Beleuchteter Reichstag

"Not as Grimm as it looks"? Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt und den deutschen Wirtschaftsumbau nach 1990


8.7.2015
Nach 25 Jahren ist es Zeit für eine Neu-Kontextualisierung, sagt Marcus Böick und betrachtet den durch die Treuhandanstalt verantworteten Wirtschaftsumbau im soeben vereinten Deutschland aus Sicht US-amerikanischer und britischer Medien.

Detlev Rohwedder, Präsident der Treuhandanstalt, im Kreise von Vorstandsmitgliedern bei einer Pressekonferenz am 27. November 1990Detlev Rohwedder, Präsident der Treuhandanstalt, im Kreise von Vorstandsmitgliedern bei einer Pressekonferenz am 27. November 1990 (© picture-alliance / ZB)

Der 25. Jahrestag der "Gründung" einer "Treuhand-Stelle" durch die Modrow-Regierung Mitte Februar 2015 hatte das sperrige Thema wieder einmal auf die journalistische Agenda gehievt. An meist negativ getönten Superlativen herrschte dabei kein Mangel: Der Spiegel veröffentlichte einen Artikel über "die Hass-Behörde" und konzentrierte sich vor allem auf die Auseinandersetzungen um die "Kali-Kumpel in Bischofferode", deren medial intensiv begleiteter Hungerstreik im Sommer 1993 erhebliche Auseinandersetzungen in der deutschen Öffentlichkeit zwischen Ost und West befeuert hatte.[1] Damit nicht genug: Während die Stuttgarter Zeitung retrospektiv nicht weniger als einen "Hort der Verderbnis" erblickte,[2] kritisierte die aus Südthüringen stammende Wirtschafts-Staatssekretärin und SPD-Politikerin Iris Gleicke als "Ost-Beauftragte" der Bundesregierung in einem Interview die Ende 1994 aufgelöste Treuhandanstalt. Diese erschien ihr nicht als Überbringerin "einer funktionierenden sozialen Marktwirtschaft", sondern als ein "Symbol eines brutalen, ungezügelten Kapitalismus", den viele Ostdeutsche nach wie vor maßgeblich mit "Deindustrialisierung" und "Massenarbeitslosigkeit" verknüpften.[3] Auch der frühere Vizepräsident der DDR-Staatsbank, Edgar Most, stand im medialen Reigen keineswegs zurück und klassifizierte die Treuhand-Aktivitäten im Deutschlandfunk als "eine einzige Schweinerei".[4]

Ganz anders hingegen die Stimmung auf einem prominent besetzten Treffen im Erfurter Landtag Ende März 2015, auf dem der einstige Thüringer CDU-Wirtschaftsminister Franz Schuster sein neues Buch zum Wirtschaftsumbau vorstellte,[5] und auf dem auch der frühere Chef der SPD-Volkskammerfraktion Richard Schröder, der bereits in den frühen 1990er Jahren stets eine Lanze für die ungeliebte Treuhand gebrochen hatte, abermals fakten- wie zahlenreich zu erläutern wusste, warum die unversöhnliche Gegnerschar irrte.[6]

Ein deutscher Sonderweg? – Zeit für eine Neu-Kontextualisierung



Mit Blick auf die mittlerweile überschaubare Debattenlandschaft ließe sich auch nach 25 Jahren festhalten, dass es im Osten wie im Westen beim Thema Treuhandanstalt nichts beziehungsweise wenig Neues zu vermelden gibt: Vornehmlich ostdeutsche wie linke Kritiker arbeiten sich mit Vehemenz an der Organisation ab; bevorzugt westdeutsche und konservative Verteidiger werden hingegen nicht müde, auf deren historisch einmalige Leistungen und Errungenschaften zu verweisen. Doch böte nicht gerade die mittlerweile ein Vierteljahrhundert umfassende Distanz einen hinreichenden Anlass, endlich neue Fragen an die Geschichte dieser eigentümlichen Organisation zwischen Plan und Markt sowie Ost und West zu stellen, um diese von einem (erinnerungs-)politischen Streitobjekt in ein zeithistorisches Forschungsproblem zu verwandeln? In seiner zeithistorischen Überblicks- und Pionierstudie hat jüngst Philipp Ther überzeugend dafür geworben, die gängigen (Vor-)Urteile der beteiligten wie betroffenen Zeitgenossen und der begleiteten Transformationsforschung nicht beständig fortzuschreiben, sondern das postsozialistische Umbruchsgeschehen in Europa nach 1989/90 nunmehr auch in größere transnationale wie historische Zusammenhänge einzuordnen.[7] In diesem Sinne stellt sich die Frage, inwiefern es sich bei dem deutschen Übergang vom Plan zum Markt – dessen wesentliche Eckpfeiler die Anfang Juli 1990 ruckartig vollzogene Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion sowie die von der Treuhandanstalt verantworteten, forcierten Massenprivatisierungen zwischen 1990 und 1994 waren – um eine Art deutsch-deutschen Sonderweg gehandelt habe. Hatte sich der in den 1980er-Jahren gedeihende "Neoliberalismus", wie Ther argumentiert, bei der vom Westen der erweiterten Republik aus "doppelten Schocktherapie" in Ostdeutschland in einer seiner radikalsten Formen entfaltet?[8]

