Beleuchteter Reichstag

Das Spezifische deutsch-deutscher Migration


8.12.2016
DDR-Bürger, die in die Bundesrepublik flüchteten, waren zwar ihrem Status nach gleichberechtigt, kamen aber aus einer nach ganz anderen Grundsätzen organisierten Gesellschaft. Wie erging es ihnen in Hinblick auf Teilhabe und Zugehörigkeit, inwiefern machten sie auch Fremdheitserfahrungen? Sind DDR-Bürger mit anderen Migranten trotz aller Spezifik eventuell vergleichbar?

DDR-Bürgerinnen und -Bürger zwischen Verkaufsständen in einem West-Berliner Warenhaus im November 1989DDR-Bürgerinnen und -Bürger zwischen Verkaufsständen in einem West-Berliner Warenhaus im November 1989 (© Oliver Rüther/laif)

"Wohin flüchten?" war das Kursbuch 183 vom September 2015 betitelt, dessen Autorinnen und Autoren zu einer differenzierten Bestandsaufnahme der damals heftig diskutierten Wanderungen nach Europa beitragen wollten. Diese "entscheidende Frage" dürfte sich den Menschen, die wegen Repression und Indoktrination, fehlender Grundrechte und rigider Beschneidung ihrer Entfaltungsmöglichkeiten zwischen 1949 und 1989 die DDR verließen, nicht gestellt haben. Selbst für die wenigen, die es in weitere Ferne zog, war die Bundesrepublik in der Regel eine unvermeidliche Station: "Wir sind halt Deutsche, das ist das Land, wo man sich verständigen kann, wir müssen erstmal hierher, schon um zu Papieren zu kommen", erläuterte die in den 1970er Jahren geflüchtete Brigitte H. ihre Überlegungen. DDR-Bewohner waren laut Grundgesetz Deutsche, und wer in den westlichen Teilstaat gelangte, konnte sich ohne Umschweife einen Pass ausstellen lassen. Im Vergleich zu anderen Menschen, die das Gebiet der Bundesrepublik betreten und hier ansässig werden wollten, waren die aus der DDR Herüberwechselnden daher privilegiert. Die Regelung des Grundgesetzes, die ihnen Freizügigkeit sicherte, bedeutete für sie gleichsam eine offene Tür; auch über alle weiteren Rechte, die der westdeutsche Staat seinen Bürgern garantierte, verfügten die ostdeutschen Flüchtlinge und Übersiedler sofort vollumfänglich.[1]

So waren DDR-Zuwanderer einerseits ihrem Status nach von vornherein zugehörig und gleichberechtigt – während sie andererseits von außen, aus einem andersartigen Staatswesen und einer nach anderen Grundsätzen organisierten Gesellschaft, in die Bundesrepublik kamen. Die folgenden Ausführungen setzen bei dieser Besonderheit der deutsch-deutschen Migration an. Fokussiert auf die 1980er Jahre gehe ich der Frage nach, wie sich dieses Spezifische hinsichtlich der Aufnahme und des Ankommens der Zuwanderer in der neuen Gesellschaft fassen lässt. Drei Aspekte werden dabei in den Blick genommen. Erstens: Wie moderierte der westdeutsche Staat auf Basis der grundgesetzlich festgeschriebenen Staatsbürgereigenschaft die Eingliederung der Übergesiedelten in zentrale gesellschaftliche Funktionssysteme, vor allem die Bereiche Bildung und Arbeit (Stichwort Teilhabe)? Zweitens: Ebenfalls per Verfassung gesetzt war die Zugehörigkeit der Ostdeutschen zu derselben (gedachten) nationalen Gemeinschaft. Lassen sich Beobachtungen einer partiell skeptisch-distanzierten Aufnahme in den 1980er Jahren aus einem Wandel des nationalen Selbstverständnisses der Westdeutschen erklären? Drittens: Inwieweit machten auch diese Wandernden, die "von Deutschland nach Deutschland" gingen, Fremdheitserfahrungen – und sind darin anderen Migranten trotz aller Spezifik eventuell vergleichbar? Wo im Folgenden jenseits allgemeiner Beobachtungen eine lokale Ebene angesprochen ist, wird als Beispiel West-Berlin herangezogen.[2]

