Infodienst Radikalisierungsprävention
Newsletter Januar 2026
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
zunächst einmal hoffen wir, dass Sie alle gut und gesund ins neue Jahr gestartet sind. Für 2026 wünscht Ihnen die Infodienst-Redaktion von Herzen alles Gute.
Das Jahr ist noch jung – und doch bereits geprägt von tiefgreifenden Entwicklungen: Mit großer Betroffenheit blicken wir zurück auf das antisemitische Attentat im australischen Sydney, bei dem Mitte Dezember am berühmten Bondi Beach 15 Menschen getötet und mindestens 40 verletzt wurden, die dort gemeinsam das jüdische Lichterfest Chanukka gefeiert hatten. Im Iran hielten die Proteste gegen das Regime bis zuletzt an, das iranische Regime sprach von über 5.000 getöteten Menschen. Zuletzt wurde auch Syrien erneut von heftigen Kämpfen erschüttert und es gibt Berichte darüber, dass „IS“-Anhänger aus einem Gefängnis im kurdisch geprägten Nordosten ausgebrochen seien. Einordnungen zu diesen und weiteren internationalen Entwicklungen finden Sie wie gewohnt in unserer Rubrik „Aktuelle Meldungen“.
Auch 2026 möchten wir den Infodienst weiterentwickeln und zentrale Inhalte aktualisieren. Den Auftakt dafür bildet ein „Frühjahrsputz“ in unserer Projekt-Datenbank. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Über unser neues digitales Datenbankformular können Sie uns Informationen zu Ihren Projekten der Islamismus- und Radikalisierungsprävention übermitteln, die wir dann nach einer Prüfung in unsere Datenbank aufnehmen. Ihr Projekt ist dort bereits aufgelistet? Dann geben Sie uns gern per Mail an infodienst@bpb.de einen Hinweis, falls die dort enthaltenen Informationen aktualisiert werden sollen.
Außerdem möchten wir Sie auf die kommenden Veranstaltungen im Rahmen der gemeinsam von der bpb, ufuq und RADIS veranstalteten Webtalkreihe „Getroffene Orte – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt“ hinweisen: Am 10. Februar steht das Thema „Reden nach dem Anschlag – Erfahrungsbericht Bielefeld“ im Fokus. Weiter geht es danach am 24.02., am 17.03. und am 31.03. – Sie können sich für jeden der Webtalks einzeln anmelden. Alle aktuellen Informationen und Hinweise zur Anmeldung finden Sie auf der RADIS-Website und im Infodienst-Veranstaltungskalender.
Abschließend empfehlen wir Ihnen unsere aktuellen Text-Veröffentlichungen zum Thema Islamismus und digitale Welten: Isabel Lang ordnet in ihrem Beitrag Künstliche Intelligenz und Islamismus(-prävention) das Verhältnis von technologischer Innovation und islamistischer Radikalisierung im digitalen Raum ein. Luis Kreisel und Meryem E. Tinç analysieren in ihrem Beitrag zu Islamismus auf Social Media plattformspezifische Kommunikationsstrategien islamistischer Akteurinnen und Akteure und diskutieren die daraus resultierenden Herausforderungen für Präventionsarbeit und Sicherheitsbehörden.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.
Ihre Infodienst-Redaktion
(Redaktionsschluss für diese Ausgabe war der 22.01.2026)
PS: Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns an infodienst@bpb.de
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Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention
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LUIS KREISEL, MERYEM E. TINÇ
Islamismus in den Sozialen Medien
In den letzten Jahren haben Soziale Medien zunehmend eine zentrale Rolle in der Verbreitung islamistischer Inhalte übernommen. Insbesondere die Nutzung von Plattformen wie TikTok, Instagram, Telegram und Discord hat es radikalen Akteurinnen und Akteuren ermöglicht, ihre Botschaften einer breiten, oft jungen Zielgruppe zu präsentieren. Islamistinnen und Islamisten nutzen populäre Formate der Sozialen Medien, um mit ihren Narrativen an die Lebensrealitäten ihrer Zielgruppen anzudocken, sie emotional anzusprechen und sich als authentische Stimmen mit einer vermeintlichen „religiösen Wahrheit“ zu positionieren. Der Beitrag analysiert ihre Kommunikationsstrategien und diskutiert die daraus resultierenden Herausforderungen für die Präventionslandschaft und die Sicherheitsbehörden.
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ISABEL LANG
Künstliche Intelligenz und Islamismus(-prävention)
Islamistinnen und Islamisten sind sehr technikaffin und nutzen neue Technologien wie beispielsweise Künstliche Intelligenz (KI) gezielt für ihre Zwecke. Dabei setzen sie unterschiedliche KI-Tools ein, angepasst an die jeweilige Plattform und Zielgruppe. Der vorliegende Beitrag von Isabel Lang zeigt, warum und wie islamistische Akteurinnen und Akteure KI einsetzen und nennt Beispiele für ihr Vorgehen. Durch KI ergeben sich jedoch auch zahlreiche Chancen und Herausforderungen für die Radikalisierungsprävention. Auch diese werden im Beitrag beleuchtet.
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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung
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DERYA BUĞUR
Antisemitismus im türkischen (Ultra-)Nationalismus – vom späten Osmanischen Reich bis zu den Grauen Wölfen
Der türkische Ultranationalismus und sein Unterzweig, die Türkisch-Islamische Synthese, sind in der Türkei wirkmächtige Ideologien. Beide sind stark durch Antisemitismus geprägt. Für den InfoPool Rechtsextremismus hat die Autorin Derya Buğur einen Blick auf die ideologischen Ursprünge, rassistischen Konzepte und politischen Kontinuitäten dieses konstruierten Feindbilds geworfen.
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Veranstaltungshinweise und Fortbildungen
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Termindetails und weitere Termine finden Sie in der Termin-Übersicht des Infodienstes.
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Sammeltermine & regelmäßige Angebote
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Sprechstunde für Fachkräfte und Beraterinnen und Berater im Feld der Radikalisierungsprävention Regelmäßiges Angebot Online
Webtalkreihe: „Getroffene Orte – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt“ 10. Februar 2026: Reden nach dem Anschlag - Erfahrungsbericht Bielefeld 24. Februar 2026: Gewalt, die bleibt – zur Weitergabe von Gewalt, Angst und Erinnerung in einer Stadt mit multipler Anschlagsgeschichte 17. März 2026: Kein Schlussstrich, sondern „Doing Memory“ – Lokales Gedanken 15 Jahre nach dem NSU Online
Veranstaltungsreihe: „nexus.dialog – Radikalisierung verstehen. Perspektiven erweitern“ 16. März 2026 19. Mai 2026 29. Juni 2026 Online
Qualifizierungslehrgang: „Stärkung demokratischer Schulkultur und Radikalisierungsprävention für Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter:innen bundesweit“ KW 19 (Modul 2) KW 24 / 25 (Modul 3) KW 26 (Modul 4) KW 38 / 39 / 40 (Modul 5) KW 41 / 46 / 47 (Modul 6) KW 48 / 49 / 50 / 51 (Modul 7) Bundesweit
Seminar: „Jugendarbeitslosigkeit und Jugendkriminalität - Chancen und Barrieren bei der Förderung von ´auffälligen´ Jugendlichen (unter Einbeziehung von islamistischen Phänomenen)“ 16. bis 17. März 2026 14. bis 15. September 2026 Berlin
Fortbildung: „Plan P. – Jugend stark machen gegen islamistische Radikalisierung“ 6. bis 7. Mai 2026 (Modul 1) 20. bis 21. Mai 2026 (Modul 2) 24.bis 25. Juni 2026 (Modul 3) Bochum
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Details finden Sie in der Übersicht mit Stellenangeboten im Infodienst.
