Beleuchteter Reichstag
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20.9.2012 | Von:
Siegfried Lokatis

Eine gesamtdeutsche Reihe?

Der Nummern-Krieg und die Jubiläen der Insel-Bücherei 1962 und 1987

Die Insel-Bücherei ist das attraktivste Objekt für Büchersammler. Eine besondere Quelle für Überraschungen macht das Phänomen der Doppel- und Mehrfachbelegung zahlreicher Titel und Nummern aus, die zum Teil eine Folge der deutschen Teilung sind.

Auch das ist 50 Jahre her: Zum 50-jährigen Jubiläum der Insel-Bücherei im Jahre 1962 schuf der Insel-Verlag, damals noch selbständig und nicht unter den Fittichen Siegfried Unselds, aber schon von Wiesbaden nach Frankfurt am Main umgezogen, die erste Gesamtbibliographie seiner schönsten Buchreihe der Welt.

"Shalom""Shalom": Plakat zur Ausstellung "Hundert Jahre überstanden. Inselwelten" in Leipzig (© Leipziger Buchwissenschaft)
Einen schwachen Vorläufer hatte es bereits 1937 gegeben, zum 25. Jubiläum.[1] Aber dieser Katalog des aktuellen Programms war nur alphabetisch und nicht nach Nummern geordnet, sodass die gerissenen Lücken, die ausgetauschten Nummern jüdischer und anderer verfemter Autoren und Herausgeber nicht leicht auffallen konnten – es sei denn, der Leser suchte vergeblich nach den berühmten Titeln des Gründers der Reihe, Stefan Zweig, wie "Sternstunden der Menschheit", oder nach Albert Ehrensteins "Tubutsch". Heinrich Heines "Elementargeister", die Nummer 316, war 1934 durch "Das kleine Baumbuch", die "Altjüdischen Legenden" mit der Nummer 347 durch den "Sachsenspiegel" ersetzt worden. Die Nummer 158 okkupierten seit 1936 nicht mehr die Tolstoi-Erinnerungen Maxim Gorkis, sondern "Das kleine Buch der Meereswunder".

I

Die Insel-Bücherei ist mit Abstand das attraktivste und dankbarste Objekt für den Büchersammler. Jedes einzelne seiner in der Regel wunderschönen Bändlein ist individuell gestaltet, und die Titel nehmen im Regal wenig Platz weg. Man kann sie bequem unter der Schulbank wie im Bett konsumieren, leicht mit der Post verschicken, über die Grenze schmuggeln und leider auch stehlen. Insel-Bücher sind in ihrem in Friedenszeiten festen Karton vergleichsweise gut haltbar, jedenfalls entschieden haltbarer als die ältere, größere und noch auflagenstärkere Reclam-Universalbibliothek, mit der sie den für den Sammler unwiderstehlichen Reiz einer fortlaufenden Nummernzählung gemeinsam hat. Eine besondere Quelle für Überraschungen macht das Phänomen der Doppel- und Mehrfachbelegung zahlreicher Titel und Nummern aus.

Zum 100. Jubiläum 2012 werden 1.365 Nummern gezählt. Es gibt jedoch einerseits Titel, die unter verschiedenen Nummern erschienen sind, andererseits aber auch Nummern, die im Laufe der Zeit mit bis zu vier verschiedenen Titeln belegt wurden. Leider existieren einige Titel auf dem Markt überhaupt nicht oder zu kaum erschwinglichen Preisen, allen voran die 313,2, die am 4. Dezember 1943 im Bombenangriff bei der Zerstörung der Buchstadt Leipzig bis auf wenige Exemplare zerstörten Barockgedichte, für die in zwei Auktionen schon 20.000 DM erzielt werden konnten.

Zur Zeit des Baus der Berliner Mauer waren bereits etwa 700 Nummern erschienen, und es ist schwer vorstellbar, wie der Sammler ohne Bibliographie zurechtkommen konnte.

Ohne eine Gesamtbibliographie, die die Existenz solcher Raritäten verbürgte, konnte der Sammler leicht an der Suche nach fehlenden Nummern verzweifeln. Wie sollte er denn mit den damals erst 60 verschiedenen Varianten von Rainer Maria Rilkes "Cornet" zurechtkommen, hellgrün, graugrün oder dunkelgrün, in Schrifttypen wie Rudolf Kochs Maximilian, Walter Tiemanns Kleist-Fraktur, Hermann Zapfs Gilgengart, Antiqua und Diotima-Kursiv, ganz ohne Rückenschild, ohne Rückenschildnummer oder mit verschobener Rückenschildnummer. Und wieso gab es Neuauflagen dieser berühmtesten Nummer 1 nur in der Bundesrepublik? Und warum suchte man sich im Westen nach der 671 müde, Anna Seghers' in Leipzig erschienener "Hochzeit von Haiti", während im Osten die 698 aus Wiesbaden nicht zu bekommen war, ausgerechnet die "Russische Lyrik des XX. Jahrhunderts"?