1. Teilhabe



Über die volle Mitgliedschaft im westdeutschen Staat verfügten übergesiedelte DDR-Bürger als Deutsche laut Grundgesetz umstandslos. Wie interpretierte der Staat auf Grundlage dieser Beziehung seine Aufgabe speziell gegenüber diesen Bürgern? Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann formulierte im November 1984 mit Blick auf die Zuwanderer aus der DDR: "Für ihre Eingliederung muss ihnen die Hilfe zuteil werden, die notwendig ist, um vorhandene Startnachteile auszugleichen und Chancengleichheit herzustellen." Wie dieses Programm zu verstehen ist, erschließt sich, wenn man die Erläuterungen des Migrationsforschers Michael Bommes zur Aufnahme von Aussiedlerinnen und Aussiedlern in der Bundesrepublik nachvollzieht. Er beschreibt ein Prinzip, das trotz sonstiger Unterschiede etwa hinsichtlich der Sprache für beide Gruppen galt: Bommes argumentiert, dass der Wohlfahrtsstaat die abweichenden Biografien der Migranten gleichsam reparierte. Abweichend waren ihre Lebensläufe, weil Bildungs- und Ausbildungswege nicht dem entsprachen, was man in der Bundesrepublik kannte und erwartete; und auch, weil sich das an Eigentum und sozialer Absicherung Akkumulierte nicht ohne Verluste in das Leben nach der Wanderung transferieren ließ.[3]

Diese Problematik struktureller Anschlussfähigkeit traf auch auf die Lebensläufe von DDR-Zuwanderern zu. Der Staat begegnete ihr mithilfe des gleichen Eingliederungsinstrumentariums, das er für Aussiedler nutzte; unter anderem in Gestalt des Bundesvertriebenen-, Fremdrenten- und Lastenausgleichsgesetzes war dieses Instrumentarium bis Mitte der 1960er Jahre in wesentlichen Zügen entwickelt worden. Gelder für Wohnungsbau und Hausratsbeschaffung, Kredit- und Steuererleichterungen, auch Hilfen zur wirtschaftlichen Existenzgründung: Diese Mittel erlaubten, Defizite infolge der Migration auszugleichen. Bei den Sozialversicherungen wurden DDR-Zuwanderer so behandelt, als hätten sie ihr Leben lang in der Bundesrepublik Beiträge gezahlt. Damit sie erfolgreich "Mitgliedschaftsrollen" übernehmen konnten, war es darüber hinaus wichtig, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten anzupassen.[4] Diese Thematik wurde für DDR-Zuwanderer 1984 virulent, als nach rund zwei Jahrzehnten erstmals wieder deutlich mehr und vor allem jüngere Ostdeutsche in die Bundesrepublik wechselten. Etwa 35.000 Menschen ließ das SED-Regime in diesem Jahr ausreisen. Ein Mitarbeiter der West-Berliner Senatskanzlei vermerkte, dass die größte Altersgruppe unter den Neubürgern die 25- bis 40-Jährigen bildeten. Als Berufsgruppe seien Facharbeiter und Handwerker am stärksten vertreten, doch stellten auch Akademiker mit knapp 18 Prozent einen beachtlichen Anteil.[5]

Notwendig war nun eine Bestandsaufnahme: Wo ergaben sich Schwierigkeiten? Wie weit reichten vorhandene Regularien – Arbeitsförderungsgesetz und Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) etwa sowie die Zusatzprogramme, die seit Mitte der 1970er Jahre vornehmlich für Aussiedler aufgelegt worden waren? Die West-Berliner Schulsenatorin Hanna-Renate Laurien konstatierte "Anschlussprobleme" vor allem für Höherqualifizierte dort, wo Systemdifferenzen zum Tragen kamen: bei Oberstufenschülern zum Beispiel, denen unter anderem Kenntnisse in Fremdsprachen fehlten, und bei Akademikern. Zumal Lehrer, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler ohne weitere Qualifizierung im Westen nicht als anerkennungsfähig galten. Die unterschiedliche ideologische und methodologische Ausrichtung verschärfte sich aus westlicher Sicht in einigen Bereichen durch ein Technologie- und generelles Modernitätsgefälle. Hinzu kam eine weitere Herausforderung, die in anderer Weise aus dem System der DDR erwuchs: Politiker, Verwaltungsmitarbeiter und Arbeitgeber im Westen mussten beurteilen, inwieweit sich Repression in die Biografien der Gewanderten eingeschrieben hatte und auch auf diese Weise andere Karrieren entstanden waren, als man sie in der Bundesrepublik kannte.[6]

