Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland
1.4.2018

Ausländische Bevölkerung

In absoluten Zahlen, Anteile der Altersgruppen in Prozent, 1970 bis 2016

Quelle: Statistisches Bundesamt: GENESIS-Online Datenbank: Bevölkerung (Stand: 01/2018)
Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

Insgesamt ist die Zahl der Ausländer in Deutschland seit 1950 kontinuierlich gestiegen. Lebten 1961 knapp 700.000 Ausländer in Westdeutschland, waren es 1974 rund vier Millionen. Zwischen 2011 und 2016 stieg die Zahl der Ausländer in Deutschland von 6,3 Millionen auf den bisherigen Höchststand von 9,2 Millionen. Da die Zahl der Ausländer relativ gesehen schneller gestiegen ist als die der Gesamtbevölkerung, hat sich der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung erhöht. Während der Anteil 1961 in Westdeutschland noch bei 1,2 Prozent lag, betrug er im Jahr 1974 bereits 6,5 Prozent. Zwischen 2011 und 2016 nahm der Anteil der Ausländer in Deutschland von 7,9 auf 11,2 Prozent zu. Auch wenn die ausländische Bevölkerung im Durchschnitt jünger ist als die deutsche Bevölkerung, hat sich – wie bei der deutschen Bevölkerung – der Anteil der 65-Jährigen und Älteren seit 1980 insgesamt deutlich erhöht und der Anteil der unter 20-Jährigen insgesamt deutlich verringert.

Fakten

Der 1950 in Westdeutschland einsetzende wirtschaftliche Aufschwung führte zu einem wachsenden Bedarf an Arbeitskräften. Bis zum Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 konnte dieser Bedarf hauptsächlich durch die Aufnahme von Deutschen aus der ehemaligen DDR und Ost-Berlin gedeckt werden. Ab diesem Zeitpunkt kam dann der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer eine immer größere Bedeutung zu. In der Folge stieg die Zahl der Ausländer von 686.000 Mitte 1961 auf rund 4,0 Millionen 1974. Trotz des Anwerbestopps in den 1970er-Jahren und das Rückkehrhilfegesetz von 1983 veränderte sich die Zahl der Ausländer nur leicht und schwankte in den Jahren 1974 bis 1988 zwischen 3,9 und 4,7 Millionen. Durch weitere Familienzusammenführungen und die verstärkte Einreise von Asylsuchenden stieg die Zahl der Ausländer seit 1988 zunächst kontinuierlich und erreichte 1996 mit 7,5 Millionen einen ersten Höchststand. In den Folgejahren stagnierte die Zahl der Ausländer – auch weil allein in den Jahren 2000 bis 2010 mehr als 1,4 Millionen Personen eingebürgert wurden. Im Rahmen der Volkszählung (Zensus 2011) wurden die Bevölkerungszahlen angepasst. Zwischen 2011 und 2016 stieg die Zahl der Ausländer von 6,3 Millionen auf den bisherigen Höchststand von 9,2 Millionen – eine Steigerung um 45,4 Prozent in nur fünf Jahren. Nach Angaben des Ausländerzentralregisters (AZR) lebten 2016 sogar gut 10 Millionen Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland (darunter 1,6 Millionen Schutzsuchende).

Da die Zahl der Ausländer relativ gesehen schneller gestiegen ist als die der Gesamtbevölkerung, hat sich der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung erhöht. Während der Anteil 1961 noch bei 1,2 Prozent lag, betrug er im Jahr 1970 bereits 4,5 Prozent. 1974 lag der Anteil der ausländischen Bevölkerung bei 6,5 Prozent – seitdem ist er nicht wieder unter 6,3 Prozent gefallen. Nach Schwankungen um 7,5 Prozent in den 1980er-Jahren erhöhte sich der Anteil zwischen 1990 und 1996 – also nach der Wiedervereinigung – von 7,0 auf 9,1 Prozent. In den Folgejahren stagnierte der Anteil bei knapp 9 Prozent, wobei auch hier die Einbürgerungen zu berücksichtigen sind. Auf Grundlage des Zensus 2011 erhöhte sich der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung zwischen 2011 und 2016 von 7,9 auf 11,2 Prozent (AZR: 2016: 12,2 Prozent).