Spielräume für zeithistorische Neuvermessungen



Stellt man die auch nach über zwei Jahrzehnten fortbestehende Stagnation der nationalen beziehungsweise ost-westlichen Binnenperspektiven auf die Treuhand in Rechnung, ergeben sich durchaus einige Spielräume für zeit- beziehungsweise medienhistorische Neuvermessungen. Im Folgenden soll daher der Leitfrage nach inter- oder transnationalen Referenzen und Bezugnahmen im Kontext der deutsch-deutschen Wirtschaftstransformation nachgegangen werden: Wie berichtete und auf welche Weise reflektierte die westliche, in diesem Falle US-amerikanische und die britische (Fach-)Öffentlichkeit in den frühen 1990er-Jahren über den von der Treuhandanstalt verantworteten Wirtschaftsumbau im soeben vereinten Deutschland? Welche Deutungen und Motive prägten diese Außenreflexionen? Welche Aufmerksamkeitskonjunkturen zeichneten sich ab? Beschritt die Treuhandanstalt im Blick der transatlantischen Öffentlichkeit tatsächlich einen deutsch-deutschen "Sonderweg" vom Plan zum Markt?

Auf Grundlage einiger, exemplarisch ausgewählter (und gleichermaßen nicht repräsentativer) Medienberichte, die allesamt in den frühen 1990er-Jahren in führenden US-amerikanischen und britischen Wirtschaftsmagazinen wie dem britischen Economist oder der US-amerikanischen Business Week veröffentlicht wurden, die als Leitmedien der Wirtschaftspresse gelten können, wird zunächst die früh einsetzende Deutung des deutsch-deutschen Wirtschaftsumbaus im Modus des Superlativs erörtert. Der zweite Abschnitt widmet sich sodann den im Zusammenhang mit der Treuhandanstalt im westlichen Ausland aufmerksam verfolgten, nach 1991 aufbrechenden Konflikten zwischen Ost- und Westdeutschen sowie den hiermit verbundenen volkswirtschaftlichen Umstellungskrisen zwischen Plan und Markt. Schließlich wird drittens auf das Beziehungsgeflecht zwischen Treuhandanstalt und dem (westlichen) Ausland beziehungsweise dortigen Unternehmern und Investoren eingegangen.

"The biggest corporate turnaround ever": die Treuhand als historischer Superlativ



Am 3. Dezember 1990 veröffentlichte das New Yorker Wirtschaftsmagazin Business Week ein ganzseitiges Porträt über einen deutschen Spitzenmanager, der mittig auf einer markigen Ganzkörperaufnahme im weißen Business-Hemd posierte, die Ärmel demonstrativ aufgekrempelt und die Brille in der rechten Hand. Seine Mission beschrieb das Magazin als "biggest corporate turnaround ever"; er und seine Mitstreiter trügen die Verantwortung für die zügige Privatisierung einer kompletten Zentralplanwirtschaft mit 8.000 hochdefizitären Industriebetrieben, deren vier Millionen Beschäftigte mit undurchsichtigen Betriebsstrukturen, maroden Anlagen, unverkäuflichen Produkten und massiver Unterbeschäftigung zu kämpfen hatten – und all dies unter ungebremsten Wettbewerbsbedingungen auf globalen Märkten. Allein 23 Milliarden US-Dollar an Krediten seien in den letzten Monaten kurzfristig mobilisiert worden, um die notleidenden Betriebe über Wasser zu halten. Der auf den eilig in die DDR gerufenen, westdeutschen Industrie-Managern lastende Zeit-, Problem- und Handlungsdruck sei exorbitant. Bei einem Erfolg ihrer Anstrengungen, so die Prognose des Magazins, würde die von ihnen orchestrierte Überführung der Betriebslandschaft vom Plan zum Markt nicht nur einen Boom in der ganzen Region forcieren, sondern auch die Umbaukosten aus den erzielten Verkaufserlösen decken. Apokalyptisch erschienen hingegen die Aussichten im Falle ihres Misserfolgs, bei dem ein ganzes Land zu einem "intractable poorhouse" zu verkommen drohe. Heldenhafter Glanz und abgründiges Scheitern schienen aus dieser Sicht Ende 1990 dicht beieinander zu liegen. Die Überschrift ermahnte die US-amerikanische Leserschaft ironisch: "You think your Job is tough, try turning East Germany around."[9]

