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29.11.2012 | Von:
Peer Pasternack

Künstlerische Stadtraumaufwertung als pädagogische Politik

Die künstlerische Bewirtschaftung des Ideenhaushalts Halle-Neustadts

Halle-Neustadt war (und ist) in einem doppelten Sinne eine Kunststadt: künstlich (als Planstadt) und künstlerisch (als einschlägig gestalteter Ort). Mit fast 150 Werken im Freien wurde Halle-Neustadt zur größten Freiluftgalerie der DDR. Als visuell zu erschließende Narration lässt sich diese Gesamtheit daraufhin lesen, was ihr zu entnehmen ist über die politischen Strategien, mit denen der städtische Ideenhaushalt repräsentiert und illustriert werden sollte.

1. Kunststadt

Halle-Neustadt war eine Kunststadt – in einem doppelten Sinne: künstlich als Planstadt und künstlerisch als einschlägig gestalteter Ort. Die Planstädte stellten in der DDR eine spezifische Ausprägung sozialen Lebens unter realsozialistischen Steuerungsansprüchen dar. Der Zusammenhang von Herrschafts- und Alltagsgeschichte wird dort besonders greifbar und begreifbar: Nirgends sonst suchte der planerische und steuernde Zugriff so intensiv, öffentliches und privates Leben auf dem Wege der Synchronisation zu integrieren. Diejenige DDR-Planstadt, welche dies prototypisch repräsentierte, war Halle-Neustadt.

Die politisch angesonnenen Verhaltenserwartungen fanden sich mit symbolischen Identifikationsangeboten verbunden. Dessen augenfälligstes war die planmäßige Bekunstung der Stadt. Mit dieser Ausstattung des öffentlichen Raumes wurde Halle-Neustadt in einer zweiten Hinsicht zur Kunststadt, nämlich zur größten Freiluftgalerie des Landes. Fast 150 Werke im Freien, zuzüglich etwa 30 im Innern öffentlicher Gebäude, insgesamt 184 Werke der bildenden und der angewandten Kunst – seit 1990 ergänzt um weitere 14 – sichern diesen Status.[1]

Halle-NeustadtWohnhäuser und Kindergarten in Halle-Neustadt, undatierte Aufnahme (© Bundesarchiv, Bild 183-H0909-0009-001-1; ADN-ZB)
Halle-Neustadt, HalleBlick auf Halle-Neustadt im April 1982, im Hintergrund die Silhouette von Halle (© Bundesarchiv, Bild 183-1982-0430-008; Thomas Lehmann/ADN-ZB)
Bei all dem war die neue Stadt mit Ideen, die dies anleiten sollten, nicht unterversorgt. Recht markante Vorstellungen, die in Bezug auf Halle-Neustadt – das heißt für die Stadt, in ihr, durch und über sie – produziert wurden, verdichteten sich zu einem städtischen Ideenhaushalt.[2] Er war nicht nur breit gefächert, sondern auch ziemlich anspruchsvoll: Der Aufbau Halle-Neustadts wurde mit einer gleichsam zivilreligiösen Aufrüstung verbunden. Im Unterschied zu sonstigen Plansiedlungen der DDR sollte Halle-Neustadt nicht nur sozialistische Stadt sein, sondern die "sozialistische Chemiearbeiterstadt", modellhaft alle (groß)städtischen Funktionen selbst erfüllen, Vorbild für den Städtebau in der DDR sowie Stadt der Jugend sein.[3] Dieses Konglomerat aus politischen Ideen verband sich also gleichsam zur sozialistischen Chemiearbeiter-Modellgroßstadt der Jugend.

2. Künstlerische Stadtraumaufwertung

Renau-Wandbilder in Halle-NeustadtKunst am Bau: Wandbilder von José (Josep) Renau Berenguer am Bildungszentrum von Halle-Neustadt. Im Hintergrund "Die von Menschen beherrschten Kräfte von Natur und Technik" und die "Einheit der Arbeiterklasse und Gründung der DDR", vorn "Marsch der Jugend in die Zukunft", beim Abriss der Klub-Mensa zerstört (© Bundesarchiv, B 145 Bild-F089041-0035; Joachim F. Thurn)
Der öffentliche Raum Halle-Neustadts beherbergte (und beherbergt) Plastiken, Wandbilder, Brunnen und Oberflächengestaltungen, raumgliedernde Elemente und Strukturwände, schließlich eine spezifische Ornamentik an zahlreichen Giebelwänden. Von Beginn an war der architektonischen und städtebaulichen Gestaltung eine systematische Versorgung des Stadtraums mit Kunstwerken angeschlossen. Bereits die Aufbau-Direktive sah es als "besonders" wichtig an, "im Einklang mit der architektonischen Gestaltung den städtebaulichen Raum durch Werke der bildenden Kunst zu akzentuieren und ihm eine ästhetische und ideell bereichernde Aussage zu verleihen".[4]

