PDF Version (180 KB) Fakten
Der Jugendquotient stellt dar, wie viele unter 20-Jährige auf einhundert 20- bis unter 60-Jährige kommen. Der Altenquotient ergibt sich daraus, wie viele Personen, die 60 Jahre und älter sind, auf einhundert 20- bis unter 60-Jährige entfallen. Für den Gesamtquotienten werden die beiden Werte einfach addiert. Da die meisten Erwerbstätigen in der Gruppe der 20- bis unter 60-Jährigen zu finden sind und die sozialen Sicherungssysteme zu großen Teilen über die Sozialversicherungsabgaben und Steuern der Erwerbstätigen finanziert werden, gibt der Gesamtquotient indirekt Auskunft über die Versorgungsaufgaben der mittleren Generation.
Im Jahr 2005 entfielen auf einhundert 20- bis unter 60-Jährige 36,3 Personen, die jünger als 20 waren und 45,2 Personen, die 60 Jahre und älter waren. Die Summe aus dem Jugend- (36,3) und dem Altenquotienten (45,2) ergibt einen Gesamtquotienten von 81,5. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird sich der Jugendquotient in den nächsten Jahrzehnten nicht gravierend verändern und 2050 schließlich 33,7 erreichen. Der Altenquotient hingegen wird schon in den nächsten Jahren deutlich ansteigen und nach 2020 mit dem Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in das Rentenalter nach oben schnellen. 2030 wird er bereits bei über 75 und 2050 bei 85,1 liegen. Damit wird der Altenquotient 2050 mehr als doppelt so hoch ausfallen wie im Jahr 2000. Durch den leichten Rückgang des Jugendquotienten fällt der Anstieg des Gesamtquotienten weniger stark aus als der Anstieg des Altenquotienten.
Wird die Altersgrenze von 60 auf 65 bzw. 67 Jahre verschoben, liegt der Altenquotient – bei sonst gleichen Annahmen – im Jahr 2050 bei 60,1 bzw. 52,5. Um den Altenquotienten von 32, wie er für das derzeit gültige Renteneintrittsalter von 65 Jahren besteht, konstant zu halten, müsste die Altersgrenze im Jahr 2050 bei 74 Jahren liegen.
Ostdeutschland ist deutlich stärker von der fortschreitenden Alterung betroffen als Westdeutschland. Bei einem Wanderungssaldo von lediglich 100.000 Personen – und sonst gleichen Annahmen – steigt der Altenquotient im Westen Deutschlands zwischen 2007 und 2050 von etwa 32 auf deutlich über 62. Im Osten erhöht sich der Altenquotient im selben Zeitraum von etwa 35 auf über 80. Die Bevölkerung in den Stadtstaaten wird nicht so schnell schrumpfen wie im übrigen Bundesgebiet und im Jahr 2050 noch 90 Prozent des aktuellen Niveaus betragen (2006: 5,8 Millionen, 2050: 5,2 Millionen). Der Altenquotient wird sich jedoch auch in den drei Stadtstaaten von etwa 29 im Jahr 2007 auf über 60 im Jahr 2050 verdoppeln.
Datenquelle
Statistisches Bundesamt: Bevölkerung Deutschlands bis 2050: 11. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung (PDF-Version: 780 KB), Pressemitteilungen
Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen
Wenn nichts anderes angegeben ist, beziehen sich die Daten im Text auf eine Variante der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes die von einem Wanderungssaldo (Differenz zwischen Zu- und Fortzügen aus Deutschland) von 200.000 Personen ausgeht. Weiter wird eine annähernd konstante zusammengefasste Geburtenziffer von durchschnittlich 1,4 Kindern je Frau sowie eine Zunahme der Lebenserwartung bei Geburt um etwa sieben Jahre auf 83,5 Jahre für Jungen und auf 88,0 Jahre für Mädchen im Jahr 2050 angenommen.
Die langfristigen Bevölkerungsvorausberechnungen haben Modellcharakter. Sie sind keine Prognosen, sondern gehen vom gegenwärtigen Altersaufbau aus und setzen die oben beschriebenen Annahmen um.

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Entwicklung der Alterstruktur
Jugend-, Alten- und Gesamtquotient, 1960 bis 2050, Stand: 2006
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Jugendquotient |
Altenquotient |
Gesamtquotient |
| 1960 |
57,7 |
33,2 |
90,9 |
| 1970 |
64,5 |
41,1 |
105,5 |
| 1980 |
54,1 |
37,1 |
91,2 |
| 1990 |
40,8 |
36,1 |
76,9 |
| 2000 |
38,2 |
39,9 |
78,0 |
| 2005 |
36,3 |
45,2 |
81,5 |
| 2010* |
33,1 |
47,3 |
80,4 |
| 2020* |
32,0 |
57,0 |
89,0 |
| 2030* |
35,0 |
75,2 |
110,2 |
| 2040* |
34,0 |
78,9 |
112,9 |
| 2050* |
33,7 |
85,1 |
118,9 |
* Bevölkerungsvorausberechnung, die eine Fortsetzung der aktuellen demografischen Entwicklung annimmt und von einem jährlicher Wanderungssaldo von 200.000 ausgeht.
Quelle: Statistisches Bundesamt: Bevölkerung Deutschlands bis 2050
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