Detlev Rohwedder, Präsident der Treuhandanstalt, spricht vor Journalisten in Berlin im August 1990Detlev Rohwedder spricht vor Journalisten in Berlin im August 1990 (© Bundesarchiv, Bild 183-1990-0821-025, Foto: Thomas Lehmann)
Der als heroischer Umbruchsmanager auf abenteuerlicher wie hochriskanter Mission Porträtierte war Detlev Karsten Rohwedder, der zweite Präsident der Treuhandanstalt. Bundeskanzler Helmut Kohl hatte Rohwedder für die heikle Aufgabe ausgesucht, weil dieser sich in den 1970er Jahren als Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium unter Karl Schiller und in den 1980er Jahren als Vorstandschef des Dortmunder Stahlkonzerns Hoesch einen veritablen Ruf als zupackender Krisenmanager und Unternehmenssanierer erworben hatte. Und auch die Business Week sympathisierte merklich mit dem Treuhand-Chef: Rohwedder liebe die "huge, risky challenge", wie ein Vertrauter zitiert wurde, und verbinde zugleich "a disarming American directness and flexibility with Teutonic toughness and determination". Auch die aufbrandende öffentliche Kritik an Rohwedders Treuhandanstalt, die mit großen Massendemonstrationen in ganz Ostdeutschland im Frühjahr 1991 ihren dramatischen Höhepunkt erst noch erreichen sollte, fand Erwähnung: Während Gewerkschaftsvertreter und linke Oppositionspolitiker ein langsameres Tempo zum behutsameren Wirtschaftsumbau einforderten, ging es vielen Investoren, (markt-)liberalen Ökonomen und konservativen Regierungspolitikern nicht schnell und konsequent genug bei der Etablierung der Marktwirtschaft. Ein bundesdeutscher Unternehmensvorstand zweifelte insbesondere an Eignung und Willen des Treuhand-Personals: "You can’t mix the old guard with a few volunteers and properly run 8,000 companies." Die Business Week resümierte: Der passionierte Hobbyhistoriker Rohwedder werde zwar in Zukunft kaum Zeit zur Lektüre der von ihm hochgeschätzten Barockliteratur finden, "but in tackling the world’s largest collection of sick companies, he’s making a little history of his own".[10]

Das Porträt über Detlev Rohwedder von Dezember 1990 setzte damit einen Grundton, der die veröffentlichten Medienberichte in transatlantischen Medien in den folgenden Jahren in unterschiedlichen Variationen begleiten sollte: Bis zum Ende der Treuhandanstalt 1994 beschrieben US-amerikanische wie britische Auslandskorrespondenten und Journalisten den in Ostdeutschland stattfindenden Wirtschaftsumbau als "Sale of the century".[11] Und das im bevorzugt ins Heroisch-Historische spielenden Modus des Superlativs – das nie dagewesene Ausmaß des von der Treuhand in kurzer Zeit realisierten Massenprivatisierungsprogramms in Ostdeutschland blieb ein zentrales Bild in der westlichen Fachpresse: Neben immer wieder auftauchenden (meist aus der offiziellen Treuhand-Pressearbeit übernommenen) Statistiken über Betriebszahlen in den Tausendern, Belegschaftsgrößen in Millionen- oder Finanztransaktionen in Milliarden-Größe, die die schieren Dimensionen des Vorganges illustrieren sollten, dienten ab dem Frühjahr 1991 Porträts über Rohwedders Nachfolgerin Birgit Breuel einer personenbezogenen Präsentation der "spektakulären" Treuhand. Dabei wurde die Treuhand-Präsidentin im Ausland gelegentlich mit der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher – sowohl habituell als auch (ordnungs-)politisch – verglichen.[12] Letztlich blieb die Beschreibung der Treuhandanstalt im historischen Superlativ ein durchgängiges Grundmotiv in der westlichen Öffentlichkeit.

