Beleuchteter Reichstag

Das Frauenleitbild in der politischen Frauenpresse der DDR und der Kommunistischen Partei Italiens im Vergleich (1961-1989)


4.12.2014
Im zweiten Teil ihrer Untersuchung über die in Frauenzeitschriften propagierten kommunistischen Frauenbilder widmet sich Monica Fioravanzo der DDR und dem Italien zwischen 1960 und 1989. Sie zeichnet nach, wie sich die italienische linke Frauenbewegung und ihre Zeitschrift von ihren Mentoren in der Kommunistischen Partei emanzipieren konnten, während die Publikation des Demokratischen Frauenbunds in der DDR trotz Herausforderungen dem von der SED verordneten Frauenbild treu blieb.

Arbeiterinnen im Stahl- und Walzwerk Brandenburg im Januar 1960.Arbeiterinnen im Stahl- und Walzwerk Brandenburg im Januar 1960. Original-Bildtitel (1960): "Aus einer Hausfrauenbrigade des DFD, die im Stahl- und Walzwerk Brandenburg eingesetzt war (12 Mitglieder), haben sich 10 Frauen in den Arbeitsprozess eingereiht und arbeiten jetzt halbtags." (© Bundesarchiv, Bild 183-69945-0002, Foto: Martin)

Der vorliegende Aufsatz möchte einen Beitrag zur Erforschung der kommunistischen Frauenbilder in der DDR und in Italien im Zeitraum von 1961 bis zum Ende der 1980er Jahre leisten. Im Mittelpunkt der komparativen Analyse stehen zwei politische Frauenzeitschriften, die offiziellen Presseorgane der Vereinigung italienischer Frauen (Unione Donne Italiane, UDI) in Italien und des Demokratischen Frauenbunds Deutschlands (DFD) in der DDR: die Zeitschrift Noi donne und Die Frau von heute, die ab Dezember 1962 durch Für dich ersetzt wurde. Während der DFD als "sozialistische Frauenorganisation der DDR unter der Leitung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei" tätig war,[1] war die UDI eine formal autonome, aber de facto seit Langem mit der Kommunistischen Partei Italiens (Partito Comunista Italiano, PCI) eng verbundene Frauenorganisation. Außerdem gehörten beide der Internationalen Demokratischen Frauenföderation (IDFF) an und unterhielten kontinuierliche Beziehungen zueinander.[2]

Die Kluft der 1960er



Das Frauenbild des DFD und der UDI war bis in die 1950er Jahre hinein recht ähnlich: In beiden Zeitschriften handelte es sich um den Idealtyp einer Aktivistin, die sich für die internationale Konsolidierung der DDR und in Italien für die Verteidigung und den politischen Sieg des PCI einsetzte. Das politische Engagement für die Weiterentwicklung des Sozialismus fiel mit dem Kampf für den Frieden zusammen.[3] Seit den 1960er Jahren lassen sich hingegen wichtige Akzentverschiebungen erkennen. Die wichtigsten Ereignisse des Jahres 1961 waren bekanntlich für die DDR die erneute Verschärfung der Berlin-Krise, der Druck Nikita Chruschtschows auf John F. Kennedy, einen Separatfrieden mit der DDR zu unterzeichnen, und natürlich der Bau der Berliner Mauer. Die Frau von heute nahm eine zunehmend radikalere Gegenposition zu Westdeutschland ein und verzichtete bald sogar auf den bisher geradezu rituellen Appell zur Einheit, bis die Westdeutschen schließlich als "Staatsfeinde" dargestellt wurden.[4] In dieser Phase passte der DFD die eigenen Ziele den Anforderungen der Partei und des Staates an und übernahm vor allem die Aufgabe, die Frauen für den Fünfjahresplan und den "Triumph des Sozialismus" zu mobilisieren.[5] So bot die Zeitschrift in einer Reihe von Interviews Beispiele für ein Frauenmodell an, das das Bild des Kommuniqués des SED-Politbüros "Die Frauen, der Frieden und der Sozialismus" von 1962 widerspiegelte: "Selbstbewußt, klug und umsichtig vollbringen Frauen hervorragende Leistungen im Beruf, bei der Erziehung ihrer Kinder und der Lenkung und Leitung unseres Staates."[6]

