Beleuchteter Reichstag

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30.5.2012 | Von:
Henk Erik Meier
Marcel Reinold
Anica Rose

Dopingskandale in der alten Bundesrepublik

Öffentlicher Diskurs und sportpolitische Reaktionen

Tod durch Multiorganversagen: Birgit Dressel

Hintergrund

Birgit DresselVierter Platz bei der Leichtathletik-EM in Stuttgart 1986: Birgit Dressel (© picture-alliance, dpa)
In der bundesdeutschen Dopinggeschichte gilt vor allem der Fall Birgit Dressel in der öffentlichen Wahrnehmung des Dopings als eine Zäsur.[166] Die tragische Protagonistin, die Siebenkämpferin Birgit Dressel, hatte einen erheblichen Leistungssprung auf Platz 6 der Weltjahresbestenliste erfahren und war bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Stuttgart 1986 im Siebenkampf Vierte geworden. Nachdem Dressel im folgenden Frühjahr aufgrund erheblicher Schmerzen ins Krankenhaus eingewiesen worden war und ein dreitägiges Martyrium erlitten hatte, starb sie am 10. April 1987 im Uniklinikum Mainz. Während des Todeskampfes hatten sich 24 Ärzte vergeblich bemüht, ihren Tod zu verhindern, indem sie unter anderem verschiedenste Schmerzmittel verabreichten.

Der Tod der Athletin löste nicht nur große Betroffenheit aus, sondern eröffnete der Öffentlichkeit einen Blick in die Realität des vollmedikalisierten Hochleistungssports, da sich zum "erstenmal […] minutiös belegen [ließ], wie Hochleistungsathleten medizinisch betreut werden, welche Unmengen von Medikamenten sie spritzen, schlucken, trinken – bis zum bitteren Ende."[167]

Das rechtsmedizinische Gutachten vom 23. Juli 1987, das im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mainz erstellt worden war, stellte fest, dass Dressel an einem durch Medikamente ausgelösten toxisch-allergischen Schock gestorben war.[168] In Dressels Körper wurde eine Vielzahl verschiedener Medikamente festgestellt. Darunter befanden sich unter anderem zwei Anabolikasubstanzen, Stromba und Megagrisevit. Dressel hatte Megagrisevit im März 1987 wenige Wochen vor ihrem Tod erstmals genommen und aufgrund von Hautreaktionen wieder abgesetzt, während sie das Anabolikum Stromba ungefähr seit Beginn 1986 konsumierte.[169]

Vor allem die Involvierung des charismatischen Sporttraumatologen Armin Klümper, der von bundesdeutschen Athleten als "Guru" verehrt wurde, machte den Fall für den deutschen Sport brisant. Im Gegensatz zur Schulmedizin behauptete der als "Wunderdoktor" apostrophierte Klümper unter anderem, Knorpelsubstanz regenerieren zu können. Während laut Presseberichten Hunderte deutscher Spitzenathleten zu Klümpers Klinik in Freiburg pilgerten, erwiesen sich seine Behandlungsmethoden, vor allem die Injektionen mit dem sogenannten "Klümper-Cocktail", unter Schulmedizinern als äußerst umstritten.

Darüber hinaus befand sich der internationale und deutsche Sport zum Zeitpunkt des Fall Dressel in einer intensiven Auseinandersetzung über die Einführung von Trainingskontrollen, die innerhalb des deutschen Spitzensports kontrovers diskutiert wurden. Etwa zwei Monate nach Dressels Tod diskutierte die "Arbeitsgruppe Dopingfragen" des Bundesinstituts für Sportwissenschaft in der Sitzung am 2. Februar 1987 das Thema Trainingskontrollen. Es wurde dabei kritisch vorgebracht, "daß es nicht vertretbar sei, mehrere Dopingexperten anzustellen, wobei bis heute noch keine hauptamtlichen Ärzte für trainings- und wettkampfbegleitende Betreuung, die zugleich die Unterweisung in Dopingproblemen vornehmen könnten, vorhanden seien. Schädigungen durch anabole Steroide, um die es bei den Trainingskontrollen auch gehe, seien bei Sportlern bis heute nicht belegt worden. Wohl aber sei gesichert, daß bei Spitzensportlern eine Vielzahl von Erkrankungen und Verletzungen durch unzureichende ärztliche Versorgung eingetreten sei".[170]

Aus Sicht der Sportmediziner bestand zwischen einer verbesserten Dopingbekämpfung und einer verbesserten sportmedizinischen Betreuung ein Verteilungskonflikt. Während die Kommission letztlich eine freiwillige Unterwerfung der Spitzenathleten unter stichprobenartige Dopingkontrollen empfahl,[171] lehnte das NOK-Präsidium diese Empfehlung ab und redigierte sie wie folgt: "Die Arbeitsgruppe diskutierte den Komplex Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen, ohne zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen."[172] Ungeachtet dieser Verweigerungshaltung forderte der Beauftragte für Dopinganalytik, Manfred Donike, vom Bundesinnenministerium die Einführung von Trainingskontrollen, nachdem der überproportional hohe Anteil an positiven Proben im Jahr 1986 als alarmierend empfunden wurde. Noch vor dem Fall Dressel wurde der DSB zu einer Stellungnahme aufgefordert.[173]

Der öffentliche Skandal

Die öffentliche Erregung im Fall Dressel fiel zunächst weniger intensiv als beim Tod Elzes aus. Allerdings verschoben sich sowohl der thematische Fokus der Berichterstattung als auch ihr Tenor. Dabei stand die Frage nach der genauen Todesursache aufgrund der damit verbundenen potenziellen Ansehensverluste des Spitzensports und der sportpolitischen Implikationen im Mittelpunkt eines "Interpretationskampfes" der Betroffenen. Trotz der Bemühungen der Sportärzte wuchs sich der Fall Dressel zu einer Grundsatzauseinandersetzung über die Medikalisierung des Hochleistungssports aus, die stark personalisiert ausgetragen wurde.