"The shock of unity": die Treuhand als Krisen- und Konfliktzone zwischen Ost und West



Die Titelseite des britischen Magazins The Economist vom 23. Mai 1992 zierte eine Szenerie, die an ein romantisches Kinderbuch des 19. Jahrhunderts erinnerte: Links eine alte, auf zwei Krücken gestützte Frau mit Buckel und Hakennase vor ihrer abgelegenen Waldhütte, rechts ein kleiner Junge mit einem noch jüngerem Mädchen an der Hand, das sich ängstlich im Hintergrund hielt. Über den Kindern prangte der Titel des Hefts: "Not as Grimm as it looks." Die britischen Journalisten hatten das in der angelsächsischen Welt wohlbekannte Märchen-Motiv der Gebrüder Grimm von Hänsel und Gretel nebst Hexe als Rahmen gewählt, um sich intensiv mit dem "shock of unity" zu beschäftigen, der das wiedervereinte Land in der Mitte Europas gerade intensiv umzutreiben schien: Der schwierige Alltag des wiedervereinten Deutschlands habe sich für die Deutschen in Ost und West als ein "thunderous shock" entpuppt, wie man in London urteilte: "Unification is harder, more complex, more time-consuming and more expensive than almost anyone realized." Die Vereinigung beschrieb das Wochenmagazin wie ein unverhofftes Wiederzusammentreffen einer lange getrennt lebenden Großfamilie auf dem Lande, wobei beide Familienteile sich nicht nur entfremdet hätten, sondern nun der deutlich ärmere Teil des Klans in das Haus des reicheren Familienflügels umzusiedeln gedachte. Neben den dabei auftretenden innerfamiliären Konflikten werde die deutsch-deutsche Großfamilie auch noch von außen bedroht: Wie in Märchen üblich, präsentierten die Autoren eine Reihe von einschlägigen Bösewichtern, die den ohnehin mit sich selbst beschäftigten Deutschen zusätzliche Befürchtungen einjagten und damit die „German Angst" weiter befeuerten: "Monsters (the huge financial cost of unity), goblins (xenophobia and right-wing extremism), witches in gingerbread houses (the European Community), strangers from dark woods (lands to Germany’s east), and ugly stepsisters (Germany’s western Allies, ever fussing for it to take more responsibility and then sulking when it does.)."[13]

Auf den folgenden Seiten durchwanderte der Economist dieses wundersame deutsch-deutsche Märchenland in der Selbstfindungskrise, in dem sich das vermeintliche Happy End des Herbstes 1989 im Laufe des Jahres 1990 in ein regelrechtes Schauermärchen verwandelt hatte. Neben parteipolitischen Verwerfungen, ausländerfeindlichen Ausschreitungen und außenpolitischen Irritationen um die Rolle des vereinten Deutschlands in Europa und der Welt stand vor allem die unerwartet tiefe Wirtschaftskrise beim Umbau der einstigen Planwirtschaft im Mittelpunkt: "The severity of the economic collapse in the New Länder after unity was a shock even to the pessimists", für welchen die Autoren vor allem die sofortige Währungsunion, die geringe Qualität ostdeutscher Produkte sowie den kompletten Zusammenbruch der Ostmärkte des zerfallenden Raums des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) verantwortlich machten. Insbesondere rückte dabei die Treuhandanstalt ins Blickfeld, die – untergebracht "in Hermann Goering’s old Luftwaffe building" – im "centre of the operation" agiere: Mit ihren mehr als 3.000 Mitarbeitern arbeite die hochumstrittene Organisation an einer zutiefst widersprüchlichen Aufgabe: "A bureaucracy bringing capitalism to eastern Germany sounds a contradiction in terms." Allein die Lobby der Treuhandanstalt erschien den britischen Journalisten bei einem Ortsbesuch im einstigen Reichsluftfahrtministerium als eine "telling marriage of new and old"; hierfür verknüpften die Autoren in der britischen Öffentlichkeit traditionell bekannte Nazi- und Preußen-Stereotype mit Motiven des postsozialistischen Aufbruchs zu neuer Modernität: "Smiling receptionists at computer screens, and a clock without hands." Die "long white corridors" im riesigen Gebäudekomplex betrachteten die Besucher zwar als geeignet für "monastic scribes or Prussian clerks", aber nicht für aufstrebende Unternehmer und Manager.[14]