Wie bei der Gesamtbevölkerung hat sich auch bei der ausländischen Bevölkerung die Altersstruktur verändert. Zwischen 1970 und 2010 stieg der Anteil der Ausländer, die 65 Jahre oder älter sind, von 1,9 auf 9,8 Prozent. Bei der deutschen Bevölkerung lag der entsprechende Anteil mit 13,8 Prozent 1970 und 21,7 Prozent 2010 allerdings deutlich höher. Während sich diese Entwicklung bei der deutschen Bevölkerung fortsetzte und der Anteil der 65-Jährigen und Älteren 2016 bei 22,8 Prozent lag, verringerte sich der entsprechende Anteil bei der ausländischen Bevölkerung – aufgrund des vergleichsweise niedrigeren Alters der Zuwanderer 2015/2016 – auf 8,8 Prozent.

Auf der anderen Seite sank bei der deutschen Bevölkerung der Anteil der unter 20-Jährigen kontinuierlich von 29,9 Prozent im Jahr 1970 auf 18,5 Prozent in den Jahren 2014 bis 2016. Bei der ausländischen Bevölkerung ist eine ähnliche Entwicklung für die Jahre 1980 und 2013 festzustellen. In dieser Zeit reduzierte sich der Anteil der unter 20-jährigen Ausländer an allen Ausländern von 35,7 auf 14,2 Prozent. 2015/2016 stieg der Anteil – wiederum bedingt durch das vergleichsweise niedrigere Alter der Zuwanderer – auf 16,7 bzw. 17,7 Prozent.

Neben der Altersstruktur hat sich auch das Verhältnis zwischen dem Anteil der Männer und dem Anteil der Frauen verändert. Ein wichtiger Grund hierfür ist der Entschluss vieler ausländischer Familien, dauerhaft in Deutschland zu leben. Der Frauenanteil erhöhte sich in den Jahren 1967 bis 1988 von 33,1 auf 45,0 Prozent. Durch die starke Zuwanderung von mehr Männern als Frauen in den Folgejahren verringerte sich der Frauenanteil an der ausländischen Bevölkerung zunächst auf 42,7 Prozent im Jahr 1992. Bis 2009/2010 stieg er dann auf den bisherigen Höchststand von 49,0 Prozent. Erst die große Zahl überwiegend männlicher Zuwanderer 2015/2016 ließ den Frauenanteil wieder deutlich auf 46,5 bzw. 45,9 Prozent fallen.

Datenquelle

Statistisches Bundesamt: GENESIS-Online Datenbank: Bevölkerung (Stand: 01/2018)

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Zur ausländischen Bevölkerung zählen alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 Absatz 1 des Grundgesetzes sind, das heißt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Dies können direkt zugezogene Personen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit sein oder auch deren in Deutschland geborene Nachkommen, sofern sie nicht die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten haben. Zur ausländischen Bevölkerung gehören auch die Staatenlosen und die Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Deutsche, die zugleich eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen, zählen nicht zur ausländischen Bevölkerung. Die Mitglieder der Stationierungsstreitkräfte sowie der diplomatischen und konsularischen Vertretungen in der Bundesrepublik Deutschland unterliegen mit ihren Familien nicht den Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes und werden statistisch nicht erfasst.

Informationen zu den Personen mit Migrationshintergrund finden Sie hier...

Informationen zur ausländischen Bevölkerung nach Bundesländern finden Sie hier...

Weitere Informationen zu den Schutzsuchenden finden Sie hier...

Weitere Informationen zur Einbürgerung finden Sie hier...