Zunächst wiesen die Beteiligten alle aufkommenden Dopinggerüchte vehement von sich. Der Birgit Dressel vorrangig behandelnde Sportmediziner Armin Klümper reklamierte ein Versagen der behandelnden Ärzte der Uniklinik Mainz[174] und erklärte alle Verdächtigungen für "trostlos"[175]: "Völliger Quatsch! Birgit und ich hatten eine Vertrauensbasis, von Doping wüsste ich. Wer so etwas behauptet, den nenne ich Aasgeier, der bekommt es mit mir zu tun."[176]

Die Presse schenkte diesen Beteuerungen bereitwillig Glauben, zumal die Eltern Dressels Strafanzeige gegen Unbekannt wegen unterlassener Hilfeleistungen erstatteten. Dabei hielt Dressels Vater Doping ausdrücklich für ausgeschlossen: "Aufputschmittel schließt er bei seiner Tochter 'völlig aus'. Er habe zu ihr ein 'so offenes Verhältnis' gehabt, daß er dies gewußt haben müßte."[177]

Ehrenerklärungen zu Gunsten Birgit Dressels wurden einerseits von den Athleten abgegeben, die Dopingverdächtigungen durch die Presse als Beschmutzung ihres Andenkens bezeichneten,[178] andererseits von den verantwortlichen Sportfunktionären, die sogar den Vorschlag eines Birgit-Dressel-Wanderpreises präsentieren: "Eine spontane Ehrenerklärung gab in dieser Hinsicht auch Ilse Bechthold (Frankfurt) ab, die Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. […] 'Ich meine das wirklich sehr ernst, wenn ich sage: Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Birgit nichts Verbotenes genommen hat.'"[179]

In diesem Stadium des Skandals wies nur eine Minderheit der zitierten Stimmen auf den großzügigen Umgang einiger Sportmediziner mit Medikamenten hin[180] oder wagte es, Dopingverdächtigungen zu äußern: "800-Meter-Weltmeister Willy Wülbeck […] sprach im Zusammenhang mit dem tragischen Tod von Birgit Dressel von Doping. Er fügte hinzu: 'Es gibt Sportler, die einer wandelnden Apotheke gleichkommen, in Trainingslagern und dergleichen. Die glauben einfach auch an die Unterstützung und Hilfe von Medikamenten in ihrer Leistungsentwicklung und Regeneration.'"[181] Die Presse vertraute allerdings den Versicherungen der Sportärzte: "Dopingmittel und jene Substanzen, die in den drei gegen Hexenschuss verabreichten Spritzen gewesen sein könnten, schlössen unheilvolle Prozesse untereinander aus. Das erklärten uns Laien die Ärzte, dazu brauchen sie das Resultat der Gewebeproben-Untersuchung nicht erst abzuwarten. Die Mehrkämpferin starb nicht an Doping."

Die Deutungsstrategie, Dressels Tod sei ein Unglücks-, genauer: ein Allergiefall gewesen, der nichts mit Doping zu tun habe, wurde vor allem vom leitenden Verbandsarzt des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Hartmut Krahl, verfolgt. Krahl erklärte, dass, selbst wenn Dopingmittel verabreicht worden wären, diese keinen Allergieschock hätten auslösen können.[182] Im Juni stellte er in einem Offenen Brief fest, dass eine vollständige Aufklärung immer unwahrscheinlicher werde. Da zweifelsfrei eine allergische Reaktion vorgelegen habe, handele es sich aber nicht um einen "sportspezifischen Fall", sondern um "ein schwieriges allgemeinmedizinisches Problem".[183] Krahl verteidigte auch die intensive medizinische Betreuung der Athleten mit dem Argument, dass deren Körper stärker gefordert werde.[184]

Die unbestreitbare intensive Medikamentierung der Athleten wurde dabei anfangs nur wenig kritisch hinterfragt und von der "SZ" auf den Ehrgeiz der Sportler[185] oder auf die Reisetätigkeit der Athleten zurückgeführt, das heißt auf die "meistens aus fremden Klimazonen eingeschleppten Infektionen"[186]. Die öffentliche Aufmerksamkeit galt zunächst der Angst der intensiv betreuten Athleten vor Fehlbehandlungen ("Alle haben Angst vor der Spritze"[187]). Anscheinend wurde die intensive medizinische Betreuung der Athleten als notwendige Voraussetzung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des bundesdeutschen Leistungssports akzeptiert. Die logische Schlussfolgerung bestand daher in der Forderung nach einer professionelleren sportmedizinischen Betreuung: "Die Athleten wünschen sich ein gewisses Maß an Sicherheit. Aber wo immer sie sich hinwenden, entdecken sie zuerst die Unzulänglichkeiten. Die Selbstverständlichkeit eines sportmedizinischen Zentrums ist in der Bundesrepublik noch nicht vorhanden. Anderswo ja, etwa in Holland oder in Italien, vom Ostblock ganz zu schweigen. Es gibt hierzulande nicht einmal einen anerkannten Ausbildungsweg zum Sportmediziner. Wo sollen die Erfahrungen und Erkenntnisse eigentlich zusammenfließen, Entwicklungen unter dem besonderen Blickwinkel des Hochleistungssports sorgfältigst unter die Lupe genommen werden?"[188]