Jenseits dieser atmosphärischen Impressionen aus der Mitte Berlins entwarfen die britischen Journalisten ein differenziertes Bild des laufenden Wirtschaftsumbaus in Ostdeutschland aus makroökonomischer Perspektive. Die von der Treuhand forcierte Privatisierung beziehungsweise Stilllegung der einstigen Staatsbetriebe komme zwar zügig voran, erweise sich aber als ein massives Zuschussgeschäft und sei obendrein mit beträchtlichen gesellschaftlichen Konsequenzen wie insbesondere der Massenarbeitslosigkeit verbunden, die die Konflikte zwischen Ost- und Westdeutschen erheblich verschärften: Während die Ostdeutschen sich enteignet, entwertet und überrumpelt fühlten, erregten sich die Westdeutschen über steigende Transferzahlungen und wachsende sozialpolitische Kosten, wie der Economist berichtete. Bis Mitte des Jahres 1992 hatte man im westlichen Ausland mit Verwunderung das registriert, was in Deutschland zeitgenössisch als "Vereinigungskrise"[15] beschrieben wurde; das neue, vereinte Deutschland trat nun gerade nicht, wie noch 1990 von ausländischen Einheitsskeptikern vor allem in Frankreich oder Großbritannien befürchtet, als neuer Hegemon im Herzen Europas auf, sondern schien sich intensiv mit sich selbst zu beschäftigen. Immer wieder thematisierten Berichte nicht nur die ökonomischen Verwerfungen und gesellschaftlichen Konflikte beim Wirtschaftsumbau selbst, wie dem hitzigen Streit um die Schließung des Kalibergwerks in Bischofferode im Sommer 1993,[16] sondern auch die hiermit verknüpften kulturellen Differenzen zwischen Ost- und Westdeutschen, die im medialen Außenblick mit einer Mischung aus Faszination und Verwunderung registriert, beschrieben und gedeutet wurden. Das wiedervereinte Deutschland erwies sich folglich nicht, wie noch von manchen ausländischen Politikern und Beobachtern 1989/90 befürchtet, als geschlossen auftretende, dominante Großmacht im Herzen Europas – sondern als nach innen gewandte, zerstrittene und an sich selbst zweifelnde Nation, die in zwei miteinander fremdelnde Teilgesellschaften zerfiel. Die Treuhandanstalt avancierte dabei zu einem zentralen medialen Untersuchungsfeld für die Erkundung dieser aus der (westlichen) Außensicht eigentümlichen Ost-West-Konfliktlagen.

"There’s little room for foreign investors": die Treuhand als Rätsel für Ausländer



Ein solches, ambivalent gedeutetes "New Germany of Angst and Opportunity", wie es das Wall Street Journal im Juli 1991 nannte,[17] war jedoch nicht nur der Ort einer historisch einmaligen Wirtschaftstransformation vom Plan zum Markt sowie eine Arena von im Blick ausländischer Beobachter überraschend heftiger Ost-West-Konflikte, sondern auch eine potenzielle Interessensphäre für westliche Investoren. Der bereits zitierte Economist hatte schon im September 1991 kritisiert, dass der von der Treuhand organisierte Privatisierungsprozess als undurchschaubar "to most outsiders" erscheine; zwar gebe es keine formelle "Germans first policy" – aber dennoch setze sich bei westlichen Unternehmern der fatale Eindruck fest, dass "a west German mafia is at work pushing what pearls there are to cronies back home". Die Westdeutschen brächten eben einige "in-built advantages over their foreign rivals" mit, wie das britische Wochenmagazin trocken kommentierte: "A common language, often historic links with the firms they are chasing, generally a better, though rarely complete, grasp of the moral hazards."[18] Im August 1991 ging auch jenseits des Atlantiks die New York Times harsch auf diese Konstellation ein: Zwar habe der Zusammenbruch des Kommunismus im Jahr 1990 zunächst ein "tremendous interest in eastern Germany among foreign investors" erzeugt, welche die ehemalige DDR als "prime jumping-off point for business in central Europe" gesehen hätten, jedoch sei von diesem anfänglichen Enthusiasmus kaum etwas geblieben. Die US-amerikanischen Journalisten kritisierten dabei insbesondere, dass sich für ausländische Interessenten die Treuhand-Bürokratie als "even greater barrier" erweise als die marode Kommunikations- und Verkehrsinfrastruktur in der einstigen DDR. Ein französischer Automobil-Manager ließ sich in der Tageszeitung mit "there’s little room in former East Germany for foreign investors" zitieren, weshalb man sich eben noch weiter nach Osten, in die anderen Länder des einstigen "Ostblocks" orientieren müsse.[19]