All solche Rätsel ein für allemal zu klären, machte sich der Verlagsforscher und Hersteller des Insel-Verlags Heinz Sarkowski nach Leipzig auf, um im Archiv des dortigen, aus westlicher Sicht einstigen Stammhauses für seine Jubiläums-Bibliographie zu recherchieren. Eine vollständige private Sammlung existierte, wie aber erst Sarkowski nachweisen konnte, damals noch nicht, und auch im Frankfurter Archiv, das heißt in der heute in Marbach befindlichen "recht vollständigen" Sammlung der Tochter des Verlegers Anton Kippenberg, hatte er "nur unter der Aufsicht einer älteren Mitarbeiterin" recherchieren dürfen.[2]

II

Bis 1960 hatte es in keinem anderen in beiden Teilen Deutschlands aktiven "Parallelverlag" auch nur annähernd gute Beziehungen gegeben wie zwischen den beiden Insel-Verlagen in Leipzig und Wiesbaden. Voraussetzung dieser seltsamen Symbiose war, dass trotz des Wegzugs mit den Amerikanern im Juli 1945 nach Wiesbaden, der in den Augen Kippenbergs nur ein der Not geschuldetes Provisorium darstellen sollte, Leipzig weiter als Hauptsitz mit Wiesbaden als Zweigstelle galt. Es schien auch schwer vorstellbar, fern von den Druckereien und Setzereien der zerstörten Buchstadt ein adäquates buchkünstlerisches Niveau zu finden. Allgemein gesprochen basierte die auf die allmähliche Stärkung Wiesbadens hinauslaufende, gute Zusammenarbeit auf einer zensurpolitischen Situation, die die Auswertung des gewaltigen Fonds an Lagerbeständen, Rechten und Druckvorlagen eines so weitgehend bürgerlich-konservativen Hauses wie des Insel-Verlages in der DDR verhinderte, während deren Verwertung in Westdeutschland auch in den Augen der Ost-Berliner Literaturbehörde lukrative Deviseneinnahmen versprach. Überdies erfreute sich der sonst recht misstrauisch beäugte Leipziger Insel-Verlag, wie es hieß, der übrigens unverdienten Gunst[3] des Kulturministers Johannes R. Becher.

"Schwarze Bücher""Schwarze Bücher": Plakat zur Ausstellung "Hundert Jahre überstanden. Inselwelten" in Leipzig (© Leipziger Buchwissenschaft)
Jedenfalls kam es erst nach dessen Tod 1958 zur finalen Beziehungskrise: Nach dem Verbot eines (entsprechend älteren Zensurvorgaben) "kulturpolitisch naiven" gesamtdeutsch konzipierten Jubiläumsjahrbuchs im Herbst 1959 mit den im Osten damals schwer publizierbaren Autoren Rudolf Binding, Hans Carossa und Hugo von Hofmannsthal und ohne das "nötige Gegengewicht neuer sozialistischer oder bewußt antifaschistisch-demokratischer Veröffentlichungen"[4] suchte der Leiter des Leipziger Hauptsitzes am 12. April 1960 sein Heil in der Flucht nach Wiesbaden, das dort in einer Gesellschafterversammlung am 30. April 1960 zum Hauptsitz des Verlages erklärt wurde. Daraufhin wurde dem ostdeutschen Insel-Verlag zugunsten des Dietz-Verlages das Papierkontingent um 22 Tonnen gekürzt und mit Gerhard Keil ein bewährter Genosse als Verlagsleiter eingesetzt – bis dahin hatte es im gesamten Leipziger Insel-Verlag kein einziges SED-Mitglied gegeben. Keil inspizierte zunächst die bürgerlichen Altlasten und schlug dem Ministerium eine Reihe von Lagerbeständen, die sonst in den Westen exportiert zu werden pflegten, wegen ihres in der DDR "nicht vertretbaren politischen Inhalts" zum Einstampfen vor.[5]

III

"Zum Eklat kam es anläßlich der Leipziger Frühjahrsmesse 1961, bei der der westdeutsche Verlag seine Bücher, wie schon seit Jahren, gemeinsam mit dem Insel-Verlag Leipzig auszustellen gedachte", aber diesmal natürlich nicht unter der gewohnten Bezeichnung "Zweigstelle Wiesbaden". Die Westproduktion konnte nicht ausgestellt werden, die Deviseneinnahmen der Leipziger Firma schrumpften von 179.685 (1960) auf 43.028 (1961) Verrechnungseinheiten.[6]