Der Schlüsselbegriff zum Verständnis dieses Bildes ist die "Opferhaltung" der Frauen, ein Topos, der im Übrigen aus der traditionellen Frauenauffassung kommt, hier aber für neue politische Ziele genutzt wurde: Während sich die Frau in der traditionellen und bürgerlichen Gesellschaft für die Familie und die Kinder aufopferte, opfert sie sich in der neuen sozialistischen Gesellschaft für Staat, Partei und Gesellschaft auf. Allen Frauen voran "gehen die Arbeiterinnen als die fortschrittlichste Kraft unter den Frauen. […] Das Leben aller Frauen und Mütter hat sich verändert und wird von der sozialistischen Gesellschaftsordnung tief beeinflußt. In den Hausfrauenbrigaden, durch die Teilnahme am NAW [Nationalen Aufbauwerk], bei der Ausübung gesellschaftlicher Funktionen, besonders im Handel und in der Schule leisten" die Frauen "einen wertvollen Beitrag zum Wohle des Volkes."[7]

Das Modell der Vergangenheit wurde nicht verneint, man verlangte lediglich mehr Einsatz, zum Vorteil des sozialistischen Vaterlandes: "Heute brauchen wir die bewußte und zielstrebige Mitarbeit jeder Frau und jedes Mädchens: heute brauchen wir all ihre Fähigkeiten und Talente, um sie für die neue Etappe unserer Entwicklung, für die Vollendung der sozialistischen Gesellschaftsordnung in der DDR nutzbar zu machen".[8]

In Italien wurde hingegen von den frühen 1960er Jahren an die Frage der Frauenemanzipation zum zentralen Thema der Zeitschrift. Dies geschah gemäß der Leitlinie, die sich unter großen Schwierigkeiten (und von der PCI kritisiert) auf dem 5. Nationalkongress der UDI vom 12. bis zum 14. April 1956 mit eben dem Titel "Die Emanzipation der Frau" durchgesetzt hatte.[9] Eine weitaus größere Aufmerksamkeit galt nun der italienischen Situation, vor allem im Hinblick auf frauenspezifische Themen, obwohl das internationale "demokratische" Lager (also Frauenorganisationen aus Osteuropa, IDFF) und die PCI bevorzugte Gesprächspartner blieben.[10] Die in Noi donne dargestellte Frau kämpfte zwar weiterhin gegen den italienischen Staat und seine Regierung, die sie als autoritär und konservativ betrachtete, aber nicht so sehr im Namen des Friedens, sondern vielmehr, um ihre staatsbürgerlichen Rechte einzufordern. Diese waren von der Verfassung zwar sanktioniert, aber noch nicht durch entsprechende Gesetzgebung verwirklicht und wurden auch in der Arbeitswelt nicht respektiert. Ohne auf die strukturellen Reformen zu warten, auf die die PCI abzielte, wurde die ökonomische und gesellschaftliche Diskriminierung der Frauen in der Familie und am Arbeitsplatz abgebildet, um einer patriarchalischen Mentalität entgegenzuwirken.[11] Auch hielt die Redaktion ausgehend von dem Paradigma der sowjetischen Frau nach neuen kulturellen Bezugspunkten Ausschau. Dabei boten sich Rollenmodelle an, die aus der freiheitlicheren französischen Gesellschaft stammten oder sich an den besonderen Lebensverhältnissen der Frauen in Israel orientierten.[12]

