Beleuchteter Reichstag
1 | 2 | 3 Pfeil rechts

Die Transitautobahn A 24 zwischen Hamburg und Berlin

Eine deutsch-deutsche Bau- und Beziehungsgeschichte


29.11.2012
Die Autobahnstrecke A24 zwischen Hamburg und Berlin war in den 1980er-Jahren ein sehr spezifischer Ort deutsch-deutscher Beziehungen. Planung, Bau und Nutzung der A24 von den 1970er-Jahren bis in die 1990er-Jahre wird nun in einem zeithistorischen Forschungsprojekt untersucht.

"Wie lange braucht ein Deutscher aus Hamburg, um über die Grenze eines anderen Landes zu kommen? Diese Messzahlen internationaler Verhältnisse sind vielleicht außenpolitisch irrelevant (aber sind sie das wirklich?); für jeden einzelnen, der sich aufmacht, werden sie wichtig".[1] So beginnt die sehr subjektive Beschreibung eines Grenzübertritts zwischen der Bundesrepublik und der DDR Mitte der 1960er-Jahre. Tatort ist die Autobahn, genauer: die Transitautobahn, die im Folgenden als zeithistorischer Untersuchungsort am Beispiel der A 24 zwischen Hamburg und Berlin im Mittelpunkt steht.

In der zeitgeschichtlichen Erforschung der 1970er- und 80er-Jahre ist die Autobahnforschung bisher wenig präsent, während für die Autobahngeschichte bis in die Nachkriegszeit etliche verkehrs- und kulturgeschichtliche Studien vorliegen. Die Vorgeschichte des Autobahnbaus in der Weimarer Republik[2] ist – nach einer Konzentration auf die Erforschung der Reichsautobahnen bis in die frühen 1990er-Jahre – inzwischen Gegenstand mehrerer Untersuchungen.[3] Für die 1930er-Jahre stand neben der Erforschung der Gesamtkonzeption "Reichsautobahn"[4] und Einzeluntersuchungen zu Reichsautobahn-Strecken[5] bisher vor allem die von den Nationalsozialisten propagierte "Inszenierung der Landschaft"[6] im Vordergrund der kunstgeschichtlichen[7], aber auch kulturgeschichtlichen Forschung.[8] Für die Erforschung der Autobahnen in der Bundesrepublik und in der DDR verlagerte sich der Schwerpunkt der Untersuchungen auf den Konnex von Motorisierung und Wiederaufbau[9] sowie auf die mit dem Autobahnbau verbundene Infrastrukturplanung.[10] Hinzu kommen einzelne Aspekte wie Autokonsumkultur[11] sowie Verkehrssicherheit und Autokritik[12]. Auch die Transitbestimmungen, der Grenzübergang Marienborn und die Überwachung durch die Staatssicherheitsorgane auf den DDR-Autobahnen der 1950er- und 60er-Jahre sind beforscht – zu nennen ist insbesondere die einzige Studie zu den DDR-Autobahnen von Axel Dossmann.[13] Blickt man auf die Jahre nach der Ölkrise 1973/74, findet sich jedoch nur wenig Forschungsliteratur. Ebenfalls kaum beachtet sind die Architekturen der Autobahn wie Raststätten, Grenzübergänge, Parkplatzanlagen und Tankstellen.[14]

