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26.10.2012 | Von:
Maximilian Ruland

Experten für gesamtdeutsche Fragen

Der Königsteiner Kreis in den 1950/60er-Jahren

Der Königsteiner Kreis war in den 1950er/60er-Jahren eine einflussreiche Organisation, die die Politik bei Planungen zur Wiedervereinigung Deutschlands beriet, und eine Interessengruppe für DDR-Flüchtlinge. Insbesondere wegen der Erfahrungen, die seine Mitglieder in der SBZ/DDR gemacht hatten, galt der Kreis als Expertengremium für DDR-Fragen.

Einleitung

Am 27. September 1951 verkündete Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) vor dem Deutschen Bundestag einen 14 Punkte umfassenden Gesetzentwurf für gesamtdeutsche Wahlen als Voraussetzung für die Wiedervereinigung Deutschlands. "Der Spiegel" berichtete, dass dieser Entwurf nicht Produkt von Adenauers Courage oder eigener staatsmännischer Überlegungen sei, auch nicht auf das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (BMG) unter Jakob Kaiser (CDU) zurückginge, sondern auf Ausarbeitungen des Königsteiner Kreises, eines Zusammenschlusses von "aus der Ostzone geflüchtete[n] Experten aus Verwaltung, Justiz und Wirtschaft". Das Magazin zitierte das geschäftsführende Vorstandsmitglied dieser Vereinigung, Helmut Külz, mit der Aussage, dass Konrad Adenauer als "typischer Rheinländer keinen klaren Blick für die besondere Situation der Ostzone" habe und die Königsteiner die "Praktiken, aber auch die Schwächen der SED drüben" gut kennen würden.[1]

Was war dieser Königsteiner Kreis für eine Organisation, deren Mitglieder sich bei Versuchen zur Wiedervereinigung gegen den Bundeskanzler als Experten positionierten? Worauf gründeten diese Leute ihren Anspruch, Experten für gesamtdeutsche Fragen zu sein? Welche Bedeutung hatten dabei ihre Kenntnisse über die Situation in der DDR?

Dieser Aufsatz behandelt den Königsteiner Kreis, die Vereinigung der Juristen, Volkswirte und Beamten aus der Sowjetischen Besatzungszone e.V. (KK), eine in der Forschung bislang kaum beachtete politikberatende Organisation von SBZ/DDR-Flüchtlingen.[2] Dabei geht die Untersuchung von der These aus, dass dieser Verein seinem Selbstverständnis nach die Rolle eines politischen Akteurs, einer Interessengruppe und eines Vermittlers fachlichen Wissens in sich vereinen wollte und konnte, mit dem Argument, eine Expertenorganisation[3] zu sein. Diesen Status schrieb er sich durch verschiedene Wissensbestände zu; hauptsächlich durch die Erfahrungen seiner Mitglieder mit der SBZ.[4]

Die Untersuchung steuert drei Beiträge zur Forschung über die frühe Bundesrepublik bei. Erstens wird durch Blick auf den KK eine Forschungslücke über eine weitere Organisation im "kaum übersehbare[n] Vorfeld"[5] des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen (BMG) geschlossen. Darüber hinaus weitet die Analyse zweitens die Perspektiven der Forschungen über die Wiedervereinigungspolitik Adenauers. Dieses Forschungsgebiet konzentrierte sich bislang stark auf die zeitgenössischen Perzeptionen und nicht abgeschlossene historiographische Diskussion um die Bedeutung der Stalin-Noten von 1952 , statt sich mit dem Zustandekommen politischer Grundlagenarbeit, wie der Planung gesamtdeutscher Wahlen im Hintergrund großer staatstragender Aktionen, zu befassen. Drittens leistet die Untersuchung migrationshistorische Beiträge zu Flucht und Vertreibung. Der Blick auf den KK erweitert die bislang noch eher spärlich erforschte Eigensicht der DDR-Flüchtlinge auf die deutsche Teilung und ihre Eingliederung in die Bundesrepublik.[6] Zugleich wird die bei Untersuchungen zu sozialpolitischen Maßnahmen der Integration von Ostvertriebenen und Flüchtlingen häufig dominierende Sicht auf die Vertriebenen um die DDR-Flüchtlinge ergänzt.[7]

Im Folgenden wird der Königsteiner Verein in seinen Grundstrukturen und seiner Arbeitsweise skizziert. Anschließend wird er ins Feld gesamtdeutscher Fragen eingeordnet. Zuletzt werden anhand zweier Fallbeispiele die Tätigkeiten der Vereinigung analysiert. Leitende Fragen sind: Was unternahm die Vereinigung? Wie begründete sie ihr Wirken? Wie argumentierte sie für ihren Status als Experten?