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Beiträge in anderen Medien
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Mehrere Extremismen, eine Bedrohung – Islamismusprävention im Kontext von zunehmendem Rechts- und Linksextremismus
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– Nordkurier: Ahmad Mansour im Gespräch mit Claudia King – Extremismus stellt in Deutschland eine umfassende Bedrohung dar, die von unterschiedlichen ideologischen Richtungen zugleich ausgeht. Islamistischer, rechter und linker Extremismus verstärken sich wechselseitig, während Soziale Medien die Verbreitung antisemitischer Feindbilder und emotionaler Opfer-Narrative beschleunigen, so der Psychologe und Autor Ahmad Mansour. Wo Politik und Gesellschaft dringend ansetzen sollten, führt er in einem Interview mit dem Nordkurier weiter aus.
Zum Interview auf nordkurier.de
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Wo sich islamistische und linke Diskurse über Israel überschneiden
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– Frankfurter Allgemeine Zeitung: Ivo Goldstein – In den politischen Haltungen vieler linker Akteurinnen und Akteure gegenüber Israel lassen sich Elemente islamistischer Diskurse erkennen – und umgekehrt, konstatiert der Historiker Ivo Goldstein. Doch diese Überschneidungen bedeuten keine ideologische Gemeinsamkeit; vielmehr speisen sie sich aus derselben Freund-Feind-Logik, in der Israel als Gegner konstruiert wird. Woher dieses Feindbild rührt und weshalb es den demokratischen Diskurs untergräbt, verdeutlicht Goldstein in seinem Beitrag für die FAZ.
Zum Beitrag auf faz.net (Paywall)
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„Medienkritikfähigkeit und Radikalisierungsgefährdung bei jungen Menschen – Warum digitale Mündigkeit ein Schlüssel in der Präventionsarbeit ist“
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– ufuq.de: Steven Avanzato-Driesner – Junge Menschen begegnen im Netz unter anderem manipulativen Inhalten, emotionalen Narrativen und vereinfachten Weltbildern. Der Demokratiepädagoge Steven Avanzato-Driesner diskutiert in seinem Beitrag, wie Medienkritikfähigkeit und digitale Mündigkeit als Schutzschild wirken können. Er beschreibt praxisnahe Ansätze für pädagogische Fachkräfte sowie Akteurinnen und Akteuren in Prävention und politischer Bildung, die Jugendliche in ihrer Urteilsfähigkeit fördern und sie gegenüber extremistischen Ansprachen stärken.
Zum Beitrag auf ufuq.de
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„Radikalisierung – (k)ein Jugendphänomen?“
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– ufuq.de: Anna Strohmeier – Bisherige Forschungsarbeiten gingen häufig davon aus, dass besonders jüngere Menschen von Radikalisierungsprozessen betroffen seien. Empirische Befunde zeigen aber, dass das auch für Menschen in der zweiten Lebenshälfte zutreffen kann. Der Beitrag von Anna Strohmeier beleuchtet zentrale Einflussfaktoren, wie gesellschaftliche Rollenveränderungen oder Sinnsuche, und diskutiert daraus resultierende Herausforderungen sowie Bedarfe für die Präventionsarbeit.
Zum Beitrag auf ufuq.de
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Kommentar zur Kritik an Halal-Speisen auf Weihnachtsmärkten
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– WELT: Till-Reimer Stoldt – Auf einigen deutschen Weihnachtsmärkten stießen im Dezember 2025 halal-zubereitete Würstchen und andere Gerichte auf Kritik: Während Befürwortende darin einen Ausdruck kultureller Vielfalt sehen, werten andere das kulinarische Angebot nach islamischen Speisevorschriften als Symbol einer vermeintlichen „Machtdemonstration“ durch Musliminnen und Muslime. Im Kommentar erklärt der Autor Till-Reimer Stoldt, warum er darin eine „Kurzsichtigkeit von Islamgegnern“ sieht, und wirft ein Schlaglicht auf die breitere Debatte über Integration, religiöse Praxis und Traditionen.
Zum Beitrag auf welt.de
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Wo steht Syrien ein Jahr nach dem Sturz?
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– Qantara.de: Muriel Asseburg, Rahaf Aldoughli, André Bank, Rosa Yassin Hassan, Joseph Daher, Naseef Naeem und Ahmed Abdrabou – Ein Jahr nach dem Sturz des Assad-Regimes ist Syrien dabei, sich politisch neu zu sortieren, aber noch weit von Stabilität entfernt. In sieben Statement-Beiträgen äußern sich verschiedene Syrien-Expertinnen und -Experten zu Fragen der politischen und ökonomischen Entwicklung des Landes. Beleuchtet werden etwa der politische Übergang zur al-Scharaa-Regierung, deren gegenwärtige Herrschaftsgebiete und internationale Beziehungen sowie die Lage der Frauenrechte in Syrien.
Zu den Beiträgen auf qantara.de
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Militärseelsorger für muslimische Soldatinnen und Soldaten
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– Qantara.de: Ulrike Hummel – Um Soldatinnen und Soldaten in seelischer Not kümmern sich in Deutschland, je nach Glaubensrichtung, Militärpfarrerinnen und -pfarrer oder Militärrabbiner. Doch für muslimische Soldatinnen und Soldaten gibt es bislang noch kein Angebot einer islamischen Seelsorge. 2026 soll sich das nun ändern. Im Artikel kommen Stimmen zu Wort, die die Notwendigkeit dieser Veränderung unterstreichen. Außerdem beleuchtet die Autorin Ulrike Hummel ausländische Modelle zur Seelsorge im Militär.
Zum Beitrag auf qantara.de
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Materialien und Handreichungen
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Broschüre: „Im Spannungsfeld zwischen Kinderschutz und Extremismus: Sensibilisierung und Handlungssicherheit für pädagogische Fachkräfte“
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– IZRD: Sylvia Weiss, Linda Hasselbusch und Joachim Steyer – Die Broschüre widmet sich dem Zusammenhang von Kindeswohl und Extremismusprävention aus einer phänomenübergreifenden Perspektive. Im Fokus steht der allgemeine Umgang mit antidemokratischen und menschenfeindlichen Ideologien. Sie basiert auf den Erfahrungen aus drei Jahren Projektarbeit im Fortbildungskurs „Kinderschutz, religiös begründeter Extremismus und antidemokratische Weltanschauungen“ und bündelt diese für die pädagogische Praxis. Ziel ist es, pädagogisches Fachpersonal in der Prävention dabei zu unterstützen, Beeinträchtigungen des Kindeswohls im Zusammenhang mit extremistischen Einstellungs- und Verhaltensweisen frühzeitig zu erkennen und angemessen zu bearbeiten – insbesondere im Umgang mit radikalisierten Eltern, Kindern und Jugendlichen.
