Beleuchteter Reichstag

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30.5.2012 | Von:
Henk Erik Meier
Marcel Reinold
Anica Rose

Dopingskandale in der alten Bundesrepublik

Öffentlicher Diskurs und sportpolitische Reaktionen

Nebenwirkungen leistungssteigernder Experimente: Die "Kolbe-Spritze"

Hintergrund

Der sportpolitische Kontext in der Bundesrepublik Deutschland hatte sich seit dem Tod Jupp Elzes entscheidend verändert, da die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 1972 nach München umfangreiche Modernisierungsanstrengungen im bundesdeutschen Leistungssport inspirierte. Im Zuge dieser Veränderungen nahmen nicht nur die staatliche Finanzierung des Sports, sondern auch die damit verbundenen Leistungserwartungen erheblich zu. Im "Kalten Krieg auf der Aschenbahn" war das sportliche Abschneiden der beiden politischen Blöcke zum Indikator für die generelle Leistungsfähigkeit und Überlegenheit des jeweiligen Gesellschaftsmodells geworden, wobei sich im geteilten Deutschland die Frage der Systemkonkurrenz in besonderer Schärfe stellte.[99]

Im Gefolge der politisch vorangetriebenen Modernisierungsbestrebungen im bundesdeutschen Sport war die mangelnde Effizienz der dezentralisierten Strukturen immer wieder kritisiert worden und hatte unter anderem zur Einrichtung bzw. sukzessiven Stärkung des Bundesausschusses für Leistungssport (BAL) als zentraler Koordinationsinstitution geführt. Da weder Landessportbünde noch Fachverbände ihre Kontrolle über den Spitzensport vollständig aufgeben wollten, hatte sich schließlich ein halbautonomer leistungssportlicher Bereich herausgebildet, der aufgrund der vielfältigen Interessenverflechtungen nur bedingt der Verbandskontrolle durch den DSB unterlag.[100] Mit dem Ausbau des Leistungssports hatte die Sportwissenschaft im Allgemeinen und die sportmedizinische Forschung im Besonderen einen erheblichen Aufschwung erfahren.

Siegerehrung Roland MatthesSiegerehrung für Roland Matthes bei den Olympischen Spielen in München, 2. September 1972 (© Bundesarchiv, Bild 183-L0902-0226, Foto: Friedrich Dahlbeck/ADN)
Allerdings erreichte die Leistungsexplosion im DDR-Sport zu dieser Zeit in einigen Sportarten ihren Höhepunkt.[101] Selbst nachdem die DDR-Mannschaft in München 1972 den innerdeutschen Zweikampf für sich entschieden hatte, hielt die bundesdeutsche Sportpolitik an der Idee des sportlichen Wettbewerbs der Systeme fest, wie der Bundesinnenminister auf einer Sitzung des Sportausschusses des deutschen Bundestages deutlich machte: "Als der Leiter der Ständigen Vertretung der Deutschen Demokratischen Republik, [Michael] Kohl, bei mir zu seinem Antrittsbesuch war, habe ich ihm herzlichst gedankt für den Aufschwung der Körperkultur in der DDR, denn der habe uns so erst richtig den Stachel ins Fleisch gedrückt und angespornt, nun auch selbst in unserem politischen System das Äußerste zu tun, um auf unsere ganz andere Weise unsererseits den Spitzensport zu fördern. Ich habe ihm allerdings verhießen, daß wir der DDR das nächste mal zeigen werden, was wir vermögen. Dieses Ziel würde ich gerne gemeinsam mit Ihnen erreichen."[102]

Allen Beteiligten konnte klar gewesen sein, dass im sportlichen Kampf der Systeme auf medizinisch-pharmakologische Unterstützung gesetzt wurde, da sich der gesamte Hochleistungssport vor den Olympischen Spielen von 1976 einer anhaltenden Diskussion um die Aufnahme von anabolen Steroiden in die Dopingverbotsliste ausgesetzt sah. Nach den Studien von Berendonk sowie Andreas Singler und Gerhard Treutlein waren Anabolika ab Mitte der 1960er-Jahre in einigen leichtathletischen Disziplinen und im Gewichtheben beinahe flächendeckend verbreitet[103] und übten einen statistisch nachweisbaren Effekt auf die erhebliche Leistungssteigerung in den 1970er-Jahren aus.[104] Die Verbreitung von Anabolika beeinträchtigte die Konkurrenzfähigkeit der bundesdeutschen Athleten weiter und veranlassten den DLV-Bundestrainer Hansjörg Kofink vor den Spielen von München zum Rücktritt, da die westdeutschen Kugelstoßerinnen nicht nominiert worden waren, weil die vom NOK vorgegebenen Leistungsnormen ohne den Einsatz von Anabolika nicht zu erfüllen waren. Aus sportethischer Sicht waren derartige Nominierungsvorgaben angesichts der Forderung nach einem "sauberen Sport" problematisch, wie der Präsident des Sportärztebundes Herbert Reindell später vor dem Bundestag zugab: "Hier war Schizophrenie im Spiel. Denn wenn sich maßgebende Funktionäre mit den Leistungsgrenzen befaßt hätten, dann müßten sie wissen, daß einer die Kugel 10 Meter weit stoßen kann, aber nicht 22. Also hier muss ein Geschehen vorliegen, das mit physiologischer Anpassung nichts mehr zu tun hat. Trotzdem hat man die Normen aufgestellt."[105]