Der Königsteiner Kreis

Der KK war ein im Dezember 1949 in Königstein im Taunus gegründeter überparteilicher Zusammenschluss von Politikern, Juristen, Beamten und Volkswirten, die aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der frühen DDR in die Westzonen bzw. in die Bundesrepublik geflohen waren. Der Verein bestand, bis seine Mitgliederversammlung 1997 die Auflösung beschloss. Die Initiatoren und
Königsteiner KreisGründungsmitglieder des Königsteiner Kreises: vorn links Hermann Brill, hinten rechts Karl Magen, 17. Dezember 1947 (© Bundesarchiv, B 299 Bild-000263)
Gründungsmitglieder waren hochrangige Politiker und Juristen der Länder Thüringen und Sachsen-Anhalt gewesen, unter ihnen Thüringens Regierungspräsident Hermann Brill (SPD), der Hallenser Oberbürgermeister Theodor Lieser (FDP), der zunächst parteilose Minister Helmut Külz (später SPD), Hans Lukaschek (später Bundesvertriebenenminister, CDU) und der Vizepräsident des Oberlandesgerichtes Thüringen Karl Magen (CDU).[8] Sie sahen sich aufgrund ihrer "Erfahrungen und Kämpfe" in der SBZ zu einer besonderen Mitarbeit an der Wiedervereinigung und einer ernsten fachlichen Beschäftigung mit Recht und Verwaltung der SBZ "verpflichtet und berufen".[9] Aus einer Gemengelage von berufsständischen, fachlichen und politischen Motiven gab die Gründungsversammlung dem KK drei satzungsgemäße Ziele: 1) Politisches Ziel war die Erhaltung und Wiedergewinnung der deutschen Rechtseinheit sowie die Sammlung und Stärkung aller Kräfte innerhalb und außerhalb der SBZ, die dem gleichen Ziel dienten, 2) fachliches Ziel die ständige, weitere Beschäftigung mit der Gestaltung von Recht und Verwaltung in der SBZ sowie die Verbreitung der Kenntnis darüber in SBZ und Bundesrepublik, 3) soziales Ziel die Förderung des persönlichen und beruflichen Zusammenhanges, des beruflichen Fortkommens der Mitglieder und die Unterstützung der in Not geratenen Mitglieder und ihrer Angehörigen.[10] "Diese gleichzeitigen […] Aufgaben" ließen sich nach dem Selbstverständnis der Mitglieder "nicht von einander trennen" und stellten die "besondere Eigenart" des KK dar.[11]

Haus der Begegnung KönigsteinHaus der Begegnung in Königstein (Ts.) (© Haus der Begegnung Betriebs-GmbH)
Wesentliche Organe waren die jährlich in Königstein (Taunus) tagende Mitgliederversammlung und der mit der Führung der laufenden Geschäfte und der Außenvertretung betraute, paritätisch nach Parteienproporz besetzte Vorstand.[12] Sitz der Geschäftstelle war Frankfurt am Main. Der Verein verstand sich im Einvernehmen mit dem Gesamtdeutschen Ministerium nicht als "Massenorganisation"[13], sondern als eine kleine sachverständige "Elite der Sowjetzonenflüchtlinge"[14], deren Mitglieder ausschließlich Flüchtlinge aus der DDR sein durften.[15] Entsprechend bewegte sich die Mitgliederstärke zwischen 895 (1954) und 610 (1965) Personen.[16]

Die Finanzierung erfolgte hauptsächlich über Mittel des BMG.[17] Unmittelbar nach der Gründung trat der Verein an das auf externe Hilfe angewiesene Ministerium heran. Die Mitglieder arbeiteten gezielt auf eine finanzielle Förderung hin, denn sie definierten den Verein als "wissenschaftliche[s] Gutachter-Kollegium", das durch Experten Rechtsfragen zur DDR behandle.[18] Neben dieser Wissenschaftlichkeit argumentierten sie mit ihrem politischen Initiativgeist verbunden mit der überparteilichen Ausrichtung, aber auch mit dem Anspruch über hinreichende Sach- und Ortskunde zur DDR zu verfügen.[19] Hier vermischten sich folglich politische Tätigkeit mit dem Anspruch auf Wissenschaftlichkeit und auf Praxiswissen. Dieser Fundus verschiedener Wissensbestände war wesentlich für den Verein.