Konkret wurden angesichts der Tatsache, dass Dressels Tod auf einen toxisch-allergischen Schock zurückging, vor allem ein Athletenpass sowie eine verbesserte sportmedizinische Ausbildung gefordert, um Fehlbehandlungen zu vermeiden. Diesen Forderungen schloss sich auch der Betreuer Dressels an.[189] Insbesondere die "SZ" machte sich dieses Anliegen zu eigen, wobei ihr Gewährsmann der später wegen Dopingvergehen verurteilte Jochen Spilker war: "'Wenn man es streng juristisch sieht, dann erfüllt unser sportmedizinisches Versorgungssystem beinahe schon den Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung.' Jochen Spilker, der dies so lautstark wie nur irgend möglich sagt, ist Rechtsanwalt, und er ist Leichtathletik-Organisator sowie Trainer in Hamm."[190]

Die Leichtathleten verlangen darüber hinaus die Ermittlung und Bestrafung der Schuldigen: "In einem offenen Brief haben Ingrid Thyssen, die Aktivensprecherin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), und ihre Stellvertreterin Gaby Bußmann den leitenden Mannschaftsarzt der Leichtathleten aufgefordert, sich in die Ermittlungen der Todesursache der Mainzer Siebenkämpferin, Birgit Dressel einzuschalten, denn: 'Ähnlich Verhängnisvolles kann sich täglich wiederholen.' An Professor Dr. Krahl schrieben sie: 'Wir appellieren an Sie, sich in die Ermittlungen einzuschalten und auf eine Intensivierung der Untersuchungen und eine exakte Aufklärung zu drängen. Stellen Sie bitte sicher, dass die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden. Die Formulierung ‚Verkettung unglücklicher Umstände‘ können wir nicht akzeptieren. […] Unser sportmedizinisches System hat offensichtlich Schwächen. An den Kosten darf es angesichts der Gesundheitsgefahren nicht scheitern. Um des sportlichen Erfolges willen nehmen wir viel auf uns. Das Risiko, unser Leben zu verlieren, gehört nicht dazu.'"[191]

Tatsächlich wurde der DLV bei der Mainzer Staatsanwaltschaft vorstellig[192] und wurden Vorarbeiten zur Einführung eines sportmedizinischen Betreuungspasses unternommen.[193] Bereits im Juni wurde dieses Projekt allerdings von Krahl als gescheitert bezeichnet.[194]

Ende Juli gab die Staatsanwaltschaft Mainz die Einstellung der Ermittlungen im Fall Dressel bekannt, da den Ärzten kein schuldhaftes oder fahrlässiges Verhalten nachzuweisen wäre. Auf der Basis des gerichtsmedizinischen Gutachtens erklärte die Staatsanwaltschaft, dass Dressel in erster Linie an einer Überdosis des Schmerzmittels Metamizol in Form des Präparates Buscopan Compositum gestorben wäre, das einen toxisch-allergischen Schock ausgelöst hätte. Allerdings definierte die Staatsanwaltschaft die weitere Agenda der Debatte um Dressels Tod, indem sie diesen Schock in Zusammenhang mit Dressels sportmedizinischer Dauermedikation brachte. Die von Klümper vorgenommene Behandlung mit Kombinationspräparaten und Fremdeiweißapplikationen sei nicht mehr überschaubar und ihre Folgen seien nicht mehr abschätzbar gewesen. Die dadurch ausgelösten ständigen Immunreaktionen wären mit der Gefahr der Überforderung des Immunsystems einhergegangen.[195] Damit waren die juristischen Ermittlungen im Fall Dressel abgeschlossen, obwohl einige Juristen die Anwendung aller staatlichen Sanktionsmöglichkeiten gegen dopende Ärzte verlangten.[196]

Die Erklärung der Staatsanwaltschaft, dass die Überdosis eines Schmerzmittels die Todesursache war, ließ durchaus den Schluss zu, dass Dressels Tod kein "Doping-Fall" gewesen war.[197] Ihr Vater interpretierte das rechtsmedizinische Gutachten auch als "Freispruch" für Klümper.[198] Nach Thematisierung der Fülle an Medikamenten in Dressels Körper in der Erklärung der Staatsanwaltschaft geriet der Spitzensport ins "Zwielicht"[199]. Dadurch wurden Klümper und andere "Gurus" der angewandten Sportmedizin im Spitzensport zunehmend in die argumentative Defensive gedrängt. Der zentrale und schwer zu widerlegende Vorwurf gegen Klümper lautete "Polypragmasie", das heißt weitgehend konzeptlose und daher nebenwirkungsträchtige Behandlung mit zahlreichen Arznei- und Heilmitteln. Zunächst beklagten ehemalige Athleten noch einmal das Ausmaß des unkritischen Medikamentenmissbrauchs im bundesdeutschen Sport und warnten vor Nebenwirkungen.[200] Dann äußerte sich DLV-Präsident Eberhard Munzert öffentlich kritisch gegenüber Klümpers Behandlungsmethoden. Armin Klümper zog sich daraufhin aus dem Ärzteteam des DLV zurück, was umgehend die Kritik einiger Spitzenathleten nach sich zog: "'Ohne Klümper keine Medaillen', glauben Jürgen Hingsen und Siegfried Wenz."[201]

Der Spiegel 37/1987Der Spiegel, 37/1987 (© Der Spiegel)
Die Titelgeschichte des "Spiegel" zur "Rutschbahn in den legalen Drogensumpf" vom 7. September 1987 stellte schließlich einen entscheidenden Wendepunkt im öffentlichen Diskurs dar. "Der Spiegel" zitierte aus dem bis dahin unter Verschluss gehaltenem rechtsmedizinischen Gutachten und zeichnete ein erschreckendes Bild des Spitzensports: "Die 'im höchsten Maße gesunde' Birgit Dressel (Klümper zur Kripo) war in Wahrheit eine chronisch kranke, mit Hunderten von Arzneimitteln vollgepumpte junge Frau. Der Sport hatte sie längst zum Krüppel gemacht, ihre Gelenke zerstört, die inneren Organe vor der Zeit zerschlissen."[202]