Im Folgenden sollen am Beispiel eines neuen Projektes zur Autobahnverbindung zwischen Hamburg und Berlin in Form eines Werkstattberichtes Perspektiven auf erweiternde Fragestellungen zur Verkehrs- und Autobahnforschung aufgezeigt werden.[15] Die Erforschung des speziellen deutsch-deutschen "Erfahrungsraums" Autobahn zwischen den beiden größten Städten der Bundesrepublik kann in mehrfacher Hinsicht einen interessanten Beitrag zur jüngsten Zeitgeschichte leisten. Denn einerseits soll in Erweiterung der viel diskutierten These einer "asymmetrisch verflochtenen Parallelgeschichte" (Christoph Kleßmann)[16] der Aspekt der Verflochtenheit betont werden: Die 239 Kilometer der A 24, die 1982 eröffnet und zum größten Teil durch bundesdeutsche Mittel finanziert wurde, verlaufen auf beiden Staatsgebieten und boten an Grenzübergangsstellen, Raststätten, Intershops (Läden, in denen westliche Konsumartikel gegen Devisen verkauft wurden), Tankstellen und Parkplätzen besondere Berührungspunkte zwischen Ost und West. Gleichzeitig soll auf der Vergleichsebene stärker als bisher üblich eine Symmetrie in der Darstellung der beiden deutschen Nachkriegsgeschichten angestrebt werden. Dazu ist es im Anschluss an kulturwissenschaftliche Ansätze zum Beispiel notwendig, kulturelle Praktiken in der DDR nicht nur mit Blick auf die Überwachungspraktiken an der Grenze zu untersuchen.

Die Analyse deutsch-deutscher Beziehungen an der Autobahn rückt eine bisher wenig bekannte, alltagsgeschichtliche Perspektive auf die DDR der 1980er-Jahre in den Vordergrund, wobei die Autobahn als Raum verstanden wird, in dem sich deutsch-deutsche Begegnungen zwischen Reisenden aus Ost und West, Berufspendlern aus West-Berlin, Grenzbeamten, Passkontrolleuren, Tankwärtern, Raststätten-Mitarbeitern, Intershop-Besuchern aus Ost und West sowie Volkspolizisten abspielten.[17] Dabei geht es um die Frage, ob tatsächlich nur die erwartbaren gegenseitigen deutsch-deutsch Stereotype – Stichwort "Angstraum Transit" aus der Perspektive des Westens – bestätigt wurden oder ob auf der Autobahn andere Formen der Kommunikation sowie gegenseitiger Beobachtung und damit andere Bilder über "die Anderen" jenseits der Grenze möglich waren.

Die Studie setzt in den 1970er-Jahren ein und ist auf drei Ebenen angesiedelt: Erstens werden die politischen Annäherungs- und Aushandlungsprozesse zwischen der Bundesrepublik und der DDR untersucht. Ausgangspunkt bildeten unter anderem die neue Ostpolitik Willy Brandts, aber auch praktische Fragen wie die Abwicklung des Transitverkehrs, die in den 1970er-Jahren neu ausgehandelt und im Transitvertrag von 1971 festgeschrieben wurden. Dieser bildete die Grundlage für Verhandlungen um den Neubau der A 24 bis 1978 sowie der Durchführung des Baus bis 1982, der auf der zweiten – baugeschichtlichen – Ebene der Studie rekonstruiert wird. Drittens stehen erfahrungsgeschichtliche Aspekte im Vordergrund – hier wird die Nutzung und Wahrnehmung der Autobahn durch Interviews mit verschiedenen Nutzergruppen dokumentiert. Dabei lautet eine der Hauptfragen, welche Bilder diese Begegnungen vom jeweils "Anderen" diesseits und jenseits der deutsch-deutschen Grenze schufen.

