Beleuchteter Reichstag

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26.10.2012 | Von:
Daniel Küchenmeister

"Ein Ort, der zum Dialog anregt"

Das Leipziger Denkmal für Freiheit und Einheit

Nicht nur in Berlin, auch in Leipzig soll ein Denkmal für Freiheit und Einheit entstehen. Nachdem der Wettbewerb darum im Juli entschieden wurde, tobt in der Messestadt ein heftiger Streit um das Denkmal. In einem Interview erläutern die Wettbewerbssieger, was ihre Motive für den Entwurf waren, und überlegen, welche Form eines Denkmals unserer Zeit angemessen sein könnte.

Nachdem der Deutsche Bundestag bereits November 2007 beschlossen hatte, in der Mitte Berlins ein "Denkmal der Freiheit und Einheit Deutschlands, das zugleich die freiheitlichen Bewegungen und die Einheitsbestrebungen der vergangenen Jahrhunderte in Erinnerung ruft und würdigt", zu errichten[1], forderte das Parlament im Dezember 2008 die Bundesregierung auf, gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig ein gleiches Projekt in Leipzig zu realisieren. Auf diese Weise soll die Bedeutung des Protestmarsches von 70.000 Menschen am 9. Oktober 1989 in der Leipziger Innenstadt gewürdigt werden, der den entscheidenden Durchbruch der Demokratiebewegung und der Friedlichen Revolution in der DDR brachte, die den Weg in die deutsche Einheit ebnete.

Im Mai 2011 sprach sich die die Leipziger Ratsversammlung für den Wilhelm-Leuschner-Platz als Standort für das geplante Denkmal aus. Das Stadtparlament einigte sich, einen internationalen künstlerischen Wettbewerb auszuschreiben sowie den Siegerentwurf im ersten Quartal 2012 öffentlich vorzustellen und öffentlich zu diskutieren, um ein abschließendes Votum der Ratsversammlung zu ermöglichen. Als Einweihungstermin wurde der 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution am 9. Oktober 2014 vorgeschlagen.

Die Verantwortlichen der Stadt Leipzig halten ein Freiheits- und Einheitsdenkmal für notwendig: "Über 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution ist bereits eine ganze Generation herangewachsen, die die Ereignisse des Herbstes 1989 nicht selbst erlebt haben. Die Geschichte der Friedlichen Revolution wird heute zwischen den Generationen vor allem mündlich überliefert und weitergetragen. Dieser "Faden der Erinnerung" ist dünn und reißt erfahrungsgemäß spätestens nach drei Generationen, wenn es keine weiteren Fixpunkte, wie z.B. Erinnerungsorte und Rituale gibt. Ein Ziel des Denkmals in Leipzig ist es deshalb, die Erfahrungen der Friedlichen Revolution von der Vergangenheit in das Heute und in die Zukunft zu tragen und damit den Übergang vom 'kommunikativen' in das 'kollektive' Gedächtnis zu ermöglichen."[2]

Freiheits- und Einheitsdenkmal Leipzig, 1. PreisFreiheits- und Einheitsdenkmal Leipzig, 1. Preis: "Siebzigtausend". Entwurf von M+M Marc Weis + Martin de Mattia, München; Annabau Architektur und Landschaft, Sifa Petersson und Moritz Schloten: Ansicht nach Nordwesten (© Stadt Leipzig; Copyright für die abgebildeten Werke von M+M: VG Bild-Kunst, Bonn)
Freiheits- und Einheitsdenkmal Leipzig, 2. PreisFreiheits- und Einheitsdenkmal Leipzig, 2. Preis: Eine Stiftung für die Zukunft. Entwurf von realities:united, Studio for Art and Architecture, Jan Edler und Tim Edler; Schlaich Bergermann und Partner Beratende Ingenieure; Prozessagenten Susanne Jaschko; Belgrad Creative, Leonard Streich, alle Berlin (© Stadt Leipzig)
Freiheits- und Einheitsdenkmal Leipzig, 3. PreisFreiheits- und Einheitsdenkmal Leipzig, 3. Preis: Herbstgarten – Erinnern als Ernte für die Zukunft. Entwurf von Anna Dilengite, Tina Bara, Alba d'Urbano, Leipzig (© Stadt Leipzig)
Logo Denkmaldialog LeipzigLogo des Denkmaldialogs der Stadt Leipzig (© Stadt Leipzig)
Die Jury des Wettbewerbs hatte 39 Arbeiten zu bewerten und votierte Anfang Juli 2012 für den gemeinsamen Entwurf "Siebzigtausend" von M+M Marc Weis und Martin de Mattia (München), Annabau Architektur und Landschaft, Sofia Petersson und Moritz Schloten (Berlin). In Leipzig setzte nach der Entscheidung eine heftige Diskussion ein, in der sich Bürger und Politiker zu Wort meldeten und immer noch melden. Die – zum Teil heftige – Debatte, die oftmals von den Boulevardmedien befeuert wird, soll hier weder dokumentiert noch kommentiert werden. Ihre Extreme bewegen sich zwischen Standpunkten, wie den beiden folgenden, die im Internetforum der Stadt Leipzig "Dialog zum Denkmal" zu lesen sind:[3] "Leipzig braucht dieses Denkmal nicht. So einfach ist das." (anti, 3.8.2012); "Der Siegerentwurf ist eine hervorragende Entscheidung und die Idee der aktiven Teilnahme inkl. des möglichen Mitnehmens der Hocker 'state of the art'." (Nikolaus G. Schneider, 29.7.2012)

