PDF Version (143 KB) Fakten
Die Höhe des Ausländeranteils an der Gesamtbevölkerung der Länder bzw. die regionale Verteilung der ausländischen Bevölkerung spiegeln vor allem die Einwanderungsgründe wider. Die Ausländer, die als Arbeitskräfte nach Deutschland kamen, ließen sich überwiegend in den industriellen Ballungsgebieten nieder. Personen, die im Zuge der Familienzusammenführung zu einem späteren Zeitpunkt einwanderten, folgten bereits vorhandenen Migrationspfaden. Und auch Asylberechtigte versuchen oft, sich in bestehende Netzwerke einzubinden.
Die Verteilung der knapp 7,3 Millionen (2006) Ausländer auf die einzelnen Länder des Bundes fällt recht unterschiedlich aus. Über 60 Prozent aller Ausländer lebten 2006 in den drei Ländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Mit 1,9 Millionen ausländischen Personen lebten allein in Nordrhein-Westfalen über ein Viertel aller Ausländer. In Ostdeutschland (ohne Berlin) waren im Jahr 2006 lediglich 4,4 Prozent aller Ausländer ansässig – der Anteil der ostdeutschen Bevölkerung (ohne Berlin) an der Gesamtbevölkerung lag im selben Jahr bei 16,1 Prozent.
Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung der Länder war im Jahr 2006 in den Stadtstaaten Hamburg (14,2 Prozent), Berlin (13,9 Prozent) und Bremen (12,7 Prozent) am größten. Es folgten die Flächenländer Baden-Württemberg (11,8 Prozent), Hessen (11,3 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (10,6 Prozent). Am niedrigsten waren die Anteile der Ausländer an der Gesamtbevölkerung in Ostdeutschland. In Sachsen hatte der Anteil mit 2,8 Prozent schon den höchsten Wert. Den niedrigsten Ausländeranteil hatten Thüringen und Sachsen-Anhalt mit 2,0 und 1,9 Prozent. In ganz Ostdeutschland (ohne Berlin) lag der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2006 bei lediglich 2,4 Prozent. In Westdeutschland lag er im selben Jahr bei 9,7 und in den Stadtstaaten bei 13,8 Prozent.
Datenquelle
Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Bevölkerungsfortschreibung

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Ausländische Bevölkerung nach Ländern
In absoluten Zahlen und Anteile in Prozent, 31.12.2006
| |
Gesamt- bevölkerung |
Ausländische Bevölkerung |
Anteile an der Gesamt- bevölkerung, in Prozent |
| Hamburg |
1.754.182 |
248.246 |
14,2 |
| Berlin |
3.404.037 |
472.653 |
13,9 |
| Bremen |
663.979 |
84.147 |
12,7 |
| Baden-Württemberg |
10.738.753 |
1.271.211 |
11,8 |
| Hessen |
6.075.359 |
685.013 |
11,3 |
| Nordrhein-Westfalen |
18.028.745 |
1.914.424 |
10,6 |
| Bayern |
12.492.658 |
1.178.577 |
9,4 |
| Deutschland |
82.314.906 |
7.255.949 |
8,8 |
| Saarland |
1.043.167 |
86.461 |
8,3 |
| Rheinland-Pfalz |
4.052.860 |
312.905 |
7,7 |
| Niedersachsen |
7.982.685 |
530.716 |
6,6 |
| Schleswig-Holstein |
2.834.254 |
151.354 |
5,3 |
| Sachsen |
4.249.774 |
120.708 |
2,8 |
| Brandenburg |
2.547.772 |
66.313 |
2,6 |
| Mecklenburg-Vorpommern |
1.693.754 |
39.517 |
2,3 |
| Thüringen |
2.311.140 |
47.318 |
2,0 |
| Sachsen-Anhalt |
2.441.787 |
46.386 |
1,9 |
| |
|
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|
| Stadtstaaten |
5.822.198 |
805.046 |
13,8 |
Westdeutschland (ohne Bremen und Hamburg) |
63.248.481 |
6.130.661 |
9,7 |
Ostdeutschland (ohne Berlin) |
13.244.227 |
320.242 |
2,4 |
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Bevölkerungsfortschreibung
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