Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Zahlen und Fakten
Globalisierung
Voraussetzungen
Vernetzung
Handel und Investitionen
Finanzmärkte
Multinationale Unternehmen
Ökonomische Teilhabe
Soziale Probleme
Armut trotz Arbeit
Globale Armut
Bevölkerungs-
wachstum
Bevölkerung nach Regionen
Verstädterung
Arbeitslosen-
quoten
Migration
Informelle Ökonomie
AIDS-Epidemie
AIDS-Epidemie nach Regionen
Trinkwasser und Sanitär-
einrichtungen
Ökologische Probleme
Kulturelle Globalisierung
Global Governance
Deutschland und die Weltwirtschaft
Downloads
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design SoSi SoSi
Suche
Dossier bpb.de

Soziale Probleme
 2 / 11  weiter


PDF Version (107 KB)

Fakten

Zwischen 1981 und 2002 hat sich die absolute Zahl der Personen, die in Haushalten mit einem Einkommen unter einem US-Dollar pro Tag und Kopf leben, um knapp ein Drittel auf etwa eine Milliarde reduziert. Bei den Einkommen unter zwei US-Dollar pro Tag und Kopf schwankt die entsprechende Zahl der Personen um 2,6 Milliarden.
Aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen ist die relative Entwicklung noch wichtiger als die absoluten Zahlen. Gemessen an der Weltbevölkerung hat sich die Zahl der Personen, die in Haushalten mit einem Einkommen unter einem bzw. zwei US-Dollar pro Tag und Kopf leben, kontinuierlich verringert. Vor allem Ostasien, insbesondere China, hat den größten Anteil an dieser Reduzierung.

Parallel zu der Reduzierung der absoluten Armut hat sich seit Anfang der 1980er Jahre auch die durchschnittliche Lebenserwartung in den ökonomisch sich entwickelnden Staaten um zwei Jahre erhöht. Gegenwärtig sterben jährlich zwei Millionen Kinder weniger vor ihrem fünften Lebensjahr als im Jahr 1990. Und auch bei "weicheren" Armutsindikatoren ist eine Verbesserung festzustellen; so hat sich etwa die Analphabetisierungsrate in den letzten fünfzehn Jahren von 30 Prozent auf 24 Prozent reduziert.
Allerdings bleiben viele Staaten von den ökonomischen Wohlfahrtsgewinnen vollständig ausgeschlossen. Noch immer sterben jährlich über zehn Millionen Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr. Die Zahl unterernährter Menschen ist zwar seit 1990 gesunken. Schätzungen gehen aber weiter von weit über 800 Millionen Hungernden aus.

Das größte Problem besteht darin, dass sich die Annährung zwischen arm und reich zunehmend verlangsamt und in einigen Bereichen stagniert. Jeder vierzehnte Mensch lebt in einem Staat, dessen Bevölkerung es im Jahr 2003 sogar schlechter ging als Anfang der 1990er Jahre.
Außerdem darf nicht vergessen werden, dass eine Annährung auch bei hohen Wachstumsraten nur langsam erfolgt. Nach Berechnungen des UNDP würde Indien erst Anfang des 22. Jahrhunderts zu den entwickelten Staaten aufschließen, wenn die überdurchschnittlichen Wachstumsraten der Jahre 2000 bis 2005 weiter Bestand hätten. Selbst wenn die Wachstumsraten der ökonomisch entwickelten Staaten gleich Null wären, erreichten die Ökonomien Lateinamerikas bzw. Afrikas erst im Jahr 2177 bzw. 2236 das gleiche Niveau.

Der globalen Armut steht ein extremer, globaler Reichtum gegenüber: Laut Forbes stieg das Nettovermögen der Milliardäre von Anfang 2005 bis Anfang 2006 um 18 Prozent auf 2,6 Billionen US-Dollar. Die Zahl der Personen, die über ein Vermögen von über einer Milliarde verfügen, hat sich in nur zwanzig Jahren von 140 auf 793 erhöht; allein im Jahr 2005 kamen 100 Milliardäre hinzu. Die zehn Reichsten dieser Welt haben ein Vermögen von etwa 275 Milliarden US-Dollar.

Die ärmsten 40 Prozent der Weltbevölkerung beziehen nur fünf Prozent des weltweiten Einkommens, bei den ärmsten 20 Prozent schrumpft der Anteil auf weniger als 1,5 Prozent. Die reichsten 10 bzw. 20 Prozent verfügen hingegen über 54 bzw. 74 Prozent des weltweiten Einkommens.

Datenquellen

The World Bank: World Development Indicators 2006; United Nations Development Programme (UNDP): Human Development Report 2005; Forbes: The World's Billionaires

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Grundsätzlich wird zwischen absoluter und relativer Armut unterschieden. Verallgemeinert bezeichnet die absolute Armut einen Zustand in dem die Grundversorgung nicht gegeben, also die physische Existenz bedroht ist. Relative Armut bezieht sich auf das jeweilige sozio-kulturelle Existenzminimum, also auf relativ fehlende Ressourcen oder auf subjektiv empfundene Mangelerscheinungen.




Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Redaktion

Die Kapitel als PDF-Datei

Voraussetzungen
(400 KB)
Vernetzung (3.200 KB)
Handel und Investitionen
(1.540 KB)
Finanzmärkte (990 KB)
Multinationale Unternehmen (320 KB)
Ökonomische Teilhabe (960 KB)
Soziale Probleme
(880 KB)
Ökologische Probleme (1.800 KB)
Kultur (PDF-Version 1.220 KB)
Global Governance
(3.600 KB)
Deutschland und die Weltwirtschaft
(700 KB)
Nutzungsbedingungen

Übersicht
Links ins Internet

International Labour Organization (ILO)

UNDP

Weltbank

World Development Indicators 2006

Forbes: Billionaires

UN/DESA

UNESCO

UNAIDS

World Health Organization (WHO)

Deutsche AIDS-Stiftung

UNICEF
Angebote der bpb

Informationen zur politischen Bildung:
Armut und Reichtum

Aus Politik und Zeitge- schichte: Anpassung an die neoliberale Globalisierung?

Dossier Megastädte

Informationen zur politischen Bildung: Bevölkerungsentwicklung

Dossier Migration: Migration weltweit

Aus Politik und Zeitge- schichte: Die Aids-Pandemie in Sub-Sahara-Afrika

Aus Politik und Zeitge- schichte: Trinkwasser-
versorgung und Armut in Sub-Sahara-Afrika

Aus Politik und Zeitge- schichte: Globalisierung - Gesellschaftspolitik

Informationen zur politischen Bildung: Gesellschaften unter Globalisierungsdruck

Dokumentation: Globalisierung: Eine Chance für Entwicklungsländer?

Globale Armut

Personen mit weniger als 1 bzw. 2 US-Dollar pro Tag, in absoluten Zahlen und in Prozent, 1981 bis 2002

  Personen in Haushalten mit einem Einkommen unter 1 US-Dollar (Kaufkraft) pro Tag und Kopf, in Mio.
  1981 1987 1993 1999 2002*
Welt 1.482 1.171 1.208 1.096 1.015
Südasien 475 473 476 429 437
subsaharisches Afrika 164 219 242 294 303
Ostasien und Pazifik 796 426 415 282 214
Lateinamerika und Karibik 36 45 52 54 47
Europa und Zentralasien 3 2 17 30 10
Naher Osten und Nordafrika 9 7 4 8 5
 
China 634 308 334 223 180
Welt ohne China 848 863 873 873 835



  Anteil an der Gesamtbevölkerung, in Prozent
  1981 1987 1993 1999 2002*
Welt 40,4 28,4 26,3 21,8 19,4
Südasien 51,5 45,0 40,1 32,2 31,2
subsaharisches Afrika 41,6 46,8 44,0 45,7 44,0
Ostasien und Pazifik 57,7 28,0 24,9 15,7 11,6
Lateinamerika und Karibik 9,7 10,9 11,3 10,5 8,9
Europa und Zentralasien 0,7 0,4 3,7 6,3 2,1
Naher Osten und Nordafrika 5,1 3,2 1,6 2,6 1,6
 
China 63,8 28,5 28,4 17,8 14,0
Welt ohne China 31,7 28,4 25,6 23,1 21,1



  Personen in Haushalten mit einem Einkommen unter 2 US-Dollar (Kaufkraft) pro Tag und Kopf, in Mio.
  1981 1987 1993 1999 2002*
Welt 2.450 2.478 2.764 2.739 2.614
Südasien 821 911 1.005 1.039 1.091
subsaharisches Afrika 288 355 410 489 516
Ostasien und Pazifik 1.170 1.028 1.079 900 748
Lateinamerika und Karibik 99 115 136 127 123
Europa und Zentralasien 20 15 81 113 76
Naher Osten und Nordafrika 52 53 52 70 61
 
China 876 731 803 627 533
Welt ohne China 1.574 1.747 1.961 2.111 2.082



  Anteil an der Gesamtbevölkerung, in Prozent
  1981 1987 1993 1999 2002*
Welt 66,7 60,1 60,2 54,4 50,0
Südasien 89,1 86,7 84,5 78,1 77,8
subsaharisches Afrika 73,3 76,1 74,6 76,1 74,9
Ostasien und Pazifik 84,8 67,7 64,8 50,3 40,7
Lateinamerika und Karibik 26,9 27,8 29,5 25,1 23,4
Europa und Zentralasien 4,7 3,3 17,2 23,8 16,1
Naher Osten und Nordafrika 28,9 24,2 20,2 24,3 19,8
 
China 88,1 67,4 68,1 50,1 41,6
Welt ohne China 58,8 57,5 57,4 55,8 52,7

* zum Teil Schätzungen

 2 / 11  weiter
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Kontakt | Home