Annäherungsperspektiven aus Ost und West nach 1945



Verkehrsplanung DDR 1958Die Verbindung Hamburg–Berlin taucht auf dieser Karte des Ost-Berliner Ministeriums für Verkehr von 1958 noch nicht einmal als Planung auf, stattdessen zeigt sie viele ins Leere gehende Trassen. Der Transitverkehr wurde in dieser Zeit hauptsächlich über die A 2 Hannover–Berlin über die Grenzübergangsstelle Marienborn bei Helmstedt und auf der A 9 Nürnberg–Berlin über die Grenzübergangsstelle Hirschberg bei Hof abgewickelt (© BArch, DM 1/3707, in: Axel Dossmann, Auto-Suggestion. Zur Autobahnplanung in der DDR bis 1961, in: WerkstattGeschichte 7 (1998) 21, S. 65–85, hier 76)
Autobahnplanungen 1952Autobahnplanungen in der Bundesrepublik 1952 in einer Studie des Bundesverkehrsministers (© Hans-Christoph Seebohm, Straßenplanung und Forschung, Bielefeld 1952)
Die DDR hatte sich schon sehr früh Gedanken um den Ausbau ihres Autobahnnetzes gemacht. Unter anderem gehörte der Autobahnbau zum ambitionierten Aufbauprogramm der 1950er-Jahre. Zunächst benutzte bzw. erneuerte die DDR jedoch die existierenden 1.400 Kilometer des alten Reichsautobahnnetzes auf ihrem Gebiet. Eine wichtige Streckenneuplanung war die Verbindung zwischen Berlin und Rostock, da der Seehafen Rostock ein wesentlicher Außenhandelsstandort der DDR werden sollte. Nicht nur städtebaulich wurde Rostock aufgerüstet – verwiesen sei auf den Ausbau der Langen Straße als eine Art Konkurrenzprojekt zur Berliner Stalinallee oder die beispielhafte Hochhaus-Siedlung Rostock-Schmarl in den 1960er-Jahren –, auch der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wurde großräumig geplant. Allerdings konnte die Strecke Berlin–Rostock über Wittstock erst Mitte der 1970er-Jahre eröffnet werden, da mit dem Mauerbau 1961 alle Mittelzusagen für den Autobahnneubau gestoppt wurden. Für den Bau war das neu gegründete Autobahnbaukombinat zuständig. Axel Dossmann hat in seiner Studie "Begrenzte Mobilität" den neuralgischen Punkt der DDR-Autobahnen getroffen: Am Binnennetz wurde zwar eifrig geplant, die Verbindungen nach Westdeutschland sollten jedoch ein nur marginaler Teil der Planungen bleiben.[18]

Auch in der Bundesrepublik gingen die Autobahnplanungen zunächst an einer Verbindung von Hamburg nach Berlin vorbei. Der Bundesminister für Verkehr Hans-Christoph Seebohm – von 1949 bis 1966 im Amt – mahnte zwar 1951 anlässlich der Bauausstellung "Constructa" in Hannover, "ein gesundes und leistungsfähiges Verkehrswesen" sei "eine unerlässliche Voraussetzung für jeden wirtschaftlichen Wiederaufstieg".[19] Ein Jahr später aber legte Seebohm eine Studie zur Fernverkehrsstraßenplanung vor, in der die Verbindung Hamburg–Berlin durch eine Autobahn lediglich in die Dringlichkeitsstufe II eingeordnet wurde. Stattdessen bekamen die Ergänzung und der Ausbau der Nord-Süd-Verbindung in Westdeutschland von Hamburg bis nach Basel in seinem Gutachten "Straßenplanung und Forschung" die höchste Dringlichkeitsstufe.[20] Die von Hamburg ausgehenden Verbindungen werden nur in Richtung Westen nach Bremen und in Richtung Süden nach Hannover geplant. Eine Verbindung nach Berlin ist zwar in der Karte angedeutet, im Gutachten selbst wird sie jedoch nicht thematisiert.



