PDF Version (125 KB) Fakten
Das Gesundheitswesen zählt zu den wichtigsten Beschäftigungszweigen in Deutschland. Rund 11 Prozent aller Beschäftigten arbeiten in diesem Sektor – mehr als zehnmal so viele wie beispielsweise in der Chemischen Industrie. Zwischen 2001 und 2006 nahm die Zahl der Arbeitsplätze im Gesundheitswesen von 4,14 auf 4,31 Millionen zu (plus 4,1 Prozent). Da sich parallel die Zahl der Teilzeitbeschäftigten von 1,11 auf 1,24 Millionen erhöhte, blieb die in Vollzeitäquivalenten bezifferte Beschäftigtenzahl stabil bei 3,3 Millionen. Anders ausgedrückt nimmt die Zahl der im Gesundheitswesen Beschäftigten zwar absolut zu, die Beschäftigten arbeiten aber im Durchschnitt weniger Stunden – das Arbeitsvolumen bleibt also gleich.
Mit je 1,8 Millionen Personen arbeiteten 83,5 Prozent der Beschäftigten im Jahr 2006 in Einrichtungen der ambulanten sowie stationären und teilstationären Gesundheitsversorgung. Die verbleibenden 16,5 Prozent entfielen auf den Gesundheitsschutz (1,0 Prozent), Rettungsdienste (1,1 Prozent), die Verwaltung (4,8 Prozent), sonstige Einrichtungen (2,6 Prozent) sowie Vorleistungsindustrien (7,0 Prozent).
Von den 4,3 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiteten die meisten als Gesundheits- bzw. Krankenpfleger (717.000 bzw. 16,7 Prozent). Altenpfleger (7,5 Prozent), Arzthelfer (7,4 Prozent), Ärzte (7,2 Prozent) sowie Helfer in der Krankenpflege (5,2 Prozent) hatten ebenfalls einen hohen Anteil an den Beschäftigten. Weiter arbeiteten rund 85.000 Personen als Physiotherapeuten, je 66.000 als Zahnärzte bzw. Zahntechniker, 57.000 als Apotheker, 40.000 als Augenoptiker und 23.000 Personen als Heilpraktiker.
Im Jahr 2006 waren fast drei Viertel aller Beschäftigten im Gesundheitswesen Frauen (72,3 Prozent). Bei den Teilzeitbeschäftigten lag der Anteil sogar bei 90,5 Prozent. Die höchsten Frauenanteile fanden sich in Einrichtungen der ambulanten sowie stationären und teilstationären Gesundheitsversorgung (76,5 und 78,2 Prozent) – dort vor allem im Pflegebereich (jeweils mehr als 85 Prozent). Die niedrigsten Frauenanteile hatten die Rettungsdienste (34,0 Prozent), die Verwaltung (39,9 Prozent) sowie die Vorleistungsindustrien (45,9 Prozent). Bezogen auf die einzelnen Berufe lag der Frauenanteil bei Hebammen sowie bei Arzthelfern/zahnmedizinischen Fachangestellten am höchsten (mehr als 99 Prozent). Bei Ärzten und Zahnärzten lag der Frauenanteil mit 39,9 bzw. 37,9 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt.
Von den Beschäftigten im Gesundheitswesen im Jahr 2006 waren 32,0 Prozent jünger als 35 Jahre (Frauen: 34,0 Prozent; Männer: 26,7 Prozent). Die Gruppe der 35 bis unter 50-Jährigen hatte einen Anteil von 44,6 Prozent. Schließlich waren 23,4 Prozent der Beschäftigten 50 Jahre oder älter (Frauen: 21,0 Prozent; Männer: 29,7 Prozent).
Datenquelle
Statistisches Bundesamt: www.destatis.de, Statistisches Jahrbuch 2008 (PDF-Version: 8.210 KB)
Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen
Ein Vollzeitäquivalent ist eine Maßeinheit, die hier einem Vollzeitbeschäftigten entspricht, bei dem die gesamte Arbeitszeit auf das Gesundheitswesen entfällt.

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Beschäftigte im Gesundheitswesen
Nach Einrichtungen, Geschlecht und Art der Beschäftigung, in absoluten Zahlen, 31.12.2006
| |
insgesamt |
Teilzeit- beschäftigte insgesamt |
Frauen |
teilzeit- beschäftigte Frauen |
| in Tsd. |
| insgesamt |
4.306 |
1.236 |
3.115 |
1.118 |
stationäre/ teilstationäre Einrichtungen |
1.790 |
584 |
1.399 |
542 |
| davon: |
|
| Krankenhäuser |
1.072 |
294 |
805 |
274 |
stationäre/ teilstationäre Pflege |
561 |
247 |
477 |
229 |
Vorsorge- und Rehabilitations- einrichtungen |
157 |
43 |
117 |
38 |
| ambulante Einrichtungen |
1.805 |
509 |
1.380 |
466 |
| davon: |
|
| Arztpraxen |
668 |
174 |
529 |
162 |
| Zahnarztpraxen |
330 |
82 |
268 |
78 |
| Praxen sonstiger medizinischer Berufe |
224 |
67 |
161 |
58 |
| ambulanten Pflege |
215 |
103 |
188 |
96 |
| Apotheken |
170 |
49 |
139 |
47 |
Gesundheitshandwerk/ -einzelhandel |
163 |
23 |
68 |
17 |
| sonstige |
35 |
10 |
27 |
9 |
| Vorleistungsindustrien |
303 |
57 |
139 |
43 |
| davon: |
|
| pharmazeutische Industrie |
114 |
23 |
57 |
18 |
medizintechnische/ augenoptische Industrie |
112 |
19 |
49 |
14 |
| medizinische Laboratorien und Großhandel |
76 |
15 |
34 |
11 |
| Verwaltung |
208 |
40 |
83 |
28 |
| Gesundheitsschutz |
41 |
10 |
27 |
9 |
| Rettungsdienste |
47 |
9 |
16 |
6 |
| sonstige Einrichtungen |
111 |
27 |
70 |
23 |
Quelle: Statistisches Bundesamt: www.destatis.de, Statistisches Jahrbuch 2008
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