"Deutschland Archiv Online" bietet wissenschaftlich fundierte, allgemein verständliche Beiträge zur gemeinsamen deutschen Nachkriegsgeschichte und zum deutschen Einigungsprozess im europäischen Kontext.
Die Geschichte des "Deutschland Archivs" (DA) als publizistisches Forum zur deutsch-deutschen Geschichte ist vielfältig und wechselhaft - von seinen Anfängen im Jahr 1968 bis heute. Als Spiegel seiner Zeit entwickelte sich auch das DA stets weiter.
Mit der Einführung des Portals "Deutschland Archiv Online" im Januar 2011 hat das DA den Weg in die digitale Welt eingeschlagen. 2013 folgt nun der nächste Schritt: An die Stelle der ehemaligen Themenausgaben treten in Zukunft neue Schwerpunktthemen. Die bisherigen Beiträge können selbstverständlich weiterhin in der bekannten Ausgabenstruktur gefunden werden. Die neuen Beiträge werden ab sofort in dynamischen Themenschwerpunkten gesammelt und fortlaufend erweitert.
Bleiben Sie uns treu und begleiten Sie das "Deutschland Archiv Online" auf einem spannenden Weg.
Themenschwerpunkte

Der Aufstand des 17. Juni 1953
Vor 60 Jahren erhoben sich Bürgerinnen und Bürger der DDR an vielen Orten im gesamten Land und forderten politische Reformen und freie Wahlen. Doch ihr Protest wurde blutig niedergeschlagen. Das Deutschlandarchiv geht der Frage nach, welche Bedeutung der 17. Juni 1953 heute noch hat und ob er ein gesamtdeutsches und ein europäisches Datum sein kann. Weiter...
Grenzgebiete
Als am 9. November 1989 die Mauer in Berlin fiel, öffneten sich auch an vielen anderen Orten entlang der deutsch-deutschen Grenze die Schlagbäume. Der Themenschwerpunkt richtet den Blick auf die "Provinz", den "Rand" des öffentlichen Interesses, und stellt das alltägliche am Einigungsprozess dar. Weiter...
Lager nach 1945
Die in diesem Themenschwerpunkt vereinten Beiträge geben einen Einblick in die Welt der Lager nach 1945. Sie ergründen die Geschichte der unzähligen Lager und Barackenstädte, die auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch weiter genutzt und gar erneut errichtet worden sind - auch in Westeuropa. Weiter...
Beiträge
Interview
Roland Jahn: "Auf den Punkt gebracht war der 17. Juni ein Volksaufstand."
Die Friedliche Revolution im Herbst 1989 war die Fortführung des Aufstandes vom 17. Juni 1953, sagt Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes. Im Interview mit dem Deutschland Archiv spricht er über seine persönlichen Eindrücke zum Feiertag des 17. Juni und den Stellenwert des Aufstandes in der deutschen und europäischen Erinnerungspolitik. Weiter...
Interaktive Karte
Der Aufstand des 17. Juni 1953
Am 17. Juni 1953 kam es in der gesamten DDR zu Streiks, Demonstrationen und gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht. Die interaktive Karte liefert einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ereignissen in allen DDR-Bezirken. Weiter...
Edgar Wolfrum
Der 17. Juni 1953 und Europa
In seinem Beitrag regt der Historiker Edgar Wolfrum die Einbettung des 17. Juni 1953 in einen europäischen Kontext an - im Kontext des Kampfes der Völker Europas um Freiheit und Selbstbestimmung. Lässt sich der Volksaufstand "europäisieren"? Weiter...
Jörg Roesler
Konservative, Reformer und das "Neue Ökonomische System"
Jörg Roesler beschäftigt sich mit der Einführung des "Neuen Ökonomischen Systems" in der DDR 1963, die sich im Juni 2013 zum fünfzigsten Male jährt. In der Auseinandersetzung um den wirtschaftspolitischen Kurs setzten sich damit vorerst die "Reformer" gegenüber den "Konservativen" innerhalb der SED-Führung durch. Weiter...
Martin Maier
Von der "Aufarbeitung der Vergangenheit" zum Totalitarismus?
Martin Maier wirft einen Blick auf Literatur über die Studentenbewegung von 1968 und ihr Erinnern an den Nationalsozialismus und stellt fest: Der Beitrag der protestierenden Studenten wird in der jüngeren Forschung kritischer, aber auch realistischer in Augenschein genommen. Weiter...
Yannick Lowin
Die Wende im Zonenrandgebiet: Betrachtungen des Mauerfalls in der Stadt Osterode am Harz
Aus einem zeitlichen Abstand von über 20 Jahren beschreibt Yannick Lowin die Wahrnehmungen und Erinnerungen an die Grenzöffnung im November 1989 in einer Gemeinde am Harzrand. Beruhend auf zeitgenössischen Quellen werden die Begegnungen der Menschen in einer geteilten Region abseits der großen Scheinwerfer deutlich. Weiter...
Sascha Schießl
Zwischen Aufnahme, Kontrolle und Gefährdung. "Mädchenhandel" und Sittlichkeitsdiskurse im Umfeld des Jugendauffanglagers Westertimke
Sascha Schießl thematisiert die vielfältigen Aufgaben und Funktionen von Lagern in den 1950er Jahren. Der Fall des Jugendauffanglagers Westertimke zeigt, wie sehr diese Einrichtungen Kristallisationspunkte für Sittlichkeits- und Moraldiskurse sein und der Ausgrenzung und Kontrolle "gefährdeter" Betreuter dienen konnten. Weiter...