Die Frage, was die Betreffenden insbesondere hinsichtlich ihrer beruflichen Teilhabe aus dem alten Leben mitbrachten, stellte sich für verschiedene Migrantengruppen. Auffallend ist im Fall der DDR-Zuwanderer (wie auch bei den Aussiedlern), mit welchem Aufwand sich die Politik um Anschlüsse für sie bemühte. Die skizzierten "Eingliederungsprobleme" beschäftigten in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre die Kultusministerkonferenz und immer wieder auch Bundestag und Bundesregierung. Zwei Beispiele: 1985 wurde ein "Akademikerprogramm", das Ende 1982 eingestellt worden war, wiederaufgelegt; 1988 erneuerte das Bundesjugend- und Familienministerium durch zwei Richtlinien den sogenannten Garantiefonds, der jungen Zuwanderern in Schule und Ausbildung zugutekam.[7] Bemerkenswert ist außerdem, wie man die DDR-Zuwanderer der sogenannten 84er-Welle als Gruppe hinsichtlich ihres Teilhabepotenzials einschätzte. Den Gewanderten wurden hier überwiegend positive Noten ausgestellt. Laut Bundesinnenminister etwa zeigten sie "hohe Einsatzbereitschaft und Aktivität“ sowie neben Mobilität "eine große Arbeitswilligkeit". Auf der anderen Seite gingen Vertreter von Integrationsbürokratie und Beratungseinrichtungen davon aus, dass die Neubürger durchaus "Akkulturationsbedarf" hatten: Vor allem Konsummündigkeit und Eigeninitiative müssten sie lernen.[8] Als soziale Problemgruppe wurden DDR-Zuwanderer jedoch generell nicht wahrgenommen, Hinweise auf Schwierigkeiten gab es nur begrenzt. Einige Medien, so z. B. Der Siegel, thematisierten immer wieder mal, dass ehemalige DDR-Bürger – bevorzugt Männer und ehemalige Häftlinge – einen überdurchschnittlich hohen Anteil der Obdachlosen stellten. Der Soziologe Volker Ronge konstatierte bei den Übersiedlern einen Trend zur "sozialen Isolation", den er auf unterschiedliche Werthaltungen in Ost und West zurückführte, doch blieben sowohl dieser Befund wie auch seine Erklärung empirisch ungesichert.[9]

2. Zugehörigkeit



Auch bei diesem Thema bildet die Staatsangehörigkeitsregelung den Ansatzpunkt: 1949 hielten die Verfassungsgeber an einer einzigen deutschen Staatsangehörigkeit fest, um dem Fortbestand eines (gesamt)deutschen Staatsvolks Ausdruck zu verleihen. DDR-Bewohner, die in die Bundesrepublik wechselten, waren durch ihre Staatsangehörigkeit daher über formale Gleichberechtigung hinaus als Angehörige derselben nationalen Gemeinschaft qualifiziert. In den 1970/80er Jahren war die Vorstellung dieser Gemeinschaft unsicherer geworden: Inwieweit konnte man nach Jahrzehnten der Teilung und Auseinanderentwicklung vom Bestand einer (gesamt)deutschen Nation überhaupt noch ausgehen? Die Existenz zweier deutscher Staaten war selbstverständlicher geworden, die DDR vielen aus dem Blick gerückt. Zu der Frage, ob und wie sich diese Entwicklungen in der Wahrnehmung der DDR-Zuwanderer niederschlugen, finden sich in der Geschichtswissenschaft polare Positionen. Helge Heidemeyer geht davon aus, dass Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR zunehmend "als Fremde wie Asylsuchende wahrgenommen wurden"; Michael Kubina postuliert, dass sie "im Verständnis der bundesdeutschen Öffentlichkeit und Politik letztlich Deutsche [waren]", denen man überwiegend mit Wohlwollen begegnete.[10]

