Rentenzugang (GRV)
20.11.2008
Der sich stetig verändernde Rentenbestand verdeckt die Dynamiken, die aus den massenhaften Rentenzugängen und -wegfällen resultieren. Allein im Jahr 2007 lag die Zahl der Rentenzugänge bei 1,24 Mio.
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Der sich stetig verändernde Rentenbestand verdeckt die Dynamiken, die aus den massenhaften Rentenzugängen und -wegfällen resultieren. Allein im Jahr 2007 lag die Zahl der Rentenzugänge in der gesetzlichen Rentenversicherung bei 1,24 Millionen, die der Rentenwegfälle bei 1,27 Millionen. Und auch diese Werte schwanken erheblich im Zeitverlauf. So ist die Zahl der jährlichen Rentenzugänge in Westdeutschland zwischen 1960 (661.646) und 1974 (1.070.340) tendenziell gestiegen; bis 1979 fiel sie dann auf 865.348. Nach Steigerungen in den Folgejahren erreichte die Zahl der Rentenzugänge 1995 ihren bisherigen Höchststand (1.207.333), seitdem ist sie erneut rückläufig. Auch in Ostdeutschland reduzierte sich die Zahl der Rentenzugänge zwischen 1995 (535.138) und 2007 (221.207).
Von den 1,24 Millionen Rentenzugängen im Jahr 2007 entfielen 69,7 Prozent auf Versichertenrenten und 30,3 Prozent auf Renten wegen Todes. Bei 18,7 Prozent der knapp 866.000 Versichertenrenten handelte es sich um Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit (161.500) und 81,3 Prozent waren Altersrenten (704.500). Mit einem Anteil von 44,1 Prozent war die Regelaltersrente die häufigste Altersrente. Es folgten die Altersrenten für Frauen (21,5 Prozent), wegen Arbeitslosigkeit/Altersteilzeitarbeit (14,1 Prozent), für schwerbehinderte Menschen (10,4 Prozent) sowie für langjährig Versicherte (9,9 Prozent). Von den Zugängen an Renten wegen Todes waren 81,3 Prozent Witwen- bzw. Witwerrenten. 18,3 Prozent entfielen auf Waisenrenten und 0,4 Prozent waren Erziehungsrenten.
Bezogen auf die Versichertenrenten insgesamt lag bei den Rentenzugängen im Jahr 2007 der Anteil der Frauen mit 48,6 Prozent leicht unter dem der Männer mit 51,4 Prozent. Bei einer Betrachtung der einzelnen Rentenarten variieren die Anteile jedoch zum Teil erheblich. Unter den Rentenzugängen waren beispielsweise 90,0 Prozent der Personen, die eine Altersrente wegen Arbeitslosigkeit/Altersteilzeitarbeit bezogen, männlich; bei den Altersrenten für langjährig Versicherte hatten die Männer ebenfalls einen überdurchschnittlichen Anteil von 87,3 Prozent.
Bei den Zugängen von Renten wegen Todes lag hingegen der Frauenanteil deutlich über dem der Männer. Dies vor allem deshalb, weil den mehr als 249.000 Witwenrenten lediglich 56.000 Witwerrenten gegenüber standen.
Datenquelle
Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund):
Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen
Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund):
Tabelle: Rentenzugang (GRV)
In absoluten Zahlen, 1960 bis 2007*
| insgesamt | Versichertenrenten | Renten wegen Todes | |
| 1960 | 661.646 | 427.754 | 233.892 |
| 1965 | 780.546 | 504.274 | 276.272 |
| 1970 | 906.485 | 608.054 | 298.431 |
| 1975 | 1.014.046 | 691.712 | 322.334 |
| 1980 | 932.521 | 635.280 | 297.241 |
| 1985 | 905.199 | 609.620 | 295.579 |
| 1990 | 1.031.199 | 740.639 | 290.560 |
| 1995 | 1.742.471 | 1.295.249 | 447.222 |
| 1997 | 1.498.902 | 1.100.828 | 398.074 |
| 1999 | 1.470.170 | 1.096.289 | 373.881 |
| 2001 | 1.384.441 | 1.019.221 | 365.220 |
| 2003 | 1.409.737 | 1.001.170 | 408.567 |
| 2005 | 1.312.124 | 937.227 | 374.897 |
| 2006 | 1.300.352 | 916.708 | 383.644 |
| 2007 | 1.241.647 | 865.976 | 375.671 |
* ohne Knappschaftsausgleichsleistungen, reine KLG-Leistungen, Nullrenten und ohne Renten nach Art. 2 RÜG; bis 1990 Westdeutschland, ab 1995 Deutschland.
Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund): Rentenversicherung in Zeitreihen, Rentenversicherung in Zahlen 2008, Jahresbericht 2007
