PDF Version (122 KB) Fakten
Nach Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) entfielen auf die 39 Millionen privaten Haushalte in Deutschland rund 40 Millionen Autos, 48 Millionen Computer, 60 Millionen Mobiltelefone und 70 Millionen Fahrräder. Je nach Gebrauchsgut ist der Ausstattungsgrad der Haushalte allerdings sehr unterschiedlich hoch.
Im Jahr 1998 verfügten nahezu alle privaten Haushalte in Deutschland über ein Festnetztelefon (97 Prozent), aber nur jeder neunte Haushalt (11 Prozent) konnte auch mobil telefonieren. Im Jahr 2008 wurde bereits in 86 Prozent aller privaten Haushalte mit dem Handy telefoniert. Die Gesamtzahl der in den Privathaushalten vorhandenen Mobiltelefone ist von 4,5 Millionen (1998) auf 60 Millionen Mobiltelefone Anfang 2008 gestiegen; das entsprach durchschnittlich 1,5 Mobiltelefonen je Privathaushalt.
Auch Navigationssysteme erfreuen sich wachsender Beliebtheit: Anfang 2008 besaßen 21 Prozent der privaten Haushalte ein Navigationssystem. Allerdings steigt der Ausstattungsgrad mit zunehmendem Einkommen: Lediglich 5 bzw. 8 Prozent der Haushalte, die über ein monatliches Nettoeinkommen von unter 900 Euro bzw. bis unter 1.300 Euro verfügten, hatten 2008 ein "Navi". In den beiden oberen Einkommensklassen von 3.600 Euro bis unter 18.000 Euro waren es 42 bzw. 57 Prozent.
Rasante Entwicklungen haben sich bei der Ausstattung privater Haushalte mit Computern und Internetzugang vollzogen. Stand 1993 gerade mal in jedem fünften Haushalt (21 Prozent) ein PC, so verfügten Anfang 2008 bereits drei Viertel (75 Prozent) aller Haushalte über einen oder mehrere PC (EU-Durchschnittswert 2005: 51 Prozent). Stark zugenommen hat auch der Anteil der Haushalte mit mobilen PC: Besaßen Anfang 2003 nur 11 Prozent der privaten Haushalte ein Notebook, Lap- oder Palmtop, waren es Anfang 2008 bereits 35 Prozent. Anfang 2008 fanden sich in den privaten Haushalten 47,6 Millionen PC (1993: 8,4 Millionen). Konnten 1998 gerade mal 8 Prozent der privaten Haushalte ins Internet, so waren es 2008 bereits 64 Prozent. Allein zwischen 1998 und 2003 stieg die Zahl der erfassten Internetzugänge von 3,1 auf 18,2 Millionen.
Während nur 56 Prozent der Haushalte mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 900 Euro einen PC und nur 40 Prozent Zugang zum Internet hatten, verfügten 97 Prozent aller Haushalte in der höchsten Einkommensklasse von 5.000 bis unter 18.000 Euro über einen PC und immerhin 92 Prozent über einen Internetzugang. Bezogen auf die Altersgruppen der Haupteinkommensbezieher zeigt sich, dass sowohl beim PC als auch beim Internetzugang die höchsten Ausstattungsgrade in der Altersgruppe der 35 bis unter 45-Jährigen liegen (92 bzw. 83 Prozent).
Anfang 2008 verfügten 94 Prozent aller privaten Haushalte über einen oder mehrere Fernseher. Dabei entfielen auf 100 Haushalte durchschnittlich 147 Fernseher (58 Mio. Geräte insgesamt). In 16 Prozent aller Haushalte befand sich mindestens ein LCD- oder Plasmafernseher (7 Mio. Geräte).
Weiter besaßen 85 Prozent der Haushalte einen Fotoapparat. Der Ausstattungsgrad mit digitalen Geräten lag mit 58 Prozent nur wenig unter dem mit analogen Geräten (61 Prozent). 37 Prozent der Haushalte verfügten über einen oder mehrere MP3-Player und 19 Prozent über eine Spielkonsole.
77 Prozent der privaten Haushalte besaßen Anfang 2008 mindestens einen Pkw. In Ostdeutschland lag der Anteil bei 73 Prozent, in Westdeutschland bei 78 Prozent. Die meisten der rund 40 Millionen Pkw in Privathaushalten sind Gebrauchtwagen (25 Millionen), gefolgt von neu gekauften Pkw (14 Millionen) und 2 Millionen geleasten Pkw. Während in 100 Haushalten der untersten Einkommensklasse 38 Pkw zu finden waren, besaßen die Haushalte der höchsten Einkommensklasse mit 190 Pkw genau fünfmal so viele Autos.
Jeder neunte Haushalt (12 Prozent) besaß Anfang 2008 ein motorisiertes Zweirad. Haushalte deren Haupteinkommensbezieher als Arbeiter tätig sind, waren mit einem Ausstattungsgrad von 22 Prozent am besten mit Krafträdern ausgestattet.
Der Kühlschrank gehört zu den "traditionellen" elektrischen Haushaltsgeräten und steht in 99 Prozent aller Haushalte. Gleichzeitig waren in etwas mehr als der Hälfte aller Haushalte Gefrierschränke bzw. -truhen zu finden (52 Prozent). Anfang 2008 fanden sich in 63 Prozent aller Haushalte Geschirrspülmaschinen und in 70 Prozent aller Haushalte Mikrowellengeräte. Über einen Wäschetrockner verfügten 39 Prozent aller Haushalte.
Anfang 2008 standen in 28 Prozent aller Haushalte ein oder mehrere Hometrainer. Interessanterweise – und im Gegensatz zu vielen anderen Ausstattungsgütern – sind die Haushalte mit Kind(ern) weniger häufig mit Hometrainern ausgestattet, als kinderlose Haushalte. In der untersten Einkommensklasse (unter 900 Euro) verfügten lediglich 14 Prozent der Haushalte über Hometrainer, in der höchsten Einkommensklasse (von 5.000 bis unter 18.000 Euro) war es fast die Hälfte (46 Prozent).
Datenquelle
Statistisches Bundesamt: Wirtschaftsrechnungen (PDF-Version: 1.000 KB)
Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen
Der Ausstattungsgrad privater Haushalte gibt an, wie hoch der Anteil der Haushalte, die über ein bestimmtes Gebrauchsgut verfügen, an allen Haushalten ist.

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Ausstattung mit Gebrauchsgütern
Ausstattungsgrad* privater Haushalte nach ausgewählten langlebigen Gebrauchsgütern in Prozent, 01.01.2008
| Fernseher |
94,1 |
| dar.: Flachbildfernseher (LCD, Plasma) |
15,7 |
| Mobiltelefon (Handy, Autotelefon) |
86,3 |
| Personenkraftwagen |
77,1 |
| Personalcomputer (PC) |
75,4 |
| Internetzugang, -anschluss |
64,4 |
| Geschirrspülmaschine |
62,5 |
| Digitalkamera |
58,3 |
| Sportgerät (Hometrainer) |
27,5 |
| Navigationssystem |
20,7 |
| Spielkonsole |
19,4 |
| Kraftrad (einschl. Mofa und Roller) |
11,6 |
* Anzahl der Haushalte, in denen entsprechende Gebrauchsgüter vorhanden sind Quelle: Statistisches Bundesamt: Wirtschaftsrechnungen
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