Heidemeyers These entsprechen Beobachtungen von Journalisten und Demoskopen Mitte der 1980er Jahre, die auf eine Abwehrhaltung gegenüber DDR-Zuwanderern hindeuten. "Warum kommen Sie denn hierher? In der DDR hatten Sie doch Wohnung und Arbeit. Hier wohnen schon genug Ausländer", zitierte etwa Der Spiegel im April 1984 plakativ die Äußerung einer Mainzer Passantin gegenüber einer Ausgereisten. Bei einer zur gleichen Zeit erstellten Infratest-Erhebung stimmten 52 Prozent der Befragten der Aussage zu "Die ostdeutschen Zuwanderer nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg." Sehr häufig verband sich diese Sorge überdies mit der Überzeugung, der Zuzug sollte restriktiver gehandhabt werden.[11] Fraglich ist jedoch, inwieweit solche Befunde als Ausdruck eines gewandelten nationalen Selbstverständnisses der Westdeutschen gelesen werden können beziehungsweise dieses überhaupt eine geeignete Erklärungsfolie für (mangelnde) Aufnahmebereitschaft abgibt.

Dass hier kein einfacher Konnex bestand, veranschaulicht ein Blick auf die 1950er Jahre, für die sich das Verhältnis zu Ostdeutschland eindeutiger bestimmen lässt. Wie der Soziologe Duncan Cooper ausführt, lehnte die große Überzahl der Bundesbürger es damals ab, die DDR als unabhängigen Staat zu betrachten. Daraus erklärt er die 1953 per Umfrage erhobene Mehrheitsmeinung, Ostdeutsche sollten grundsätzlich Zugang zur Bundesrepublik haben. Zugleich aber, so Cooper weiter, begrenzten weite Teile der Bevölkerung in dieser Phase massenhaften Zuzugs ihre Unterstützung auf jene, die politisch verfolgt waren, in Not waren oder sich hier auf Verwandte stützen konnten – so wie es das von der Bundesregierung installierte Notaufnahmeverfahren für DDR-Zuwanderer auch offiziell vorsah.[12] Eine Kontrolle und Einschränkung der Zuwanderung mit Hilfe des Postulats "legitimer" Flucht- oder Übersiedlungsgründe waren also trotz damals stark empfundenem Ost-West-Zusammenhalt von Bedeutung.

Schon vor diesem Hintergrund scheint es nicht umstandslos möglich, aus einem ähnlichen Befund (nicht umfassend wohlwollender Aufnahme) nun zu folgern, dass die DDR und ihre Bewohner "Deutschland" oder der "deutschen Nation" nach bundesrepublikanischem Verständnis nicht mehr zugehörig waren. Auch zeigten Meinungsumfragen in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre, dass die Bundesbürger das Ziel, die deutsche Einheit herzustellen, nach wie vor mehrheitlich unterstützten. Schließlich relativieren sich die in der Presse überlieferten Titulierungen als "Ausländer" angesichts einer 1989 erstellten Repräsentativumfrage unter DDR-Zuwanderern, die unter anderem auf Diskriminierungserfahrungen abhob. 89 Prozent der Befragten machten solche Erfahrungen nicht; von den 11 Prozent, die von Herabsetzungen berichteten, gab wiederum nur ein kleiner Teil an, als "Ausländer" ausgegrenzt worden zu sein.[13] Doch gilt auch in umgekehrter Perspektive kein Automatismus: Dass man sie größtenteils als Mitglieder derselben nationalen Gemeinschaft sah, garantierte DDR-Zuwanderern keine vorbehaltlose Inklusion. Ihr Zugang wurde zumindest phasenweise mit bestimmten Auflagen und Erwartungen an die Übersiedlungsgründe verknüpft, und sie waren nicht dagegen gefeit, als Konkurrenten um knappe Ressourcen oder "Spione" mit Abwehr und Misstrauen belegt zu werden.[14] Beide Aspekte traten in Zeiten hoher Zuzugszahlen und einer – wie 1984/85 – krisenhaft wahrgenommenen Wirtschaftslage schärfer hervor.

