Zukunft Bildung

Bildung zwischen Markt und Staat

Bildung ist in Deutschland eine öffentliche Angelegenheit und damit Aufgabe des Staates. In allen Bildungsbereichen spielt er eine wichtige Rolle, insbesondere aber im Bereich der Schulen und Hochschulen ist er der zentrale Akteur. Der Bund und vor allem die Länder treffen die wesentlichen bildungspolitischen Entscheidungen, betreiben die meisten Bildungseinrichtungen und tragen den Großteil der Finanzierung. Doch längst haben private Akteure in der Bildungslandschaft an Bedeutung und Einfluss gewonnen: Die Zahl privater Schulen und Hochschulen steigt, ebenso der Anteil der Lernenden, die sich für private Bildungseinrichtungen entscheiden. Stiftungen mischen mit in der Bildungspolitik. Der Markt für private Nachhilfe boomt. Schulen setzen auf Sponsoren aus der freien Wirtschaft und Universitäten kooperieren mit Unternehmen und erhalten von ihnen beträchtliche Summen für Forschung und Lehre. Auch die staatliche Bildungspolitik orientiert sich heute stärker an Prinzipien des Marktes: Wettbewerb soll die Qualitätsentwicklung beleben. Dazu erhalten Bildungseinrichtungen mehr Autonomie vom Staat. Sie sollen ein eigenes Profil entwickeln und mit anderen in eine produktive Konkurrenz treten – um Lernende, aber auch um finanzielle Ressourcen. Doch welches Potenzial haben private Anbieter und Märkte zur Verbesserung des Bildungssystems? Welche Risiken und Nebenwirkungen sind zu befürchten? Wo liegt die richtige Balance zwischen Markt und Staat?

Stiftungen in Zahlen

Thomas Höhne

Stiftungen: Die neuen Player in der Bildungspolitik

Die Zahl der im Bildungsbereich tätigen Stiftungen ist seit der Jahrtausendwende stark gestiegen. Längst sind sie zu einflussreichen bildungspolitischen Akteuren geworden. Wie ist der Bedeutungszuwachs von Stiftungen zu erklären und welche Ambivalenzen birgt ihr Engagement? Weiter...

Privatschule

Margret Kraul

Privatschulen in Deutschland

Privatschulen werden vor allem als Schulen einer wohlhabenden Elite wahrgenommen. Tatsächlich ist die Privatschullandschaft jedoch außerordentlich vielfältig. Auch die Motive der Eltern, die eine Privatschule auswählen, unterscheiden sich. Wie hat sich die Privatschullandschaft in Deutschland entwickelt und was bedeuten Privatschulen für das öffentliche Schulwesen? Weiter...

Grafik

Wie verbreitet sind welche Privatschulen?

Privatschulen gibt es in allen Bundesländern. Während sie jedoch in einigen relativ stark verbreitet sind, ist ihr Anteil in anderen geringer. Unterschiede bestehen auch in Hinblick auf die Trägerschaft: So ist beispielsweise die katholische Kirche als Träger von Privatschulen in einigen Bundesländern stärker vertreten als in anderen. Weiter...

Kinowerbung auf dem Gang einer Grundschule

Interview

Deutsch, Mathe, Werbung – Sponsoring in der Schule

Bausparkassen werben in Gratis-Schulheften, Computerfirmen bilden Lehrer weiter und Kinobetreiber plakatieren in der Pausenhalle. Die Präsenz der Wirtschaft an den Schulen, so kritisieren Lehrerverbände, nehme immer aggressivere Formen an. Ein Gespräch über den Sinn von Sponsoring und die Werbeflut an den Schulen. Weiter...

Schlagzeilen zu "Nachhilfe"

Frankfurter Neue Presse


"Nichts geht ohne Nachhilfe"
27.11.2012

Aachener Nachrichten


"Deutsche geben jährlich bis zu 1,4 Milliarden Euro für privaten Förderunterricht aus."
29.1.2010

Spiegel Online


"Deutsche investieren massiv in Schülernachhilfe"
28.1.2010

Frankfurter Rundschau


"Selektion durch Nachhilfe. Betuchtere Familien leisten sich Arbeit an der Note"
15.4.2008

dapd


"Lehrerverband kritisiert kommerzielle Nachhilfe"
25.3.2010

Welt kompakt


"Studie belegt: Hansestadt mit Ausgaben von durchschnittlich 131 Euro pro Kind vorn, 'Alarmsignal
für öffentliches Schulwesen'"
8.3.2010

taz


"Lernen lernen. Eltern geben viel Geld für Nachhilfe aus – oft für ganz unsinnige. Guter Unterricht vermittelt auch Lerntechniken"
23.2.2008

Hamburger Abendblatt


"Nachhilfe – ein Milliardengeschäft. Schon jeder vierte Schüler nimmt bezahlten Unterricht nach Schulschluss"
22.1.2009

Stuttgarter Nachrichten


"Soll der Staat Nachhilfe für arme Kinder fördern?"
23.9.2010

General Anzeiger


"Viele Schüler nehmen trotz langer Schultage weitere Stunden – vor allem bei Privatlehrern und in Instituten. Professor übt Kritik"
27.2.2013

Stuttgarter Zeitung


"Nachhilfe ist für Millionen von Schülern Alltag"
29.1.2010

Rheinische Post Düsseldorf


"Am Gymnasium braucht jeder Zweite Nachhilfe"
2.5.2009

Der Tagesspiegel


"1,1 Millionen Kinder und Jugendliche gehen
regelmäßig zur Nachhilfe. In der Schule kommt individuelle Förderung oft zu kurz"
17.2.2010

Wiesbadener Kurier


"Jedes vierte Kind nimmt privaten Unterricht –
meistens in Mathematik und Englisch"
10.1.2008

Gießener Anzeiger


"Bildungsverband: Kinder sollen sich in Ferien erholen"
11.7.2012

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Öffentliche und private Ausgaben bei der Finanzierung von Bildungseinrichtungen

Interaktive Grafik

Finanzierung von Bildungseinrichtungen im internationalen Vergleich

In welchem Umfang werden Bildungseinrichtungen vom Staat und von privaten Akteuren finanziert und in welchem Verhältnis stehen deren Ausgaben in den verschiedenen Bildungsbereichen? Ein internationaler Vergleich. Weiter...