Die 68er in den Zeitschriften



Eine internationale Öffnung und zunehmende Autonomie der italienischen Zeitschrift konsolidierten sich mit dem Jahr 1968, den Maiunruhen in Frankreich und der Besetzung italienischer Universitäten. Noi donne begleitete diese politischen Unruhen mit großer Sympathie.[13] Vor allem teilte sie die Kritik an einem autoritären und repressiven System, unter dem auch die italienische Frau leide, wenn ihr etwa das Recht auf Ehescheidung, Abtreibung und Empfängnisverhütung abgesprochen und sie mit einer sexistischen Moral unterdrückt werde.[14] Noch sprach niemand von Feminismus, eher wurde wenigstens bis zu Beginn der frühen 1960er gegen den amerikanischen Feminismus polemisiert.[15] Dennoch setzten die Herausgeberinnen von Noi donne und der UDI die Ziele ihres politischen Kampfes immer weniger mit denen der PCI und der sozialistischen Länder gleich. Dies ist auch der Grund für die extreme Vorsicht, mit der die unter anderem angesichts der 68er Bewegung verunsicherte PCI die Forderungen der Frauenbewegung unterstützte. Eine wichtige Rolle spielte auch der sowjetische Einmarsch in die Tschechoslowakei, den Noi donne scharf verurteilte.[16] Die Leserinnen waren zwar im italienischen Staat und seiner Gesellschaft, ja sogar in der PCI nach wie vor "isoliert". Sie konnten sich aber mit der internationalen, an erster Stelle der französischen Studierenden- und Frauenbewegung identifizieren, deren antiautoritäre und antitraditionelle Auffassungen sie teilten. Und so orientierte sich die linke Frauenbewegung Italiens in ihrem Kampf zum ersten Mal an politischen Protesten im kapitalistischen Westen.[17]

Für dich - die Zeitschrift, die ab 1962 Die Frau von heute ersetzte - urteilte im Hinblick auf den Einmarsch in die Tschechoslowakei genau entgegengesetzt.[18] Hier fehlte die antiautoritäre, fast normverletzende Einstellung, die eben Noi donne auszeichnete.[19] Dennoch gab es Gemeinsamkeiten: Das Jahr 1968 rief auch in der ostdeutschen Frauenzeitschrift Beachtung hervor. Die Revolution brach in den kapitalistischen Ländern aus, und es erschlossen sich den Leserinnen unerhörte internationale Szenarien.[20] Diese Art aggressiver Rebellion machte jedoch auch Angst. Für dich lud seine Leserinnen eher dazu ein, das vorhandene revolutionäre Potenzial zur Weiterentwicklung des Sozialismus im eigenen Land zu nutzen, das heißt "die neuen Ideen zu benutzen, sich in der Arbeitswelt einzusetzen und die Qualität zu kontrollieren." So wurde die neue Verfassung von 1968 als Beispiel einer Erneuerung des Staates nach den Bedürfnissen der Frauen und der Gesellschaft dargestellt.[21] Heraus kam jedoch eine ganz andere Frau - weit entfernt von dem Bild der Parteifunktionärin von 1961. Diese andere Frau fragte nach der Qualität des eigenen Familienlebens und ihrer Freizeit und dachte über die Schwierigkeiten nach, die mit dem Wiedereinstieg in das Berufsleben nach der Geburt eines Kindes verbunden waren. Beide Zeitschriften beleuchteten die zeitgenössische Rolle des Vaters im Hinblick auf die Kinder sehr kritisch. "Haben Väter keine Kinder?", fragte die Für dich und betonte, dass viele Väter ihre Erziehungsaufgaben letztlich nicht gleichberechtigt wahrnahmen.[22]

Auch das Thema Mode erlangte in Für dich größeres Gewicht als Ausdruck eines individuellen Geschmacks, also von Freiheit und Subjektivität, und zwar in einem solchen Maße, dass es der Leserin einen Raum zu kritischen Überlegungen gab, die in anderen Bereichen undenkbar waren. Im April 1968 wurde zum Beispiel eine Umfrage in allen Bezirken organisiert, bei der die Frauen eingeladen wurden, ihre Meinungen über Mode und Konfektionsangebot in der DDR zu äußern.[23] Sowohl beim Thema Familie als auch der Mode kann man ein sehr starkes Interesse und "aktive" Teilnahme der Leserinnen beobachten.