Birgit Breuel, seit 1991 Präsidentin der Treuhandanstalt, am 10. Juli 1991 in BerlinBirgit Breuel, seit 1991 Präsidentin der Treuhandanstalt, am 10. Juli 1991 in Berlin (© picture-alliance / ZB)
Die in New York Times und The Economist sehr kritisch beschriebene beziehungsweise begründete Zurückhaltung ausländischer Investoren stand dabei einer bereits von Detlev Rohwedder im September 1990 vor der DDR-Volkskammer angekündigten "Internationalisierung" des ostdeutschen Wirtschaftsumbaus massiv entgegen, der anfangs bewusst internationale Wettbewerber ins Geschäft bringen wollte, um so eine monopolartige Aufteilung der ostdeutschen Märkte durch führende westdeutsche Unternehmen zu verhindern, sich jedoch zunächst auf den Um- und Ausbau der Treuhandanstalt selbst konzentrierte. Spätestens ab dem Sommer 1991 versuchte die neue Treuhand-Spitze um Birgit Breuel, den im niedrigen einstelligen Bereich stagnierenden Anteil ausländischer Übernahmen durch gezieltes Marketing noch zu steigern: Innerhalb der Treuhand wurden eigene Direktorate oder Fachbereiche für "Internationales" geschaffen, repräsentative Kontaktbüros in New York und Tokio eingerichtet, breite Anzeigenkampagnen in der westlichen Wirtschaftspresse geschaltet sowie internationale Investmentbanken als Vermittler eingeschaltet. Insbesondere mehrere Auslandstouren der Präsidentin erregten dabei einige mediale Aufmerksamkeit – so reiste Breuel im November 1991 über eine Woche quer durch die USA, um dort mit zahlreichen Ansprachen, Treffen und Medienauftritten für ein stärkeres US-Investment in der DDR zu werben.[20]

Doch letztlich ließ sich auch damit die Reserve des (westlichen) Auslandes gegenüber einer eigenen Beteiligung am durch die Treuhandanstalt betriebenen Wirtschaftsumbau nur bedingt überwinden: Während das Marketing zur Internationalisierung des Privatisierungsgeschäfts auf Hochtouren lief, trübten die ab 1992 in gehäufter Zahl ans Licht der Öffentlichkeit dringenden Skandalfälle wie um die Niederlassung in Halle, die heftigen industriepolitischen Debatten um ein stärkeres Eingreifen des Staates sowie auch ausländerfeindliche Ausschreitungen in Ostdeutschland auf der anderen Seite die Perspektiven für ausländische Interessenten ein.[21] Bis zum Ende der 1994 verharrte daher der relative Anteil ausländischer Käufer im einstelligen Bereich: Von insgesamt knapp 15.000 Privatisierungen waren lediglich etwa 800 beziehungsweise sechs Prozent mit Auslandsbeteiligung erfolgt, auch wenn einige spektakuläre Großprivatisierungen wie die politisch eingefädelte und später in einen massiven Skandal mündende Übernahme der Leuna-Raffinerien durch den französischen Elf-Aquitaine-Konzern oder die wechselhafte Privatisierung des EKO-Stahlwerks in Eisenhüttenstadt zunächst an ein italienisches und dann ein belgisches Unternehmen im Jahr 1993/94 erhebliche internationale Aufmerksamkeit erregten.[22] Letztlich blieb die Treuhand im Blick der ausländischen Presse eine schwer zu durchschauende Geschäftspartnerin, die man im Zweifel eher den Deutschen überließ.