Die erhebliche Menge an Medikamenten – "zum Frühstück täglich neun Tabletten", "mindestens 400 Spritzen", die Klümper appliziert hatte – schockierte die Öffentlichkeit[203] und drängte Klümper in die argumentative Defensive. Dieser wehrte sich gegen diese Darstellung, die er als "pseudo-humanistische Kampagne gegen den Hochleistungssport" geißelte, indem er die Schuld an Dressels Tod der Universitätsklinik Mainz gab und erklärte, dass Birgit Dressel "kerngesund" gewesen sei, solange sie bei ihm in Behandlung war.[204] Allerdings unternahm der Sportmediziner keine gerichtlichen Schritte gegen den "Spiegel". Stattdessen attackierte Klümper kritische Sportfunktionäre ("Heuchler und Pharisäer") und warf diesen vor, die Athleten selbst zum heimlichen Doping zu animieren und unrealistische Leistungsnormen vorzugeben.[205] Die Presse betrachtete den Leistungssport jedoch zunehmend kritischer, wobei der Hinweis auf die Professionalisierung des Sports eine zentrale Rolle spielte: "Wahrscheinlich war Birgit Dressels plötzlicher Tod nämlich kein Zufall, kein bedauerlicher Ausrutscher eines verblendeten Einzelgängers, sondern Ausdruck des fatalen Risikos einer ganzen Sportart."[206] Auch wurde jetzt offen diskutiert, ob der vermeintliche Wunderdoktor in Wahrheit ein Scharlatan sei.[207] Zwar erfuhr Armin Klümper Unterstützung vom leitenden Direktor des Bundesausschusses für Leistungssport, Helmut Meyer,[208] DLV-Präsident Eberhard Munzert hielt jedoch an seiner Ablehnung Klümpers als Olympiaarzt der Leichtathletik fest.[209]

Darüber hinaus zeichnete die Anhörung des Sportausschusses des Bundestages zum Thema "Humanität im Spitzensport" ein recht ernüchterndes Bild des Spitzensports, da einige Sportmediziner recht unverblümt erklärten, dass Doping bei vielen Athleten zum Trainingsprogramm gehöre.[210] Schließlich wurden tiefe Gräben innerhalb der deutschen Sportmedizin hinsichtlich des angemessenen Einsatzes von Medikamenten im Spitzensport deutlich. Am Ende hinterließ die Anhörung bei einigen Beobachtern einen zynischen Eindruck: "Unter dem Strich bleibt, dass die alte Rechnung stimmt: Spitzensport gleich Spritzensport."[211]

Die kritischen Stimmen innerhalb der deutschen Sportmedizin forderten allerdings nun Sanktionen gegen Dopingärzte und "manische Therapeuten"[212], wobei auch weitere Betreuer von Spitzenteams und -athleten wie der Paderborner Sportmediziner Heinz Liesen kritisiert wurden,[213] denen Scharlatanerie und – aufgrund des extensiven Einsatzes von Medikamenten und Injektionen – eine "Doping-Mentalität" vorgeworfen wurde.[214] Ungeachtet dieser öffentlichen Debatten engagierten sich die Spitzensportler wie auch NOK-Präsident Willi Daume weiter massiv für Klümper, nachdem dieser aufgrund der Ablehnung durch Munzert seinen Rücktritt als Olympiaarzt bekanntgegeben hatte.[215] "Klar wie nie zuvor stellte sich auch Willi Daume hinter Klümper. 'Ich habe festgestellt, daß der Tod von Birgit Dressel kein Problem Klümper ist. Er ist völlig unschuldig. Das ist klargestellt", sagte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK). Als Sprecherin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft der Leichtathleten stellte auch 800-Meter-Läuferin Gaby Bußmann (Hamm) fest: 'Für mich war wichtig, daß alle bisherigen Gutachten gezeigt haben, daß Klümper nicht an Birgits Tod schuld war. Fast alle Athleten, die ich kenne, haben begrüßt, daß dieser Sachverhalt klar bewiesen wurde.'"[216]

Diese Positionierung Daumes in der Affäre stieß allerdings auf einiges Unverständnis, selbst wenn Klümper am Ende nicht zu den Olympischen Spielen nach Seoul fuhr.[217] DLV-Präsident Munzert blieb bei seiner ablehnenden Haltung, obwohl diese innerhalb des Verbandes nicht unterstützt wurde[218] und schließlich einer der Gründe für seinen überraschenden Rücktritt im August 1988 war.[219] Außerdem galt der Fall Dressel im Juni 1988 für den DLV als abgeschlossen.[220]

Nachdem Klümper auf Klagen gegen den "Spiegel" verzichtet hatte, veranstaltete er im Juli 1988 einen Tag der offenen Tür, um seine Reputation zu retten. Zwar erreichte er die notwendige Medienaufmerksamkeit, seine Bemühungen um Reputationspflege waren jedoch wenig erfolgreich. Klümpers Angriffe gegen "unqualifizierte" Schulmedizin und "arrogante" Funktionäre wurden nur ironisch gebrochen wiedergegeben. Seine Erklärungen zum Fall Dressel erschienen selbstgerecht ("Professor Klümpers Glaube an die eigene Methode ist unerschütterlich") und wurden in den Kontext seiner früheren Verabreichung von Anabolika gestellt.[221]