Während in der DDR die zentrale Phase des anabolen Dopings 1974 einsetzte,[106] hatten auch bundesdeutsche Sportmediziner Anabolika mit der Rechtfertigung verabreicht, das "wilde Schlucken" durch eine ärztlich überwachte Verabreichung zu ersetzen.[107] Die Verwendung anaboler Steroide war dabei mit ihrer relativen Harmlosigkeit – im Vergleich zu Aufputschmitteln – gerechtfertigt worden. Da der gewünschte anabole Effekt nur bei gleichzeitigem adäquatem Training eintrat, war überdies geschlussfolgert worden, dass mit Anabolika lediglich "substituiert" werde, was dem durch das deutlich gestiegene Trainingspensum substitutionsbedürftigen Athletenkörper verloren gegangen sei. So argumentierten führende bundesdeutsche Sportmediziner, eine ärztlich kontrollierte Verabreichung von Anabolika sei harmlos.[108] In der Leichtathletik waren die anabolen Steroide bereits 1971 verboten worden, in München hatten 1972 aber noch keine Kontrollen auf anabole Steroide stattgefunden. Nachdem ein Nachweisverfahren entwickelt worden war, nahm die Medizinische Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) 1974 anabole Steroide in die Liste der verbotenen Substanzen auf.[109]

Allerdings war den bundesdeutschen Sportmedizinern dank einer Reihe von Flüchtlingen aus der DDR bekannt, dass der Wettbewerb der Systeme dort nicht nur mit Hilfe von Anabolika unterstützt wurde. Zu diesen DDR-Flüchtlingen gehörte vor allem Alois Mader, der zunächst an der Sportärztlichen Hauptberatungsstelle des DDR-Bezirks Halle tätig gewesen war. Zu dem Insiderwissen, das Mader 1974 in den Westen brachte, gehörte auch der Einsatz eines Kombinationspräparats aus Cocarboxylase und Thioctacid, das nach seiner Darstellung erstmals bei der Schwimmweltmeisterschaft in Belgrad 1973 erfolgreich durch die DDR zum Einsatz kam.[110] Die DDR-Schwimmerinnen schockierten mit einem beispiellosen Siegeszug die internationale Konkurrenz. Wie im DDR-Leistungssport, in dem "keine Applikation von irgendwelchen Substanzen im Zusammenhang mit Wettkämpfen ohne vorherige Untersuchung ihrer Wirkung erfolgt", begannen vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft finanzierte experimentelle Untersuchungen zum Effekt dieser Kombination, die unter dem Namen "Kolbe-Spritze" in die bundesdeutsche Dopinggeschichte einging, im Frühjahr am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin in Köln.[111] Bei den durchgeführten Tests gelang es, zu zeigen, dass "fast ausnahmslos eine höhere Ausbelastung erreicht werden konnte". Dabei lagen die Leistungsverbesserungen in der Regel bei 1–1,5 Prozent und erreichten in Ausnahmefällen drei Prozent. [112]Die positiven Befunde standen kurz vor den Olympischen Spielen in Montreal fest und wurden sowohl dem Bundesausschuss für Leistungssport (Direktor: Helmut Meyer) als auch Joseph Keul als sachverständigem Olympiaarzt mitgeteilt.

Wie aus einem Brief des Präsidenten des Deutschen Sportärztebundes Reindell an den Tübinger Sportpädagogen Ommo Grupe hervorgeht, wurden dementsprechend "in Übereinstimmung mit verantwortlichen Funktionären vom DSB für Montreal entsprechende Vorbereitungen getroffen. Soviel mir bekannt ist, sind mehrere hundert Spritzen nach Montreal geschickt worden".[113]

Peter Michael Kolbe, nach dem die Injektion benannt wurde, war einer der weltbesten Einer-Ruderer und gewann insgesamt fünf Weltmeistertitel. Nach seiner ersten Weltmeisterschaft wurde er 1975 zum Sportler des Jahres in der Bundesrepublik gewählt. Kolbe, der insbesondere von der "Bild"-Zeitung protegiert wurde, galt jedoch als unbequemer Sportler. In der Berichterstattung wurden ihm Arroganz bescheinigt und seine Isolierung in der Mannschaft betont.[114] Bei den Olympischen Spielen von Montreal war Kolbe klar favorisiert und ging fest davon aus, die Goldmedaille zu gewinnen. Diese Erwartungen teilte auch der DRV. So erklärte der Ehrenpräsident des DRV, Walter Wülfing, nach Kolbes zweitem Platz, maßlos enttäuscht zu sein und 100-prozentig mit Gold gerechnet zu haben.[115]