Ausländische Bevölkerung

Nach Altersgruppen, in absoluten Zahlen und Anteile in Prozent, 1970 bis 2016

1

1

1970 1980 1990 2000 2005 2010 2015 2016 1
in Tsd.
insgesamt 2.738 4.566 5.582 7.268 7.289 7.199 8.652 9.220
unter 20 Jahre 701 1.628 1.704 1.816 1.461 1.139 1.443 1.632
20 bis unter 65 Jahre 1.985 2.828 3.732 5.099 5.294 5.357 6.430 6.775
65 Jahre und älter 52 111 146 353 534 703 780 813
1970 1980 1990 2000 2005 2010 2015 2016 1
Anteile der Altergruppen in Prozent
insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
unter 20 Jahre 25,6 35,7 30,5 25,0 20,0 15,8 16,7 17,7
20 bis unter 65 Jahre 72,5 61,9 66,9 70,2 72,6 74,4 74,3 73,5
65 Jahre und älter 1,9 2,4 2,6 4,9 7,3 9,8 9,0 8,8

1 ausländische Bevölkerung nach Bevölkerungsfortschreibung; 1970 und 1980: Westdeutschland, ab 1990: Deutschland, jeweils Jahresende; 2015/2016: Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011.


Quelle: Statistisches Bundesamt: GENESIS-Online Datenbank: Bevölkerung (Stand: 01/2018)




Asyl

1975 bis 2017



1

Asylantragsteller 1 Gesamtzahl der
Entscheidungen
über Asylanträge
Asylberechtigte
nach Art. 16a GG
Anerkennungs-
quote,
in Prozent
Deutschland
2017 198.317 603.428 4.359 0,7
2016 722.370 695.733 2.120 0,3
2015 441.899 282.726 2.029 0,7
2014 173.072 128.911 2.285 1,8
2013 109.580 80.978 919 1,1
2012 64.539 61.826 740 1,2
2011 45.741 43.362 652 1,5
2010 41.332 48.187 643 1,3
2009 27.649 28.816 452 1,6
2008 22.085 20.817 233 1,1
2007 5 19.164 28.572 304 1,1
2006 21.029 30.759 251 0,8
2005 28.914 48.102 411 0,9
2004 35.607 61.961 960 1,5
2003 50.563 93.885 1.534 1,6
2002 71.124 130.128 2.379 1,8
2001 88.287 107.193 5.716 5,3
2000 78.564 105.502 3.128 3,0
1999 6 95.113 135.504 4.114 3,0
1998 98.644 147.391 5.883 4,0
1997 104.353 170.801 8.443 4,9
1996 116.367 194.451 14.389 7,4
1995 127.937 200.188 18.100 9,0
1994 127.210 352.572 25.578 7,3
1993 322.599 513.561 16.396 3,2
1992 438.191 216.356 9.189 4,2
1991 256.112 168.023 11.597 6,9
1990 193.063 148.842 6.518 4,4
Westdeutschland
1985 73.832 11.224 29,2
1980 107.818 12.783 12,0
1975 9.627 2.928 22,2

1

Abschiebungsschutz bzw. Flüchtlingsschutz gemäß § 51 Abs. 1 AuslG bzw.
§ 3 Abs. 4 AsylG i.V.m.
§ 60 Abs. 1 AufenthG
bzw. § 3 Abs. 1 AsylG 2
Abschiebungs-
verbot gemäß
§ 53 AuslG bzw.
§ 60 Abs. 2, 3, 5, 7 AufenthG 2
Gewährung von
subsidiärem
Schutz gemäß
§ 4 Abs. 1
AsylG 2
Gesamt-
schutz-
quote 3,
in Prozent
Deutschland
2017 119.550 39.659 98.074 43,4
2016 254.016 24.084 153.700 62,4
2015 135.107 2.072 1.707 49,8
2014 31.025 2.079 5.174 31,5
2013 9.996 2.208 7.005 24,8
2012 8.024 1.402 6.974 27,7
2011 6.446 1.911 666 22,3
2010 7.061 2.143 548 21,6
2009 7.663 1.216 395 33,8
2008 7.058 436 126 37,7
2007 5 6.893 673 27,5
2006 1.097 603 6,3
2005 2.053 657 6,5
2004 1.107 964 4,9
2003 1.602 1.567 5,0
2002 4.130 1.598 6,2
2001 17.003 3.383 24,4
2000 8.318 1.597 12,4
1999 6 6.147 2.100 9,1
1998 5.437 7,7
1997 9.779 10,7
1996 9.611 12,3
1995 5.368 11,7
1994 9.986 10,1
1993 3,2
1992 4,2
1991 6,9
1990 4,4