Gegenseitige Modelle



Wenn auch die 1970er Jahre für beide Länder eine Zeit der Veränderungen darstellten, so wird doch deutlich, dass der Einfluss der beiden Zeitschriften auf das Frauenbild sehr unterschiedlich war. In der DDR verstärkte sich der Zusammenhalt zwischen Frau, Staat und Frauenbewegung dank eines ansteigenden Lebensstandards und einer Reihe von gesetzlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen wie zum Beispiel das Recht auf Abtreibung, die Einführung des Babyjahres und der allgemeinen Reduzierung der Wochenarbeitszeit.[24]

In Italien hatten ganz ähnliche Errungenschaften (Scheidungs-, Abtreibungs- und Familienrecht) die Autonomie der Frauen gestärkt, zugleich aber das Vertrauen in die PCI gemindert. Die PCI hatte den Kampf für Reformen nicht in letzter Konsequenz gefördert, und die Regierung hatte nur widerwillig dem Druck der starken Frauenbewegung nachgegeben.[25] Trotz der gesetzlichen Verbesserungen beklagte Noi donne das Weiterleben alter Sitten und rückständiger Strukturen, die sich "gegen die Frauen" richteten.[26]

Im Verlauf der 1980er Jahre tauchte auf den Seiten von Noi donne also eine Frau auf, die über die Erfahrungen der Frauenbewegung der 1970er Jahre verfügte und die Staat und Gesellschaft als Fremdkörper und Gegensätze zu sich selbst auffasste: Beide wurden letztlich als Ausdruck männlicher Macht verstanden. Nachdem sowohl das Vertrauen auf strukturelle Reformen (Sozialismus anstelle von Kapitalismus) als auch der 68er-Mythos der Revolution zerbröckelt waren, war diese Frau zur Überzeugung gelangt, dass nur eine Revolution der Frauen gegen die Männergesellschaft sie befreien könne.[27] Nachdem Noi donne zuvor vor allem die Ausbeutung von Frauen in der Arbeitswelt angeprangert hatte, versuchte die Zeitschrift nun, auf die besondere Situation der Frau aufmerksam zu machen und forderte deshalb dazu auf, "die Welt mit den Augen einer Frau zu betrachten". Sie setzte sich dafür ein, die Hauptaufmerksamkeit auf das Individuum und seine subjektiven Gefühle zu lenken.[28] Und so rief der Zusammenbruch der sozialistischen Welt weder Desorientierung noch besondere Traurigkeit hervor. Interviews mit Frauen aus dem Osten, die zwar emanzipiert, aber nicht frei, also de facto gleichermaßen unterdrückt waren, bestätigten die Ansicht, dass Frauen sich selbst befreien mussten, und zwar ausgehend von der Privatsphäre und nicht von den Institutionen, die sich ja als Katastrophe erwiesen hätten.[29] Und so war man an einem Punkt angelangt, an dem Parteipolitik und Frauenfrage komplett voneinander getrennt wurden. Das war die Folge eines Befreiungsprozesses, aber zweifellos auch ein Signal für eine politische Krise, die die gesamte italienische Gesellschaft betraf.[30]