Michael KolbeSiegerehrung im Rudern bei den Olympischen Spielen in Montreal, 10. August 1976: Peter Michael Kolbe (l.) und Goldmedaillengewinner Pertti Karppinen. (© picture-alliance, Sven Simon)
Im olympischen Endlauf führte Kolbe 1.800 Meter lang die Konkurrenz klar an, brach aber schließlich auf den letzten Metern ein. Der nur über den Hoffnungslauf in Finale gekommene Finne Pertti Karppinen zog an ihm vorbei. Während der Siegerehrung wirkte Kolbe fassungslos, das Mitleid der Kommentatoren hielt sich jedoch in Grenzen: "Wer so wenig Bindung zur Mannschaft hat, kann auch nicht damit rechnen, nach einem solchen Sturz von ihr aufgefangen zu werden. Vielleicht möchte er das auch gar nicht."[116]

Die "SZ" charakterisierte Kolbe nach dem Gewinn der Silbermedaille als einen Sportler, "für den nur olympisches Gold gut genug war, weil er sich als der Größte dünkte, als der er in verschiedenen Gazetten auch mit fast penetranter Hartnäckigkeit hinaufgelobt worden war",[117] und bescheinigte ihm eine "überhebliche Fahrweise"[118]. Kolbe gab wenige Stunden nach dem Finallauf der Injektion durch die Verbandsärzte der deutschen Olympiamannschaft die Schuld an der Niederlage.

Der öffentliche Skandal

Nach seiner Darstellung war Kolbe fünf Tage vor dem Rennen von einem Mitglied des DRV mit der Information kontaktiert worden, dass der Verband über eine neue Vitamin-B-Mixtur aus der DDR verfüge, die die Ermüdung verzögere. Kolbe weigerte sich zunächst, ließ sich nach eigener Darstellung sich zu der Injektion überreden, als er aber vor dem Finalrennen erkältet hatte. Den Effekt dieser Spritze, die Kolbe zwei Stunden vor dem Rennen erhielt, beschrieb er wie folgt: "Bei 1.500 Meter fühlte ich mich plötzlich leer. Ich hatte keine Kraft mehr, konnte nicht mehr richtig sehen. Die Sonne tat meinen Augen weh. Kurz vor dem Ziel konnte ich mich kaum noch bewegen. Die Schleimhäute in der Nase und im Rachen schmerzten furchtbar. Später hatte ich blaue Lippen. Wer weiß, was da noch alles in der Spritze gewesen ist."[119]

Die öffentliche Debatte beschäftigte sich jedoch bald nicht mehr mit den vermeintlichen Effekten der "Kolbe-Spritze". Vielmehr provozierten nicht zuletzt die Ausführungen der involvierten Sportmediziner zur "Chancengleichheit" eine Grundsatzauseinandersetzung über die Rolle der Sportmedizin.

Zunächst erklärte der Mannschaftsarzt des bundesdeutschen Olympiaaufgebots, Josef Nöcker, in Reaktion auf Kolbes Vorwürfe, dass es sich bei der Spritze nicht um Doping, sondern um eine Hilfe zur "Leistungsstabilisierung" gehandelt habe, die in jeder Apotheke erhältlich sei. Nöcker gab außerdem zu, dass diese Spritzen sowohl beim gesamten Ruderteam als auch bei Leichtathleten, Radfahrern und Schwimmern angewandt worden waren.[120] Dass es sich bei der Spritze um kein verbotenes Dopingmittel handelte, wird auch vom Internationalen Ruderverband FISA bestätigt.[121] Nöcker charakterisierte die Spritze als Teil eines Komplexes von Maßnahmen zur Betreuung aller Athleten durch gezielte Ernährung und richtiges Mineralgemisch. Er behauptete, dass in allen Ländern Athleten auf diese Weise vorbereitet würde, wobei die Rezeptur der Spritzen ein nationales Geheimnis sei, selbst wenn es sich um ein harmloses Mittel handele.[122]

Zunächst wurde allerdings deutlich, dass sich Kolbe mit seinen Anschuldigungen im Ruderverband und im Ruderkader isolierte.[123] NOK-Präsident Willi Daume stellte sich demonstrativ vor die Ärzte und sprach ihnen das Vertrauen aus, "nichts [zu] tun, was den ihnen anvertrauten Athleten oder dem Ansehen des Sports schaden könnte".[124] Die Presse folgte bereitwillig dieser offiziellen Darstellung, selbst wenn sie ein "Unbehagen" über die leistungssportliche Aufrüstung notierte: "Daß es sich bei den Spritzen, die eine Reihe von Sportlern aus den verschiedensten Disziplinen erhielt, um kein Dopingmittel handelt, dürfte ganz sicher sein. Dafür bürgt auch das Team der deutschen Ärzte, die nicht nach Montreal mitgeflogen sind, um Sportler verbotenerweise aufzuputschen."[125]