Jedes einzelne der Kunstwerke ist kontingent zustande gekommen, verdankt sich gegebenenfalls glücklichen Umständen, die seine Beauftragung, Aufstellung oder Anbringung ermöglichten, oder resultiert aus unglücklichen Umständen, welche die Beauftragung, Aufstellung oder Anbringung nicht verhinderten. Wie auch immer es zu den einzelnen Werken kam und wie sie jeweils motiviert waren – in jedem Falle sind sie alle innerhalb eines Möglichkeitsraumes entstanden, der weniger determinierend wirkte, als gemeinhin angenommen wird, aber zugleich auch nicht beliebig war. Hier nun sollen daher nicht die einzelnen Kunstwerke, sondern ihre Gesamtheit in den Blick genommen werden. Diese Gesamtheit wird als visuell zu erschließende Narration verstanden und daraufhin gelesen, was sich ihr – der Gesamtheit – an Informationen entnehmen lässt über die Strategien, mit denen der städtische Ideenhaushalt illustriert und repräsentiert werden sollte.

Enge, Lenins Worte werden wahrErich Enge, Lenins Worte werden wahr, 1970/71, Wandbild in Halle-Neustadt (© Peer Pasternack)
2.1. Themen

Wertet man die Ensembles aller in Halle-Neustadt vorhandenen Kunstwerke nach ihren Motiven und Titeln aus, so fällt zunächst eines auf: Die Werke mit unmittelbar politischen Bezügen sind vergleichsweise gering vertreten. Sie machen 23 Prozent der Gesamtmenge aus.

Unter diesen Werken wiederum, die unmittelbar politische Bezüge aufweisen, ist vordergründige Agitation im Sinne plumper Propaganda selten. Eher werden propagandistische Aussagen meist mit einer gewissen Raffinesse transportiert. José Renaus Großwandbilder im Bildungszentrum – unter anderem mit dem Titel "Die Einheit der Arbeiterklasse und Gründung der DDR" – oder Erich Enges Giebelwandbild "Lenins Worte werden wahr" etwa sind auf jeden Fall in ihrer Formensprache reizvoll. Zudem ist keineswegs jede der politischen Botschaften der Halle-Neustädter Kunstwerke ausschließlich an das politische System der DDR gebunden. "Frieden auf unserer Erde" vom Malzirkel Lautenschläger beispielsweise oder – als Werktitel etwas unelegant – "Gegen Krieg, Hunger" von Hans-Joachim Triebsch und Heinz Möhrdel dürften auch jenseits des politischen Entstehungskontextes auf breite Zustimmung stoßen. (Abb. 1 und 2)

Kunst in Halle-NeustadtAbb.1: Kunst im öffentlichen Raum Halle-Neustadts: Agitatorische Botschaften quantitativ (© Peer Pasternack)
Kunstthemen Halle-NeustadtAbb. 2: Themen der Kunst im öffentlichen Raum Halle-Neustadts: quantitative Auswertung. Kunstwerke: 132; inhaltserschließende Schlagwortzuweisungen: 153 (© Peer Pasternack)


Werke mit agitatorischen Botschaften in Halle-Neustadt
Nr.TitelKünstlerEntstehungsjahr
1Musik verbindet die VölkerWilhelm Schmied1966/67
2VölkerfreundschaftHeinz Beberniß1967/68
3Leben im SozialismusInge Götze1969
4Leben im SozialismusInge Götze1969
5Kosmonaut im WeltraumRobert Rehfeld, Dieter Goltsche, Hanfried Schulz, Ingo Kirchner1970
6Lenins Worte werden wahr/Er rührte an den Schlaf der WeltErich Enge1970/71
7Das Post- und Fernmeldewesen verbindet die VölkerGertraude Schaar1970/71
8LeninbüsteK. S. Bojarski1970/71
9Nachbildung des Panzerzugs der Leuna-Arbeiter aus den Märzkämpfen 1921o.A.1971
10Die Idee wird zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift – Marsch der JugendJosé Renau, U. Reuter, Lothar Scholz, R. Skippahler1972/73
11Flug des Menschen ins AllErich Enge1973
12AufbauhelferRudolf Hilscher1974
13Die Einheit der Arbeiterklasse und Gründung der DDRJosé Renau, Lothar Scholz1974
14Die vom Menschen beherrschten Kräfte von Natur und TechnikJosé Renau, Lothar Scholz1974
15Kinderkreuzzug 1939Gerhard Geyer1974
16Deutsch-Sowjetische Freundschaft DurchgangsgestaltungJugendmalzirkel Halle-Neustadt1981
17Ernst ThälmannFritz Baust1982
18Marx unter unsGabriele Böttcher1984
19Die Familie in der sozialistischen GesellschaftSusanne Berner1984
20Deutsch-Sowjetische FreundschaftWilli Neubert1984
21Gegen Krieg, HungerHans-Joachim Triebsch, Heinz Möhrdel1986
22Frieden auf unserer ErdeMalzirkel Lautenschläger1986
23Ernst ThälmannHans-Joachim Triebsch, Heinz Möhrdel1986
24Frieden auf unserer ErdeMalzirkel Lautenschläger1986
25Freundschaft mit der Volksrepublik Poleno.A.o.A.