Ilse Thiele, Vorsitzende des Demokratischen Frauenbunds Deutschlands (DFD), spricht im März 1987 beim XII. Bundeskongress des DFD im Palast der Republik in BerlinIlse Thiele, Vorsitzende des Demokratischen Frauenbunds Deutschlands (DFD), spricht im März 1987 beim XII. Bundeskongress des DFD im Palast der Republik in Berlin (© Bundesarchiv, Bild 183-1987-0305-112, Foto: Rainer Mittelstädt)
Auf der anderen Seite lassen sich wenigstens bis zum November 1989 in Für dich keinerlei Anzeichen für eine Trennung von Frau, Parteistaat und Frauenorganisationen verzeichnen. Zwar unterhielt der DFD durchaus Beziehungen zu autonomen Frauengruppen der 1980er Jahre, die ihn als Träger benutzten, um unter seinem Namen Versammlungen organisieren zu dürfen. Der DFD machte sich die Standpunkte der Frauengruppen aber keinesfalls zu eigen, sondern sah die Versammlungen unter seinem Dach eher als Möglichkeit an, die Tätigkeiten der Frauengruppen zu überwachen.[31] Der DFD bot sich noch einmal an, "die Beziehungen zu Frauen […] ständig weiter auszubauen und zu festigen; […] dem weiteren Ausbau der erreichten ökonomischen und sozialen Fortschritte zu dienen (und) die Frauen zu neuen Initiativen für die weitere Stärkung unseres sozialistischen Vaterlandes zu mobilisieren."[32] Und obwohl die Leserinnen in Zuschriften die nach wie vor bestehenden stereotypen Männer- und Frauenrollen hinterfragten,[33] empfahl die Zeitschrift ihnen, sich an Staat und Kollektivwesen, an der Effizienz der Frauenförderungspläne und dem weiteren Fortschreiten des sozialistischen Bewusstseins zu orientieren, um die Hindernisse zu überwinden, die sich einer tatsächlichen Gleichheit entgegenstellten.[34] Die Zeitschrift spiegelte die offizielle Haltung des DFD wider, dessen Vorsitzende Ilse Thiele anlässlich des 40. Jahrestages der DDR-Gründung noch am 4. Oktober 1989 deklariert hatte, dass der Frauenbund dabei helfen werde, "die DDR auch im fünften Jahrzehnt ihres Bestehens noch erfolgreicher mitzugestalten."[35]

Dieses Modell, das zutiefst an die spezifische politische und staatliche Organisation von Ostdeutschland gebunden war, konnte in Anbetracht der Krise der SED und des Zusammenbruchs der DDR nicht überleben.[36] Auf der anderen Seite brachen aber auch die Redaktion von Noi donne und ihre Leserinnen quasi jede Verbindung zu politischen Organisationen – auch zu den Frauenorganisationen – ab, wenn sie die subjektive Dimension so sehr betonten, dass sie schließlich ein elitäres Modell verkörperten, das nicht mehr in der Lage war, einen breiten Konsens zu erlangen. Zu Beginn der 1990er wurde Für dich eingestellt und auch die Zeitschrift Noi donne erschien de facto nicht mehr. Der Versuch, die öffentliche und die Privatsphäre zu vereinigen, war aus einander entgegensetzten Gründen gescheitert. Der Vergleich beweist eine progressive Entfremdung des Frauenleitbildes der UDI vom ostdeutschen Frauenmodell, die in der Entwicklung der italienischen Frauenorganisation begründet liegt. Im Gegensatz zum DFD, der sich bis zum Ende der DDR nie von der SED emanzipieren konnte oder wollte, gelang es der UDI, sich von der PCI zu befreien.

Zitierweise: Monica Fioravanzo, Das Frauenleitbild in der politischen Frauenpresse der DDR und der Kommunistischen Partei Italiens im Vergleich (1961-1989), Deutschland Archiv, 4.12.2014, Link: http://www.bpb.de/196980