Der Besuch Heinz Sarkowskis im Leipziger Insel-Verlag stand also unter denkbar schlechten Auspizien, zumal er zu einem besonders ungünstigen Termin angereist war: "Am Vorabend des Mauerbaus, also am 12. August 1961, war ich nach Leipzig gekommen, um meine Aufnahmen nochmals autoptisch zu überprüfen. Die Nutzung des Archivs wurde mir nun aber verwehrt." Glücklicherweise kamen Sarkowski jedoch die gut eingespielten informellen Beziehungen zu Leipziger Mitarbeitern zustatten. Als der neue Verlagsleiter Gerhard Keil verreist war, ermöglichte der Leipziger Hersteller Joachim Walch seinem Frankfurter Kollegen die Nutzung der Auflagenkartei der Insel-Bücherei, "und der Buchhalter Rudolf Dietz, in dessen Arbeitszimmer die IB aufgestellt war, ließ mich einen Vormittag lang anhand der Bestände Unklarheiten nachgehen."[7]

Eine Folge des Mauerbaus war es auch, dass die neue Bibliographie dem ostdeutschen Sammler vorenthalten blieb und nur in der Bundesrepublik erscheinen konnte. Hier war die hohe Auflage schon im Sommer 1962 vergriffen. Sie wirkte als Initialzündung für eine rege systematische Sammeltätigkeit, hatte Preissteigerungen für die gesuchtesten Nummern zur Folge und verwandelte die IB in eine beliebte Antiquariatsware.[8]

Am fleißigsten wurde die Bibliographie von 1962 jedoch offenbar in der DDR rezipiert. Zwar wurde sie ähnlich wie eine 1969 erscheinende Bibliographie des Gesamtverlages[9] den Bewohnern des "Leselands" vorenthalten, doch der Hauptverwaltung (HV) Verlage und Buchhandel und dem Leipziger Insel-Verlag ermöglichte erst diese Bibliographie den konsequenten Austausch der Wiesbadener Produktion der Fünfzigerjahre durch eigene Nummern. Sie lieferte in den Siebzigerjahren die Plattform für einen grotesken deutsch-deutschen Nummernkrieg.

IV

Wer die späteren Bibliographien Herbert Kästners von 1987 und 1999 durchsieht, stößt für die Zeit der Sechzigerjahre auf ein Phänomen, das im Hinblick auf die scharfen Auseinandersetzungen im Umfeld des Mauerbaus überraschend wirkt. Die Nummern 766–789, 796–830, 838 und 839, 842–846, 848–854, 881–899, 932–949, 962–969 erschienen nur im Westen, während die Nummern 746–765, 791–795, 831–836, 840, 841 und 847, 855–880, 902–931, 950–959 und 971–979 aus Leipzig stammten.[10]

"corvi tecum sunt""corvi tecum sunt": Plakat zur Ausstellung "Hundert Jahre überstanden. Inselwelten" in Leipzig (© Leipziger Buchwissenschaft)
Es gab weiterhin regelmäßig Titel, vor allem Bildbände, die sowohl hüben als auch drüben, in der Regel mit unterschiedlichem Nachwort und meist zeitverzögert erschienen, zum Beispiel die 790 (Josef Hegenbarth), 930 (Kinderzeichnungen), 960 (Albrecht Dürer), 970 (Lucas Cranach) und 980 (Griechische Vasen). Was sich für den Sammler als eine Fragmentierung auswirkte, die das Sammeln einer vollständigen Nummernfolge illusorisch machte, verweist in einem höheren Sinn auf ein höchst seltenes, paradoxes Phänomen: Die ost- und westdeutschen Inselbücher ergänzten sich und bildeten erst gemeinsam eine komplette, demnach gesamtdeutsche Reihe. Es gab also trotz der Krise und Trennung der beiden Verlage 1960/61 und auch noch nach dem Verkauf der Frankfurter Firma an Siegfried Unseld 1963 genaue Absprachen bezüglich der Nummernfolge, die über lange Jahre hinweg eingehalten wurden.