1

abgelehnte Anträge Anteil der
abgelehnten
Anträge an allen
Entscheidungen,
in Prozent
sonstige
Verfahrens-
erledigung 4
Deutschland
2017 232.307 38,5 109.479
2016 173.846 25,0 87.967
2015 91.514 32,4 50.297
2014 43.018 33,4 45.330
2013 31.145 38,5 29.705
2012 30.700 49,7 13.986
2011 23.717 54,7 9.970
2010 27.255 56,6 10.537
2009 11.360 39,4 7.730
2008 6.761 32,5 6.203
2007 5 12.749 44,6 7.953
2006 17.781 57,8 11.027
2005 27.452 57,1 17.529
2004 38.599 62,3 20.331
2003 63.002 67,1 26.180
2002 78.845 60,6 43.176
2001 55.402 51,7 25.689
2000 61.840 58,6 30.619
1999 6 80.231 59,2 42.912
1998 91.700 62,2 44.371
1997 101.886 59,7 50.693
1996 126.652 65,1 43.799
1995 117.939 58,9 58.781
1994 238.386 67,6 78.622
1993 347.991 67,8 149.174
1992 163.637 75,6 43.530
1991 128.820 76,7 27.606
1990 116.268 78,1 26.056


1 vor dem Jahr 1993 fanden nicht alle Asylbewerber Eingang in die allgemeine Zuzugsstatistik; seit einschließlich 1995 nur noch Erstanträge, wobei das Antragsjahr nicht dem Ankunftsjahr entsprechen muss.

2 Rechtsgrundlage für Entscheidungen zu Flüchtlingsschutz, subsidiärem Schutz und Abschiebungsverboten, die bis zum 30.11.2013 getroffen wurden, war § 60 Abs. 1, § 60 Abs. 2, 3 oder 7 S. 2 bzw. § 60 Abs. 5 oder 7 S. 1 AufenthG. Entsprechende Entscheidungen, die seit dem 01.12.2013 getroffen werden, gründen auf § 3 Abs. 1 AsylG, § 4 Abs. 1 AsylG (bis 23.10.2015 AsylVfG) bzw. § 60 Abs. 5 oder 7 AufenthG.

3 Anteil der Asylberechtigten und der Personen, die in die Bereiche Abschiebe-/Flüchtlingsschutz, Abschiebeverbot sowie subsidiärer Schutz fallen, an der Gesamtzahl der Entscheidungen über Asylanträge.

4 u.a. Rücknahme des Antrags (zum Beispiel wegen Rück- oder Weiterreise).

5 bis einschließlich 2007 sind hier die Entscheidungen nach § 4 Abs. 1 AsylG (subsidiärer Schutz) und § 60 Abs. 5/7 AufenthG (Abschiebungsverbot) zusammengefasst.