Darüber hinaus griffen führende Sportmediziner Kolbe an und behaupteten, dass dieser auf die Spritze bestanden hätte und sie nun als Alibi benutze. Michael Kolbes überhöhtes Anfangstempo wurde von dem Sportmediziner Joseph Keul auf Autosuggestion zurückgeführt: "Kolbe hatte überall Zettel liegen, auf denen 'Du bist der Größte!' stand."[126]

Allerdings unterstützte der langjährige Mannschaftsarzt der bundesdeutschen Ruderer, Paul Nowacki, die Behauptungen Kolbes.[127] In einem Brief an das NOK protestierte Nowacki gegen die Injektionen und bezeichnete diese als medizinische Manipulation und "peripheres Doping". Kolbes Zusammenbruch stelle einen "sportmedizinischen Kunstfehler" dar, da die Spritze zumindest ein psychisch bedingtes Fehlverhalten im Wettkampf ausgelöst habe.[128] Keul warf daraufhin Nowacki fehlende wissenschaftliche Sachlichkeit und Spekulation vor. Allerdings sah sich NOK-Präsident Daume nun veranlasst, eine Untersuchung einzuleiten.[129]

Kolbe selbst blieb bei seiner Behauptung und gab an, von den Funktionären unter Druck gesetzt worden zu sein.[130] Schließlich gab er im Juni 1977 seinen Rücktritt bekannt und erklärte: "Den Spaß am Rudern habe ich verloren. Bis Montreal wusste ich nicht, dass es medizinische Manipulationen im Sport gab. Ich bin nicht zum Arzt gegangen und habe gefragt: 'Wie kann ich schneller werden?' Ich habe einfach mehr trainiert."[131] – "Ich sehe keinen Sinn, weiterzurudern, wenn Funktionäre und Verbandsärzte ihre Sportler mit Spritzen schneller machen wollen."[132]

Die öffentliche und sportpolitische Debatte hatte sich zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits sportethischen Grundsatzfragen zugewandt. Ursächlich dafür waren nicht zuletzt die offensiven Bekenntnisse bundesdeutscher Sportmediziner zur pharmakologischen Leistungssteigerung. So hatte Nöcker in seiner unmittelbaren Reaktion auf Kolbes Behauptungen ausgeführt, Sportmediziner hätten für "Chancengleichheit" zu sorgen.[133] Diese Aussagen warfen die prinzipielle Frage auf, welche medizinischen Praktiken vom Hochleistungssport der DDR zu übernehmen seien.[134] So bezeichnete die ehemalige Athletin Heidi Schüller die Spritze zwar nicht als Doping, aber als unsportlich, da gezielt nach Lücken im Regelwerk gesucht worden sei. Nach Schüller stellte sich die Grundsatzfrage, ob "man in diesem medizinischen Wettstreit mitmachen will oder nicht", wobei sie sich klar festlegte: "ich persönlich halte eine medizinische Leistungssteigerung für schlichtweg unsportlich".[135]

DDR-Flüchtling Alois Mader betonte die Harmlosigkeit der Spritze, gab aber nüchtern zu, dass mit einem traditionellen sportmedizinischen Verständnis internationale Spitzenleistungen nur noch in wenigen Ausnahmefällen möglich sein. Mader entwarf ein Rollenverständnis der Sportmedizin, das mit der traditionellen Arztrolle wenig zu tun hatte: "Der Sportmediziner ist nicht dazu da, den Sportler daran zu hindern, Spitzenleistungen zu erzielen, sondern zu fördern, dass der Sportler auf schnellstem Wege und mit dem geringsten Risiko seine Höchstleistungen erreicht."[136]

Damit war die Grundsatzfrage "Hinterherlaufen oder Chancengleichheit" gestellt,[137] wobei den Kommentatoren klar war, dass unter dem Stichwort "Chancengleichheit" eine Kopie der Methoden der Ostblock-Konkurrenz impliziert wurde, während andere Akteure für einen strikt sauberen Sport plädierten.[138] So forderte DSB-Präsident Willi Weyer unter dem Stichwort "Chemie im Sport gegen die Menschenwürde", die Grundsätze beizubehalten.[139] Rückblickend erscheint dabei die Offenheit der Debatte bemerkenswert. So redete
Joseph KeulJoseph Keul bei einem Glas Kölsch, Aufnahme von 1997. (© ddp/AP, Roland Weihrauch)
Joseph Keul in einer Fernsehdiskussion führender Sportmediziner der biologischen Unterstützung bundesdeutscher Athleten offensiv das Wort, was die "FAZ" zu der Feststellung inspirierte: "Mit der Spritze werden wir im Leistungssport offensichtlich weiterleben müssen."[140]