Sportpolitische Reaktionen

Während hier die sportpolitischen Reaktionen auf den Fall Dressel im Mittelpunkt stehen, ist darauf hinzuweisen, dass der Skandal auch die Praxis der Arzneimittelzulassung in der Bundesrepublik in Frage stellte. Er veranlasste das zuständige Bundesgesundheitsamt dazu, die Zulassung von 26 Schmerzmitteln zurückzuziehen[222] und die Zulassung aller injizierbaren Arzneimittel der Zellulartherapie ruhen zu lassen.[223] Darüber hinaus führte die schwierige Kausalattribution – wie schon im Fall Elze – zur Einstellung der eingeleiteten Strafverfahren,[224] was nicht erklärte, warum Dressels Freund und Trainer seine Trainertätigkeit ebenso fortsetzen konnte[225] wie der betreuende Sportmediziner Armin Klümper.[226]

Aus sportpolitischer Sicht warf der Fall Dressel einerseits die Frage nach der Ausgestaltung der sportmedizinischen Betreuung, andererseits nach einer verbesserten Dopingbekämpfung, insbesondere in Form von Trainingskontrollen, auf. Hier zeigte sich, dass der bundesdeutsche Sport den Fall Dressel vorrangig nutzte, um auf eine verbesserte sportmedizinische Betreuung zu drängen. Hinsichtlich der Einführung von Trainingskontrollen nahmen die Funktionäre dagegen eine Verweigerungshaltung ein.

Im Hinblick auf Trainingskontrollen antwortete der BAL auf die Anfrage des BMI einen Monat nach dem Tod Dressels: "Eine gesundheitliche Gefährdung durch die Einnahme irgendeines den Dopingmitteln zuzuordnenden Medikamentes konnte bisher nicht festgestellt werden. Es muß jedoch mit großer Besorgnis zur Kenntnis genommen werden, daß die Zahl der sportbedingten Verletzungen und Erkrankungen sich auf einem hohen Niveau eingependelt hat, ohne daß es bis heute möglich gewesen ist, eine Finanzierung von Ärzten für den Hochleistungssport zu erlangen. Eine Ausweitung der Doping-Analytik und der Zahl der Doping-Bestimmungen scheint somit nicht geboten, wohl eine weitere Verbesserung der ärztlichen Fürsorge […] Die Durchführung von Doping-Kontrollen im Training läßt einen unverhältnismäßig hohen personellen und finanziellen Aufwand erwarten, der nicht im Verhältnis zu möglichen Auswirkungen steht, zudem gesundheitliche Störungen durch irgendwelche medikamentösen Maßnahmen im Training bis heute nicht belegt werden können."[227]

Das Bundesinnenministerium signalisierte dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft, dass man die Ausführungen des DSB für "angreifbar" halte.[228] Das Institut schrieb daraufhin den Inhalt des Schreibens allein Joseph Keul zu und bezeichnete die Einschätzung der Nebenwirkungen von Doping als kontrovers. Darüber hinaus arbeitete das Bundesinstitut an einer juristischen Prüfung von Trainingskontrollen.[229] Allerdings war ein juristisches Gutachten bereits 1983 zu dem Ergebnis gekommen, dass Trainingskontrollen vertraglich verankert werden konnten.[230] Obwohl diese Einschätzung auf dem Treffen der "Arbeitsgruppe Dopingfragen" des Bundesinstituts am 3. Juni 1987 von einem Juristen bestätigt wurde, argumentierten die Sportfunktionäre weiter mit den juristischen Problemen von Trainingskontrollen.[231] So erlärte Heinz Fallak beim öffentlichen Hearing des Sportausschusses des Deutschen Bundestags, "daß uns die Juristen sagen werden: Das wird nicht möglich sein".[232]

Um einen Reputationsverlust der bundesdeutschen Sportmedizin zu vermeiden, versuchten vor allem die Sportmediziner eine spezifische Interpretation des Fall Dressels durchzusetzen. Die Sporttraumatologie der Universität Freiburg, deren Äußerungen vom BAL vollständig mitgetragen wurden, erklärte sich im April 1987. Nach dieser öffentlichen Erklärung waren die Wurzeln der Angriffe auf die Sportmedizin "im pseudophilosophischen und pseudosozialen Gestrüpp von Kollektivneurose, brutalem Opportunismus und Neidideologie" zu suchen. Die Persönlichkeit Klümper stelle in diesem Zusammenhang nur eine "Zielscheibe dieser pseudohumanistischen Angriffe" dar, bei denen versucht werden würde, "den tragischen Tod Birgit Dressels zu missbrauchen, um Prof. Dr. Klümper zu verunglimpfen und die Athleten zu verunsichern".[233] Zusammen mit einem Beitrag des Freiburger Sportmediziners Bernd Kasprzak zu Möglichkeiten und Grenzen der Sportmedizin im Leistungssport wurde dieser Beitrag im August an alle Bundeskaderathleten verschickt.[234]

Wie bereits dargestellt, bemühten sich in weniger aggressiver Form weitere Sportmediziner um eine weniger gefährliche Deutung des Todesfalls. Der leitende DLV-Verbandsarzt Hartmut Krahl sprach in einem Offenen Brief lediglich von einer Medikamentenunverträglichkeit Dressels[235] und versuchte den Vorwurf des gerichtsmedizinischen Gutachtens zu entkräften, dass die polypragmatische Behandlung von Klümper "nicht überschaubar" gewesen sei. Angesichts der Überdosierung des Dressel verabreichten Schmerzmittels bezeichnete Krahl die Einschätzung der Gutachter, die Behandlung durch Klümper habe das toxisch-allergische Geschehen ausgelöst, als "rein hypothetisch".[236]