Fußnoten

1.
Meine Schwester, die DDR-Zöllnerin, in: Die Zeit, 16.12.1966, S. 17f.
2.
Vgl. Richard Vahrenkamp, The German Autobahn 1920–1945. Hafraba Visions and Mega Projects, Lohmar 2010; Roland Gabriel, Deutsche Autobahnvorläufer. AVUS, HAFRABA, München–Leipzig–Berlin, Leipzig–Halle, Düsseldorf–Köln–Bonn u.a., in: Wolfgang Wirth (Hg.), Die Autobahn – von der Idee zur Wirklichkeit, Köln 2005, S. 24–62.
3.
Meist auch mit Blick über die Grenzen Deutschlands: vgl. Hans-Ulrich Schiedt u.a. (Hg.), Verkehrsgeschichte – Histoire des transports, Zürich 2010; Alexander Thewalt, Projekte der Autobahnfrühzeit im Ausland. Beispiele aus Italien und den USA, in: Wirth (Anm. 1), S. 63–76.
4.
Vgl. Erhard Schütz/Eckhard Gruber, Mythos Reichsautobahn. Bau und Inszenierung der "Straßen des Führers" 1933–1941, Augsburg 2006; Rainer Stommer/Claudia Gabriele Philipp, Reichsautobahn. Pyramiden des Dritten Reichs, 3. Aufl., Marburg, 1995. Zu den RAB-Strecken in Österreich vgl. Bernd Kreuzer, Tempo 130. Kultur- und Planungsgeschichte der Autobahnen in Oberösterreich, Linz 2005.
5.
Vgl. u.a. Richard Vahrenkamp, Autobahnbau in Hessen bis 1943, Darmstadt 2007.
6.
Für diese Inszenierung waren sog. Landschaftsanwälte eingesetzt worden: vgl. Axel Zutz, Wege grüner Moderne. Praxis und Erfahrung der Landschaftsanwälte des NS-Staates zwischen 1930 und 1960, in: Heinrich Mäding/Wendelin Strubelt (Hg.), Vom Dritten Reich zur Bundesrepublik. Beiträge einer Tagung zur Geschichte von Raumforschung und Raumplanung, Hannover 2009, S. 107–148. Zur Inszenierung der Landschaft vgl. Thomas Lekan/Thomas Zeller (eds.), Germanys Nature. Cultural Landscapes and Environmental History, New Brunswick NJ et al. 2005; Charlotte Reitsam, Reichsautobahn im Spannungsfeld von Natur und Technik. Internationale und interdisziplinäre Verflechtungen, München 2006.
7.
Vgl. u.a. Claudia Windisch-Hojnacki, Die Reichsautobahn. Konzeption und Bau der RAB, ihre ästhetischen Aspekte, sowie ihre Illustration in Malerei, Literatur, Fotographie und Plastik, Bonn 1989; Thomas Zeller, Straße, Bahn, Panorama. Verkehrswege und Landschaftsveränderung in Deutschland von 1930 bis 1990, Frankfurt a. M. 2002.
8.
Vgl. Benjamin Steininger, Raum-Maschine Reichsautobahn. Zur Dynamik eines bekannt/unbekannten Bauwerks, Berlin 2005. Zu neueren Forschungen aus der Zeitgeschichte, etwa zum Technologietransfer und transnationalen Expertenaustausch in den 1940er- bis 60er-Jahren vgl. Christof Mauch/Thomas Zeller (Hg.), The World Beyond the Windshield. Roads and Landscapes in the United States and Europe, Stuttgart/Athens 2008.
9.
Thomas Südbeck, Motorisierung, Verkehrsentwicklung und Verkehrspolitik in Westdeutschland in den 50er Jahren, in: Axel Schildt/Arnold Sywottek (Hg.), Modernisierung im Wiederaufbau. Die westdeutsche Gesellschaft der 50er Jahre, Studienausg., Bonn 1998, S. 170–187; Barbara Schmucki, Der Traum vom Verkehrsfluss. Städtische Verkehrsplanung seit 1945 im deutsch-deutschen Vergleich, Frankfurt a. M. 2001; Rolf Spilker (Hg.), Richtig in Fahrt kommen. Automobilisierung nach 1945 in der Bundesrepublik Deutschland, Bramsche 2012.
10.
Vgl. Dietrich Garlichs, Grenzen staatlicher Infrastrukturpolitik. Bund/Länder-Kooperation in der Fernstraßenplanung, Königstein/Ts. 1980. Neuere Untersuchungen zeigen den Prozess der Verwissenschaftlichung in den Planungsapparaten von Bund und Ländern der Bundesrepublik: vgl. Alexander Gall, "Subjektive Übrigbleibsel einer intuitiven Planungspraxis". Fernstraßenplanung zwischen Bund und Ländern (1967–1974), in: Hans-Liudger Dienel/Hans-Ulrich Schiedt (Hg.), Die moderne Straße. Planung, Bau und Verkehr vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, Frankfurt a. M. 2010, S. 245–264.
11.
Für die Bundesrepublik vgl. Harald Welzer, Die automobile Republik, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 55 (2010) 11, S. 43–54; Axel Schildt, Vom Wohlstandsbarometer zum Belastungsfaktor – Autovision und Autoängste in der westdeutschen Presse von den 50er bis zu den 70er Jahren, in: Hans-Liudger Dienel/Helmuth Trischler (Hg.), Geschichte der Zukunft des Verkehrs. Verkehrskonzepte von der frühen Neuzeit bis zum 21. Jahrhundert, Frankfurt a. M. 1997, S. 289–309. Für die DDR vgl. Jonathan R. Zatlin, The Vehicle of Desire. The Trabant, the Wartburg, and the End of GDR, in: German History 15 (1997), S. 363–365. Vgl. auch Studien zu "Car Culture": Daniel Miller (Hg.), Car Cultures, Oxford 2001; Lewis H. Siegelbaum, On the Side. Car Culture in the USSR, 1960s–1980s, in: Technology and Culture 50 (2009) 1, S. 1–22.