Wer finanziert das Bildungswesen?

Interaktive Grafik

Wer finanziert das deutsche Bildungswesen?

Der Bund, die Länder und Gemeinden aber auch private Akteure finanzieren das deutsche Bildungswesen. Das Verhältnis dieser öffentlichen und privaten Mittel fällt je nach Bildungsbereich unterschiedlich aus. Weiter...

Nachhilfe-Schule in Hamburg

Thomas Koinzer

Shadow Education? Private Nachhilfe und das öffentliche Schulsystem

Bis zu 30 Prozent der Schüler nehmen Nachhilfeunterricht. Neben Schülern, Studenten und Lehrern bieten seit Jahren auch große Unternehmen Nachhilfe an. Zwar scheint diese dazu beizutragen, Lerndefizite zu beheben, doch fordert sie auch Diskussionen heraus: Erfüllt die Schule ihren Bildungsauftrag? Verstärkt private Nachhilfe Bildungsungleichheiten? Weiter...

Universitätskasse der Uni Köln

Andreas Schleicher

Studiengebühren oder Studium aus öffentlichen Mitteln?

Studiengebühren werden häufig mit der Begründung abgelehnt, sie würden junge Menschen aus einkommensschwächeren Familien vom Studieren abhalten. Doch hängt der Hochschulbesuch in Deutschland stärker von der sozialen Herkunft ab als in so manchem Land mit Studiengebühren. Welche Modelle der Studienfinanzierung gibt es international und welche Vor- und Nachteile haben sie gegenüber dem deutschen? Weiter...

Das California Institute of Technology (Caltech)

Stephan Lessenich

Hochschulrankings

Hochschulrankings sind ein wichtiges Instrument sowohl bei der Studienwahl als auch beim Wettbewerb zwischen Universitäten. Doch waren sie von Beginn an umstritten: Ihre Verfechter verweisen auf den Beitrag von Rankings zu Transparenz und Qualitätssicherung im Hochschulwesen, Kritiker bezweifeln deren Informationsgehalt und sehen zudem außerwissenschaftliche Intentionen am Werk. Weiter...

Ein von der Lebensmittelkette Aldi Süd gesponsorter Hörsaal in der Fachhochschule in Wiesbaden.

Armin Himmelrath

Zwischen Freigeist und Dienstleistung

Immer öfter nehmen die deutschen Hochschulen private Gelder an, um die Forschung, aber auch die Ausbildung der Nachwuchsakademiker zu finanzieren. Für viele Studenten eine fragwürdige Entwicklung. Denn nicht immer ist klar, wie viel Einfluss Unternehmen so auf die Lehre nehmen. Weiter...

hochschulwatch Logo

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hochschulwatch.de

Immer mehr Hochschulen erhalten Drittmittel aus der Wirtschaft. Kritiker bemängeln fehlende Transparenz und fürchten um die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre. Das Portal hochschulwatch.de zeigt Verbindungen zwischen Wirtschaft und Hochschulen und will Transparenz schaffen. Weiter...

Ludger Wößmann

Interview mit Ludger Wößmann

"Das Geld versickert"

Der Bildungsökonomen Ludger Wößmann beschäftigt sich mit dem Einfluss der Bildung auf das Wirtschaftswachstum: Was können Schulen unternehmen, um einen hohen Lebensstandard für alle zu sichern? Wie kann das Bildungssystem nach ökonomischen Maßstäben verbessert werden? Ein Gespräch über Verschwendung im Schulsystem, Anreize für gute Lehrer und das Interesse der Wirtschaft an Gerechtigkeit. Weiter...

Kinder-Uni an der TU Chemnitz

Ludger Wößmann

Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Bildung

John F. Kennedy hat einmal gesagt: "Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung." Die aktuelle bildungsökonomische Forschung belegt, wie recht er hatte. Es gibt wohl nichts, das für den langfristigen Wohlstand des Einzelnen wie der Gesellschaft wichtiger wäre als eine gute Bildung. Die Fakten dazu sind überwältigend. Weiter...

 
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Bildungsserver

Als zentraler Wegweiser zum Bildungssystem in Deutschland bietet der Deutsche Bildungsserver allen Interessierten Zugang zu hochwertigen Informationen und Internetquellen – schnell, aktuell, umfassend und kostenfrei. Als Meta-Server verweist er primär auf Internet-Ressourcen, die u.a. von Bund und Ländern, der Europäischen Union, von Hochschulen, Schulen, Landesinstituten, Forschungs- und Serviceeinrichtungen und Einrichtungen der Fachinformation bereitgestellt werden. Weiter... 

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Kulturelle Bildung

Bildung für nachhaltige Entwicklung und kulturelle Bildung

Wie können kulturelle und politische Bildung dazu beitragen, Menschen zu nachhaltigem Denken und Handeln anzuregen? Viele Akteurinnen und Akteure arbeiten bereits sehr engagiert daran, wie der Themenschwerpunkt zeigt. Weiter... 

In eigener Sache

Das Dossier "Zukunft Bildung" soll wachsen. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate finden Sie hier weitere Texte, Videos und Grafiken rund um das Thema Bildung.