Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland

Ausländische Bevölkerung nach Ländern

14.6.2008
In Ostdeutschland waren im Jahr 2006 lediglich 4,4 Prozent aller Ausländer ansässig – der Anteil der ostdeutschen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung lag im selben Jahr bei 16,1 Prozent.

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Fakten



Die Höhe des Ausländeranteils an der Gesamtbevölkerung der Länder bzw. die regionale Verteilung der ausländischen Bevölkerung spiegeln vor allem die Einwanderungsgründe wider. Die Ausländer, die als Arbeitskräfte nach Deutschland kamen, ließen sich überwiegend in den industriellen Ballungsgebieten nieder. Personen, die im Zuge der Familienzusammenführung zu einem späteren Zeitpunkt einwanderten, folgten bereits vorhandenen Migrationspfaden. Und auch Asylberechtigte versuchen oft, sich in bestehende Netzwerke einzubinden.

Die Verteilung der knapp 7,3 Millionen (2006) Ausländer auf die einzelnen Länder des Bundes fällt recht unterschiedlich aus. Über 60 Prozent aller Ausländer lebten 2006 in den drei Ländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Mit 1,9 Millionen ausländischen Personen lebten allein in Nordrhein-Westfalen über ein Viertel aller Ausländer. In Ostdeutschland (ohne Berlin) waren im Jahr 2006 lediglich 4,4 Prozent aller Ausländer ansässig – der Anteil der ostdeutschen Bevölkerung (ohne Berlin) an der Gesamtbevölkerung lag im selben Jahr bei 16,1 Prozent.

Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung der Länder war im Jahr 2006 in den Stadtstaaten Hamburg (14,2 Prozent), Berlin (13,9 Prozent) und Bremen (12,7 Prozent) am größten. Es folgten die Flächenländer Baden-Württemberg (11,8 Prozent), Hessen (11,3 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (10,6 Prozent). Am niedrigsten waren die Anteile der Ausländer an der Gesamtbevölkerung in Ostdeutschland. In Sachsen hatte der Anteil mit 2,8 Prozent schon den höchsten Wert. Den niedrigsten Ausländeranteil hatten Thüringen und Sachsen-Anhalt mit 2,0 und 1,9 Prozent. In ganz Ostdeutschland (ohne Berlin) lag der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2006 bei lediglich 2,4 Prozent. In Westdeutschland lag er im selben Jahr bei 9,7 und in den Stadtstaaten bei 13,8 Prozent.

Datenquelle



Statistische Ämter des Bundes und der Länder: »Bevölkerungsfortschreibung«

Tabelle: Ausländische Bevölkerung nach Ländern



In absoluten Zahlen und Anteile in Prozent, 31.12.2006

  Gesamt-
bevölkerung
Ausländische
Bevölkerung
Anteile an der
Gesamt-
bevölkerung,
in Prozent
Hamburg 1.754.182 248.246 14,2
Berlin 3.404.037 472.653 13,9
Bremen 663.979 84.147 12,7
Baden-Württemberg 10.738.753 1.271.211 11,8
Hessen 6.075.359 685.013 11,3
Nordrhein-Westfalen 18.028.745 1.914.424 10,6
Bayern 12.492.658 1.178.577 9,4
Deutschland 82.314.906 7.255.949 8,8
Saarland 1.043.167 86.461 8,3
Rheinland-Pfalz 4.052.860 312.905 7,7
Niedersachsen 7.982.685 530.716 6,6
Schleswig-Holstein 2.834.254 151.354 5,3
Sachsen 4.249.774 120.708 2,8
Brandenburg 2.547.772 66.313 2,6
Mecklenburg-Vorpommern 1.693.754 39.517 2,3
Thüringen 2.311.140 47.318 2,0
Sachsen-Anhalt 2.441.787 46.386 1,9
       
Stadtstaaten 5.822.198 805.046 13,8
Westdeutschland
(ohne Bremen
und Hamburg)
63.248.481 6.130.661 9,7
Ostdeutschland
(ohne Berlin)
13.244.227 320.242 2,4

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Bevölkerungsfortschreibung


 
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