Das Verfahren lief so: "Die Zuordnung bisher freier Nummern erfolgte von Leipzig aus derart, daß hier fortlaufend numeriert wurde und daß bestimmte Nummernfolgen für den Insel-Verlag Wiesbaden bzw. Frankfurt reserviert und von dort aus belegt wurden. Der Insel-Verlag Frankfurt seinerseits teilte dem Insel-Verlag Leipzig die Besetzung einer der freigehaltenen Nummern mit … Der Rückgang der Insel-Bücherei in Frankfurt in den sechziger Jahren führte dann dazu, daß die reservierten Nummernfolgen nicht mehr voll ausgeschöpft wurden, so daß die jährlich freigehaltenen Positionen geringer wurden."[11]

V

Einen krassen Kontrast zu dieser bibliographischen Harmonie in den Sechzigerjahren bietet die Situation seit 1974 beginnend mit der Nummer 982 (in Leipzig: Andrei Platonow, Juligewitter, bzw. in Frankfurt: Felix Timmermans, Minneke Pus). Fortan wurden zahlreiche Nummern doppelt besetzt. Und nicht nur das: Nahezu alle Nummern, die laut Sarkowskis Verzeichnis vor 1960 nur in Wiesbaden und nicht in der DDR erschienen waren, wurden bis 1989 noch einmal mit eigenen Titeln neu belegt.

In den Fünfzigerjahren hatte es in Wiesbaden eine ganze Reihe von Titeln gegeben, die zumindest in der frühen DDR politisch untragbar erscheinen konnten, zum Beispiel die 673 (Fürstliches Jagen), die 686 (Albert Camus) und die 698 (Russische Lyrik), mit verbotenen Gedichten von Boris Pasternak.
"Buch Kunst Buch""buch kunst buch": Plakat zur Ausstellung "Hundert Jahre überstanden. Inselwelten" in Leipzig (© Leipziger Buchwissenschaft)
Es gab dort auch einige Vertreter der als "dekadent" geltenden modernen Malerei, wie Lionel Feininger, Paul Klee und Franz Marc.[12] Aber das konnte in der liberaleren Ära der Siebziger- und Achtzigerjahre kein Grund dafür sein, 80 Wiesbadener Nummern mit Leipziger Titeln neu zu belegen. Vielmehr ging es um eine Art symbolischer politischer Desinfektion. Für die ostdeutschen Sammler war die Aktion jedoch ein Geschenk, die Nummern wurden für sie dadurch überhaupt erst erhältlich. In der Konsequenz besaßen ostdeutsche und westdeutsche Sammler zwar auf den ersten Blick zwischen 562 und 700[13] schließlich die gleichen Nummern, jedoch verbargen sich darunter weitgehend ganz unterschiedliche Bücher. Damit war die Bibliographie Sarkowskis entwertet, sie wurde für den Sammler eine Quelle der Verwirrung.

Die Ursache der Streitigkeiten war wieder ein Jubiläum. Siegfried Unseld konnte sich aus verständlichen Gründen nicht damit anfreunden, dass Leipzig die Mutter aller Nummern, die 1.000, im 75. Jubiläumsjahr 1974 handstreichartig[14] mit einem Band über Druckgrafik in der DDR unter dem Titel "Ich will wirken in dieser Zeit" belegt hatte. Er verfasste persönlich die Frankfurter Antwort, eine eigene Nummer 1.000 über Goethe und Rilke[15], die aber erst 1978 erscheinen konnte.

Die Teilreihen der IB in Ost und West hatten sich inzwischen höchst unterschiedlich entwickelt. Die Frankfurter Titel waren teurer und werden heute entschieden teurer gehandelt, weil die Auflagen weit geringer waren und kaum mehr als 3.000 Stück betrugen. Selbst die waren schwer zu verkaufen, weil die Konkurrenz der bunten, billigen Taschenbücher stark fühlbar war – nicht zuletzt auch die Konkurrenz im eigenen Haus durch die neuen Insel-Taschenbücher. Man setzte deswegen auf ein auffälligeres Erscheinungsbild und ersetzte die traditionsreichen bunten Muster zum Schrecken formbewusster Sammler durch Fotos und Bilder auf dem Einband. Der Leipziger Herbert Kästner tadelte, damit habe Frankfurt "für einige Zeit die bewährte Ausstattung verlassen und zunächst mehr dekorative denn ornamentale Buntpapier verwendet, dann aber sogar in gängigem Taschenbuch-Design ausgestattete, glanzkaschierte Pappbände hergestellt, hinter denen ein Insel-Bändchen wahrzunehmen recht schwer fiel. In jüngster Zeit ist man dort jedoch zu den ornamentalen Musterpapieren zurückgekehrt."[16]

Kennzeichnend war ein unregelmäßiger und zunehmend stockender Erscheinungsrhythmus. So versuchte Unseld 1964 vergeblich, durch einen vervielfachten Titelausstoß den Markt zu erobern, während in späteren Jahren die Reihe zeitweise wie vom Erdboden verschwunden schien und schließlich auf einen lieferbaren Kernbestand von 100 Titeln beschränkt wurde.

Im Osten erschienen hingegen pro Jahr kontinuierlich 15 bis 20 Bände im altvertrauten Insel-Look, oft von Buchkünstlern der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst hervorragend ausgestattet.

