Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland

Ausländische Bevölkerung nach Ländern

28.11.2012
In Ostdeutschland (ohne Berlin) lag der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2011 bei lediglich 2,5 Prozent. In Westdeutschland lag er im selben Jahr bei 9,9 und in den Stadtstaaten bei 13,8 Prozent.

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Fakten



Die Höhe des Ausländeranteils an der Gesamtbevölkerung der Länder bzw. die regionale Verteilung der ausländischen Bevölkerung spiegeln vor allem die Einwanderungsgründe wider: Die Ausländer, die als Arbeitskräfte nach Deutschland kamen, ließen sich überwiegend in den industriellen Ballungsgebieten nieder. Personen, die im Zuge der Familienzusammenführung zu einem späteren Zeitpunkt einwanderten, folgten bereits vorhandenen Migrationspfaden. Und auch Asylberechtigte versuchen oft, an bestehende Netzwerke anzuknüpfen.

Die Verteilung der 7,37 Millionen Ausländer (2011) auf die einzelnen Länder des Bundes fällt recht unterschiedlich aus. Gut jeder vierte Ausländer lebt in Nordrhein-Westfalen (25,8 Prozent) und jeweils mehr als jeder Sechste in Baden-Württemberg (17,7 Prozent) und Bayern (16,7 Prozent) – zusammen leben in diesen drei Bundesländern also gut 60 Prozent aller Ausländer. In Ostdeutschland (ohne Berlin) waren im Jahr 2011 lediglich 4,3 Prozent aller Ausländer ansässig und damit unterdurchschnittlich viele: Der Anteil der ostdeutschen Bevölkerung (ohne Berlin) an der Gesamtbevölkerung lag im selben Jahr bei 15,7 Prozent.

Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung der Länder war im Jahr 2011 in den Stadtstaaten Berlin (14,0 Prozent), Hamburg (13,7 Prozent) und Bremen (12,6 Prozent) am größten. Es folgten die Flächenländer Baden-Württemberg (12,1 Prozent), Hessen (11,4 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (10,7 Prozent). Am niedrigsten ist der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung in den ostdeutschen Bundesländern. Dabei war der Anteil im Jahr 2011 in Sachsen und Brandenburg mit 2,8 Prozent am höchsten. Den niedrigsten Ausländeranteil hatten Sachsen-Anhalt und Thüringen mit 1,9 und 2,3 Prozent. In Ostdeutschland (ohne Berlin) lag der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2011 bei lediglich 2,5 Prozent. In Westdeutschland lag er im selben Jahr bei 9,9 und in den Stadtstaaten bei 13,8 Prozent.

Datenquelle



Statistisches Bundesamt: Ausländische Bevölkerung

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen



Informationen zur "Entwicklung der ausländischen Bevölkerung in Deutschland" erhalten Sie hier...

Tabelle: Ausländische Bevölkerung nach Ländern



In absoluten Zahlen und Anteil in Prozent, 2011*

  Gesamt-
bevölkerung
Ausländische Bevölkerung Anteil an der
Gesamtbevölkerung
Anzahl in Prozent
Berlin 3.490.445 488.680 14,0
Hamburg 1.796.077 245.930 13,7
Bremen 660.042 83.430 12,6
Baden-Württemberg 10.783.791 1.303.291 12,1
Hessen 6.087.166 695.627 11,4
Nordrhein-Westfalen 17.844.472 1.900.162 10,7
Bayern 12.583.538 1.233.872 9,8
Deutschland 81.830.839 7.369.909 9,0
Saarland 1.014.166 87.420 8,6
Rheinland-Pfalz 4.000.461 314.493 7,9
Niedersachsen 7.920.456 548.344 6,9
Schleswig-Holstein 2.837.738 148.782 5,2
Sachsen 4.137.330 116.888 2,8
Brandenburg 2.497.828 68.691 2,8
Mecklenburg-Vorpommern 1.636.303 40.138 2,5
Thüringen 2.223.610 50.263 2,3
Sachsen-Anhalt 2.317.416 43.898 1,9
 
Stadtstaaten 5.946.564 818.040 13,8
Westdeutschland
(ohne Bremen u. Hamburg)
63.071.788 6.231.991 9,9
Ostdeutschland
(ohne Berlin)
12.812.487 319.878 2,5

* Ausländische Bevölkerung nach Bevölkerungsfortschreibung (Stand: 30.09.2011)

Quelle: Statistisches Bundesamt: Ausländische Bevölkerung


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