Durchschnittliche Rentenbezugsdauer
20.11.2008
Die Rentenbezugsdauer hat sich seit Anfang der 1960er Jahre beständig erhöht. In Westdeutschland stieg sie bei den Männern von 9,6 Jahre 1960 auf 15,3 Jahre 2007.
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Die Rentenbezugsdauer entspricht der Differenz zwischen dem Jahr des Rentenbeginns und dem des Rentenwegfalls. Die Rentenbezugsdauer hat sich seit Anfang der 1960er Jahre beständig erhöht. In Westdeutschland stieg sie bei den Männern von 9,6 Jahre 1960 – über 13,9 Jahre 1990 – auf 15,3 Jahre 2007. Bei den Frauen (bei denen die Rentenbezugsdauer in jedem Jahr seit 1960 höher war als bei den Männern) erhöhte sie sich von 10,6 Jahre 1960 – über 17,2 Jahre 1990 – auf 19,4 Jahre 2007.
Auch in Ostdeutschland hat sich die durchschnittliche Rentenbezugsdauer sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen erhöht. Bei den Männern stieg sie zwischen 1995 und 2007 von 11,6 auf 13,6 Jahre, bei den Frauen von 19,6 auf 22,0 Jahre. Damit lag die Rentenbezugsdauer der ostdeutschen Männer unter der der Männer in Westdeutschland. Die Rentenbezugsdauer der Frauen in Ostdeutschland war hingegen höher als die der westdeutschen Frauen.
Die Rentenbezugsdauer wird sowohl vom Rentenzugangsalter als auch vom so genannten Wegfallsalter beeinflusst. Da das durchschnittliche Zugangsalter bei Versichertenrenten tendenziell gestiegen ist, resultiert die Erhöhung der Rentenbezugsdauer vor allem aus der Entwicklung des Wegfallsalters.
Zwischen 1960 und 2007 erhöhte sich das Wegfallsalter in Westdeutschland bei den Männern von 68,6 auf 74,2 Jahre, bei den Frauen stieg es in derselben Zeit von 67,8 auf 79,6 Jahre. In Ostdeutschland war die Entwicklung etwas uneinheitlicher. Während sich bei den Männern das Wegfallsalter zwischen 1995 und 2000 von 71,7 auf 70,3 Jahre reduzierte und sich dann bis 2007 auf 71,8 Jahre erhöhte, ging das Wegfallsalter bei den Frauen zwischen 1995 und 1998 von 77,4 auf 76,9 Jahre zurück und stieg dann bis 2007 auf 79,3 Jahre.
Auch bei den Renten wegen Todes hat sich das Wegfallsalter tendenziell erhöht. Zwischen 1993 und 2007 stieg es bei den Witwenrenten in Deutschland von 81,0 auf 83,5 Jahre. Bei den Witwerrenten erhöhte es sich im selben Zeitraum von 73,6 auf 77,5 Jahre. Das durchschnittliche Wegfallsalter bei den Waisenrenten nahm in diesem Zeitraum von 20,8 auf 21,3 Jahre zu. Sowohl in West- als auch in Ostdeutschland hat sich dabei das Wegfallsalter bei allen drei Rentenarten stetig erhöht.
Datenquelle
Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund):
Tabelle: Durchschnittliche Rentenbezugsdauer
In Jahren, Versichertenrenten (GRV), 1960 bis 2007*
| insgesamt | Männer | Frauen | |
| Westdeutschland | |||
| 1960 | 9,9 | 9,6 | 10,6 |
| 1965 | 10,5 | 10,1 | 11,6 |
| 1970 | 11,1 | 10,3 | 12,7 |
| 1975 | 11,6 | 10,6 | 13,2 |
| 1980 | 12,1 | 11,0 | 13,8 |
| 1985 | 13,1 | 11,9 | 14,9 |
| 1990 | 15,4 | 13,9 | 17,2 |
| 1995 | 15,7 | 14,0 | 17,7 |
| 2001 | 16,2 | 14,3 | 18,3 |
| 2002 | 16,6 | 14,6 | 18,8 |
| 2003 | 16,7 | 14,8 | 18,8 |
| 2004 | 16,8 | 14,8 | 18,9 |
| 2005 | 17,2 | 15,2 | 19,3 |
| 2006 | 17,1 | 15,2 | 19,0 |
| 2007 | 17,3 | 15,3 | 19,4 |
| Ostdeutschland | |||
| 1995 | 16,0 | 11,6 | 19,6 |
| 2001 | 16,7 | 12,0 | 20,8 |
| 2002 | 16,6 | 11,8 | 21,0 |
| 2003 | 17,0 | 12,2 | 21,2 |
| 2004 | 17,2 | 12,4 | 21,3 |
| 2005 | 17,5 | 12,9 | 21,6 |
| 2006 | 17,5 | 13,0 | 21,6 |
| 2007 | 18,1 | 13,6 | 22,0 |
| Deutschland | |||
| 1995 | 15,8 | 13,6 | 18,2 |
| 2001 | 16,3 | 13,8 | 18,9 |
| 2002 | 16,6 | 14,0 | 19,3 |
| 2003 | 16,8 | 14,3 | 19,3 |
| 2004 | 16,9 | 14,3 | 19,5 |
| 2005 | 17,2 | 14,7 | 19,8 |
| 2006 | 17,2 | 14,8 | 19,6 |
| 2007 | 17,4 | 15,0 | 19,9 |
* die durchschnittlichen Rentenbezugsdauern sind für jedes Jahr als Querschnitt berechnet und durch Rechtsänderungen und durch sich im Zeitablauf ändernde Altersstrukturen beeinflusst. Vor 1980 ohne Knappschaft, da eine Geschlechtertrennung nicht möglich ist.
Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund): Rentenversicherung in Zeitreihen, Rentenversicherung in Zahlen 2008
