Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Zahlen und Fakten
Die soziale Situation in Deutschland
Bevölkerung
Lebensformen
und Haushalte
Familie und Kinder
Migration
Bildung, Forschung und Entwicklung
Erwerbstätigkeit
Arbeitslosigkeit
Einkommen und Vermögen
Verdienste nach Berufen
Haushalte nach Größe und Einkommen
Ausstattung mit Gütern
Grundsicherung
(SGB II)
Einkommens-
schichtung
Einkommens-
verteilung I
Einkommens-
verteilung II
Einkommen-
steueranteile
Vermögens-
entwicklung
Struktur des Geldvermögens
Vermögens-
verteilung
Armut
Gesundheit
Alter und Alterssicherung
Finanzierung
Quiz
Downloads
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design SoSi SoSi
Suche
Dossier bpb.de

Einkommen und Vermögen
 9 / 11  weiter


PDF Version (137 KB)

Fakten

In Deutschland hatten die privaten Haushalte bis zum Jahr 2006 ein Bruttovermögen von insgesamt 10,4 Billionen Euro aufgebaut. Davon entfielen 46,3 Prozent auf Immobilien und 43,6 Prozent auf Geldvermögen. Das Gebrauchsvermögen – Schmuck, Antiquitäten, Kunstgegenstände und ähnliches – hatte einen Anteil von 10,0 Prozent am Gesamtvermögen. In der Vergangenheit fand eine stetige Anteilsverschiebung zugunsten des Geldvermögens statt. Noch 1992 lag der Anteil des Immobilienvermögens bei gut 55 Prozent und der Anteil des Geldvermögens bei lediglich rund 34 Prozent. Während sich das Geldvermögen zwischen 1992 und 2006 mehr als verdoppelte (plus 107,3 Prozent), wuchsen das Sach- und das Gebrauchsvermögen mit 35,6 und 53,5 Prozent deutlich langsamer. Der Börsencrash im Jahr 2002, der einmalig zu einem Geldvermögensrückgang führte, hat diesen Trend nur kurz unterbrochen.

Der dynamische Aufbau des Geldvermögens seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland resultierte lange Zeit aus einem deutlichen Anstieg der Sparquote (Anteil der Ersparnis am verfügbaren Einkommen). Sie stieg von 3,2 Prozent im Jahr 1950 – über 8,8 Prozent 1960 – auf 12,1 im Jahr 1965. Ihren Höhepunkt erreichte sie in den 1970er Jahren. Die Sparquote bzw. das Sparvolumen war bis Anfang der neunziger Jahre der bestimmende Faktor für den Vermögensanstieg. Erst danach gewannen auch Kursgewinne an Bedeutung für den Vermögensaufbau. Nach einem Tiefpunkt im Jahr 2000 (9,2 Prozent) und anschließender Zunahme lag die Sparquote 2006 bei 10,6 Prozent.

Insgesamt stieg das Bruttovermögen seit 1992 um 62 Prozent. Den Vermögenswerten in Höhe von 10,4 Billionen Euro stand im Jahr 2006 eine Verschuldung von etwa 1,6 Billionen Euro gegenüber. Etwa zwei Drittel dieser Schulden entfielen auf Hypotheken. Mit einem jährlichen Anstieg von 4,4 Prozent erhöhten sich die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte seit Anfang der neunziger Jahre vergleichsweise langsam. Insbesondere seit 2001 war der jährliche Anstieg sehr verhalten; in den Jahren 2005 und 2006 sank die Verschuldung sogar. Das steigende Bruttovermögen und das verlangsamte Schuldenwachstum führten dazu, dass sich die Nettovermögensposition der privaten Haushalte seit 1991 mehr als verdoppelte.