In Leipzig konnten auch gar nicht genug Insel-Bücher gedruckt werden. Trotz hoher Mindestauflagen von 15.000 Stück (die Durchschnittsauflage lag bei 18.000) fand sich im Buchhandel von den begehrten Büchlein keine Spur, sie waren kurz nach Erscheinen vergriffen, was hauptsächlich mit dem sensationellen Preis von 1,25 Mark für den einfachen Band zusammenhing. Die Bände wurden entsprechend gehortet und im Antiquariat wesentlich teurer weiterverkauft.

Der seit 1944 gültige Preis durfte trotz vieler Versuche des Verlages nicht verändert werden und galt als "heilige Kuh" der Kulturpolitik. Der normale Inselband musste 1978 mit etwa 10.000 Mark, der Bildband mit 40.000, die gesamte IB-Reihe in jenem Jahr mit circa 190.000 Mark subventioniert werden – teuer ins Gewicht fiel besonders die für das Aufkleben der Titel- und Rückenschilder notwendige Handarbeit, die im Westen längst aus der Mode gekommen war. Für 1982 rechnete man mit einem notwendigen Stützungsbetrag von 380.000 DM.[17]

Die Reihe wurde durch die im Hardcover-Bereich des Verlages erwirtschafteten Gelder querfinanziert. Den Beteiligten fiel das leicht, weil die Gewinne des Verlags sonst ohnehin auf ein für die Eigentümer im Westen geführtes Treuhänderkonto geflossen wären: Die Subvention einer gut funktionierenden Insel-Bücherei war also eine unmittelbare Folge der deutschen Teilung.

Kein Wunder, dass die Frankfurter Produktion im Nummernkrieg bald um einige Jahre hinterher zu hinken begann. Die Nummern zwischen 982 und 1.041 sowie zwischen 1.076 und 1.078 waren doppelt, also von Leipzig und Frankfurt belegt, wobei Leipzig seine Nummer in der Regel mit mehreren Jahren Vorsprung herausbrachte. 40 weitere Nummern, 1.079–1.088, sind überhaupt nur in Leipzig erschienen. Nebenbei reichte die subventionierte Leipziger Produktivität wie gezeigt sogar aus, um 80 Titel für die Nummern der Fünfzigerjahre abzuzweigen.

VI

Im Vorfeld des dritten hier behandelten Jubiläums "75 Jahre Insel-Bücherei" kam es auf der Leipziger Messe 1983 wieder zu einer Annäherung der beiden Insel-Verlage, und Roland Links, der Verleger der Kiepenheuer Verlagsgruppe, zu der der Leipziger Insel-Verlag seit 1977 gehörte[18], meldete seinen Lektoren ein "konkretes Ergebnis zur Zusammenarbeit" hinsichtlich des Insel-Jubiläums: "Bis zur Buchmesse in Frankfurt sollen wir Vorschläge über die Zusammensetzung der 15-bändigen IB-Kassette erarbeiten.
"Sommergarten""Sommergarten": Plakat zur Ausstellung "Hundert Jahre überstanden. Inselwelten" in Leipzig (© Leipziger Buchwissenschaft)
Insel Frankfurt möchte Nachauflagen älterer Titel außer Neuheit: [Hermann] Hesse, Aquarelle (Rechtslage klärt Frankfurt). Das bedeutet, daß unser IB-Programm 1985/86 reduziert werden muß. Insel Frankfurt würde geplante IB-Bibliographie (Autor: [Herbert] Kästner) ebenfalls übernehmen. Insel Frankfurt regte an, künftig keine Überschneidungen mehr bei der Nummerierung der IB, keine Doppelungen herbeizuführen, sondern die Nummerierung wie früher abzustimmen."[19]

Nicht zuletzt durch den hier geschilderten Nummernkrieg wurde Kästners Bibliographie auch für den westdeutschen Sammler zu einer unverzichtbaren Ressource. Selbst einer führenden Kennerin wie Elke Lipp fehlte zu dieser Zeit der nötige Überblick über die ostdeutsche Produktion. Als sie in Leipzig wegen einer Zusammenstellung nachfragte erhielt sie die denkwürdige Antwort: "Eine komplette Insel-Bücherei 'ersammeln' zu wollen, daran arbeiten viele Menschen ein Leben lang. Warum sollten Sie nicht auch dazu gehören?"[20]

Frankfurts Angebot, das Kriegsbeil zu begraben, stieß zumindest bei der HV Verlage in Ost-Berlin nicht auf Gegenliebe. Hier witterte man die Gefahr eines Rückfalls zu gesamtdeutschen Tendenzen.