Diese Zuspitzung der Debatte barg die Gefahr, die Legitimität des Spitzensports zu bedrohen. So konstatierte die Deutsche Sporthilfe einen imageschädigenden Effekt der Diskussion über die "Kolbe-Spritze" für den Leistungssport.[141] Ein Teil der Kommentatoren schlug einen resignativen Ton an. So prangerte die "Frankfurter Allgemeine" die "schönen" Reden über den Primat ethischer Prinzipien als "Volksverdummung, Naivität oder schlichtweg Unkenntnis" an und verwies auf die faktischen Leistungserwartungen an bundesdeutsche Spitzensportler. Ein chemiefreier Leistungssport und die Politik des erhobenen Zeigefingers wurden daher aufgrund der Konkurrenz mit dem Osten als unrealistisch bezeichnet: "Ungewöhnliche Leistungen, wie sie heute in den Stadien vollbracht werden, können nicht mehr mit gewöhnlichen Mitteln erreicht werden. Das ist eine Binsenweisheit. Und man sollte sich endlich entweder ehrlich zu dieser Entwicklung bekennen oder die vielen Millionen für die Förderung des Leistungssports lieber in Kinderspielplätzen anlegen."[142] Die "WAZ" wiederum fragte: "Wie es weitergeht? Mit einer internationalen medizinischen Abrüstungskonfernenz vielleicht."[143]

Willi Daume kündigte in Reaktion auf den Skandal an, dass sich das Nationale Olympische Komitee mit diesem fundamentalen Problem des Hochleistungssports beschäftigen werde.[144] Schließlich setzte es im September 1976 die sogenannte "Dreier-Kommission" ein.[145] Sie bestand aus dem Vorsitzenden des BAL und Chef der Mission in Montreal, Heinz Fallak, dem Vizepräsidenten des DSB Dieter Graf Landsberg-Velen sowie federführend Ommo Grupe, der seit 1967 eine Professur für Theorie der Leibeserziehung an der Universität Tübingen innehatte.

Die öffentliche Debatte verschärfte sich allerdings im Oktober 1976, als die Arbeitsgemeinschaft der Verbandsärzte im Bundesausschuss für Leistungssport im Hinblick auf die durch Mader offengelegten Praktiken im DDR-Sport die Verwendung von Anabolika billigte, solange diese nicht gesundheitsschädlich wären. Nach medialer Berichterstattung schien sich der "harte Kern" der deutschen Sportmediziner damit konsequent für "Chancengleichheit" entschieden zu haben.[146] Gegen diese Stellungnahme der prominenten Sportmediziner regte sich Protest innerhalb der Sportärzteschaft. Ungeachtet dessen konnte die interessierte Öffentlichkeit der "FAZ" entnehmen, dass sich die medizinischen Praktiken der Sportärzte schon weit jenseits der Grenze befanden, bei denen Normalmediziner den Einsatz von Medikamenten für gerechtfertigt hielten.[147] Nichtsdestotrotz vertraten die im Hochleistungssport tätigen Sportmediziner auch auf internationalen Tagungen weiter die These, im "Sport-Krieg" müsse man "ja sagen, wolle man nicht von den Ländern des Ostblocks lächerlich gemacht werden", und ernteten den Protest ihrer ausländischen Kollegen. [148]

Die beiden wichtigsten Repräsentanten des deutschen Sports, NOK-Präsident Daume und DSB-Präsident Weyer, arbeiteten dagegen an der Herstellung einer "Einheitsfront gegen Hormondoping". Die war im März 1977 soweit gediehen, dass mit der Verabschiedung eines baldigen "generellen, einschneidenden und folgenreichen Manipulationsverbot" gerechnet werden konnte. Da sich die große Mehrheit der 5.000 Sportmediziner gegen pharmakologische und medikamentöse Leistungsbeeinflussung ausgesprochen hatte, konstatierte die "SZ": "In der […] Diskussion über pharmakologische und medikamentöse Leistungsbeeinflussung […] werden die Fronten immer klarer. Diejenigen, die nach wie vor der Einnahme von Anabolika das Wort reden, darunter ein kleiner Kreis von prominenten Sportmedizinern, geraten immer mehr in die Minderheit."[149] Der bekannte Dopingkritiker Horst Klehr griff zudem auf dem Verbandstag des DLV einige der prominentesten Sportärzte direkt an und behauptete, dass der
Manfred DonikeManfred Donike im Doping-Kontrolllabor der Olympischen Spiele in Barcelona, 23. Juli 1992. (© ddp/AP, Roberto Pfeil)
Dopingbeauftragte des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp), Manfred Donike, Dopingpraktiken vertusche: "Ich stelle fest, daß die DLV-Ärzte [Joseph] Keul, [Armin] Klümper und [Wilfried] Kindermann nach ihren eigenen Aussagen an Athleten Anabolika verabreichten, um – wie sie betonen – die Athleten vor Selbstmedikation zu schützen. Die Nötigung des ärztlichen Gewissens scheint hier Purzelbäume zu schlagen."[150]