Fußnoten

1.
Gesamtdeutsche Wahlen: Nicht aus Russen-Angst, in: Der Spiegel, 3.10.1951, S. 5f.
2.
Die Forschung hat den KK hauptsächlich bei Untersuchungen über Politikberatung zur DDR und zur Geschichte bundesdeutscher DDR-Forschung behandelt: Heinz Peter Hamacher, DDR-Forschung und Politikberatung 1949–1990. Ein Wissenschaftszweig zwischen Selbstbehauptung und Anpassungszwang, Köln 1991, S. 78f, 81; Jens Hüttmann, DDR-Geschichte und ihre Forscher. Akteure und Konjunkturen der bundesdeutschen DDR-Forschung, Berlin 2008, S. 70–72. Bereits gut erschlossen ist der Wirtschaftsausschuss des KK in seinem Verhältnis zum Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands: Bernd Adolph, Die Anfänge des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, in: DA 28 (1995) 10, S. 1048–1064, hier 1053–1056; Roland Wöller, Der Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands 1952–1975. Zur Politischen und wissenschaftlichen Diskussion der wirtschaftlichen Wiedervereinigung, Düsseldorf 2004, S. 38–63; Markus Gloe, Planung für die deutsche Einheit. Der Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands 1952–1957, Wiesbaden 2005, S. 49–56. Einen kurzen Überblick über den KK seit den 1970er-Jahren gibt sein letzter Vorsitzender Friedrich-Christian Schroeder, Fünfzig Jahre Königsteiner Kreis, in: DA 31 (1998) 5, S. 709–711.
3.
Dem KK gehörten überwiegend Männer an. Expertinnen waren lediglich Geschäftstellenleiterin Ilse Mittag und Mitglied Erika Wolf MdB.
4.
Siehe zu den Kategorien Experte und Wissen Eric J. Engstrom u.a. (Hg.), Figurationen des Experten. Ambivalenzen der wissenschaftlichen Expertise im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert, Frankfurt a. M. u.a. 2005; Achim Landwehr, Das Sichtbare sichtbar machen. Annäherungen an "Wissen" als Kategorie historischer Forschung, in: Ders. (Hg.), Geschichte(n) der Wirklichkeit. Beiträge zur Sozial- und Kulturgeschichte des Wissens, Augsburg 2002, S. 61–89.
5.
Gisela Rüß, Anatomie einer politischen Verwaltung. Das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen – Innerdeutsche Beziehungen 1949–1970, München 1973, S. 76.
6.
Deutlich dominiert hier bislang die Perspektive des Aufnahmestaates: Helge Heidemeyer, Flucht und Zuwanderung aus der SBZ/DDR 1945/1949-1961. Die Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik Deutschland bis zum Bau der Berliner Mauer, Düsseldorf 1994; Volker Ackermann, Der "echte" Flüchtling. Deutsche Vertriebene und Flüchtlinge aus der DDR 1945-1961, Osnabrück 1995.
7.
Vgl. Heidemeyer (Anm. 7), S. 16–18; Mathias Beer, Symbolische Politik? Entstehung, Aufgaben und Funktion des Bundesministeriums für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, in: Jochen Oltmer (Hg.), Migration steuern und verwalten. Deutschland vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Göttingen 2003, S. 295–322.
8.
Anlage 2, 11.7.1949, BArch B299/1, Bl. 121. Vgl. Petra Weber, Justiz und Diktatur. Justizverwaltung und politische Strafjustiz in Thüringen 1945–1961, München 2000, S. 17 passim.
9.
Königsteiner Kreis – Rundschreiben Nr. 1, Juli 1950, BArch Zsg. 1-242/3 (1950–1957).
10.
§§ 7–10 der Satzung v. 17.12.1949, BArch B299/138, Bl. 461–464.
11.
Erbetener Entwurf über Entstehung, Zweck und Ziel des KK, 1954, BArch B299/129, Bl. 149f, zit. 150.
12.
§§ 13–18 u. 20–27 der Satzung v. 22.9.1951, BArch B299/138, Bl. 312; Protokoll über die konstituierende Sitzung des neugewählten Vorstandes am 20.9.1952, BArch B299/2, Bl. 319f.
13.
Geschäftsbericht für 1.11.1956–31.10.1957, BArch B299/32, Bl. 119.
14.
Vermerk: Die 7. Tagung des [KK], 1952, BArch B137/1448.
15.
§§ 1-3 der Satzung v. 17.12.1949 (Anm. 11), Bl. 461f. Für die Aufnahme waren ein Bürgschaftsverfahren und die Überprüfung des Antragstellers in "persönlicher, fachlicher und politischer Hinsicht" aus dem Kreis der Mitglieder vorgesehen: ebd., § 4 ; zit. Schreiben Rogler an Weber, 30.1.1953, ebd., Bl. 284.
16.
Geschäftsberichte des Vorstands für 1952–1963, BArch B299/32, Bl. 184 passim; für 1965, BArch B299/58, Bl. 83.
17.
Kunisch, Betr. Herbsttagung des [KK], 5.10.1953, BArch B137/1448; Müller i. V. des Staatssekretärs an den [KK], 20.3.1958, BArch B299/134, Bl. 401.
18.
Vermerk betr. KK, Rücksprache mit Prof. Dr. Brill, 21.1.1950, BArch B137/1449.
19.
Külz an den Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 2.9.1950, Külz an das [BMG], 11.1.1951, ebd.

Eine inhaltsanalytisch orientierte Betrachtung zeigt, dass sich die Bundeszentrale für Heimatdienst (ab 1963: Bundeszentrale für politische Bildung) und das Ostkolleg schon in ihrem Gründungsjahrzehnt mit zielgruppenspezifischen Publikationen und Seminaren für "Bildungseliten", die durch ein autonomes wissenschaftliches Leitungsgremium konzipiert wurden, überwiegend substanziell und argumentativ mit Theorie und Praxis des internationalen Kommunismus auseinandergesetzt haben.

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