Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland
1.4.2018

Ausländische Bevölkerung nach Bundesländern

In absoluten Zahlen und Anteil in Prozent, 31.12.2016

Ausländische Bevölkerung nach Bundesländern

Quelle: Statistisches Bundesamt: GENESIS-Online Datenbank: Bevölkerung (Stand: 01/2018)
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Wo sich Ausländer in Deutschland niederlassen, hängt entscheidend vom Einwanderungsgrund ab. Beispielsweise zog es die Ausländer, die als Arbeitskräfte nach Deutschland kamen, überwiegend in die industriellen Ballungsgebiete. Entsprechend lebte 2016 knapp jeder vierte Ausländer in Nordrhein-Westfalen und jeweils mehr als jeder Sechste in Baden-Württemberg und Bayern. In Ostdeutschland (ohne Berlin) lag der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2016 bei 4,2 Prozent. In Westdeutschland (ohne Bremen und Hamburg) lag er im selben Jahr bei 12,1 Prozent und in den Stadtstaaten bei 16,4 Prozent.

Fakten

Die Höhe des Ausländeranteils an der Gesamtbevölkerung der Länder bzw. die regionale Verteilung der ausländischen Bevölkerung spiegeln vor allem die Einwanderungsgründe wider: Die Ausländer, die als Arbeitskräfte nach Deutschland kamen, ließen sich überwiegend in den industriellen Ballungsgebieten nieder. Personen, die im Zuge der Familienzusammenführung zu einem späteren Zeitpunkt einwanderten, folgten bereits vorhandenen Migrationspfaden. Die Verteilung der Asylsuchenden auf die Bundesländer wird hingegen durch eine Quote bestimmt, die jährlich von einer Bund-Länder-Kommission ermittelt wird.

Die 9,2 Millionen Ausländer, die 2016 in Deutschland lebten, verteilen sich sehr unterschiedlich auf die einzelnen Bundesländer. Knapp jeder vierte Ausländer lebte 2016 in Nordrhein-Westfalen (24,0 Prozent), jeweils mehr als jeder Sechste in Baden-Württemberg (17,2 Prozent) und Bayern (17,0 Prozent) sowie jeder Zehnte in Hessen (10,1 Prozent) – zusammen lebten in diesen vier Bundesländern gut zwei Drittel aller Ausländer. In Ostdeutschland (ohne Berlin) waren im Jahr 2016 lediglich 5,7 Prozent aller Ausländer ansässig und damit unterdurchschnittlich viele: Der Anteil der ostdeutschen Bevölkerung (ohne Berlin) an der Gesamtbevölkerung lag im selben Jahr bei 15,2 Prozent.

Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung der Bundesländer war im Jahr 2016 in den Stadtstaaten Berlin (16,7 Prozent), Bremen (16,5 Prozent) und Hamburg (15,6 Prozent) am größten. Es folgten die Flächenländer Hessen (15,1 Prozent), Baden-Württemberg (14,5 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (12,4 Prozent). Am niedrigsten ist der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung in den ostdeutschen Bundesländern. Die Werte lagen im Jahr 2016 zwischen 4,0 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie 4,4 Prozent in Sachsen-Anhalt. In Ostdeutschland (ohne Berlin) lag der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2016 bei 4,2 Prozent. In Westdeutschland (ohne Bremen und Hamburg) lag er im selben Jahr bei 12,1 Prozent und in den Stadtstaaten bei 16,4 Prozent.

Datenquelle

Statistisches Bundesamt: GENESIS-Online Datenbank: Bevölkerung (Stand: 01/2018)

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Zur ausländischen Bevölkerung zählen alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 Absatz 1 des Grundgesetzes sind, das heißt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Dies können direkt zugezogene Personen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit sein oder auch deren in Deutschland geborene Nachkommen, sofern sie nicht die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten haben. Zur ausländischen Bevölkerung gehören auch die Staatenlosen und die Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit.

Informationen zur Entwicklung der ausländischen Bevölkerung in Deutschland finden Sie hier...

Über das Quotensystem EASY (Erstverteilung von Asylbegehrenden) wird festgelegt, wie viele Asylsuchende ein Bundesland aufnehmen muss. Die Quoten richten sich nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel, bei dem die Steuereinnahmen (2/3 Anteil bei der Bewertung) und die Bevölkerungszahl (1/3 Anteil bei der Bewertung) berücksichtigt werden. Die aktuellen Verteilungsquoten der Bundesländer finden Sie hier...

Ausländische Bevölkerung nach Bundesländern

In absoluten Zahlen und Anteil in Prozent, 31.12.2016

1

Gesamt-
bevölkerung
ausländische
Bevölkerung 1
Anteil an
der Gesamt-
bevölkerung
Anzahl in Prozent
Berlin 3.574.830 598.261 16,7
Bremen 678.753 112.011 16,5
Hamburg 1.810.438 282.132 15,6
Hessen 6.213.088 935.746 15,1
Baden-Württemberg 10.951.893 1.586.216 14,5
Nordrhein-Westfalen 17.890.100 2.214.250 12,4
Bayern 12.930.751 1.569.586 12,1
Deutschland 82.521.653 9.219.989 11,2
Saarland 996.651 100.702 10,1
Rheinland-Pfalz 4.066.053 410.612 10,1
Niedersachsen 7.945.685 677.390 8,5
Schleswig-Holstein 2.881.926 210.415 7,3
Sachsen-Anhalt 2.236.252 98.581 4,4
Sachsen 4.081.783 171.631 4,2
Thüringen 2.158.128 87.853 4,1
Brandenburg 2.494.648 100.864 4,0
Mecklenburg-Vorpommern 1.610.674 63.739 4,0
 
Stadtstaaten 6.064.021 992.404 16,4
Westdeutschland
(ohne Bremen und Hamburg)
63.876.147 7.704.917 12,1
Ostdeutschland
(ohne Berlin)
12.581.485 522.668 4,2

1 ausländische Bevölkerung nach Bevölkerungsfortschreibung; Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011.


Quelle: Statistisches Bundesamt: GENESIS-Online Datenbank: Bevölkerung (Stand: 01/2018)


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