Zur Broschüre auf izrd.de
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Factsheet: „Wie viele extremistische Islamisten gibt es in Deutschland?“
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– Mediendienst Integration – Der Mediendienst Integration hat Ende Dezember 2025 sein Factsheet zu islamistischen Gruppierungen bzw. Islamistinnen und Islamisten in Deutschland aktualisiert. Dafür wurden unterschiedliche Behördenangaben herangezogen: Der Verfassungsschutz gehe demnach aktuell von mehr als 28.000 Personen mit Islamismuspotenzial in Deutschland aus. Das Bundeskriminalamt zähle mehr als 450 Gefährderinnen und Gefährder im Bereich islamistischer Terrorismus.
Zum aktualisierten Factsheet auf mediendienst-integration.de
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„Interventionen“-Ausgabe 19: „Die Zukunft der Extremismusprävention“
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– Interventionen – Zeitschrift für Verantwortungspädagogik: VPN – Ausgabe 19 der „Interventionen – Zeitschrift für Verantwortungspädagogik“ des Violence Prevention Network (VPN) nimmt die Zukunft der Extremismusprävention in den Blick. Die Beiträge befassen sich unter anderem mit Fragen von Geschlecht, Identität und Männlichkeit in der Distanzierungsarbeit, mit Perspektiven für eine nachhaltige und diverse Beratungslandschaft im Themenfeld Verschwörungsdenken sowie mit wirkungsorientierten Monitoring- und Evaluationsansätzen in der Sekundär- und Tertiärprävention. Ergänzt wird der Schwerpunkt durch eine medienästhetische Analyse eines affektiv gestalteten Terroraufrufs des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS).
Zum Ausgabe auf violence-prevention-network.de
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Aktuelle Policy Briefs der BAG RelEx
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– BAG RelEx: diverse Autorinnen und Autoren – Der Policy Brief No. 5 „Vereinsverbote und was dann?“ untersucht Vereinsverbote als staatliches Instrument gegen islamistische Strukturen. Er zeigt, dass trotz formaler Auflösungen ideologische Kontinuitäten und digitale Nachfolgeformate häufig fortbestehen. Zugleich werden mögliche stigmatisierende Effekte öffentlicher Verbotsdiskurse thematisiert.
Der Policy Brief No. 6 „‚In Gefahr‘ oder ‚als Gefahr‘?“ analysiert Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld von islamistischer Radikalisierung, Sicherheitslogiken und pädagogischer Praxis und beleuchtet dabei insbesondere die Rolle Sozialer Medien sowie institutionelle Koordinationsfragen.
Zum Policy Brief No. 5 „Vereinsverbote und was dann?“ auf bag-relex.de
Zum Policy Brief No. 6 „‚In Gefahr‘ oder ‚als Gefahr‘?“ auf bag-relex.de
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Aktuelle Publikationen von KN:IX connect
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– KN:IX connect: diverse Autorinnen und Autoren – Die aktuellen Publikationen von KN:IX connect untersuchen unterschiedliche Aspekte von Radikalisierung, Prävention und Demokratieförderung in gegenwärtigen gesellschaftlichen Kontexten.
Die Fachpublikation „Radikalisierung, Flucht und Prävention – Herausforderungen und Perspektiven“ untersucht das Zusammenspiel von Fluchterfahrungen, sozialen Vulnerabilitäten und Radikalisierungsdynamiken sowie die Rolle öffentlicher Diskurse.
Der Trendreport #2 „Werte(v)ermittlung und Reaktanz in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierungen“ widmet sich der Frage, wie Reaktanz und Abwehr gegenüber Wertevermittlung in polarisierten Debatten entstehen und pädagogisch bearbeitet werden können.
Der Trendreport #3 „Die Stille Gefahr Einsamkeit in Radikalisierung, Distanzierung und Beratung“ betrachtet Einsamkeit als einen Faktor in Radikalisierungs- und Distanzierungsprozessen und analysiert ihre Relevanz für Beratung und Prävention.
Der Trendreport #4 „Im Schatten von Gaza: Der Israel-Gaza-Krieg und seine Instrumentalisierung durch die islamistische Hizb ut-Tahrir in Deutschland“ analysiert, wie der Israel-Gaza-Krieg von der eigentlich verbotenen Hizb ut-Tahrir in Deutschland aufgegriffen und in Mobilisierungs- und Propagandastrategien eingebunden wird.
Zur Fachpublikation „Radikalisierung, Flucht und Prävention − Herausforderungen und Perspektiven“ auf kn-ix.de
Zum Trendreport #2 „Werte(v)ermittlung und Reaktanz in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierungen“ auf kn-ix.de
Zum Trendreport #3 „Die Stille Gefahr Einsamkeit in Radikalisierung, Distanzierung und Beratung“ auf kn-ix.de
Zum Trendreport #4 „Im Schatten von Gaza: Der Israel-Gaza-Krieg und seine Instrumentalisierung durch die islamistische Hizb ut-Tahrir in Deutschland“ auf kn-ix.de
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Aktuelle Publikationen aus dem Kooperationsverbund dist[ex]
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– dist[ex]: diverse Autorinnen und Autoren – Die aktuellen Publikationen aus dem Kooperationsverbund dist[ex] geben Einblicke in empirische Entwicklungen, Praxisfragen und strukturelle Perspektiven der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit im Kontext von Radikalisierung und Extremismusprävention in Deutschland.
Die Ausgabe #15 „Hybridisierung, Fragmentierung, Individualisierung – Extremistische Ideologien im Wandel?“ der Violence-Prevention-Network-Schriftenreihe zeigt anhand einer Netzwerkanalyse und Interviews mit Expertinnen und Experten, wie ideologische Grenzen in sozialen Netzwerken zunehmend verschwimmen und hybride, fragmentierte Sinnbildungsprozesse dominieren.
Das Policy Paper „Immer jünger, immer früher? Soziale Medien, frühe Ideologisierung und neue Anforderungen an die zivilgesellschaftliche Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“ thematisiert, wie Zunahmen extremistischer Einstellungen und Verhaltensweisen bei jungen Menschen Beratungsstrukturen vor neue pädagogische und institutionelle Herausforderungen stellen und welche altersgerechten Methoden und Kooperationsformen erforderlich sind.
Das Policy Paper „Sicherheit und Distanzierung durch Kooperation: Perspektiven auf das deutsche Erfolgsmodell der Extremismusprävention“ analysiert die Bedeutung systematischer Kooperationen zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren und staatlichen Sicherheitsstrukturen für eine nachhaltige Distanzierung von extremistischen Szenen und benennt zentrale Bedingungen für gelingende Zusammenarbeit.
Die Publikation „dist[ex] Fokus 2025: Bedarfe und Perspektiven der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“ fasst die Ergebnisse einer breit angelegten Bedarfserhebung unter Beratungsstellen zusammen und vereint mehrere Policy Paper zu aktuellen Herausforderungen als Grundlage für die Weiterentwicklung des Arbeitsfeldes.
Der vierteljährlich erscheinende Bericht „dist[ex] Monitor“ informiert in seiner aktuellen Ausgabe zum vierten Quartal 2025 über aktuelle Entwicklungen, Trends und zentrale Narrative in extremistischen Milieus – insbesondere im digitalen Raum.