6 die Feststellung eines Abschiebungshindernisses nach § 53 AuslG bzw. eines Abschiebungsverbots nach § 60 Abs. 2,3,5,7 AufenthG wird erst seit 1999 statistisch als eigenständige Entscheidung erfasst.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Migrationsbericht, Schlüsselzahlen Asyl 2017, Asylgeschäftsbericht 12/2017; Statistisches Bundesamt: Datenreport



Wanderungen über die Grenzen Deutschlands nach Regionen

Saldo aus Zu- und Fortzügen, nach Staatsangehörigkeit, in absoluten Zahlen, 1996 bis 2016



1

2010 1 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2
Zuzüge 798.282 958.299 1.080.936 1.226.493 1.464.724 2.136.954 1.865.122
Fortzüge 670.605 678.969 711.991 797.886 914.241 997.552 1.365.178
Saldo aus Zu- und Fortzügen 127.677 279.330 368.945 428.607 550.483 1.139.402 499.944
davon:
Asien 31.233 49.814 58.211 72.522 137.238 530.729 315.009
Europa 82.563 204.468 281.300 309.308 344.771 433.018 62.193 3
darunter:
Europäische Union (EU-28) 67.392 183.693 246.523 263.757 271.478 310.018 76.688
Afrika 9.973 12.445 16.402 33.620 51.082 80.921 43.781
Amerika 3.834 11.191 11.991 11.176 12.114 11.037 11.415
Australien und Ozeanien 398 1.061 865 820 826 1.341 1.069
staatenlos 18 135 18 146 613 2.082 1.480
ungeklärt/ohne Angaben -342 216 158 1.015 3.839 80.274 64.997
 
2003 2004 2005 2006 2007 2008 1 2009 1
Zuzüge 768.975 780.175 707.352 661.855 680.766 682.146 721.014
Fortzüge 626.330 697.632 628.399 639.064 636.854 737.889 733.796
Saldo aus Zu- und Fortzügen 142.645 82.543 78.953 22.791 43.912 -55.743 -12.782
davon:
Asien 36.244 15.971 15.948 11.012 14.857 10.637 20.185
Europa 87.603 55.551 52.806 1.805 16.476 -68.432 -35.751
darunter:
Europäische Union (EU-28) 47.870 30.834 35.387 -4.988 8.537 -59.997 -28.765
Afrika 11.370 6.587 4.054 4.156 5.302 2.323 5.029
Amerika 7.325 5.505 6.325 6.049 7.021 537 -933
Australien und Ozeanien 119 -198 399 385 481 161 -215
staatenlos -123 -235 -166 -191 -73 -90 -22
ungeklärt/ohne Angaben 107 -638 -413 -425 -152 -879 -1.075
 
1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002
Zuzüge 959.691 840.633 802.456 874.023 841.158 879.217 842.543
Fortzüge 677.494 746.969 755.358 672.048 674.038 606.494 623.255
Saldo aus Zu- und Fortzügen 282.197 93.664 47.098 201.975 167.120 272.723 219.288
davon:
Asien 54.170 40.996 23.755 39.342 54.035 72.301 57.373
Europa 205.108 37.890 14.128 148.803 95.433 175.457 136.977
darunter:
Europäische Union (EU-28) 155.822 99.471 77.795 106.326 117.643 112.968 84.356
Afrika 13.678 9.290 3.539 5.340 8.249 14.770 14.947
Amerika 7.499 5.000 5.535 7.292 8.987 8.979 8.784
Australien und Ozeanien 635 117 492 119 264 1.016 721
staatenlos 149 100 29 35 0 -396 -31
ungeklärt/ohne Angaben 958 271 -380 1.044 0 0 517


1 zahlreiche Melderegisterbereinigungen infolge der Einführung der persönlichen Steueridentifikationsnummer. Die Ergebnisse sind mit dem jeweiligen Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar.

2 die Ergebnisse des Berichtsjahres 2016 sind aufgrund methodischer Änderungen und technischer Weiterentwicklungen nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Die Genauigkeit der Ergebnisse ist aufgrund von Unstimmigkeiten in Zusammenhang mit der melderechtlichen Behandlung von Schutzsuchenden eingeschränkt.