12.
Vgl. Thomas Zeller, Mein Feind, der Baum. Verkehrssicherheit, Unfalltote, Landschaft und Technik in der frühen Bundesrepublik, in: Friedrich Kießling/Bernhard Rieger (Hg.), Mit dem Wandel leben. Neuorientierung und Tradition in der Bundesrepublik der 1950er und 60er Jahre, Köln u.a. 2011, S. 247–266.
13.
Axel Dossmann, Begrenzte Mobilität. Eine Kulturgeschichte der Autobahnen in der DDR, Essen 2003; ders., Transit. Die Autobahn im Blick von Polizei und Staatssicherheit, in: Karin Hartewig/Alf Lüdtke (Hg.), Die DDR im Bild. Zum Gebrauch der Fotographie im anderen deutschen Staat, Göttingen 2004, S. 107–124. Zur Abwicklung des Transits vgl. Friedrich Christian Delius/Peter Joachim Lapp, Transit Westberlin. Erlebnisse im Zwischenraum, 2. Aufl., Berlin 2000. Außerdem neuere Forschung zu Akteuren an den DDR-Grenzübergängen: Jörn-Michael Goll, Kontrollierte Kontrolleure. Die Bedeutung der Zollverwaltung für die "politisch-operative Arbeit" des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, Göttingen 2011. Zum zentralen Grenzübergang Helmstedt/Marienborn auf der A 2 Hannover–Berlin vgl. die Publikationen der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn.
14.
In der Bau- und Planungsgeschichte der DDR war der Bautyp Raststätte bisher noch nicht Teil systematischer Untersuchungen. Auch für bundesrepublikanische Raststätten gibt es nur eine Studie: Johannes Ralph/Gerhard Wölki, Die Autobahn und ihre Rastanlagen. Geschichte und Architektur, Petersberg 2005. Dabei bieten sich zeitgenössische Studien aus dem Umfeld der Hochschule für Verkehrswesen Dresden als Quellen für die Typisierung dieser Baugattung in der DDR an. Vgl. u.a. Raststätten und Rasthöfe an der Autobahn. Forschungsarbeit im Auftrag des Ministeriums für Verkehrswesen, Hg. Hochschule für Verkehrswesen, Dresden 1962. Zu Tankstellen vgl. Joachim Kleinmanns, Super, voll! Kleine Kulturgeschichte der Tankstelle, Marburg 2002. Parkplätze sind bisher kaum Gegenstand der Forschung, aber Parkhäuser: Joachim Kleinmanns, Parkhäuser. Architekturgeschichte einer ungeliebten Notwendigkeit, Marburg 2011. Die Grenzübergänge sind Teil denkmalpflegerischer Forschung: Michael-Reiner Ernst/Winfried Heinemann, Die Berliner Mauer. Vom Sperrwall zum Denkmal, Bonn 2009.
15.
Das Projekt "Nächste Ausfahrt DDR! Die Autobahnstrecke A 24 zwischen Hamburg und Berlin in den deutsch-deutschen Beziehungen von den 1970er Jahren bis in die 1990er Jahre" wird von d Vf. zzt. an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg konzipiert. Ausführliche Archiv- und Interviewreisen stehen daher noch aus. Zur Geschichte der A 24 liegen bislang keine Studien aus zeitgeschichtlicher Perspektive vor, doch gibt es eine Material- und Quellensammlung: Hans-Jürgen Mielke, Die Autobahn Berlin–Hamburg. Politik und Geschichte erfahren, Halle/S. 2010.
16.
Vgl. v. a. die zahlreichen Inputs dazu von Christoph Kleßmann, Die Geschichte der Bundesrepublik und der DDR – Erfolgs- contra Misserfolgsgeschichte?, in: Bernd Faulenbach/Franz-Josef Jelich (Hg.), "Asymmetrisch verflochtene Parallelgeschichte?" Die Geschichte der Bundesrepublik und der DDR in Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten, Essen 2005, S. 15–31.
17.
Vgl. auch Joachim von Puttkamer, Sozialistische Staatlichkeit. Eine historische Annäherung, in: Jana Osterkamp/ders. (Hg.), Sozialistische Staatlichkeit, München 2012, S. 1–18.
18.
Dossmann, Begrenzte Mobilität (Anm. 13); Burghard Ciesla, Verkehrspolitik und Infrastrukturentwicklung, in: Clemens Burrichter u.a. (Hg.), Deutsche Zeitgeschichte von 1945 bis 2000. Gesellschaft – Staat – Politik, Berlin 2006, S. 1120–1136, hier 1127ff.
19.
Hans-Christoph Seebohm, Verkehr und Bauwirtschaft, in: Amtlicher Katalog der Constructa-Bauausstellung 1951. Hannover 3. Juli bis 12. August, Wiesbaden 1951, S. 29.
20.
Hans-Christoph Seebohm, Straßenplanung und Forschung, Bielefeld 1952, S. 7.