Zum Heft #15 „Hybridisierung, Fragmentierung, Individualisierung – Extremistische Ideologien im Wandel?“ auf dist-ex.de
Zum Policy Paper „Immer jünger, immer früher? Soziale Medien, frühe Ideologisierung und neue Anforderungen an die zivilgesellschaftliche Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“ auf dist-ex.de
Zum Policy Paper „Sicherheit und Distanzierung durch Kooperation: Perspektiven auf das deutsche Erfolgsmodell der Extremismusprävention“ auf dist-ex.de
Zur Publikation auf „dist[ex] Fokus 2025: Bedarfe und Perspektiven der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“ auf dist-ex.de
Zum Bericht „dist[ex] monitor - Bericht 4. Quartal 2025“ auf dist-ex.de
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Positionspapier: „Risikomanagement an menschenrechtlichen Standards ausrichten“
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– Deutsches Institut für Menschenrechte: Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention – Die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention kritisiert in einem aktuellen Positionspapier Pläne zur stärkeren sicherheitspolitischen Erfassung von Menschen mit psychosozialen Erkrankungen. Ein erweiterter Datenaustausch zwischen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden verstoße gegen menschenrechtliche Standards und berge erhebliche Diskriminierungsrisiken. Statt zusätzlicher Kontrolle fordert das Papier den Ausbau freiwilliger, gemeindenaher Unterstützungsangebote und eine bessere psychosoziale Versorgung – auch für Menschen mit Fluchterfahrung.
Zum Positionspapier auf institut-fuer-menschenrechte.de
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MOTRA-Spotlight 03/25: „Die Sehnsucht nach Frieden im Nahen Osten Einstellungen zum Gaza-Krieg und die Bewertung von Friedensvorschlägen bei Menschen in Deutschland“
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– Universität Hamburg/German Institute for Global and Area Studies: Rebecca Endtricht und Peter Wetzels – Das MOTRA-Spotlight 03/25 untersucht die Einstellungen der deutschen Bevölkerung zum Israel-Gaza-Krieg seit dem 7. Oktober 2023 und zur Bewertung von Friedensvorschlägen. Auf Grundlage einer repräsentativen Befragung werden in der Analyse Bewertungen der Kriegshandlungen der Konfliktparteien sowie Haltungen zu Friedensoptionen und zu kritischen Positionen gegenüber politischem Handeln thematisiert. Die Ergebnisse zeigen: Eine deutliche Mehrheit der Deutschen wünscht sich Frieden, unabhängig davon, wer umfassende Friedensvorschläge darlegt (Israel, Hamas oder Vereinte Nationen). Außerdem lehnen viele sowohl die Handlungen der Terrororganisation Hamas als auch das Vorgehen der israelischen Regierung ab.
Zum Bericht auf motra.info
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Studie zur Verschränkung von Islamfeindlichkeit und islamistischer Radikalisierung in der EU
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– Cooperation and Conflict: Tahir Abbas, Richard McNeil-Wilson und Lianne Vostermans – In ihrer englischsprachigen Studie untersuchen die Autorinnen und Autoren den Zusammenhang zwischen Islamfeindlichkeit („Islamophobia“), Ausgrenzungserfahrungen und islamistischen Einstellungen junger Musliminnen und Muslime in vier EU-Staaten. Auf Grundlage eines Mixed-Methods-Ansatzes mit Befragungen und Interviews zeigen sie, dass Diskriminierung nicht linear wirke. Während moderat wahrgenommene Islamfeindlichkeit mit geringeren islamistischen Neigungen einhergehe, würden starke und systematische Ausgrenzung exkludierende und radikalisierte Haltungen begünstigen. Darüber hinaus arbeitet die Studie die ambivalente Rolle von Bildung, nationalen Integrations- und Säkularitätsmodellen sowie demokratischem Vertrauen für die Herausbildung reaktiver Identitäten und politischer Entfremdung heraus.
Zur Studie auf journals.sagepub.com
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Kostenpflichtige Neuerscheinungen
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„Rückkehr nach Syrien. Eine Reise durch ein ungewisses Land“
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– Ronya Othmann – Für diese „Reisereportage“ hat sich die Autorin und Journalistin Ronya Othmann gemeinsam mit ihrem Vater unmittelbar nach dem Sturz des Assad-Regimes erneut nach Syrien begeben – zurück in das Land, aus dem ihr Vater 1980 als staatenloser, jesidischer Kurde geflohen war und das sie selbst aus vielen Besuchen aus ihrer Kindheit kennt. In „Rückkehr nach Syrien“ schildert sie ihre Eindrücke von Gesprächen und Begegnungen vor Ort mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Zugehörigkeit und erzählt von deren Hoffnungen und Bangen, von der Zerstörung des Landes, aber auch vom Glauben an die Zukunft.
Zum Buch (Hardcover: 22,00 Euro / e-Book: 19,99 Euro) auf rowohlt.de
Zur Rezension auf deutschlandfunkkultur.de
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Demokratie aushalten lernen: Ambiguität als Schlüssel schulischer Bildungsarbeit
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– Über Israel und Palästina sprechen: Audio; 71 Minuten – In dieser Folge spricht Moderator Shai Hoffmann mit Tobias Nolte, Lehrer und Schulberater für Demokratiebildung und Mitgründer von related e.V. Im Mittelpunkt steht Ambiguität als pädagogische Praxis: Wie gehen Lehrkräfte an Schulen in Berlin-Neukölln mit Rassismus, Diskriminierung und politischen Konflikten um, ohne zu vereinfachen oder zu moralisieren? Das Gespräch beleuchtet demokratische Bildung als Arbeit an Widersprüchen – vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung.
Zur Podcastfolge auf podcast.de
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Israel und Palästina als Symbole: Deutungskämpfe, Verbote und politische Projektionen
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– Über Israel und Palästina sprechen: Audio; 96 Minuten – Im Zentrum der Podcastfolge stehen die symbolische Bedeutung von Israel und Palästina im internationalen Diskurs – mit besonderem Blick auf Deutschland – sowie die politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, die sich daran entzünden. Im Gespräch mit Nahostwissenschaftler Tom Khaled Würdemann diskutiert Moderator Shai Hoffmann unter anderem die Rolle von Symbolen wie Flaggen oder der Kuffiyeh, aktuelle Debatten um Verbote und Deutungshoheit sowie den Umgang mit Ambiguität und Komplexität.
Zur Podcastfolge auf podcast.de
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Neuer Podcast von Berliner Schülerinnen und Schülern zum Thema Israel und Palästina: „Israel/Palestine Podcast by Berlin Students“
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– Katholische Akademie in Berlin: Audio; 51 Folgen – Fünf Schülerinnen und Schüler beleuchten über 51 (englischsprachige) Episoden in acht Kapiteln historische, politische, juristische, psychologische und pädagogische Dimensionen des Nahostkonflikts mit dem Ziel, Empathie zu erzeugen. Um den Konflikt besser zu verstehen, haben die Jugendlichen mit Historikerinnen, Rechtswissenschaftlern, Traumaforscherinnen und Pädagogen gesprochen. Die Serie zeigt, wie vielschichtig der Konflikt ist, und fordert dazu auf, kritisch zu denken.
Zum Podcast auf katholische-akademie.de
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Iran unter Druck: Proteste, Machtkämpfe und die offene Frage nach dem Systembruch
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– DIE ZEIT – Das Politikteil: Audio; 57 Minuten – Die jüngsten Proteste im Iran richteten sich erstmals offen gegen das Regime selbst. In der neuen Folge von Das Politikteil sprechen Ileana Grabitz und Peter Dausend mit der Iran-Expertin Azadeh Zamirirad über die Dynamik der Bewegung, die wachsende Gewalt des Staates und die Frage, ob das System vor einem historischen Wendepunkt steht. Es geht um die Rolle des politischen und religiösen Oberhaupts Ali Chamenei, die Macht der Revolutionsgarden, oppositionelle Akteurinnen und Akteure wie den Schah-Sohn Reza Pahlavi – und darum, warum ein Umsturz keineswegs ausgemacht ist.