Tatsächlich war bereits während der Vorbereitungen für den Sportärzte-Kongress in Kiel klar, dass mit einem einhelligen Votum gegen Doping zu rechnen war.[151] Bei der "FAZ" hatte sich allerdings schon der Eindruck verfestigt, es sei "der traurige Schluss nicht unbegründet, dass es im Hochleistungssport der Bundesrepublik nicht korrekt zugeht".[152] Daher traf der von den Sportärzten unternommene Versuch, eine "große Koalition gegen das Doping" zu präsentieren, auf Skepsis und wurde angesichts der offenbaren Präferenz einiger Sportmediziner für "Chancengleichheit" als "krampfhaft" aufgenommen. Die Tragfähigkeit dieser "Muß-Ehe" wurde bezweifelt: "Die vom Deutschen Sportärztebund ausgearbeiteten Rahmenrichtlinien zur Bekämpfung des Dopings wird man an der künftigen Entwicklung messen müssen. Dann nämlich wird es sich erweisen, ob die zur Verfügung stehenden Kontrollmöglichkeiten ausreichen, den Anabolika-Mißbrauch wirksam einzudämmen. Dr. Donike, der für die zentrale Durchführung der Doping-Kontrollen verantwortlich ist, ist eher skeptisch, was diesen Punkt betrifft. […] Ob 'in fünf Wochen in Deutschland niemand mehr vom Doping spricht', wie es sich dieser Professor Grupe (Tübingen) wünscht, wird einzig und allein von der weiteren Entwicklung abhängen."[153]

Sportpolitische Reaktionen

Die fragwürdigen Vorgänge bei den Spielen von Montreal führten auch zu einem sportpolitischen Nachspiel. So veranstaltete der Sportausschuss des Bundestages 1977 eine öffentliche Anhörung, auf der der Vorsitzende des Ausschusses, Hans Evers, erklärte: "Das Parlament muß Antwort auf die Frage bekommen, was wir eigentlich mit den Sportförderungsmitteln der öffentlichen Haushalte fördern. Deckt sich das, was wir fördern, mit den sportpolitischen Zielvorstellungen, die von den Fraktionen und von den Parteien entwickelt worden sind? Das ist der Kernsatz und das Kernanliegen, das der Sport mit dem heutigen Anhörungsverfahren verfolgt."[154]

Darüber hinaus gab es im Bundestag zwischen 1977 und 1979 eine Reihe von kritischen Nachfragen zu den zukünftigen Förderungszielen und den Kriterien für eine Bereitstellung von Sportförderungsmitteln.[155] Die Bundesregierung hatte auf die Debatte am 17. März 1977 mit einer Ergänzung der Besonderen Bewirtschaftungsgrundsätze reagiert, durch die die Bereitstellung von Sportförderungsmitteln davon abhängig gemacht wurde, dass der Zuwendungsempfänger die von den zuständigen internationalen und nationalen Sportorganisationen erlassenen Bestimmungen gegen Doping beachtete. Des Weiteren sollte die Vergütungsordnung für Bundestrainer im Einvernehmen zwischen BMI und DSB mit einer Dopingklausel versehen werden, nach der Dopingvergehen zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses berechtigten.[156] Allerdings ist aus den Akten der beteiligten Behörden nicht ersichtlich, dass aufgrund dieser Dopingklauseln in den folgenden Jahren jemals staatliche Zuwendungen gestrichen wurden.

Während die wissenschaftliche Kommission des katholischen Arbeitskreises Kirche und Sport DSB und NOK den Rat gab, "auf die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen und Olympischen Spielen in den Disziplinen zu verzichten, in denen die festgesetzten Normen und die für ein erfolgreiches Abschneiden sportliche Leistungssteigerung ohne diese Mittel nicht mehr zu erreichen sind"[157], beschritt der bundesdeutsche Sport den Weg der Einsetzung der sogenannten Dreier-Kommission, die eine Grundlage für die weitere Behandlung des Problems der medizinischen Leistungsbeeinflussung im Sport erarbeiten solle. Dabei sollten auch ethische, pädagogisch-psychologische, soziale und sportpolitische Gesichtspunkte einbezogen werden.

