Lizenz
by-nc-nd/3.0/de lizenziert.

Verbrauch von Primärenergie nach Regionen*

In absoluten Zahlen und Anteile in Prozent, 1970 und 2007

  Primärenergie-
Verbrauch,
in Mio. Tonnen Öläquivalent
Anteile am weltweiten
Verbrauch,
in Prozent
1970 2007 1970 2007
Welt 4.983,3 11.099,3 100,0 100,0
asiatisch-pazifischer Raum 741,5 3.801,8 14,9 34,3
Europa und Eurasien 2.144,1 2.987,5 43,0 26,9
Nordamerika 1.805,6 2.838,6 36,2 25,6
Naher Osten 73,7 574,1 1,5 5,2
Mittel- und Südamerika 144,8 552,9 2,9 5,0
Afrika 73,7 344,4 1,5 3,1
 
USA 1.615,4 2.361,4 32,4 21,3
China 232,7 1.863,4 4,7 16,8
EU 1.289,9 1.744,5 25,9 15,7
Russland 692,0 6,2
Japan 280,8 517,5 5,6 4,7
Indien 64,8 404,4 1,3 3,6
OECD 3.444,5 5.566,4 69,1 50,2

* Primärenergie ist die von noch nicht weiterbearbeiteten Energieträgern stammende Energie. Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf Öl, Kohle, Erdgas, Wasserkraft und Kernenergie. Brennstoffe wie Holz, Torf oder tierische Abfälle sowie Windenergie, Geothermie und Solarenergie gehören ebenfalls zur Primärenergie, sie wurden hier aber nicht statistisch erfasst.

Quelle: British Petroleum (BP): Statistical Review of World Energy 2008




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Vom gesamten Ölverbrauch des Jahres 2008 wurden rund 69 Prozent vor dem Verbrauch grenzüberschreitend transportiert.
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International Energy Agency (IEA)

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Renewable Energy Policy Network (REN21)

Bundesumweltministerium (BMU)

British Petroleum (BP)
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Wie beim Öl ist auch beim Erdgas das natürliche Rohstoffaufkommen ungleich verteilt. Ein Großteil der Staaten ist durch den Handel mit Erdgas vernetzt.
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