Insgesamt gewinnt man jedoch nicht den Eindruck, dass sich die genannten Stereotype zu einem klar konturierten Bild verfestigt hätten, das systematisch auf DDR-Zuwanderer als eine bestimmte Migrantengruppe bezogen worden wäre. In Selbstberichten und Zeitzeugeninterviews zeigen sich deutlicher Wahrnehmungen, die etwas anders gelagert waren: unterhalb von offener Ausgrenzung, aber dennoch Fragen von Zugehörigkeit tangierend. So thematisierten viele der Gewanderten, dass sie sich mit ihrer Biografie im Westen nicht anerkannt fühlten, weil sie hier vielfach auf Unwissen und Desinteresse trafen. "Man merkt eine verbreitete Unlust, das zur Kenntnis zu nehmen, was DDR heute ist", stellte ein Ausgereister 1988 fest. Auch einige Umfrageergebnisse legen nahe, dass die DDR aus dem westdeutschen Problemhorizont weitgehend herausgerückt war beziehungsweise dortige Verhältnisse kaum mehr fundiert eingeschätzt werden konnten; insofern fanden "Westbindung" und "Konzentration auf sich selbst", wie Heidemeyer sie konstatiert, tatsächlich Niederschlag. In der Folge trafen herübergewechselte Ostdeutsche mit ihren Erfahrungen oft auf Unverständnis. Eine über Ungarn Geflüchtete bemerkte rückblickend: "Im Westen war es schwierig, […] jemanden zu finden, und denn [au]ch […] so verstanden zu werden."[15] In den Zitaten deutet sich eine Erfahrung an, die auch andere Migranten in der Bundesrepublik machten: "Die Leute wissen gar nicht, was Du bist", zitiert die Soziologin Roswitha Breckner einen ihrer rumänischen Interviewpartner. Dass man im Westen mit seinem Herkunftsland nichts verband, erlebte auch er als Irritation und Ungleichgewicht.[16]

3. Fremdheit



Der Frage nach charakteristischen Erfahrungen in Migrationsprozessen lässt sich anhand des dritten hier zu verhandelnden Themas, Fremdheit, weiter nachgehen. Von einem DDR-Bürger erwarte man, "da er ja von Deutschland nach Deutschland kommt, dass er Deutscher – Bundesdeutscher ist. Man ist aber völlig fremd, unwissend, wirkt [...] eigenartig und dumm beziehungsweise weltfremd. Noch heute fehlen mir häufig hier übliche Umgangsformen, Verhaltensregeln", äußerte eine Ausgereiste rückschauend. Wie diese Lehrerin aus Ost-Berlin thematisierten auch andere Übergesiedelte Fremdheitserfahrungen, wenn sie über ihr Ankommen im Westen sprachen.[17] Diese Erfahrungen konnten unterschiedlicher Art sein; eine mögliche Ausprägung kommt in der Formulierung der Lehrerin zum Ausdruck: Fremdheit als Unvertrautheit im Sinne von "nicht kennen" beziehungsweise "nicht wissen" oder auch "nicht verstehen" und "sich nicht verhalten können". Diese Unvertrautheit begleitete die Gewanderten im Prozess des sich Hineinfindens in die neue Gesellschaft; in spezifischer Weise aber kennzeichnete sie die Situation unmittelbar nach dem Wechsel: die Phase des Übergangs, in der nach der Ankunft ein neuer Alltag etabliert werden musste. Eine Studentin, Anke*, schilderte 1989 ihr Erleben kurz nach ihrer Ausreise im September 1985:
    "Ja erstmal war ich irgendwie tagelang völlig verwirrt, so von dieser Eindrucksvielfalt, weil ja, also uns Westlern, also mich jetzt eingeschlossen, fällt das ja nicht mehr auf, wir haben gelernt, mit den vielen bunten Plakaten und so zu leben und wir gucken nich mehr hin, wie haben andere, man oder ich habe dann entwickelt eine andere Art von Wahrnehmung[...]."
Anke beschrieb hier Eindrücke, die sie anfangs überforderten, weil sie sie nicht gewichten und sich nicht abgrenzen konnte; sie reagierte mit wochenlanger Müdigkeit und Kopfschmerzen. Ein weiteres Beispiel: Marianne K.* gelangte nach ihrem Freikauf ebenfalls im September 1985 zunächst nach Gießen; sie berichtete im Interview 2011:
    "denn erschlägt einen ja das is ja auch nervlich belastend diese Anjebotsfülle [...] is ja auch richtich teuer alles was verdienste hier und, [...] man muss sich hier wahnsinnich sortieren und im, Kopp rattert das Tach und Nacht dies, diese ganzen Eindrücke zu verarbeiten, das erschlägt einen schon n Stück weit, die bürokratischen Hürden erschlagen einen auch [...]".
Beide Frauen stellten in diesen Passagen dar, dass sie hinsichtlich bestimmter Situationen oder Anforderungen nicht mehr über Verhaltenssicherheit verfügten; Orientierungsschemata im Sinne erprobter und selbstverständlicher Rezepte für das Alltagshandeln fehlten. Insofern lässt sich ihr Erleben als "Krisis-Erfahrung" kennzeichnen, wie sie die Forschung zumeist in Anlehnung an den Soziologen Alfred Schütz als typische Erfahrung bei einem Gesellschaftswechsel beschreibt. Dass solche Krisis-Erfahrungen bei DDR-Zuwanderern erkennbar sind, hat Manfred Gehrmann anhand einiger Fälle kurz skizziert.[18] Die Interviews, die in der Stiftung Berliner Mauer vorliegen, geben weitere Beispiele dafür, wie sich die Krisis-Erfahrung ausprägte und in welchen lebensgeschichtlichen Zusammenhängen sie stand. Sowohl bei der zitierten Anke als auch bei Marianne K. bündelten sich in der geschilderten Orientierungslosigkeit nicht allein Schwierigkeiten des Neuanfangs; ihr Erleben von Überforderung verschärfte sich durch Vorerfahrungen in der DDR, die nun aufbrachen. Anke hatte mit ihrer Mutter 22 Monate auf die Ausreise gewartet, davon das letzte Jahr als Putzhilfe gearbeitet; Marianne K. kam aus einer fünfmonatigen Haft, deren gesundheitliche Folgen sie nun belasteten.