Zur Podcastfolge auf zeit.de
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„Frankreichs Laizität: Glaubensfreiheit auch für Muslime?“
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– Deutschlandfunk Kultur: Audio; 30 Minuten – Frankreich feierte im vergangenen Jahr 120 Jahre Laizität, doch das Jubiläum war alles andere als ruhig. Das Gesetz von 1905, das für religiöse Freiheit gedacht war, steht heute im Zentrum kontroverser Debatten über den Islam, staatliche Neutralität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Fragen um Halal-Angebote oder Burkinis stehen dabei exemplarisch für den Konflikt. Laut einer Umfrage wünschen sich in Frankreich drei von vier Personen die Rückkehr zum Konkordat und somit eine engere Beziehung zwischen Staat und Kirche.
Zur Audiobeitrag auf deutschlandfunkkultur.de
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Kitsch und Kalifat: Wie islamistische Propaganda mit Bildern arbeitet
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– Deutschlandfunk Kultur: Audio; 7 Minuten – In diesem Audiobeitrag für Deutschlandfunk Kultur beleuchtet Journalist Joseph Röhmel, wie islamistische Gruppen visuelle Ästhetik einsetzen und Gewalt- sowie Rekrutierungsbotschaften in scheinbar „kitschigen“ Bildern verpacken. Oft wird dabei mit popkulturellen Referenzen gearbeitet, die gezielt Aufmerksamkeit erzeugen und Jugendliche ansprechen sollen.
Zum Audiobeitrag auf deutschlandfunkkultur.de
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Terrorismus im Wandel: Sicherheitslage in Nahost und Deutschland im Fokus
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– Apokalypse und Filterkaffee: Audio; 46 Minuten – In der Podcastfolge unterhalten sich der Moderator Wolfgang Heim und Terrorismus-Experte Guido Steinberg über die Sicherheitslage in Nahost und Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Veränderungen in der terroristischen Szene, Profile und Dynamiken von Gefährdern sowie Einschätzungen zur Sicherheitslage bei Großveranstaltungen wie Weihnachtsmärkten.
Zur Podcastfolge auf podigee.io
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Zwischen Feindbild und Dialog: Islamdarstellungen in Videospielen
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– WDR5 Lebenszeichen: Audio; 28 Minuten – Viele Videospiele stellen Musliminnen und Muslime weiterhin in problematischen oder bedrohlichen Rollen dar, während zugleich islamistisch motivierte Gruppen Games gezielt für Propaganda und Ansprache nutzen. Gleichzeitig entstehen jedoch auch Spielwelten, die den Islam als Thema für Lernen, Austausch und Dialog aufgreifen und neue Perspektiven eröffnen. Diese Spannungsfelder werden in einer Folge des WDR5-Podcasts Lebenszeichen näher beleuchtet.
Zur Podcastfolge auf ardmediathek.de
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Hamas in Deutschland: Strategien, Netzwerke und sicherheitspolitische Risiken
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– Deutschlandfunk: Audio; 19 Minuten – In Deutschland beobachten Sicherheitsbehörden die Aktivitäten der Hamas mit wachsender Sorge. Die Organisation und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer gelten als ernstes Risiko, nicht nur durch Propaganda, sondern auch durch mögliche gewalttätige Aktionen. Der Audiobeitrag von Joseph Röhmel beleuchtet, wie die Gruppe hierzulande agiert, welche Strategien sie verfolgt und welche Folgen dies für die innere Sicherheit und bedrohte Communities hat.
Zum Audiobeitrag auf deutschlandfunk.de
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Zwischen Fürsorge und Freiheit: Australiens Umgang mit Social Media für Jugendliche
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– 11 KM: der tagesschau-Podcast: Audio; 33 Minuten – Seit dem 10. Dezember ist in Australien die Nutzung von Social Media für unter 16-Jährige verboten. Die australische Regierung will hiermit Kinder und Jugendliche vor Mobbing, Fake News oder fragwürdigen Trends schützen. Wie wirksam ist das Verbot? Der Moderator David Krause spricht mit Betroffenen, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie Kritikerinnen und Kritikern des Verbots.
Zur Podcastfolge auf tagesschau.de
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Breitscheidplatz 2016: Erinnerung, Aufarbeitung und die Perspektive der Betroffenen
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– 3sat: Video; fünfteilige Doku-Serie à 30 Minuten – Bei dem islamistisch motivierten Attentat auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016 wurden 13 Menschen getötet. Der Terroranschlag bewegt die Menschen bis heute und wirft weiterhin Fragen auf. In fünf Episoden zeichnet die Doku-Serie die Vorgeschichte zur Tat, die Hintergründe und die Ermittlungsarbeiten nach. Zentral ist dabei die Perspektive der Opfer und Hinterbliebenen.
Im Interview beantwortet die Autorin und Filmemacherin Astrid Schult Fragen zum Entstehungsprozess der Doku-Serie und zu politischen Debatten im Kontext des Anschlags.
Zur Doku-Serie auf 3sat.de
Zum Interview auf 3sat.de
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Wege aus dem Extremismus: Einblick in die Deradikalisierungsarbeit in Deutschland
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– ZDFinfo: Video; 16 Minuten – In der Reportage begleitet ZDFinfo den Deradikalisierungsberater Samet Er bei seiner Arbeit mit Menschen, die aus islamistischen Strukturen aussteigen wollen. Er erläutert, wie islamistische Gruppen junge Menschen ansprechen und an sich binden und zeigt anhand seiner Beratungserfahrungen, wie Ausstiegs- und Deradikalisierungsprozesse gestaltet werden können.
Zur Reportage auf zdf.de
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DPT-Aktuell #162: „KN:IX connect | Verbund Islamismusprävention und Demokratieförderung“
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– DPT-TV: Video; 12 Minuten – DPT-TV, der Kanal des Deutschen Präventionstags, sendet wöchentlich aktuelle Präventions-News aus Praxis, Wissenschaft und Politik. In der aktuellen Episode stellen sich die einzelnen Träger des Verbunds von KN:IX connect (ufuq, IFAK , modus | zad und BAG RelEx) vor und geben Einblicke in ihre Arbeit.
Zur Folge auf youtube.com
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Meldungen aus dem Arbeitsfeld
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Weiterhin viel Aufmerksamkeit für den kürzlich einberufenen Beraterkreis Islamismusprävention der Bundesregierung
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Die Debatte um den neuen, vom Bundesministerium des Innern eingerichteten Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung wurde auch nach der Veröffentlichung des letzten Infodienst-Newsletters intensiv fortgeführt.
Zwischenzeitlich kam auch der zuständige Parlamentarische Staatssekretär, Christoph de Vries (CDU), zu Wort. In einem Audiobeitrag des Deutschlandfunk äußern sich de Vries und Beraterkreis-Mitglied Mouhanad Khorchide zur Kritik an der Besetzung des neuen Gremiums. Sie betonen die fachlich ausgerichtete Besetzung und ganzheitliche Ausrichtung des Beraterkreises.