 

Publikationen zum Thema

Architektur der Gesellschaft

Architektur verkörpert die ökonomischen, sozialen und kulturellen, auch geschlechterpolitischen Sp...

Architekturvermittlung kann schon sehr früh beginnen, Workshop mit Kita-Kindern

Architektur in der kulturellen Bildung

Architektur und Raum umgeben uns ständig und prägen unser Leben. Die bewusste Wahrnehmung von Arch...

Detlef Hoffmann.

Umgang mit schwierigen Orten in Kunst und Architektur

Welche Rolle spielen Kunst und Architektur in der Erinnerungskultur? Und welchen Beitrag kann die k...

WeiterZurück

Zum Shop

Junge Pioniere mit ihren typischen Halstüchern vor dem Gebäude einer GrundschuleTagung

Deutschlandforschertagung 2016: Wendekinder, Kriegskinder.

Die Umbrüche der 1990er Jahre zeitigten für die Generation, die als Kinder den Zerfall der sowjetisch dominierten Gesellschaften erlebten, langfristige Folgen. Zu dieser Generation zählen die deutschen "Wendekinder" ebenso wie die Kinder der politischen Umwälzungen in Mittel- und Osteuropa. Wie geht diese Generation mit ihrer Geschichte, ihrer Gegenwart und ihrer Zukunft in Europa um? Weiter... 

Publikationen zum Thema

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

WeiterZurück

Zum Shop

Deutschlandarchiv bei Twitter

Bei der Aufarbeitung der DDR - Vergangenheit sind die Archive der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) von grundlegender Bedeutung.Dossier

Geschichte und Erinnerung

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum. Weiter... 

Brandenburger TorDossier

Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter... 

www.chronik-der-mauer.de

Chronik der Mauer

Es erwarten Sie ein Fülle von herausragenden und multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema. Weiter...