Die Diskussion um das Leipziger Denkmal ist zudem Gegenstand einer parteipolitischen Auseinandersetzung geworden, wie sie zwar häufig Diskussionen über Kunstwerke im öffentlichen Raum begleiten, die hier aber den Umgang mit einem – zweifellos herausgehobenen – Ereignis der jüngsten Zeitgeschichte berührt, das über den lokalen Rahmen hinaus Wirkung entfaltete. Dadurch weist der Streit um das Leipziger Freiheits- und Denkmal über lokale Befindlichkeiten hinaus, er berührt grundsätzliche Fragen des Umgangs mit der jüngeren deutschen Vergangenheit, der politischen und der Erinnerungskultur wie auch der Geschichtspolitik.

Auf diese Fragen wird auch im folgenden Interview eingegangen, in dem die Künstler Martin de Mattia und Marc Weis über ihren Zugang zu einem derart bedeutungsvollen Projekt berichten. Das Gespräch, bei dem De Mattia und Weis ihr Kürzel als Synonym für ihre künstlerische Zusammenarbeit verstehen, fand am 27. September 2012 in München statt.


Fußnoten

1.
Das »Deutschland Archiv« schenkte der Initiative für ein Berliner Freiheits- und Einheitsdenkmal mehrfach Aufmerksamkeit. Vgl. u.a. Richard Schröder, Brauchen wir ein nationales Freiheits- und Einheitsdenkmal?, in: DA 38 (2007) 1, S. 132–136; Dorothee Willms, Was sollte ein Freiheits-und Einheitsdenkmal versinnbildlichen?, in: DA 38 (2007) 5, S. 868–872; Marko Demantowsky, Das geplante neue Berliner Nationaldenkmal für "Einheit und Freiheit", in: DA 40 (2009) 5, S. 879–887; Lutz Haarmann/Robert Meyer, Das Freiheits- und Einheitsdenkmal. Die geschichtspolitische Verortung in der Ideengeschichte der Bundesrepublik, http://www.bpb.de/53296, S. 391–404. – Umfangreich informiert die Deutsche Gesellschaft e.V. über Absicht und Stand des Berliner Einheits- und Freiheitsdenkmals: http://www.deutsche-gesellschaft-ev.de [6.10.2012].
2.
http://www.denkmaldialog-leipzig.de/de/faq#n10047 [6.10.2012].
3.
http://www.denkmaldialog-leipzig.de/de/faq [6.10.2012].

Sieger des zweiten Wettbewerbs um die Ausschreibung für das "Freiheits- und Einheitsdenkmal" in Berlin: der Entwurf "Bürger in Bewegung" von Milla und Partner in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz. Ansicht vom Kronprinzenpalais über den Kupfergraben, im Hintergrund das Stadtschloss (Wiederaufbau in Planung) und das ehemalige DDR-Staatsratsgebäude.
Lutz Haarmann/Robert Meyer

Das Freiheits- und Einheitsdenkmal

Das geplante Denkmal für Freiheit und Einheit soll für die "Idee eines deutschen 'positiven' Denkmals" (Edgar Wolfrum) stehen. Ist damit eine Verschiebung der historischen Erinnerung verbunden, die nicht mehr primär Nationalsozialismus und Holocaust, sondern eine 'positive' Nationalgeschichte in den Mittelpunkt des Identitätsdiskurses rückt?

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