Für das 75. Jubiläum hatte der Leipziger Insel-Verlag eine hochkarätig besetzte zentrale Veranstaltung mit den beiden DDR-Autoren Karl Mickel und Stephan Hermlin auf der einen Seite und den westdeutschen Martin Walser und Walter Jens auf der anderen Seite geplant. Die HV Verlage und Buchhandel kritisierte dieses Vorhaben, weil es "den Eindruck einer gesamtdeutschen Aktion" erweckte und der Internationalität der Reihe nicht Rechnung tragen würde. Die Zensurbehörde schlug vor, deshalb auch noch Autoren aus der Sowjetunion hinzuzuziehen. Leider ließ sich dieses Konzept nicht leicht realisieren. Der einzige noch lebende "Autor dieses Literaturbereichs", Tschingis Aitmatow, sei "wenig reise- und Publicity-freundlich", eine "Einladung ohne jede Chance". Eine andere, "wenn auch nicht so überzeugende Idee", sei die Einladung eines Künstlers aus dem Band "Russische Graphik des 20. Jahrhunderts", der allerdings schon 1970 erschienen war, sodass zu den noch lebenden Künstlern gar kein Kontakt mehr bestand. Als Alternative schlug die Hauptverwaltung noch die Einladung eines Übersetzers aus der Sowjetunion vor, dessen Buch aber leider zum Jubiläum nicht fertig würde.

All das solle mit dem Verlag "in einem Gespräch, (nicht brieflich) besprochen werden. Bei der Gelegenheit sollte dem Verlag vorgeschlagen werden, zukünftig in der Insel-Bücherei stärker auch lebende Autoren (insbesondere SU/SL [sozialistische Länder]) zu verlegen."

Keine Einwände hatte die HV Verlage und Buchhandel gegen die aus Anlass des Jubiläums vorgesehenen Buchveröffentlichungen. Die Titelauswahl der fünfbändigen Kassette mit Aucassin und Nicolette, Jean Pauls "Luftschiffer", Heinrich Vogelers "Dir", Marcus Behmers "Fischer und syner Frau" sowie Otto Julius Bierbaums "Gugeline" sei darauf zurückzuführen, dass sie ursprünglich zusammen mit dem Insel-Verlag Frankfurt am Main herausgebracht werden sollte, aber diese Zusammenarbeit hatte die HV torpediert: "Um keinen 'gesamtdeutschen' Bestrebungen Vorschub zu leisten, wurde darauf verzichtet. F./M. erhält jetzt lediglich die Filme zum Eigendruck."

Erstmals in der DDR wurde 1987 auch die legendäre Nummer 1 von 1912, "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" von Reiner Maria Rilke neu gedruckt, ein Titel, der seine größten Erfolge als Soldaten-Lektüre im Weltkrieg gefeiert und in der Bundesrepublik längst die Millionengrenze überschritten hatte. Die DDR-Ausgabe enthielt Briefmaterial, aus dem die friedlichen Absichten des Dichters deutlich werden sollten. Bei der geplanten Bibliographie "75 Jahre Insel-Bücherei. 1912–1987, "Fortführung, Ergänzung, und Berichtigung der 1962 erschienenen Ausgabe '50 Jahre Insel-Bücherei'", sei allerdings die Erteilung der Druckgenehmigung noch offen.[21]

In der Kritik stand vor allem das Vorwort des Verfassers der Bibliographie Herbert Kästner, dem anzumerken sei, "daß es ein Sammler für Sammler geschrieben" habe. Die Bücherei würde "überwiegend als Ganzes betrachtet, dadurch unterscheidet der Verfasser nur bedingt zwischen dem Insel-Verlag Leipzig und Insel-Verlag Wiesbaden rsp. F/M. So familiäre Formulierungen wie 'das Verlagshaus in Wiesbaden' (S. 9) , 'das Frankfurter Haus' (S. 14) zielen in erster Linie auf räumliche Trennung und zuwenig gegen den Eindruck einer 'gesamtdeutschen' Unternehmung. Außerdem wird kommentarlos auf westdeutschen Materialien verwiesen, die dem DDR-Bürger nicht zugänglich sind."[22]

Schließlich erschien das hochinformative Vorwort Kästners zwar in der DDR-Ausgabe seiner Bibliographie, in der westdeutschen Fassung war es jedoch fortgelassen[23] und durch ein Vorwort von Unseld ersetzt worden.