"Really no alternative to this curious colossus?" Faszination, Verwunderung, Reserve



Der häufiger in den ausländischen Medienberichten anzutreffende Verweis auf die "headquarters for World War II Luftwaffe chieftain Hermann Goering"[23] als Sitz der Treuhand-Zentrale symbolisierte die transatlantischen Außenperspektiven in gewisser Weise als Ganzes: Die Wirtschaftspresse beobachtete, beschrieb und deutete die eigentümliche Organisation in Berlin mit einer Mischung aus Faszination, Verwunderung und Reserve; die Treuhand erschien im internationalen Blickwinkel durchaus als ein deutsch-deutscher Sonderweg vom Plan zum Markt, aber keineswegs als übermäßig "radikal" oder gar "brutal" – sondern als stark nach innen gewandter, langwieriger postsozialistischer wie postnationaler Umgestaltungs- beziehungsweise (Ko-)Transformationsprozess,[24] in dem neben wirtschaftlichen und politischen gerade auch gesellschaftliche und identitär-kulturelle Konfliktlagen zwischen Ost und West mit – für das westliche Ausland überraschend – großer bis größter Vehemenz verhandelt wurden.[25]

Es waren, wie gezeigt, insbesondere drei motivische Schwerpunkte, die die medialen Außenblicke auf das wirtschaftliche Transformationsgeschehen bestimmten: Zunächst einmal schien die Treuhandanstalt als zentrale, ja gigantische Industrie-Holding die westlichen Auslandskorrespondenten einigermaßen zu faszinieren – ihre Größe, ihr Auftrag und ihr Zuschnitt suchten für die professionellen Beobachter in New York oder London zumindest in der westlichen Welt ihresgleichen.

Zweitens waren es gerade die sich an der Treuhandanstalt entzündenden, heftigen Konflikte zwischen "Wessis" und "Ossis", die man im Ausland mit merklicher Verwunderung sorgfältig registrierte und intensiv analysierte: Die (vermeintliche) ethnische Homogenität der wiedervereinten Nation ließ diese kulturellen Auseinandersetzungen innerhalb des 1989/90 noch in großer Euphorie wiedervereinten Deutschlands aus der Außensicht einigermaßen schwer verständlich erscheinen.

Drittens bestimmte hingegen eine merkliche Reserve oder Distanz die Urteile, wenn es darum ging, selbst Teilnehmer dieser schwer nachvollziehbaren innerdeutschen Verwicklungen zu werden. Wenn die internationale Wirtschaftspresse deutlich Kritik an der Treuhandanstalt übte, dann deshalb, weil ihre forcierte Privatisierungspraxis auf ausländische Unternehmen und Investoren als undurchschaubare Bürokratie von Deutschen für Deutsche abschreckend wirkte, woran auch massive internationale Marketing-Bemühungen letztlich nur bedingt etwas ändern konnten.

Die damit in groben Strichen skizzierten, US-amerikanischen und britischen Wahrnehmungen und Deutungen des ostdeutschen Wirtschaftsumbaus im Allgemeinen wie der Treuhandanstalt im Besonderen deuten die Potenziale einer transnationalen Perspektivverschiebung mit Blick auf die Transformationszeit nach 1990 an. Im scharfen Kontrast zu der polarisierten und bis in die Gegenwart wenig versöhnlichen innerdeutschen Kontroverse zwischen Gegnern und Verteidigern der Treuhandanstalt, pflegte die westliche Fachöffentlichkeit einen differenzierten Außenblick auf das Geschehen im wiedervereinten Deutschland. Weder sah man dort, gerade auch im Kontrast mit den anderen osteuropäischen Transformationsländern, eingedenk der massiven sozialpolitischen Stützungsmaßnahmen einen ungebremsten "Kapitalismus" am Werk, noch erklärte man das deutsch-deutsche Modell eines schlagartigen wie forcierten Wirtschaftsumbaus im Modus der Privatisierung durch eine zentrale Organisation für alternativlos. Im September 1991 fragte der Economist, ob es "really no better alternative to this curious colossus" Treuhandanstalt gebe, deren eigentümliche Rolle als "a mix of investment banker, buffer between state and business, and general economic nanny" außergewöhnlich erschien.[26] Die transatlantische Wirtschaftspresse spielte zwar, wie im Falle der schaurig-schönen Märchengeschichte des Economist, mit nationalen Stereotypen. Den Deutungen und Urteilen der westlichen Wirtschaftsjournalisten ging die innerhalb der deutschen Medienöffentlichkeit gepflegte Radikalität, Polarisierung und Eindringlichkeit völlig ab, ganz im Gegenteil – sie nahmen als distanzierte Beobachter eine Meta-Perspektive hierzu ein: Die Treuhand sei eben "all Germany’s favourite football", wie das britische Magazin letztlich urteilte: "The bleaker the economic news from the east, the harder the Treuhand gets kicked."[27]

Zitierweise: Marcus Böick, "Not as Grimm as it looks"? Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt und den deutschen Wirtschaftsumbau nach 1990, in: Deutschland Archiv, 8.7.2015, Link: www.bpb.de/209190