Mit dieser Entscheidung gingen die Sportfunktionäre deutlich auf Distanz zu den Sportmedizinern. Obwohl Fragen individueller Schuld und Verantwortung gestellt wurden, sollte die Kommission keine Vergangenheitsbewältigung betreiben.[158] Dementsprechend führte ihre Arbeit auch nicht zu nennenswerten Sanktionen. Erwähnenswert ist jedoch, dass Sportärztepräsident Herbert Reindell die Dunkelzahl des Dopings im bundesdeutschen Sport in der Anhörung des Sportausschusses als größer beschrieb, als von Grupe suggeriert.[159]

In ihrer Grundsatzerklärung sprach sich die Kommission schließlich für ein grundsätzliches Verbot medikamentöser Leistungsbeeinflussung unter Einbezug von Anabolika aus, bekannte sich aber zum Leistungssport. Darüber hinaus wurde Doping als strukturelles Problem eines ganzen Sportsystems thematisiert. Jedoch wurde diese Einsicht in eine Rechtfertigung für die Forderung nach weiteren finanziellen Mitteln für den Leistungssport umgemünzt, weil Doping auf fehlende Betreuung und fehlende soziale Absicherung der Spitzenathleten zurückgeführt wurde. Für diese Argumentation war zentral, dass die Dreier-Kommission davon ausging, dass es keinen überzeugenden Grund für die Annahme gäbe, dass der "weitere Fortschritt im Spitzensport nur medikamentös erreicht werden könne"[160].

So standen neben sportethischen Aspekten zwei konkrete Forderungen im Mittelpunkt der Grundsatzerklärung: Erstens sollte eine verbesserte trainingsspezifische, medizinische und pädagogisch-psychologische Betreuung die erfolgreiche Teilnahme am internationalen Wettkampfgeschehen zukünftig auch ohne Doping sicherstellen. Zweitens wurde die soziale Fürsorge für den Athleten in den Mittelpunkt zukünftigen Handelns gerückt.[161] Die faktische Professionalisierung des Hochleistungssports benachteilige bundesdeutsche Athleten "gegenüber allen Sportlern aus den sozialistischen Ländern, die als Repräsentanten ihres Systems jede nur erdenkliche soziale Hilfe erhalten".[162] Doping wurde somit als Kompensationsstrategie charakterisiert: "Es kann nicht hingenommen werden, daß Spitzensportler – mit späterem Schaden an Leib und Leben – die erforderlichen Trainingsstunden z.B. mit Anabolika kompensieren, weil sie mit ihrer Zeit sonst in Schule, Hochschule, Betrieb oder Büro nicht auszukommen glauben. Diese Entwicklung steht auch einer Gesellschaft schlecht an, die nach besseren Lebensqualitäten sucht." Die Forderungen standen unter der Prämisse, dass geeignete Förderungs- und soziale Hilfsmaßnahmen die erfolgreiche Teilnahme am internationalen Wettkampfgeschehen zukünftig sichern könnten und dadurch Anreize zum Doping abgemildert würden.

Trotz der Einsicht in den internationalen Einsatz von Dopingmitteln und der kritischen Thematisierung seiner Nominierungskriterien hielt das NOK aber weiterhin an dem Kriterium "Endkampfchance" fest,[163] wenngleich es sich dabei an Leistungsmaßstäben orientierte, die unter Einsatz von Doping erbracht worden waren. Obwohl die Unabhängige Dopingkommission im Juni 1991 die Kritik an den Nominierungskriterien erneuerte,[164] blieb die Prognose der "Endkampfchance" bis heute ein entscheidendes Kriterium der Nominierungsrichtlinien.[165]


