PDF Version (116 KB) Fakten
Mit mehr als 4,5 Billionen Euro hatte das Geldvermögen im Jahr 2006 einen Anteil von 43,6 Prozent am Bruttovermögen der privaten Haushalte in Deutschland (10,4 Bio. Euro). 46,3 Prozent entfielen auf Immobilien und 10,0 Prozent auf das Gebrauchsvermögen (Schmuck, Antiquitäten, Kunstgegenstände und ähnliches). In der Vergangenheit fand eine stetige Anteilsverschiebung zugunsten des Geldvermögens statt. Dabei hat sich auch die Struktur des Geldvermögens verändert.
Neben den kurz- und mittelfristigen Präferenzverschiebungen bei den Anlageentscheidungen vollziehen sich seit Jahrzehnten strukturelle Änderungen in der Zusammensetzung des Geldvermögens. So sank der Anteil der Bankeinlagen in Westdeutschland von 60,7 Prozent (1970) auf 48,5 Prozent (1990). Im wiedervereinigten Deutschland setzte sich dieser Trend fort. Der Anteil der Bankeinlagen schrumpfte von 42,4 Prozent im Jahr 1995 auf 33,9 Prozent 2006. Auf der anderen Seite erhöhte sich sowohl der Anteil der Versicherungen als auch der Anteil der Kapitalmarktprodukte am gesamten Geldvermögen. Der Anteil der Versicherungen stieg zwischen 1970 und 2002 von 13,5 auf 25,9 Prozent und hat sich seitdem nur wenig verändert. Der Anteil der Wertpapiere wuchs zwischen 1970 und dem Jahr 2000 zunächst von 19,5 auf 36,4 Prozent. Durch die unsicheren Entwicklungen am Aktienmarkt und den Börsencrash im Jahr 2002 reduzierte er sich jedoch auf 31,6 Prozent. In den Folgejahren erhöhte sich der Anteil wieder und lag 2006 bei 35,1 Prozent.
Beim Wertpapiervermögen erhöhte sich der Anteil der Investmentfonds zwischen 1991 und 2006 von 14,5 auf 33,0 Prozent. Der Anteil festverzinslicher Wertpapiere ist tendenziell gefallen; 1991 war der Anteil mit 48,6 Prozent noch deutlich höher als 2006 (30,4 Prozent). Uneinheitlicher ist das Bild beim Aktienanteil. Nach einer Steigerung des Anteils zwischen 1991 und 1999 von 23,0 auf 36,2 Prozent, lag der Anteil der Aktien am Wertpapiervermögen 2006 bei 23,3 Prozent.
Bei Bankeinlagen nahm der Bargeld/Sichteinlagen-Anteil zwischen 1991 und 2006 von 19,5 auf 39,8 Prozent zu. Parallel reduzierte sich der Anteil der Termingelder leicht von 21,8 auf 17,7 Prozent. Der Anteil der Sondersparformen (zum Beispiel Prämiensparen) hat sich tendenziell erhöht; zwischen 1991 und 2006 stieg der Anteil von 14,2 auf 30,9 Prozent.
Datenquelle
Deutsche Bundesbank; Allianz Dresdner Economic Research: Vermögen der privaten Haushalte in Deutschland (PDF-Version: 40 KB), Vermögensreport 2007 (PDF-Version: 300 KB)
Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen
Das Geldvermögen der privaten Haushalte wird im Rahmen der Finanzierungsrechnung der Deutschen Bundesbank ermittelt. Die gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung ist ihrerseits Teil des Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR).

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Struktur des Geldvermögens
Anteile der Vermögensarten in Prozent, 1970 bis 2006*
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Bankeinlagen |
Versicherungen |
Wertpapiere |
sonstiges |
| 1970 |
60,7 |
13,5 |
19,5 |
6,3 |
| 1980 |
60,1 |
14,6 |
18,1 |
7,2 |
| 1990 |
48,5 |
21,6 |
22,5 |
7,4 |
| 1995 |
42,4 |
21,6 |
30,0 |
6,0 |
| 2000 |
34,2 |
24,0 |
36,4 |
5,4 |
| 2005 |
34,8 |
25,5 |
34,1 |
5,6 |
| 2006 |
33,9 |
25,5 |
35,1 |
5,5 |
* Werte vor 1991 in alter Abgrenzung des Sektors und nur Westdeutschland Quelle: Deutsche Bundesbank; Allianz Dresdner Economic Research
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