Auf dem vom Sportausschuss auf Antrag der SPD veranstalteten Hearing wurde diese Deutungsstrategie weiter verfolgt.[237] Der Kölner Sportmediziner Heinz Liesen betonte unter Zwischenrufen, dass es sich im Falle Dressels um kein sportmedizinisches Problem, sondern um ein klinisches Problem der Behandlung eines Patienten gehandelt habe. Er erhielt dabei die Unterstützung des Vorsitzenden der Trainerkommission des Bundesausschusses für Leistungssport, Emil Beck. Für seine großzügige Auslegung des Begriffs der Substitution erfuhr Liesen ebenfalls Beistand durch den BAL-Vorsitzenden Helmut Meyer. Liesen bezeichnete die Forderung nach der Erweiterung von Dopingkontrollen auch als "Irrweg". Ebenso argumentierte Keul, dass Deutschland im Bereich der Dopinganalytik gut abgedeckt sei und es vielmehr an sportärztlicher Versorgung der Spitzenathleten mangele. Die ehemalige Athletin und Medizinerin Heidi Schüller hingegen richtete in der Frage der medizinischen Verantwortung für den Tod von Dressel deutliche Kritik an Liesen: "Ich halte es gelinde gesagt, für ein intellektuelles Foul, diese Ursächlichkeit an die Universitätsklinik Mainz zu verschieben."

Im Nachhinein erstaunt die offensive Weise, mit der der Fall Dressel zum Anlass genommen wurde, die in der Grundsatzerklärung 1977 verankerte und der Version von 1983 bekräftigte Linie der sportmedizinischen Athletenbetreuung weiter zu forcieren, um zusätzliche finanzielle Mittel und Infrastruktur für den Spitzensport zu akquirieren. Diese sportpolitische Leitlinie fügte sich auch in das nach den Olympischen Spielen 1984 angeregte Konzept der Olympiastützpunkte, welche die vermeintlich ungenügende sportmedizinische, trainingsphysiologische und physiotherapeutische Athletenbetreuung in den Leistungszentren und Bundesstützpunkten überwinden sollten.[238]

Getreu der Doktrin von der Autonomie des Sports übernahm die Bundesregierung zunächst die Position der Sportverbände[239] und erklärte, dass die Verbesserung der sportmedizinischen und physiotherapeutischen Betreuung, Laufbahnberatung und sozialen Betreuung in den Olympiastützpunkten ein adäquates Mittel darstelle, um Versuche der medizinisch-pharmakologischen Leistungssteigerung zu verhindern. Zudem behauptete die Bundesregierung, dass leistungssteigernde Effekte durch pharmakologische Behandlung nicht gesichert seien. Hinsichtlich der Forderung nach Trainingskontrollen erklärte sie sich für nicht zuständig: "Aufgrund der ihm zukommenden Autonomie muß der Sport zu diesen Kontrollen […] Stellung beziehen. Die Bundesregierung beabsichtigt nicht, in diesen Entscheidungsprozess einzugreifen".[240]

Die ablehnende oder abwartende Haltung gegenüber Trainingskontrollen war jedoch nicht durchzuhalten. Auf nationaler Ebene sprachen sich die Sportminister der Länder am 26. November 1987 eindeutig für Trainingskontrollen aus.[241] Die Bundestagsfraktion der Grünen forderte sogar die Einstellung des Hochleistungssports und bezeichnete die Sportmedizin als Teil des Dopingproblems: "Geradezu bedenklich ist der Ruf nach mehr und intensiverer Betreuung durch die Sportmediziner. Betrachtet man dazu die Stellungnahme der Sportmediziner, wird deutlich, daß unter dem Deckmantel der Prävention und der Substitution eine pharmakologische Dauerbehandlung durchgeführt werden soll […] Der Glaube, mit mehr Medizin weniger Doping zu erreichen, ist ein fataler Irrglaube. Denn wer verabreicht den Sportlern die Wundermittel?"[242] Diese Position traf jedoch allenfalls bei der SPD auf Resonanz, die das Wirken einzelner deutscher Sportmediziner zunehmend kritisch beäugte.

So veranlassten vor allem internationale Entwicklungen die Bundesregierung zu einem Kurswechsel. Der Dopingbeauftragte Donike hatte DSB, Bundesinstitut und Bundesinnenministerium wiederholt auf die Notwendigkeit der Verankerung von Kontrollen außerhalb von Wettkämpfen aufmerksam gemacht und dabei meist auf einschlägige Beschlüsse internationaler Institutionen wie Europarat, IOC oder IAAF Bezug genommen.[243] Diesen Forderungen waren einige Sportorganisationen und Staaten zu diesem Zeitpunkt auch bereits partiell nachgekommen.[244] Für das Bundesinnenministerium wurde die zögernde Haltung des deutschen Sports damit zunehmend untragbar. Nachdem im Europarat über einen Empfehlungsentwurf zur Verankerung von Kontrollen außerhalb von Wettkämpfen abgestimmt wurde[245], dem letztlich alle Delegationen mit Ausnahme der Niederlande und der Bundesrepublik zustimmten, wurde der Abstimmungsprozess mit den Sportverbänden pragmatisch verkürzt. In der Abstimmung des Europarates hatte sich die Bundesregierung unter Hinweis auf die notwendige Abstimmung mit den Sportorganisationen eine endgültige Entscheidung noch vorbehalten. Unter dem Eindruck einer drohenden internationalen Isolation wurde vom Bundesinnenminister in einem Rundschreiben an sämtliche in dieser Hinsicht relevanten bundespolitischen Akteure nun klar zum Ausdruck gebracht, "daß bei dieser Sachlage eine Ablehnung der Empfehlung einen falschen Eindruck hinsichtlich der deutschen Haltung zum Dopingproblem erwecken würde. Im Hinblick auf den Empfehlungscharakter halte ich eine Zustimmung trotz der in der Bundesrepublik Deutschland teilweise ungeklärten Fragen für vertretbar".[246]