Als Faktoren, die in der neuen Umgebung die Überwindung von Fremdheit erleichterten, gibt Gehrmann an: über verwandtschaftliche Netzwerke zu verfügen, rasch Freunde zu finden oder auf eine "community" von DDR-Zuwanderern vor Ort zurückgreifen zu können. Nicht jede Fremdheitserfahrung ließ sich jedoch auflösen. In Interviews und publizierten Selbstberichten beschreiben einige der Gewanderten Formen von Unvertrautheit, denen nicht ohne Weiteres durch Wissenserwerb beizukommen war. Reiner F.* etwa bemerkte, dass man, weil man selbst nicht hier gewesen war, die Erfahrungen der anderen nie ganz teilen konnte – beziehungsweise biografisch verspätet war. "Det is natürlich irgendwie ne-ne-ne quälende Sache. Man ist im Grunde genommen in nem Alter, wo man diese Erfahrungen schon haben müsste und hat sie nicht." Der Schriftsteller Utz Rachowski beschrieb sich als habituell unpassend, was sich in Kommunikationssituationen äußerte und, wie er meinte, auch den Umgang mit Frauen erschwerte. "Ich habe durch das Exil auch das Leben meiner Generation verloren", lautete sein Fazit.[19]

Anhand des Themas Fremdheit lässt sich aufzeigen, wie sich Herausforderungen der Integration auf der Ebene der Erfahrung der Gewanderten selbst darstellen konnten. Außerdem bietet sich hier ein Ansatzpunkt, um Ähnlichkeiten mit anderen Wanderungen herauszuarbeiten, die innerdeutsche Ost-West-Migrationen bei aller Spezifik gegebenenfalls aufwiesen. So scheint sich die These zu bestätigen, die Roswitha Breckner in ihrer Untersuchung "Migrationserfahrung – Fremdheit – Biografie" 2009 aufgestellt hat: dass es bezüglich bestimmter Aspekte der Erfahrung in Migrationsprozessen über unterschiedliche Typen von Migration hinweg Gemeinsamkeiten gebe; und dass eine wichtige dieser Gemeinsamkeiten darin liege, Diskontinuität in den eigenen Orientierungsmustern und sozialen Zugehörigkeiten zu erleben, die biografisch bearbeitet werden muss.[20] DDR-Zuwanderern in der Bundesrepublik boten sich, wie in den ersten beiden Abschnitten ausgeführt, hinsichtlich Partizipation und Zugehörigkeit in besonderem Maße inklusionsfördernde Bedingungen; gleichwohl lohnt es sich auch in ihrem Fall genauer zu prüfen, inwieweit sie sich in der Position des Fremden wiederfanden und wie sie damit umgingen.