3 in Europa gab es im Jahr 2016 gegenüber 2015 rund 133.000 weniger Zuzüge und die Zahl der Fortzüge erhöhte sich um etwa 238.000 – entsprechend veränderte sich der Wanderungssaldo von 2015 auf 2016 um minus 371.000 Personen. Der Rückgang der Zuzüge basiert dabei vor allem auf dem geringeren Zuzug von europäischen Nicht-EU-Staatsangehörigen (-109.000 gegenüber 2015). Die Steigerung der Fortzüge basiert dabei vor allem auf höheren Zahlen beim Fortzug von deutschen Staatsangehörigen (+143.000 gegenüber 2015) sowie von rumänischen Staatsangehörigen und europäischen Nicht-EU-Staatsangehörigen (+33.000 bzw. +29.000 gegenüber 2015). Bei den Fortzügen (und Zuzügen) gibt es jedoch eine statistische Besonderheit bei den deutschen Personen, deren bisheriger beziehungsweise neuer Wohnort nicht bekannt war: Diese werden seit 2016 in der Wanderungsstatistik zusätzlich berücksichtigt. Bleibt dieser Personenkreis unberücksichtigt, reduzieren sich die Fortzüge von 281.000 auf 131.000, was einen Großteil des massiven Anstiegs bei den Fortzügen deutscher Staatsangehöriger erklärt.

Quelle: Statistisches Bundesamt: Wanderungsergebnisse – Übersichtstabellen



Wanderungen über die Grenzen Deutschlands nach Staaten

Saldo aus Zu- und Fortzügen, nach Staatsangehörigkeit, in absoluten Zahlen, 2015 und 2016



1

1

2015
Top 20 Zuzüge Fortzüge Saldo
Syrien 309.699 11.216 298.483
Rumänien 221.405 129.059 92.346
Afghanistan 84.881 5.309 79.572
Polen 190.834 127.789 63.045
Irak 64.825 5.120 59.705
Albanien 69.362 22.533 46.829
Kroatien 60.980 21.321 39.659
Bulgarien 86.274 46.754 39.520
Italien 57.191 33.633 23.558
Kosovo 44.081 21.858 22.223
Pakistan 24.496 3.997 20.499
Ungarn 58.096 38.346 19.750
Eritrea 17.796 1.900 15.896
Iran 17.187 3.115 14.072
Mazedonien 24.776 12.344 12.432
Griechenland 28.256 15.918 12.338
Russland 21.633 10.584 11.049
Indien 26.113 15.195 10.918
Ukraine 15.778 5.376 10.402
China 25.511 15.592 9.919
2016 1
Top 20 Zuzüge Fortzüge Saldo
Syrien 179.435 33.612 145.823
Rumänien 222.298 162.209 60.089
Afghanistan 75.763 19.701 56.062
Irak 67.978 20.255 47.723
Kroatien 62.109 27.474 34.635
Bulgarien 82.956 55.859 27.097
Polen 160.677 133.803 26.874
Iran 23.009 7.269 15.740
Italien 52.564 37.656 14.908
Russland 23.085 11.173 11.912
Indien 27.683 17.186 10.497
Eritrea 12.910 3.285 9.625
China 26.632 17.247 9.385
Ungarn 51.592 42.264 9.328
Griechenland 27.120 18.278 8.842
Nigeria 10.007 3.308 6.699
Ukraine 13.303 6.834 6.469
Bosnien und Herzegowina 22.393 16.621 5.772
Spanien 21.922 16.734 5.188
Somalia 8.537 4.058 4.479


1 die Ergebnisse des Berichtsjahres 2016 sind aufgrund methodischer Änderungen und technischer Weiterentwicklungen nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Die Genauigkeit der Ergebnisse ist aufgrund von Unstimmigkeiten in Zusammenhang mit der melderechtlichen Behandlung von Schutzsuchenden eingeschränkt.

Quelle: Statistisches Bundesamt: Wanderungsergebnisse – Übersichtstabellen


Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


counter