Laut einer aktuellen Veröffentlichung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) war das Nettovermögen von hochgerechnet rund 6,6 Billionen Euro im Jahr 2007 (ohne PKW und Hausrat) sehr ungleich verteilt. Auf die – gemessen an der Höhe des Vermögens – oberen 10 Prozent der Personen über 17 Jahre entfielen 61,1 Prozent des Vermögens – allein das oberste Prozent konnte etwa 23 Prozent des gesamten Vermögens auf sich vereinen. 27,0 Prozent der erwachsenen Bevölkerung verfügten über kein Vermögen oder waren verschuldet. Die untersten 70 Prozent der nach dem Vermögen sortierten Personen hatten im Jahr 2007 einen Anteil am Gesamtvermögen von weniger als 9 Prozent.

Im selben Jahr verfügten Personen ab 17 Jahren über ein durchschnittliches Nettovermögen von 88.000 Euro (Median: 15.300 Euro). Das Nettovermögen der Erwachsenen in Westdeutschland war mit durchschnittlich rund 101.000 Euro mehr als dreimal so hoch wie das in Ostdeutschland mit 31.000 Euro. Während die 18 bis unter 25-Jährigen über ein durchschnittliches Nettovermögen von weniger als 7.000 Euro verfügten, besaß die Altersgruppe der 56 bis 65-Jährigen mit durchschnittlich knapp 145.000 Euro das höchste Nettovermögen.

Datenquelle

Deutsche Bundesbank; Allianz Dresdner Economic Research: Vermögen der privaten Haushalte in Deutschland (PDF-Version: 40 KB), Vermögensreport 2007 (PDF-Version: 300 KB); Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin): Wochenbericht Nr. 4/2009 (PDF-Version: 430 KB)

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Zur Berechnung des Median (Zentralwert) werden hier alle Personen ihrem Vermögen nach aufsteigend sortiert. Der Median ist der Vermögenswert derjenigen Person, die die Bevölkerung in genau zwei Hälften teilt. Das heißt, die eine Hälfte hat mehr, die andere weniger Vermögen.

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative-Commons-Lizenz
by-nc-nd/2.0/de lizenziert.

Vermögensentwicklung

Vermögen der privaten Haushalte* in absoluten Zahlen, Bruttowerte, Jahresendstände, 1992 bis 2006

  Geldvermögen Sachvermögen Gebrauchsvermögen**
in Mrd. Euro
1992 2.185 3.547 678
1994 2.518 3.944 741
1996 2.883 4.246 797
1998 3.307 4.422 856
2000 3.609 4.586 915
2002 3.676 4.743 968
2003 3.907 4.768 985
2004 4.087 4.783 1.001
2005 4.305 4.783 1.011
2006 4.529 4.811 1.041

* inklusive Selbstständige und Einzelkaufleute, private Organisationen ohne Erwerbszweck
** für 2006 Schätzung Allianz Dresdner Economic Research

Quelle: Deutsche Bundesbank; Allianz Dresdner Economic Research




Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Redaktion

Themengrafiken

Einkommensverteilung und Vermögen
(190 KB)
Ausstattung mit Gebrauchsgütern
(220 KB)
Arbeitslosigkeit
(140 KB)
Migration (230 KB)
Demografischer Wandel
(420 KB)
Lebensformen
(110 KB)
Quiz
Quiz – Armut, Einkommen und Vermögen
Testen Sie Ihr Wissen!
Wie viele Personen sind in Deutschland armutsgefährdet? Aus welchem Grund überschulden sich private Haushalte am häufigsten?
Quiz – Armut, Einkommen und Vermögen
Nutzungsbedingungen

Übersicht

Die Kapitel als PDF-Datei

Bevölkerung (500 KB)
Lebensformen und
Haushalte (290 KB)
Familie und Kinder
(370 KB)
Migration (450 KB)
Bildung (400 KB)
Erwerbstätigkeit
(430 KB)
Arbeitslosigkeit
(500 KB)
Einkommen und Vermögen (300 KB)
Armut (400 KB)
Gesundheit (380 KB)
Alter (330 KB)
Finanzierung (500 KB)
Links ins Internet

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP)

 9 / 11  weiter
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home