Auch der politische Korrespondent und Buchautor Sascha Adamek sagte im Focus über die Zusammensetzung, dass der Beraterkreis mit insgesamt 15 Personen breit aufgestellt sei und „[n]eben Experten für Islamwissenschaften […] versierte Experten aus den Bereichen der Prävention und aus dem Sicherheitsbereich vorgesehen“ seien.
In einem Meinungsbeitrag in der Herder Korrespondenz kommentieren Canan Korucu und Götz Nordbruch (Geschäftsführende von ufuq.de) die aktuelle Debatte aus Sicht der Präventionslandschaft. Sie verweisen dabei insbesondere auf die Gefahr, den Einfluss von Marginalisierungs- und Diskriminierungsprozessen auf islamistische Radikalisierungsprozesse zu unterschätzen.
In einem Gastbeitrag für den stern kritisiert Autor Asif Malik das Fehlen von Vertreterinnen und Vertretern muslimischer Gemeinschaften im neuen Gremium. Prävention könne nur dann gelingen, wenn sie im Dialog mit „den wichtigsten Träger[n] muslimischer Infrastruktur“ stattfindet.
Im Cicero wies Autor Gideon Böss diese Kritik als „[r]eflexhafte Empörung der üblichen Verdächtigen“ zurück.
In der WELT greift Politikredakteur Frederik Schindler diese Kritik ebenfalls auf. Demnach entspreche es nicht den Tatsachen, dass im Gremium keine Muslime vertreten seien, wie von einzelnen Medien behauptet wurde, denn damit würde den betreffenden Personen das Muslimsein pauschal abgesprochen.
Zum Audiobeitrag auf deutschlandfunk.de
Zum Beitrag auf focus.de
Zum Meinungsbeitrag von Canan Korucu und Götz Nordbruch auf herder.de
Zum Gastbeitrag von Asif Malik auf stern.de
Zum Beitrag auf cicero.de (Paywall)
Zum Meinungsbeitrag auf welt.de (Paywall)
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Aufruf zur Interessensbekundung: CTC:RP-Programm zur Radikalisierungsprävention in Kommunen
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Der Landespräventionsrat Niedersachsen ruft im Rahmen des Landesprogramms für Demokratie und Menschenrechte zur Interessensbekundung für das evidenzbasierte Präventionsprogramm CTC:RP (Communities That Care: Radikalisierungsprävention) auf. Kommunen können sich beteiligen, um Maßnahmen zur Demokratieförderung sowie Gewalt-, Radikalisierungs- und Extremismusprävention im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes bedarfs- und wirkungsorientiert umzusetzen. Der Aufruf richtet sich an kommunale Kooperationspartner, die das Programm in ihren Kontexten etablieren möchten; die Frist für die Interessenbekundung endet am 15. Februar 2026.
Zur Meldung auf lpr.niedersachsen.de
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Pressemitteilung: CLAIM-Allianz führt fachliche Arbeit künftig über CLAIM gGmbH fort
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Die bisherige Arbeit von „CLAIM – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit“ wird seit dem 19. November 2025 in veränderter Organisationsform fortgeführt. Unter dem Dach der CLAIM gGmbH wird die bundesweite Facharbeit zu Islam- und Muslimfeindlichkeit sowie antimuslimischem Rassismus weiter ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen dabei weiterhin Monitoring, Wissensvermittlung und fachliche Unterstützung sowie der enge Austausch mit betroffenen Communities, der Ausbau von Kooperationen und die Bereitstellung belastbarer Daten und praxisnaher Expertise.
Die formale Auflösung von CLAIM und Fortführung als CLAIM gGbmH wird in einer Pressemitteilung ausführlich begründet. Grund sei unter anderem, dass das bislang eher lose strukturierte Netzwerk institutionell gefestigt werden soll.
Zur Pressemitteilung auf claim-allianz.de
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Aktuelle Meldungen zum Thema Islamismus
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Debatte über künftige Nutzung der sogenannten Blauen Moschee als „Gedenkstätte für Opfer des Islamismus“ Seit rund anderthalb Jahren – seitdem der damalige Betreiber, das Islamische Zentrum Hamburg (IZH), von der damaligen Bundesinnenministerin Faeser verboten wurde – ist die sogenannte Blaue Moschee an der Hamburger Außenalster geschlossen. Nun verfolgt ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen gemeinsam mit der CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft Pläne, um das Gelände als Gedenkstätte für die Opfer islamistischer Gewalt zu nutzen. Vorgeschlagen wird ein umfassendes Nutzungskonzept, das neben einem Erinnerungsort auch Bildungs-, Kultur- und religiöse Einrichtungen unter verfassungskonformer Trägerschaft vorsieht.
Zur Meldung auf deutschlandfunk.de
Kritik an neuem „Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit“ am 15. März in Berlin Der Berliner Senat unter dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat, basierend auf einer UN-Entscheidung, einen weiteren Gedenktag geschaffen: Am 15. März soll der „Internationale Tag gegen Islamfeindlichkeit“ begangen werden. Die Reaktionen aus Politik und Wissenschaft fallen hierzu gemischt aus.
Zum Beitrag auf welt.de
CSU-Landtagsfraktion berät über islamistischen Extremismus und innere Sicherheit Bei der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion in Kloster Banz hat die Partei ein Positionspapier zu innerer Sicherheit und Islamismus verabschiedet. Im Mittelpunkt steht der Vorschlag, aus dem Ausland entsandte Imame zu Integrationskursen mit einem deutlichen Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu verpflichten – begleitet von Forderungen nach mehr Transparenz über Ausbildung und Finanzierung.
Zur Meldung auf sueddeutsche.de
Bremer Verfassungsschutz warnt vor mutmaßlich neuer islamistischer Gruppe „Licht des Wissens“ Der Bremer Verfassungsschutz warnt vor einer neu identifizierten islamistischen Gruppe mit dem Namen „Licht des Wissens“. Diese habe zwar ihren Ursprung in Bremen, finde jedoch bundesweit Unterstützung und verbreite frauenfeindliche, homophobe sowie antisemitische Inhalte. Die Behörde ordnet die Gruppierung als salafistisch ein.
Zur Meldung auf butenunbinnen.de
Ahmed al-Scharaa sagt Besuch in Deutschland ab Der für Mitte Januar geplante Besuch des syrischen Präsidenten Ahmed al‑Scharaa in Deutschland ist kurzfristig abgesagt worden. Ziel war es, mit Bundeskanzler Friedrich Merz und weiteren Regierungsmitgliedern über bilaterale Beziehungen und die Rückkehr syrischer Geflüchteter zu sprechen. Als Grund nannte die Bundesregierung die schwierige innenpolitische Lage in Syrien.
Zur Meldung auf tagesschau.de
Festnahmen von mutmaßlichen Islamisten an deutschen Flughäfen Mitte Januar nahm die Polizei an den Flughäfen in Stuttgart und Hannover zwei Männer fest, die nach Behördenangaben unter Terrorverdacht stehen. Die Verdächtigen wollten demnach nach Syrien reisen, um sich dort dem „Islamischen Staat“ anzuschließen und sich für mögliche Gewaltaktionen ausbilden zu lassen. Die Männer sitzen inzwischen in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen weiterlaufen.