Die internationalen Initiativen erwiesen sich somit wirksamer als der Skandal um Birgit Dressel. So signalisierte der Vorsitzende des Bundesinstituts umgehend Zustimmung zum Vorgehen des BMI sowohl von Seiten des Bundesinstituts als auch des NOK.[247] Im Juni 1988 verstärkte sich der internationale Anpassungsdruck, als die europäische Sportministerkonferenz, der Europarat und die Ständige Weltkonferenz gegen Doping in Ottawa Empfehlungen zur Verankerung von Trainingskontrollen beschlossen.[248] Nachdem das NOK in einem Grundsatzbeschluss vom 30. August 1988 seine Mitgliedsverbände aufgefordert hatte, gemäß den Empfehlungen der internationalen Institutionen Kontrollen außerhalb von Wettkämpfen einzuführen und in diesem Zusammenhang ankündigte, die Kriterien für die Benennung der Olympiamannschaft entsprechend zu verändern,[249] beschloss man am 19. November 1988 unangemeldete Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen mit einer Pilotphase in den Jahren 1989 und 1990. Darin enthalten waren auch entsprechende Ergänzungen der Nominierungs- und Förderungsrichtlinien.[250] Innerhalb des DSB stellte das Präsidium kurze Zeit später einen entsprechenden Antrag im Hauptausschuss.[251] Das Pilotprojekt für die Jahre 1989/90 wurde schließlich am 10. Februar 1989 vom DSB-Präsidium beschlossen.[252]