Da auch das Vorwort der westdeutschen Fassung in der DDR gedruckt wurde, wurde das neue Vorwort Siegfried Unselds der HV Verlage zur Druckgenehmigung vorgelegt, die daran entschieden weniger auszusetzen fand als an dem Text Herbert Kästners.[24] Selbstverständlich war hier die Genehmigung reine Formsache. Dass die Berliner Zensurbehörde damit einen westdeutschen Zensurakt gegenüber einem Autor aus der DDR bestätigte, verdient jedoch festgehalten zu werden.

Es war die verdiente Strafe und dürfte ein Schock gewesen sein, als die beinahe schon totgesagte Frankfurter Konkurrenz zum 75. Jubiläum 1987 statt des gemeinsamen Fünfbänders eine 25-bändige Jubiläumskassette präsentieren konnte, die neben der Kästner-Bibliographie auch die fünf Bände aus der DDR enthielt. Ein unheilschwangerer Triumph der kapitalistischen Wirtschaftsdynamik und ein deprimierender Beweis für die uneinholbare technische Überlegenheit des westlichen Druckereiwesens.

Immerhin hatten sich die Kontakte zwischen Frankfurt und Leipzig trotz aller Störfeuer aus Berlin wieder verbessert. Nach dem Jubiläum 1987 konnten "Doppelbesetzungen weitgehend vermieden" werden.[25] So bestand für die folgende Wiedervereinigung der Insel-Verlage und der bis Ende 2009 in Leipzig gemachten Insel-Bücherei eine gute Ausgangsbasis.
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Fußnoten