Fußnoten

1.
Petra Scheidt, Karriere im Stillstand? Der Demokratische Frauenbund Deutschlands im Spiegel seiner Kaderarbeit und der Kaderstrukturen seines hauptamtlichen Funktionärskorps, Stuttgart 2011, S. 37-48 und 405.
2.
Vgl. Emmy Damerius, Persönlichkeiten der alten bürgerlichen Frauenbewegungen in der Internationalen Demokratischen Frauenföderation, in: Die Frau von heute, 17, 1. Septemberheft 1948; Marisa Rodano, Memorie di una che c’era. Una storia dell’Udi, Mailand 2010.
3.
Vgl. Monica Fioravanzo, Die "neue Frau", Frauenbilder der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und der Partito Comunista Italiano (PCI) 1944-1950 im Spiegel von Frauenzeitschriften, in: Deutschland Archiv Online, 30.09.2013, http://www.bpb.de/169913; Frieda Krüger, Mehr Mut, Aktivistinnen!, in: Die Frau von heute, 3, 1. Februarheft 1950; Wir sichern den Frieden durch die Zusammenarbeit aller fortschrittlichen Frauen, Rede von Elli Schmidt, in: Die Frau von heute, 1, 1. Januarheft 1950. "Für den Frieden und den Aufbau des Sozialismus" war 1957 das Thema des Referats der (neuen) Vorsitzenden Ilse Thiele auf dem VI. Bundeskongress. Vgl. Die Kraft aller Frauen, in: Die Frau von heute, 52, den 27.12.1957; UDI, Tutte le mamma contro la C.E.D., Rom 1954
4.
Der Frieden ist stärker geworden, in: Die Frau von heute, 34, 25.8.1961; Man las auch: "In jenen Tagen, da wir unsere Grenzen gegen das Westberliner Agentennest konsequent abzuschirmen begannen, strahlte die Zuversicht unserer Maßnahmen auch auf andere Staaten"; Vgl. aber Elke Stadelmann-Wenz, Widerständiges Verhalten und Herrschaftspraxis in der DDR. Vom Mauerbau bis zum Ende der Ulbricht-Ära, München, Wien und Zürich 2009, S. 39-47.
5.
Brief der Vorsitzenden Ilse Thiele an den Genossen Walter Ulbricht, in: Die Frau von heute, 39, 17.9.1961; Der Zukunft zugewandt, in: Die Frau von heute, 40, 6.10.1961.
6.
Die Frauen, der Frieden und der Sozialismus, Kommuniqué des Politbüros des Zentralkomitees der SED, in: Die Frau von heute, 2, 12.1.1962; Rainer Geißler, Die Sozialstruktur Deutschlands. Ein Studienbuch zur sozialstrukturellen Entwicklung im geteilten und vereinten Deutschland, Opladen 1992, S. 249; Im Jahre 1960 arbeitete 65,2 Prozent der Frauen in der DDR: Michael Schwartz, Emanzipation zur sozialen Nützlichkeit, S. 59 und Ina Merkel, Leitbilder und Lebensweisen von Frauen in der DDR, S. 370, in: Hartmut Kaelble und Jürgen Kocka (Hg), Sozialgeschichte der DDR, Stuttgart 1994.
7.
Die Frauen, der Frieden und der Sozialismus (Anm. 6).
8.
Vgl. Liebe Leserinnen!, in: Die Frau von heute, 45, 9.11.1962; K. Böhm, Ein ganz gewöhnliches Mädchen, in: Die Frau von heute, 43, 27.10.1961 und Erbauer des Kommunismus, 49, 8.12.1961; Merkel, Leitbilder und Lebensweisen von Frauen in der DDR (Anm. 6), S. 369.
9.
Maria Michetti, Margherita Repetto und Luciana Viviani, Udi: laboratorio di politica delle donne. Idee e materiali per una storia, Rom 1984, S. 188-202.
10.
Die Beziehungen blieben noch eng: Alla sezione femminile Direzione PCI, 27.2.1961, Archivio PCI, 1961, Sez. Lavoro, Mf 0478, 0662; Alla Segreteria amministrativa del PCI, 23.2.1961, Archivio PCI, 1961, UDI, Org. Massa, Mf 0483-2150. Das Archivio PCI liegt beim Fondazione Gramsci, Rom.
11.