Fußnoten

1.
Die Hass-Behörde, Spiegel-Online, 22.2.2015, http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/treuhand-gruendung-1990-protest-der-kali-kumpel-bischofferode-a-1018717.html, letzter Zugriff am 9.6.2015.
2.
Ein Hort der Verderbnis, in: Stuttgarter Zeitung, 1.3.2015.
3.
"Symbol eines brutalen Kapitalismus", 19.2.2015, https://www.insuedthueringen.de/regional/thueringen/thuefwthuedeu/Symbol-eines-brutalen-Kapitalismus;art83467,3906970, letzter Zugriff am 9.6.2015.
4.
"Eine einzige Schweinerei", in: Deutschlandradio Kultur – Interview, 28.2.2015.
5.
Franz Schuster: Thüringens Weg in die Soziale Marktwirtschaft. Privatisierung, Sanierung, Aufbau. Eine Bilanz nach 25 Jahren, Köln u.a. 2015.
6.
Die alte CDU-Garde in Erfurt: Lauter falsche Legenden über die Treuhand, in: Ostthüringer Zeitung, 23.3.2015; vgl. auch Richard Schröder: Die wichtigsten Irrtümer über die Einheit, Freiburg 2007.
7.
Vgl. Philip Ther: Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa, Berlin 2015.
8.
Ther, Die neue Ordnung (Anm. 7), S. 199.
9.
You Think Your Job is Tough, Try Turning East Germany around, in: Business Week, 3.12.1990, S. 21.
10.
Ebd.
11.
Sale of the Century ends, in: Financial Times, 4.5.1994, S. 3.
12.
East Germany for Sale, in: Reader’s Digest, Dezember 1992, S. 50-55; Head of Germany’s Treuhand Steers Course Between Expediency and Economic Reality, in: The Wall Street Journal, 18.9.1992, S. 4.
13.
The shock of unity, in: The Economist, 23.5.1992, S. 3f.
14.
Ossifying or modernising?, in: The Economist, 23.5.1992, S. 6.
15.
Vgl. Jürgen Kocka: Vereinigungskrise, Göttingen 1995; dazu auch Andreas Rödder: Deutschland einig Vaterland: Die Geschichte der Wiedervereinigung, 2. Aufl., München 2009.
16.
The Scandals at the Treuhand, in: Newsweek, 26.7.1993.
17.
The New Germany of Angst and Opportunity, in: The Wall Street Journal, 15.7.1991, A11.
18.
Privatising East Germany. It’s a long march from state control, in: The Economist, 13.5.1991, S. 21-24.
19.
In the East, a Treuhandanstalt Bureaucracy, in: New York Times, 18.8.1991, S. 18.
20.
Vgl. der Überblick im Treuhand-eigenen Magazin: Für ausländische Investoren zählen nur handfeste Informationen, in: Treuhandanstalt Informationen, Ausgabe 7, November 1991, S. 1 u. S. 12ff.
21.
Vgl. u.a. Morale suffers in the old east, in: Financial Times, 30.4.1993; Privatization Spells Problems in Germany, in: International Herald Tribune, 12.7.1993, S. 1; Treuhand head administers a painful cure, in: Financial Times, 4.10.1993, S. 3.
22.
Vgl. Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BVS): "Schnell privatisieren, entschlossen sanieren, behutsam stilllegen". Ein Rückblick auf 13 Jahre Arbeit der Treuhandanstalt und der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, Berlin 2003, S. 58-60.
23.
The New Germany of Angst and Opportunity, in: The Wall Street Journal, 15.7.1991, S. 11; The heavy trad of the Treuhandanstalt, in: Financial Times, 16.8.1991, S. 4.
24.
Dazu insg. Ther, Die neue Ordnung (Anm. 7).
25.
Vgl. als frühe Bilanz etwa Shaping a New Identity, and Trying to Come to Terms With the Past, in: International Herald Tribune, 21.4.1994, S. 14f.
26.
Privatising East Germany. It’s a long march from state control, in: The Economist, 14.9.1991, S. 21-24.
27.
Ebd., S. 21.
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Autor: Marcus Böick für bpb.de
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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter... 

DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, ÜberwachungsmonitoreDossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Weiter... 

www.chronik-der-mauer.de

Chronik der Mauer

Es erwarten Sie ein Fülle von herausragenden und multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema. Weiter... 

jugendopposition.deOnline-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten. Weiter...