1.
Die Insel-Bücherei 1912–1937, Hg. Insel-Verlag, Leipzig 1937.
2.
Heinz Sarkowski, Meine bibliographischen Bemühungen um den Insel-Verlag, in: Aus dem Antiquariat, 1/1994 (Beilage des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel, 28.1.1994), S. A12–A19, hier A14.
3.
Becher erinnerte sich nach außen hin zwar gern und stolz an seine frühen Gedichte beim Insel-Verlag, doch hatte sich Kippenberg schon in den 1920er-Jahren und erst recht in der NS-Zeit von dem kommunistischen Autor scharf distanziert.
4.
Jahrbuch der Insel 1959, Gutachten Gert Hillesheim, Okt. 1959, BArch DR-1 5121.
5.
Ministerium für Kultur, Abt. Literatur und Buchwesen (Manfred Häckel) an den Insel-Verlag-Kollegen Keil, 24.8.1960, Sächs. Staatsarchiv Leipzig (SächsStAL), Gustav Kiepenheuer Verlag 740. Betroffen davon waren nicht nur 35.000 Exemplare der "Bildwerke" Georg Kolbes mit einer Büste Francos, 1817 verschmerzbare Exemplare von Rudolf Bindings massenhaft aufgelegtem "Opfergang", Niccolo Machiavellis "Mensch und Staat", sondern auch zwei besonders hübsche Titel: Fritz Kredels Soldatenbuch (722 Stück) und "Des Jahres Lauf" von Ernst Redslob (40 Stück). Wiesbaden pflegte bei solchen Titeln pro Stück eine Westmark zu zahlen. Statt der 38 500 DM gab es jetzt nur 387 Ostmark von der Altpapierhandlung Schaarschmidt für 4 300 kg Makulatur. Dafür garantierte die Firma eine "restlose, aber rohstofferhaltende Vernichtung" durch Einkollerung in einer Papierfabrik: Bestätigung Otto Schaarschmidt, 17.11.1960, ebd.
6.
Heinz Sarkowski, Der Insel-Verlag 1899–1999, Frankfurt a. M. 1999, S. 494–499.
7.
Sarkowski, Meine bibliographischen Bemühungen (Anm. 2), S. A14.
8.
Ebd., A15.
9.
Eine ähnliche interne Verwendungsweise belegt auch ein Druckgenehmigungsantrag für Sarkowskis Bibliographie des Gesamtverlages, die 1969 in kleinster Auflage in Leipzig erscheinen konnte (BArch DR-1, 3478, S. 182): "Die Ausgabe kommt nicht in den Buchhandel. Sie ist als Nachschlagewerk und Informationsmaterial für öffentliche Institutionen, insbesondere Bibliotheken, gedacht und dient im übrigen verlagsinternen Zwecken. Der Herausgeber, Heinz Sarkowski, ist ein früherer Mitarbeiter des Insel-Verlags Frankfurt, der heute im Piper-Verlag, München, beschäftigt ist."
10.
Vgl. dazu die IB-Bibliographien von Herbert Kästner, 75 Jahre Insel-Bücherei, 1912–1987, Leipzig/Frankfurt a. M. 1987; Die Insel-Bücherei 1912–1999, Frankfurt a. M. 1999; Die Insel-Bücherei 1912–2012, Berlin 2012.
11.
Beate Jahn, Die Insel-Bücherei in Leipzig von 1963 bis 1977, in: Insel-Bücherei. Mitteilungen an Freunde, Nr. 26, S. 7–66, hier 32f.
12.
Vgl. dazu Kästners IB-Bibliographien (Anm. 10). Neu belegt wurden allerdings zunächst, 1965, einige Nummern aus der NS-Zeit wie die 430 (Tschingis Aitmatow statt Ernst Bertram, Deutsches Schicksal), 434 (Jean Paul statt Alfred von Schlieffen über Gneisenau), 435 (Ulrich Bräker über Shakespeare statt Gespräche Friedrich des Großen), 438 (Ivo Andric statt Friedrich Nietzsche) usw. In den 1960er-Jahren wurden auch schon drei Wiesbadener Titel durch aktuelle Leipziger Neuproduktionen ersetzt.
13.
Die Differenz zu der oben genannten Zahl von 80 Titeln erklärt sich daraus, dass die übrigen Nummern entweder nur in Leipzig oder in Leipzig und Wiesbaden erschienen waren.
14.
Leipzig ließ den Band 1.000 auf die 996 folgen, übersprang also einfach ein paar Nummern. Das entsprach allerdings der Gewohnheit, die Bildbände mit runden Nummern, die auf 5 oder 0 endeten, zu belegen. Möglicherweise fühlte sich Leipzig dadurch provoziert, dass Frankfurt die 993 eigenmächtig mit dem "Schuhu" von Peter Hacks und die 996 mit Hugo von Hofmannsthals hübschem Band "Die Hexe und die Kaiserin" belegt hatte, obwohl die Nummer in Leipzig für Gedichte von Johannes Bobrowski vorgesehen war. Vgl. dazu Jahn (Anm. 11), S. 34. Eine Klärung der wechselseitigen Schuldzuweisungen würde hier zu weit führen. Jedenfalls war es eine so grandiose und selbstbewusste wie, im Hinblick auf die stockbürgerliche Tradition der Reihe, zugleich auch alberne Idee, die 1.000 und damit die ganze Insel-Bücherei so demonstrativ als Sache "sozialistische Nation" zu reklamieren.
15.
Das "Tagebuch" Goethes und Rilkes "Sieben Gedichte", erläutert von Siegfried Unseld [IB; 1.000], Frankfurt a. M. 1978.
16.
Kästner, 75 Jahre Insel-Bücherei (Anm. 10), S. XIV (Kästners Vorwort befindet sich nur in der Leipziger Ausgabe).
17.
Studie zur Insel-Bücherei, BArch DR-1, 8429, S. 21.
18.
Siegfried Lokatis/Ingrid Sonntag (Hg.), 100 Jahre Kiepenheuer-Verlage, Berlin 2011.
19.
Protokoll der Lektoratsbesprechung v. 11.5.1983, SächsStAL, Gustav Kiepenheuer Verlag, 1241, S. 7.
20.
Roland Links an Elke Lipp, 3.3.1983, SächsStAL, Gustav Kiepenheuer Verlag, 796: Es existiere zwar eine "Zusammenstellung der bei uns erschienenen Bänder der Insel-Bücherei", aber diese sei vergriffen und: "Uns stehen nicht die gleichen Ablichtungsmöglichkeiten zur Verfügung wie Ihnen". Um der Sammlerin trotzdem zu helfen, vermittelte er ihr den Kontakt zu Herbert Kästner.
21.
Richter, Stellungnahme zu Aktivitäten aus Anlaß "75 Jahre Insel-Bücherei", 12.5.1986, BArch DR-1, 8429, S. 6–9.
22.
HV Verlage und Buchwesen, Abt. Belletristik, Kunst und Musikliteratur (Richter), Zum Vorwort des Katalogs '75 Jahre Insel-Bücherei' […], 22.5.1986, BArch DR-1, 8429, S. 31.
23.
Kästner hatte die Frankfurter Produktion recht scharf kritisiert, die u.a. "zunehmend eine gewisse Vorliebe für das Merkwürdige, Extraordinäre, ja Exzentrische" zeige. Er bedauerte den Trend zur "Bevorzugung von Reprintauflagen früher, besonders attraktiver Bändchen.": Ders., 75 Jahre (Anm. 10), S. XI.
24.
DG-Antrag Herbert Kästner (auch Herausgeber). 75 Jahre Insel-Bücherei, BArch DR-1, 3485.
25.
Beate Jahn, Die Insel-Bücherei des Leipziger Insel-Verlags in der Zeit der Verlagsgruppe Kiepenheuer (1978–1990), in: Insel-Bücherei. Mitteilungen für Freunde, Nr. 27, S. 7–40, hier 29.

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Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, Überwachungsmonitore
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Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

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Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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