Dossier sulla parità, in: Noi donne, 28, 9.7.1961; Il settimanale Noi donne apre il processo al Pregiudizio, UDI, Rom 1962.
12.
Beispiele hierfür finden sich in: Amore senza peccato (Liebe ohne Sünde), in: Noi donne, 29, 16.7.1961; Volti femminili nel mondo: Israele, in: Noi donne, 35, 3.9.1961; Le ventenni e la politica, in: Noi donne, 5, 3.2.1963: La ragazza e la società moderna, Conferenza nazionale promossa dall’UDI Roma, 17. und 19.5.1963, Rom 1963.
13.
Rivoluzione all’Università, in: Noi donne, 8, 24.2.1968.
14.
8 marzo 1968: l’italiana è cambiata. L’Italia deve cambiare, in: Noi donne, 10, 9.3.1968 und Giorni infecondi e giorni infelici, [über die Ogino-Knaus-Methode], in: Noi donne, 34, 31.8.1968; Il video nemico delle donne, in: Noi donne, 12, 23.3.1968. Vgl. Giovanni Gozzini La mutazione individualista: gli italiani e la televisione, 1954-2011, Roma-Bari 2011.
15.
Cala il sipario sul femminismo, In: Noi donne, 12, 21.5.1972. Teresa Bertilotti und Anna Scattigno (Hg.), Il femminismo degli anni Settanta, Rom 2005. Über die Beziehungen zwischen UDI und Feminismus, Marisa Ombra, La bella politica: la Resistenza, "Noi donne", il femminismo, Turin 2009, S. 64-77 und 86-98.
16.
Il nostro cuore a Praga, le drammatiche ore della Cecoslovacchia, in: Noi donne, 34, 31.8.1968. Zur Zeitspanne zwischen 1968 und 1991 siehe Silvio Pons, La rivoluzione globale. Storia del comunismo internazionale 1917-1991, Turin 2012, S. 325-398.
17.
In Francia è esplosa la libertà, in: Noi donne, 22, 1.6.1968 und Parigi a cuore aperto, in: Noi donne, 25, 22.6.1968.
18.
Kommuniqué über Sov.-Tchech. Verhalten und Kommentar, in: Für dich, 36/1968, 1. Septemberheft; Hermann Weber, Die DDR, München 2012, S. 74.
19.
Il pudore non è più di moda, "Noi donne", 6.1.1968 und Tradisco mio marito ma non lo lascio, "Noi donne", 13.1.1968.
20.
Machtvolle Einheitsfront in Frankreich. Klassenkämpfe, in: Für dich, 23, 1. Juniheft 1968.
21.
Im Geist Lilo Hermanns, in: Für dich, 25, 3. Juniheft 1968 und über die Jugend in dieser Phase, Köpfchen haben ist Trumpf, in: Für dich, 26, 4. Juniheft 1968; Warum eine neue Verfassung?, in: Für dich, 2. Januarheft 1968.
22.
Die Fünf-Arbeitstage-Woche wurde eingeführt; am 20. Dezember 1965 wurde das Familiengesetzbuch verabschiedet; vgl. Johannes Frerich und Martin Frey (Hg.), Sozialpolitik in der Deutschen Demokratischen Republik, München und Wien 1996, S. 406-11; Wie kam der zustande? in: Für dich, 18, 1. Maiheft 1965; Haben Väter keine Kinder?, in: Für dich, 29, 3. Juliheft 1968 und Il padre, questo sconosciuto (Der Vater, dieser Unbekannte), in: Noi donne, 13, 30.3.1968.
23.
Nutzen Sie Ihre Freiheit?, in: Für dich, 34, 3. Augustheft 1968; Wie modern muß die Mode sein?, in: Für dich, 29, 3. Juliheft 1968; Wie modern muß die Mode sein?, in: Für dich, 35, 4. Augustheft 1968. Es wurden auch viele Briefe veröffentlicht. Siehe auch: Ina Merkel, Utopie und Bedürfnis. Die Geschichte der Konsumkultur in der DDR, Köln, Weimar und Wien 1999, S. 252-256.
24.
Frerich und Frey, Sozialpolitik in der Deutschen Demokratischen Republik (Anm. 22), S. 413-418; Vgl. aber: Stefan Wolle, Die heile Welt der Diktatur. Herrschaft und Alltag in der DDR 1971-1989, Berlin 2009, S. 227-242.
25.