Kunstfunktionen Halle-NeustadtAbb. 3: Funktionen der Kunst im öffentlichen Raum Halle-Neustadts (© Peer Pasternack)
Werden sämtliche der Halle-Neustädter Kunstwerke auf ihre Themen hin ausgewertet, dann ergeben sich einige weitere Auffälligkeiten (Abb. 3):[5]

  • Die Arbeitswelt war mit sechs Bildern und Plastiken ein relativ selten gestaltetes Thema, obgleich Arbeit und Chemie die Basis der individuellen wie gesellschaftlichen Wohlstandsverheißung bildeten. Auch der ansonsten allgegenwärtige Bildungsoptimismus fand nur ein schwaches Echo in der Neustädter Kunst mit lediglich fünf Werken. Kinder und Jugendliche, obwohl in der Stadt der Jugend, waren gleichfalls seltene Gäste in der Motivik. Ebenso blieb die Gleichstellung der Frauen, das am ehesten gelungene Emanzipationsprojekt in Halle-Neustadt, als künstlerisches Thema äußerst randständig: Zweimal wurde sie zum Gegenstand; gemildert wird dieser Befund allenfalls dann, wenn man vier Porträts historischer Frauenpersönlichkeiten hinzurechnet.
  • Dominierend hingegen sind historische Darstellungen und politische Botschaften. Eine quantitativ ähnlich große Bedeutung ergibt sich für ein weiteres Themencluster, wenn man die künstlerischen Darstellungen summiert, die Naturthemen und Sujets aus Familie, Freizeit und Sport gestalten sowie das harmonische Leben feiern.



Fußnoten

1.
Vgl. Erika Neumann (Bearb.), Bildende Kunst und Architektur. Katalog Teil 2: Halle/Leipzig, Berlin 1971; Ruth Pape (Bearb.), Bildende Kunst und Architektur. Katalog Teil 6: Ergänzung, Berlin 1974, S. 66–96; Im Gleichklang. Junge Kunst in einer jungen Stadt, Hg. Rat der Stadt Halle-Neustadt, Halle-Neustadt 1982; Friederike Fuchs u.a., Kunstwerke im öffentlichen Raum/Kunstwerke im Innenraum [Verzeichnis], in: Stadterneuerung als Prozess demokratischer und kultureller Weiterentwicklung. Perspektiven für Halle-Neustadt 1993, Hg. Magistrat der Stadt Halle/Projektgesellschaft Dessau, Halle/Dessau 1993, S. 100–107; Carsten Hagenau/Birgit Schindhelm, Erkennen, Bewahren, Fortführen. Zum heutigen Umgang mit der Kunst in Halle-Neustadt, in: ebd., S. 83–89; Kunst im öffentlichen Raum. Stadtteil Halle-Neustadt, Hg. Stadt Halle (Saale), Halle (S.) 2001.
2.
Detaillierter: Peer Pasternack, Zwischen Halle-Novgorod und Halle-New Town. Der Ideenhaushalt Halle-Neustadts, Institut für Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale) 2012, auch unter http://www.soziologie.uni-halle.de/publikationen/pdf/1202.pdf [16.10.2012].
3.
Vgl. Direktive für die städtebauliche Gestaltung und den Aufbau von Halle-West. Arbeitsmaterial 9. Plenartagung, Hg. Deutsche Bauakademie, Berlin 1963, IRS/Wiss. Sammlungen, Bestand Objektbezogene städtebauliche Wettbewerbe, R4/Halle-Neustadt, Karton 1, S. 4; Rat des Bezirkes Halle, Grundkonzeption für den Aufbau der Chemiearbeiterstadt Halle-West, Halle (S.) 1964; Ein Paradies für 1.000 Kinder, Hg. Agitationskommission des Kreisausschusses der Nationalen Front Halle-Neustadt, Halle-Neustadt o. J. [1969].
4.
Aus der Direktive für die städtebauliche Gestaltung und den Aufbau der Chemiearbeiterstadt Halle-West, in: Deutsche Architektur 13 (1964) 9, S. 556.
5.
Die rein funktionsbezogene Kunst am Bau wird wegen ihrer thematischen Unbestimmtheit hier nicht einbezogen.

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