Zur Meldung auf spiegel.de
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München: Prozessauftakt nach tödlichem Anschlag auf Gewerkschaftsdemo Vor dem Oberlandesgericht München hat der Prozess gegen Farhad N. begonnen, der im Februar 2025 mit seinem Auto in eine Gewerkschaftsdemonstration gerast und dabei zwei Menschen getötet sowie Dutzende verletzt haben soll. Der Angeklagte schwieg weitgehend im Gerichtssaal und zeigte während der Verlesung der Anklage mehrfach eine mitunter als islamistisch interpretierte Zeigefingergeste.
Zur Meldung auf welt.de
Niederbayern: Verdächtige wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen Mitte Dezember 2025 wurden fünf Männer in Niederbayern festgenommen. Die Verdächtigen wollten mit einem Fahrzeug auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing-Landau einen Anschlag verüben, so der Vorwurf. Laut der Generalstaatsanwaltschaft München gehen die Ermittler von einem islamistischen Motiv aus. In einem längeren Beitrag für CORRECTIV schreibt Ulrich Kraetzer ausführlich zu den Hintergrundrecherchen, die das Magazin und der Bayerische Rundfunk hierzu unternommen haben.
Zur Meldung auf tagesspiegel.de
Zur Hintergrundrecherche auf correctiv.org
Berlin: Drei Jahre Haft für 19-jährigen Islamisten Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der junge Mann im Februar 2025 einen schweren Gewaltakt geplant hatte. Er beschaffte sich Anleitungen zur chemischen Herstellung von Sprengstoffen sowie zur Ausführung von Anschlägen, ließ von dem Plan aber wieder ab. Der 19-Jährige räumte zu Beginn des Prozesses in einer Erklärung ein, sich dem „Islamischen Staat“ zugewandt und radikalisiert zu haben.
Zur Meldung auf stern.de
Bremerhaven: Anklage gegen mutmaßliche Terrorverdächtige erhoben Die Bremer Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei im September verhaftete Terrorverdächtige aus Bremerhaven erhoben. Den Männern wird vorgeworfen, einen Sprengstoffanschlag auf ein Krankenhaus in Bremerhaven geplant zu haben. Die Tat soll mutmaßlich islamistisch motiviert gewesen sein. Bei einer Hausdurchsuchung habe man entsprechende Beweismittel gefunden. Ob es zu einem Gerichtsprozess kommt und wann dieser eröffnet wird, entscheidet das Landgericht.
Zur Meldung auf ndr.de
Magdeburg: 21-jähriger Verdächtiger nach mutmaßlichem Anschlagsplan ausgereist Sicherheitsbehörden sahen die Gefahr einer schweren Gewalttat gegen größere Menschenmengen und nahmen Mitte Dezember einen jungen Mann fest. Der Verdächtige soll einen mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt geplant haben. Nach der Festnahme hatte das Innenministerium eine Abschiebung vorbereitet und parallel geprüft, ob der Mann freiwillig ausreisen könne. Dazu hatte sich der 21-Jährige bereit erklärt.
Zur Meldung auf mdr.de
Zur Meldung auf zeit.de
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Antisemitisches Attentat an Chanukka Viele Familien hatten sich am 14. Dezember 2025 am Bondi Beach in Sydney getroffen, um Chanukka zu feiern. Es war der erste Tag des achttägigen jüdischen Lichterfests. Mehr als 1.000 Menschen waren nach Polizeiangaben vor Ort, als die zwei Täter das Feuer eröffneten. Ermittlungen zufolge handelte es sich bei den beiden Verdächtigen um Vater und Sohn, der Vater wurde von Einsatzkräften noch am Tatort erschossen. Sie sollen 15 Menschen ermordet und mindestens 40 weitere verletzt haben. Nach Auffassung der Behörden hatte der Angriff einen antisemitischen, islamistischen Hintergrund und richtete sich gezielt gegen jüdisches Leben. Der australische Inlandsgeheimdienst habe laut der Regierung den jüngeren Verdächtigen vor sechs Jahren wegen Verbindungen zu einer in Sydney ansässigen Zelle der Terrororganisation „IS“ überprüft. Details zu einem tatsächlichen „IS“-Bezug bestätigte die Polizei mit Verweis auf laufende Ermittlungen bislang nicht.
Zur Meldung auf tagesschau.de
Zur Meldung auf juedische-allgemeine.de
Zur Meldung auf faz.net (Paywall)
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Im Nahostkonflikt haben die USA die zweite Phase ihres Friedensplans für den Gazastreifen eingeleitet, obwohl zentrale Punkte der ersten Phase noch offen sind – darunter etwa ein vollständiger Waffenstillstand und die Übergabe aller Geiseln. Kern des Vorhabens ist die Einsetzung einer palästinensischen Übergangsverwaltung bestehend aus Technokraten, die den Wiederaufbau und die Entwaffnung der Hamas vorbereiten soll. Ein 15-köpfiges Gremium soll die Verwaltung unter internationaler Aufsicht übernehmen. Ihm sollen sowohl Vertreterinnen und Vertreter des Privatsektors sowie von Nichtregierungsorganisationen angehören. Das Gremium steht unter dem Vorsitz von Ali Schaath, einem ehemaligen stellvertretenden Minister der Palästinensischen Autonomiebehörde, die Teile des Westjordanlands verwaltet. Als größte Herausforderung des Plans gilt dabei die Entwaffnung der Hamas.
Zur Meldung auf tagesschau.de
Zur Meldung auf zeit.de
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Wochenlang gingen vor allem in der Hauptstadt Teheran, aber auch in anderen Städten des Iran viele Menschen auf die Straße. In die anfänglichen Wirtschaftsproteste mischten sich zunehmend politische Forderungen nach einem Regimewechsel. Durch ein gewaltsames Vorgehen gelang es der iranischen Regierung jedoch, die Proteste niederzuschlagen. Welchen Weg das Land künftig einschlagen wird, bleibt ungewiss.
Das Mullah-Regime reagierte auf die Proteste mit Gewalt und Festnahmen. Nach Schätzungen der Zeitung The Sunday Times sollen bis zu 18.000 Menschen getötet und bis zu 360.000 Menschen verletzt worden sein (Stand: 19. Januar 2026). Ein iranischer Regierungsvertreter spricht unterdessen von mindestens 5.000 Toten. Wegen einer Internetsperre schafften es nur wenige Bilder in die internationale Berichterstattung. Als vermutlich aktuell einzige westliche Journalistin berichtete Phoebe Gaa in einem Interview mit ZDFheute über ihre Eindrücke von den Protesten in Teheran.
Eine groß angelegte, anonyme Onlinebefragung von Iranerinnen und Iranern zeigt derweil, dass eine deutliche Mehrheit der iranischen Bevölkerung das theokratische System ablehnt und einen grundlegenden politischen Wandel anstrebt. Zugleich machen die Daten deutlich, dass zwar breite Unterstützung für Demokratie besteht, aber kein Konsens über die konkrete Ausgestaltung eines zukünftigen politischen Systems.
Aufgrund der sich zuspitzenden Situation hatte US-Präsident Donald Trump den Demonstrierenden seine Unterstützung zugesichert und drohte mit wirtschaftlichen Sanktionen sowie einem Militärschlag. Der Ruf nach internationalem Druck, Haltung und Sanktionen westlicher Staaten gegen den Iran wird vielerorts lauter.