Simona Colarizi, Biografia della Prima Repubblica, Rom 1996, S. 115-126; Christoph Cornelißen, Brunello Mantelli und Petra Terhoeven (Hg.), Il decennio rosso: contestazione sociale e conflitto politico in Germania e in Italia negli anni Sessanta e Settanta, Bologna 2012.
26.
UDI, Perché la stampa femminile?, Ferrara 1977, S. 13-14; Speciale Noi donne. Le malfamate, in: Noi donne, 5, 3.2.1974; Nuda da scoprire, in: Noi donne, 36, 11.9.1977; Aborto: a che punto siamo?, in: Noi donne, 10-11, 12.3.1978.
27.
Im Artikel liest man: Wir schreiben als "donne e cittadine di un paese che manca di una direzione politica all’altezza dei problemi suoi e del mondo" [Frauen und Bürgerinnen eines Staates, der keine politische Führung hat, die auf der Höhe seiner Probleme und der Welt ist], vgl. Noi donne, 10-11, März 1981; Amore mio non ci sai fare, in: Noi donne, 6-7, 13.2.1981; Il separatismo è morto?, in: Noi donne, April 1989 (Neue Reihe). Siehe: Simona Colarizi, Gli anni Ottanta come storia, Soveria Mannelli 2004.
28.
A una donne conviene lavorare?, in: Noi donne, April 1985; Editoriale (Leitartikel), und Progetto donna, in: Noi donne, 10-11 März 1981. Leitartikel, in: Noi donne, März 1985.
29.
La libertà di sottrarsi (Leitartikel), und Donne dell’est, in: Noi donne, 1, November 1989 und F. Fossati, Sentimenti di fine anno, in: Noi donne, 1, Dezember 1989.
30.
Rodano, Memorie (Anm. 2), S. 221-235; Teresa Bertilotti, Elisabetta Bini und Catia Papa (Hg.), Attraversare i confini: pratiche culturali e politiche del femminismo italiano, Rom 2011.
31.
Vgl. Samirah Kenawi, Zwischenzeiten. Frauengruppen in der DDR zwischen östlicher Bürger- und westlicher Frauenbewegung, S. 154-167, in: Bernd Gehrke und Wolfgang Rüddenklau (Hg.), .. das war doch nicht unsere Alternative. DDR- Oppositionelle zehn Jahre nach der Wende, Münster 1999, S. 164; Valentine Lomellini und Antonio Varsori (Hg), Dal Sessantotto al crollo del Muro. I movimenti di protesta in Europa a cavallo tra i due blocchi, Mailand 2014, S. 175-210.
32.
Wir kommen in die besten Jahre, in: Für dich, 2/1989.
33.
Gedränge um Platz 1: Gerechtigkeit und Gleichberechtigung: was heißt das?, in: Für dich, 10/1989; Familienstand: alleinstehend, in: Für dich, 4/1989: Dieses Thema war früher als Tabuthema unter den Tisch gefallen wie z.B. auch das Thema der Gewalt gegen Frauen: Vgl. Sabine Tonscheidt, Frauenzeitschriften am Ende? Ostdeutsche Frauenpresse vor und nach der Wende 1989, Münster 1996, S. 234-5.
34.
Frauenförderungspläne: immer griffbereit?, in: Für dich, 28/1989.
35.
Zitiert nach Gerda Weber, DFD – letztes Kapitel, in: Deutschland Archiv, 7/1990, S. 1092. Zu Ilse Thiele vgl. Müller-Enbergs, Wer war wer in der DDR?, Bd. 2; Vgl. DFD in 40 Jahren DDR: Wegbereiter, Wegbegleiter, in: Für dich, 39/1989.
36.
Charles S. Maier, Il crollo. La crisi del comunismo e la fine della Germania est, B. I-II, Bologna 1999, S. 201-258; Antonio Varsori, L’Italia e la fine della guerra fredda. La politica estera dei governi Andreotti (1989-1992), Bologna 2013, S. 27-46.
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Autor: Monica Fioravanzo für bpb.de
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Demonstration am 4. November 1989 in Berlin.Deutschland Archiv 1/2011

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