Fußnoten

166.
Singler/Treutlein (Anm. 101), S. 55.
167.
Der Spiegel, 7.9.1987. Zum Beschwerdeverlauf Dressels ebd.
168.
Rechtsmedizinisches Gutachten v. 23.7.1987 […], Archiv des Doping-Opfer-Hilfe e. V. Kurze Auszüge daraus dok.: Berendonk (Anm. 103), Textdokument 4B.
169.
Vgl. Rechtsmedizinisches Gutachten (Anm. 168), S. 60.
170.
Joseph Keul, Freiwillige Dopingkontrolle während des Trainings empfohlen, in: NOK-Report 3 (1987), S. 16.
171.
Vgl. ebd., S. 16.
172.
Ergebnisprotokoll NOK-Präsidiumssitzung, Köln 9.4.1987, S. 5, DOSB-Archiv, 4026/B6.5/KII 10B.
173.
Schreiben BMI an DSB, Bonn 19.3.1987, Carl und Liselott Diem-Archiv (CuLDA), Nachlass (NL) Kirsch, 98/Doping 4.
174.
Bild, 14.4., 15.4.1987.
175.
WAZ, 14.4., 15.4.1987.
176.
Bild, 13.4.1987.
177.
FAZ, 15.4.1987.
178.
FAZ, 29.4.1987.
179.
SZ, 14.4.1987.
180.
FAZ, 5.4.1987.
181.
SZ, 16.4.1987. Das Folgende ebd.
182.
FAZ, 19.5.1987.
183.
SZ, 19.6.1987; FAZ, 19.6.1987.
184.
WAZ, 11.7.1987.
185.
SZ, 16.4.1987.
186.
SZ, 25.4.1987.
187.
Bild, 15.4.1987.
188.
SZ, 25.4.1987.
189.
Express, 15.4., 16.4.1987; SZ, 16.4.1987.
190.
SZ, 25.4.1987.
191.
FAZ, 29.4.1987; s. a. Bild, 29.4.1987; Express, 29.4.1987; SZ, 29.4.1987.
192.
FAZ, 4.5.1987.
193.
FAZ, 7.5.1987; s. a. Express, 6.5.1987.
194.
WAZ, 17.6.1987.
195.
SZ, 1.8.1987.
196.
FAZ, 19.9.1987.
197.
Vgl. FAZ, 1.8.1987.
198.
Bild, 19.9.1987.
199.
WAZ, 1.8.1987.
200.
FAZ, 11.8.1987; Express, 11.8.1987.
201.
FAZ, 19.8.1987.
202.
Der Spiegel, 7.9.1987.
203.
Express, 8.9.1987.
204.
SZ, 9.9.1987.
205.
Express, 15.9.1987.
206.
WAZ, 14.9.1987.
207.
FAZ, 21.9.1987.
208.
SZ, 22.9., 25.9.1987.
209.
FAZ, 17.12.1987.
210.
SZ, 15.10.1987.
211.
FAZ, 16.10.1987.
212.
SZ, 10.2.1988.
213.
FAZ, 1.2.1988.
214.
Bild, 21.5.1988; SZ, 24.5.1988.
215.
SZ, 21.3.1988; FAZ, 21.3., 30.3.1988.
216.
FAZ, 9.4.1988.
217.
Die Zeit, 18.11.1988.
218.
WAZ, 17.12.1987; SZ, 8.4.1988.
219.
FAZ, 15.8.1988.
220.
FAZ, 30.6.1988.
221.
SZ, 19.7.1988; FAZ, 19.7.1988.
222.
FAZ, 16.4., 8.5.1987.
223.
FAZ, 8.8.1987.
224.
Der Spiegel, 10.8.1987.
225.
Der Spiegel, 26.11.1990.
226.
Der Spiegel, 10.12.1990, 24.2.1992.
227.
Schreiben BAL an BMI, Frankfurt a. M. 15.5.1987, CuLDA, NL Kirsch, 98/Doping 4.
228.
Schreiben BMI an BISp, Bonn 25.5.1987, CuLDA, ebd.
229.
Schreiben Kirsch an BMI, Bonn 4.6.1987, CuLDA, ebd.
230.
M. Meinberg u.a., Gutachten über die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung des Doping-Mißbrauchs v. 10.6.1983, CuLDA, NL Kirsch, Doping 86, S. 24.
231.
August Kirsch, Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen problematisch, in: NOK-Report 7 (1987), S. 20.
232.
Humanität im Spitzensport. Öffentliche Anhörung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages am Bonn 14. Oktober 1987, Hg. Deutscher Bundestag, Bonn 1988, S. 97. Leistungssport, 4/1987, S. 5.
233.
Leistungssport, 4/1987, S. 5.
234.
BAL an alle Bundeskader-Athletinnen und Athleten, Frankfurt a. M. 26.8.1987, CuLDA, NL Kirsch, 98/Doping 4.
235.
Hartmut Krahl, Offener Brief von Prof. Dr. Krahl, in: Leichtathletik, 26 (1987), S. 807.
236.
Stellungnahme des Leitenden DLV-Arztes zum rechtmedizinischen Gutachten Dressel […], Essen 21.9.1987, CuLDA, NL Kirsch, 98/Doping 4.
237.
Humanität (Anm. 232).
238.
Zur Entwicklung und Idee der Olympiastützpunkte vgl. Joseph Keul, Olympia-Stützpunkte: Anforderungen an den wissenschaftlichen Service, in: Leistungssport, 1/1987, S. 9–11; Günter Hagedorn, Olympiastützpunke – eine Zukunftschance?, in: Leistungssport, 6/1987, S. 5–9; Carl-Dieter Spranger, Olympiastützpunkte. Eine neue Dimension für den deutschen Spitzensport, in: Leistungssport, 3/1988, S. 5–7.
239.
Vgl. BT-Drs. 11/404 u. 11/506.
240.
BT-Drs. 11/506, S. 7.
241.
Beschlüsse/Empfehlungen der 10. Konferenz der Sportminister der Länder am 26.11.1987, dok.: Sportministerkonferenz. Immer in Bewegung, Hg. Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen/Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein, Simmern 2010, S. 81.
242.
Deutscher Bundestag, 11. Wahlperiode, 64. Sitzung, Bonn 3.3.1988, S. 4438.
243.
Schreiben Donike an DSB, Köln 11.1.1986, DOSB-Archiv, 1322/B6.5/4B12; ders. an Kirsch, Köln 29.4.1985, CuLDA, NL Kirsch, 87/Doping 3, u. dass., Köln 16.1. u. 16.3.1987, CuLDA, NL Kirsch, 98/Doping 4; Donike an Kirsch, Köln 16.3.1987, CuLDA, ebd.; Schreiben Donike an BMI, Köln 16.12.1986, CuLDA, ebd.
244.
In Großbritannien, Norwegen, Schweden, der Schweiz, Kanada und den USA sowie beim Deutschen Schwimm-Verband: Schreiben Donike an Kirsch, Köln 29.4.1985, CuLDA, NL Kirsch, 87/Doping 3; 1986 zzgl. Dänemark, Österreich, Belgien, UDSSR und DDR: Schreiben Donike an DSB, Köln 11.1.1986, DOSB-Archiv, 1322/B6.5/4B12. 1987 entfielen 23,6 % aller Kontrollen in IOC-akkreditierten Laboren auf Kontrollen außerhalb von Wettkämpfen, im Dopinglabor in Köln nur 72 Proben des DSV: Schreiben Donike an Kirsch, Köln 16.3.1987, CuLDA, NL Kirsch, 98/Doping 4.
245.
Council of Europe. Committee for the Development of Sport. Preliminary Draft Recommendation […] of the Institution of Doping Controls without Warning 'Outside Competitions', Straßburg 2.3.1988, CuLDA, NL Kirsch, 88/Doping 5.
246.
Schreiben BMI an DSB u.a., Bonn 15.3.1988, CuLDA, ebd.
247.
Kirsch an BMI, 25.3.1988, CuLDA, ebd.
248.
Conference of European Ministers responsible for Sport, 1.–2.6.1988, CuLDA, NL Kirsch, 88/Doping 5, u. Draft Recommendation of the Committee of the Ministers […] of the Institution of Doping Controls without Warning 'Outside Competitions', DSOB-Archiv, 4026/B6.5/KII 10B; Council of Europe, Recommendation No. R (88) 12 […], 21.6.1988, CuLDA, NL Kirsch, 88/Doping 5; Final Declaration of the First Permanent World Conference on Anti-Doping in Sport, 26.–29.6.1988, Annex I des Protokolls der 94. IOC-Session, Séoul 13.–16.9.1988, S. 104.
249.
Ergebnisprotokoll NOK-Präsidiumssitzung, Frankfurt 30.8.1988, Top 6, DOSB-Archiv, 4026/B6.5/KII 10B.
250.
NOK-Mitgliederversammlung, Hamburg 19.11.1988, Zusammenfassung der wichtigsten NOK-Beschlüsse im Kampf gegen Doping, DOSB-Archiv, ebd., S. 2.
251.
Antrag des Präsidiums des DSB für die 34. Sitzung des Hauptausschusses, Mainz 3.12.1988, CuLDA, NL Kirsch, 89/Doping 6.
252.
Protokoll der Präsidiumssitzung des DSB, 10.2.1989, DSOB-Archiv, 1322/B6.5/4B12.

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