Zur Meldung über die Niederschlagung der Proteste auf juedische-allgemeine.de
Zur Meldung über die geschätzte Zahl der Todesopfer auf tagesschau.de
Zum Interview mit der ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa aus dem Iran auf zdfheute.de
Zum Beitrag der ausgewerteten Onlinebefragung auf theconversation.com
Zur möglichen US-Intervention auf handelsblatt.com
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Der sogenannte „Islamische Staat“ (IS) tötete Mitte Dezember 2025 bei einem Angriff im syrischen Palmyra zwei amerikanische Soldaten und einen Dolmetscher. Drei weitere US-Soldaten wurden dabei verletzt. US-Präsident Donald Trump kündigte harte Vergeltungsmaßnahmen gegen die Terrormiliz an. Syriens staatliche Nachrichtenagentur Sana hatte berichtet, bei dem Angriff seien auch zwei Angehörige der syrischen Streitkräfte verletzt worden, der Angreifer sei getötet worden.
Kurz nach dem Vorfall haben die syrische Armee und die US-geführte „Koalition zum Kampf gegen die Dschihadistenmiliz“ einen Einsatz gestartet. Laut dem syrischen Innenministerium sollten dabei sogenannte Schläferzellen des „IS“ in der syrischen Wüste aufgespürt werden. Drei Verdächtige seien bereits wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an dem Anschlag in Palmyra festgenommen worden.
Ende Dezember zündeten Angreifer in der syrischen Stadt Homs einen Sprengsatz in einer Moschee. Mindestens acht Menschen wurden dabei getötet, weitere verletzt. Erstmals seit dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad vor einem Jahr haben Angreifer in Syrien einen Anschlag auf eine Moschee verübt. Das Innenministerium sprach von einem Terroranschlag. Die bisher noch weitgehend wenig bekannte Dschihadistengruppe Saraya Ansar al-Sunna reklamierte den Anschlag für sich.
Unterdessen haben Großbritannien und Frankreich Anfang Januar nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums einen gemeinsamen Luftangriff gestartet und dabei ein mutmaßliches unterirdisches Waffenlager des „IS“ nördlich von Palmyra getroffen.
Im Nordosten Syriens verschärft sich der Machtkampf zwischen Regierungstruppen und Truppen der kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Dabei verloren die SDF die Kontrolle über mehrere Gefängnisse und Gefangenenlager, darunter al-Hol, in dem vor allem die Angehörigen von „IS“-Kämpfern untergebracht sind. Bereits Mitte Dezember sollen einige der dort untergebrachten Frauen mit ihren Kindern einen Fluchtversuch unternommen haben. Die kurdischen Sicherheitskräfte hatten dies jedoch zunächst verhindert. Im Zuge der jüngsten Kämpfe soll allerdings zahlreichen „IS“-Gefangenen die Flucht gelungen sein. Die USA überlegen deshalb Medienberichten zufolge, „IS“-Gefangene aus Syrien in den Irak zu verlegen.
In Deutschland bemühen sich derweil die Angehörigen von drei mutmaßlichen „IS“-Kämpfern mittels Petitionen um deren Rückholung. Nach Auskunft der Bundesregierung besteht derzeit nicht das Ziel, „IS“-Gefangene aus Nordostsyrien nach Deutschland zurückzuholen.
Zur Meldung über den Anschlag in Palmyra auf zeit.de
Zur Meldung über die getöteten US-Soldaten auf sueddeutsche.de
Zur Meldung über den britisch-französischen Einsatz auf zdfheute.de
Zur Meldung über den US-Angriff auf Ziele des „IS“ auf zdfheute.de
Zur Meldung über den Anschlag in Homs auf n-tv.de
Zur Meldung über die Kämpfe im Nordosten Syriens und die Ausbrüche von Gefangenen auf tagesspiegel.de
Zur Meldung über die misslungenen Fluchtversuche aus al-Hol auf spiegel.de
Zur Meldung über die Verlegung von Gefangenen durch die USA auf n-tv.de
Zur Meldung über die Petitionen von Angehörigen von „IS“-Kämpfern auf tagesschau.de
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Weitere internationale Meldungen
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Rückzug der USA aus vielen internationalen Organisationen Auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump ziehen sich die Vereinigten Staaten zeitnah aus insgesamt 66 internationalen Organisationen, Behörden und Kommissionen zurück, darunter auch das Global Counterterrorism Forum. Als Begründung sagte US-Außenminister Marco Rubio, dass die betroffenen Institutionen unter anderem „überflüssig“ seien und den Interessen der USA zuwiderlaufen.
Zur Meldung auf tagesschau.de
USA: Aufnahme von Muslimbruderschaft-Ablegern in Terrorliste Gleichzeitig ließ die US-amerikanische Regierung verlautbaren, dass sie Ableger der Muslimbruderschaft in Ägypten, Jordanien und Libanon auf ihre Terrorliste gesetzt hat. Nach Angaben des Weißen Hauses bieten diese Gruppen verdeckte Unterstützung extremistischer Gewalt und pflegten überdies Verbindungen zur palästinensischen Hamas. Mit dem Eintrag auf die Terrorliste sollen Vermögen eingefroren und Aktivitäten erschwert werden. Zugleich wird das Vorgehen teils international unterschiedlich bewertet.
Zur Meldung auf zeit.de
Türkei: 15 Tote und 115 Festnahmen bei Anti-Terror-Einsatz gegen mutmaßliche „ISPK“ -Mitglieder In der Türkei sind Ende Dezember bei einem Einsatz gegen mutmaßliche Mitglieder der Terrormilizen „Islamischer Staat“ (IS) und ihres Ablegers, dem „Islamischen Staat Provinz Khorasan“ („ISPK“), nach Behördenangaben drei Polizisten getötet worden. Verdächtige hätten das Feuer auf die Sicherheitsbehörden bei einer Operation im westtürkischen Yalova am Marmarameer südlich von Istanbul eröffnet, teilte der türkische Innenminister Ali Yerlikaya mit. Acht weitere Polizisten und ein Wachmann seien bei dem Vorfall verletzt worden. Zeitgleich ging die Polizei landesweit gegen „IS“-Netzwerke vor. Dabei wurden 115 mutmaßliche Mitglieder festgenommen, weitere Verdächtige wurden getötet. Der Vorfall steht im Kontext eines verstärkten Vorgehens der türkischen Regierung gegen „IS“-nahe Netzwerke. Der „ISPK“ ist ein Ableger des „IS“ und wird in der Türkei maßgeblich von „IS“-Rückkehrenden türkischer Staatsangehörigkeit getragen.
Zur Meldung über die Festnahmen von„IS“-Mitgliedern auf tagesschau.de
Zur Meldung über den Anti-Terroreinsatz in Yalova auf dw.com
Zur Meldung über den Hintergrund des „ISPK“ in der Türkei auf dw.de
Nigeria: US-Armee meldet Angriff auf „IS“-Kämpfer Am 26. Dezember 2025 verübte das US-Militär nach Angaben von Präsident Donald Trump tödliche Angriffe auf Kämpfer des „IS“ in Nigeria. Ihnen wird die Tötung von Christinnen und Christen vorgeworfen. Der Militärschlag sei auf Bitten der nigerianischen Behörden erfolgt.
Zur Meldung auf dw.com
Polen: 19-jähriger Student wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen Ende November wurde ein 19-jähriger Student in Polen verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er soll einen Sprengstoffanschlag auf einen Weihnachtsmarkt geplant und sich zuvor um Kontakte zur Terrororganisation „IS“ bemüht haben, heißt es aus Ermittlerkreisen.
Zur Meldung auf zeit.de
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