Fußnoten

99.
Uta Andrea Balbier, Kalter Krieg auf der Aschenbahn: der deutsch-deutsche Sport 1950–1972, Paderborn 2007.
100.
Joachim Winkler/Ralf-Rainer Karhausen, Verbände im Sport, Schorndorf 1985.
101.
Andreas Singler/Gerhard Treutlein, Doping im Spitzensport. Sportwissenschaftliche Analysen zur nationalen und internationalen Leistungsentwicklung, Aachen 2007, S. 96ff.
102.
Kurzprotokoll der 17. Sitzung des Sportausschusses, Anlage: Bericht des Bundesministers des Innern zu Grundsätzen der Sportförderung […], Bonn 25.9.1974, Parlaments Archiv Berlin.
103.
Brigitte Berendonk, Doping: Von der Forschung zum Betrug, Reinbek 1992, S. 37; Singler/Treutlein (Anm. 101), S. 143f, 158.
104.
Martin Lames, Leistungsentwicklung in der Leichtathletik – Ist Doping als leistungsfördernder Effekt identifizierbar?, in: dvs-Informationen 17 (2002) 4; Singler/Treutlein (Anm. 101).
105.
Stenogr. Protokoll über die Anhörung von Sachverständigen in der 6. Sitzung des Sportausschusses am 28.9.1977 in Bonn, S. 66.
106.
Giselher Spitzer, Doping in der DDR: Ein historischer Überblick zu einer konspirativen Praxis, Köln 1998, S. 221.
107.
Robert Hartmann, Das Trauma Anabolika, in: Leichtathletik 47 (1973), S. 1660f.
108.
Joseph Keul/Wilfried Kindermann, Leistungsfähigkeit und Schädigungsmöglichkeit bei Einnahme von Anabolika, in: Leistungssport, 2/1976, S. 108–112; Joseph Keul u.a., Anabole Hormone: Schädigung, Leistungsfähigkeit und Stoffwechsel, in: Medizinische Klinik 12 (1976), S. 497–503.
109.
Protokoll der Med. Kommission des IOC v. 6.4.1974, S. 8, IOC Archiv Lausanne, 203602, S. 8.
110.
Alois Mader, Vorläufiger Bericht zur Wirkung von Berolase (Cocarboxylase) und Thioctacid (Alpha-Liponsäure) auf die sportliche Leistungsfähigkeit […], Anlage zu Schreiben Mader an Nöcker, Köln 3.9.1976, Archiv Daume, 105.14, S. 3.
111.
Schreiben Mader an Nöcker, Köln 3.9.1976, ebd., 105.14.
112.
Mader (Anm. 110), S. 7.
113.
Schreiben Reindell an Grupe, Freiburg 14.12.1976, BISp-Archiv, Ordner Doping E-Z.
114.
WAZ, 26.7.1976.
115.
Ebd.
116.
FAZ, 27.7.1976.
117.
SZ, 27.7.1976.
118.
SZ, 3.8.1976.
119.
Bild, 26.7.1976.
120.
Bild, 27.7.1976.
121.
FAZ, 31.7.1976.
122.
FAZ, 27.7.1976.
123.
Express, 27.7.1976.
124.
WAZ, 28.7.1976.
125.
FAZ, 28.7.1976.
126.
Bild, 27.10.1976.
127.
Bild, 27.7.1976.
128.
FAZ, 14.8.1976; SZ, 16.8.1976.
129.
WAZ, 17.8.1976.
130.
Bild, 31.7.1976, 5.4., 12.5.1977.
131.
Bild, 10.6.1977.
132.
SZ, 11.6.1977.
133.
FAZ, 27.7.1976.
134.
WAZ, 28.7.1976.
135.
Express, 28.7.1976.
136.
WAZ, 18.8.1976.
137.
Ebd.
138.
Express, 27.10.1976.
139.
WAZ, 4.9.1976.
140.
FAZ, 21.8.1976.
141.
FAZ, 12.8.1976.
142.
FAZ, 8.9.1976.
143.
WAZ, 18.8.1976.
144.
Bild, 17.8.1976.
145.
Bild, 10.9.1976.
146.
WAZ, 25.10.1976.
147.
FAZ, 30.11.1976.
148.
FAZ, 15.12.1976.
149.
SZ, 14.3.1977.
150.
FAZ, 4.5.1977.
151.
FAZ, 6.5.1977.
152.
FAZ, 6.5.1977.
153.
FAZ, 9.5.1977.
154.
Stenogr. Protokoll (Anm. 105), S. 9.
155.
Deutscher Bundestag, 8. Wahlperiode, 18. Sitzung, Bonn 17.3.1977, S. 1113ff; 93. Sitzung, Bonn 1.6.1977, S. 7398; 115. Sitzung, S. 9022; BT-Drs. 8/2850, S. 9.
156.
Vgl. ebd.
157.
Stellungnahme der Wissenschaftlichen Kommission des Arbeitskreises Kirche und Sport in der Katholischen Kirche Deutschlands zur […] Leistungssteigerung im Sport, Anlage zu Schreiben des Arbeitskreises […] an Weyer, Düsseldorf 10.2.1977, BArch, B322/444.
158.
Stenogr. Protokoll (Anm. 105), S. 37.
159.
Ebd.
160.
Ebd., S. 8.
161.
Grundsatzerklärung für den Spitzensport. Beschluß des Hauptausschusses des Deutschen Sportbundes am 11.6.1977 in Baden-Baden, Hg. DSB, S. 10ff.
162.
Karlheinz Gieseler, Soziale Hilfen für den Spitzensport. Aide-mémoire […] zu einem Gespräch des Deutschen Sportbundes mit der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände am 7.7.1977 in Köln, in: Bericht des Präsidiums 1974–1978, Hg. DSB,Frankfurt a. M. 1978, S. 143–145.
163.
Gespräch mit Willi Daume. Aufgaben, Probleme und Chancen im Jahr vor den Spielen, in: Olympisches Feuer, 1/1979, S. 15f.
164.
Bericht der Unabhängigen Dopingkommission; dok.: Karl H. Bette (Hg.), Doping im Leistungssport. Sozialwissenschaftlich beobachtet, Stuttgart 1994, S. 224.
165.
Nominierungsrichtlinien des DLV, 2011, S. 3f.

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