Anke Fiedler
DDR-Zeitungen und Staatssicherheit: Zwischen staatlicher Öffentlichkeitsarbeit und operativer Absicherung
Es ist bekannt, dass der Arm der Stasi bis in die DDR-Zeitungsredaktionen reichte, aber was der Geheimdienst in den Redaktionen genau suchte, ist kaum erforscht worden. Der Beitrag von Anke Fiedler schließt diese Lücke. Sie untersucht die Rolle von inoffiziellen Mitarbeitern bei der Presse, aber auch den Einfluss des MfS auf Zeitungsinhalte. Weiter...
Astrid M. Eckert
Der andere Mauerfall - Die Öffnung der innerdeutschen Grenze 1989
Nach Günther Schabowskis berühmter Pressekonferenz am 9. November 1989 drängten DDR-Bürger nicht nur in Berlin gegen die Mauer. Astrid M. Eckert erinnert in diesem Artikel an den "anderen Mauerfall" - die Öffnung der innerdeutschen Grenze, das Ende des Grenzregimes und die vielfältigen Begegnungen im Grenzland. Weiter...
Benjamin Koerfer
Die Taktik der "Bürgernähe" des MfS - Willy Brandts Besuch in Ost-Berlin 1985
Benjamin Koerfer wirft einen mikroperspektivischen Blick auf die Anpassungsversuche des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in den 1980er Jahren - am Beispiel der sog. "bürgernahe Sicherungstaktik" bei Willy Brandts Besuch 1985 in Ost-Berlin. Weiter...
Heinz-Uwe Haus
Rezension: Günther Rüther, Literatur und Politik - Ein deutsches Verhängnis?
Heinz-Uwe Haus rezensiert Günther Rüthers Buch "Literatur und Politik - ein deutsches Verhängnis?". Es geht um das spannungsgeladene Verhältnis von literarischem Geist und politischer Macht in Deutschland - vom Ende der Monarchie bis heute. Weiter...
Stephan Sprang
Hörfunkjournalismus und Musikprogramm im gesellschaftlichen Wandel
Stephan Sprang beschreibt die Entwicklung des Jugendradio DT64, das beispielhaft für die gravierenden Veränderungen, denen die ostdeutsche Rundfunklandschaft nach 1989 unterworfen war, steht - und wie es dazu kam, dass tausende Menschen für "ihr" Radioprogramm auf die Straße gingen. Weiter...
Jeannette van Laak
Das Notaufnahmelager Gießen
Vom Provisorium zur Institution: Jeanette van Laak beschreibt den schrittweisen Prozess der Verstetigung und Modernisierung von Lagerstrukturen zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der sowjetischen Besatzungszone und der DDR in Gießen. Weiter...
Corinna Wagner
Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain
Corinna Wagner befasst sich mit der Gedenkstätte Trutzhain, einem Ort multipler Vergangenheiten: Von der Errichtung als nationalsozialistische Zwangseinrichtung über die alliierte Zwischennutzung bis hin zum alltäglichen Lebensmittelpunkt der Nachkriegsgesellschaft verbindet Trutzhain Erinnerungswelten und Menschen. Weiter...
Günter Riederer
Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945
Günter Riederer wirft einen Blick auf die Anfänge der Stadt Wolfsburg vom nationalsozialistischen Musterprojekt bis in die Nachkriegsjahre und stellt fest: Die Geschichte der Stadt ist in der Frühzeit ihrer Entwicklung über weite Strecken die Geschichte ihrer Lager. Weiter...
Tobias Wunschik
Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten: Öffentliche Darstellung und heimliche Überwachung nach dem Mauerbau
Tobias Wunschik beschäftigt sich mit den Aufnahmelagern der DDR für West-Ost-Migranten. Im geteilten Deutschland gingen zwischen 1949 und 1988 insgesamt 600.000 Menschen von der Bundesrepublik in die DDR – davon waren 400.000 zuvor bereits nach Westdeutschland geflohen und kehrten dann zurück. Weiter...
Andreas Fraude
Sammelrezension: Disparate Bestandsaufnahmen zur politischen Linken und zum Linksextremismus
Andreas Fraude wirft in seiner Sammelrezension einen kritischen Blick auf fünf Bücher, die sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven mit der politischen Linken und dem Linksextremismus in Deutschland beschäftigen: Die Bandbreite reicht von wissenschaftlichen Analysen über Reportagen und Streitschriften bis hin zu Abhandlungen mit politisch-bildnerischem Anspruch. Weiter...
Arne Hoffrichter
Arbeitskräftebedarf contra Wohnraummangel: Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49
Arne Hoffrichter widmet sich einem bislang wenig beachteten Aspekt der Berliner Luftbrücke in den Jahren 1948 und 1949: Dem gezielten Ausfliegen von SBZ-Flüchtlingen aus Berlin als Arbeitskräfte für westdeutsche Kohle- und Industriereviere. Weiter...
Thomas Wiedemann
Rütteln an den Grundfesten der Adenauer-Republik
Thomas Wiedemann schreibt über ein wesentliches Element des Zusammenhalts der Bundesrepublik Deutschland zu Beginn ihres Bestehens: die Abgrenzung von der DDR. Veranschaulichen kann dies der Fall des Publizistikwissenschaftlers Walter Hagemann, der sich Ende der 1950er Jahre als CDU-Mitglied gegen die Westorientierung der bundesdeutschen Außenpolitik wandte und Dialog mit der SED suchte. Weiter...
Dossier
Deutsche Demokratie
In der deutschen Demokratie ist die Macht auf 82 Millionen Menschen verteilt: Alle Bürger sind für den Staat verantwortlich. Aber wie funktioniert das genau? Wer wählt den Kanzler, wer beschließt die Gesetze? Und wie wird man Verfassungsrichter? Weiter...
DossierGeschichte und Erinnerung
Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum. Weiter...
DossierDeutsche Teilung - Deutsche Einheit
13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter...




