Bettina Effner, Das Spezifische deutsch-deutscher Migration, in: Deutschland Archiv, 8.12.2016, Link: www.bpb.de/238536


Fußnoten

1.
Armin Nassehi, Editorial, in: Kursbuch 183. Wohin flüchten?, Hamburg 2015, S. 1–4, hier S. 1; Brigitte H., "Mich zieht’s immer zu den Inseln …", in: Horst-Günter Kessler und Jürgen Miermeister, Vom "Großen Knast" ins "Paradies"? DDR-Bürger in der Bundesrepublik. Lebensgeschichten, Reinbek bei Hamburg 1983, S. 209–220, hier S. 215. Brigitte H. flüchtete zunächst nach West-Berlin und ging später nach Island; Otto Kimminich, Fluchthilfe und Flucht aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland. Staats- und völkerrechtliche Beurteilung von Maßnahmen der Bundesrepublik Deutschland nach den Vereinbarungen mit der DDR, insbesondere nach dem Grundvertrag und dessen Beurteilung durch das Bundesverfassungsgericht, Hamburg 1974, S. 8f.
2.
"Von Deutschland nach Deutschland. Zur Erfahrung der inneren Übersiedlung", lautete der Titel eines von Gerhard Finn und Liselotte Julius herausgegebenen Bandes (Köln 1983).
3.
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten von Schmude u.a., Drucksache 10/2101, in: Deutscher Bundestag, Drucksache 10/2412, 23.11.1984, S. 10; namens der Regierung antwortete Bundesinnenminister Zimmermann; Michael Bommes, Migration und Lebenslauf: Aussiedler im nationalen Wohlfahrtsstaat, in: Sozialwissenschaften und Berufspraxis 23 (2001) 1, S. 9–28.
4.
Mitgliedschaftsrollen erläutert Bommes, ebd., S. 11f; zu den gesetzlichen Grundlagen des Eingliederungsinstrumentariums siehe Helge Heidemeyer, Flucht und Zuwanderung aus der SBZ/DDR 1945/1949–1961. Die Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik Deutschland bis zum Bau der Berliner Mauer, Düsseldorf 1994, viertes Kapitel; eine Übersicht der Unterstützungsmöglichkeiten Stand 1984 bietet Der Bundesminister des Innern, Bericht zur Aufnahme und Eingliederung von Zuwanderern aus der DDR und Berlin (Ost), Anlage 2: Leistungsübersicht: detaillierte Zusammenstellung der Eingliederungshilfen für Zuwanderer aus der DDR und Berlin (Ost), Bonn 2.5.1984, in: Landesarchiv Berlin (LAB), B Rep. 002, Nr. 17683.
5.
Zur Zahl der "legalen und illegalen Übersiedlungen aus der DDR" 1984 siehe Karl F. Schumann u.a., Private Wege der Wiedervereinigung. Die deutsche Ost-West-Migration vor der Wende, Weinheim 1996, S. 25; Klaus Lehmann, Vermerk Betr.: Zuwanderer aus der DDR bzw. Berlin (Ost), Berlin 11.5.1984; ders., Vermerk Betr.: Zuwanderer aus der DDR bzw. Berlin (Ost), Berlin 22.5.1984, beide in: LAB, B Rep. 002, Nr. 17684; weitere soziografische Merkmale der Übersiedler dokumentiert Volker Ronge, "Einmal BRD – einfach". Die DDR-Ausreisewelle im Frühjahr 1984, in: Ders., Von drüben nach hüben. DDR-Bürger im Westen, Wuppertal 1985, S. 13–29, hier S. 14–16.
6.
Hanna-Renate Laurien, Rundschreiben an die Kultusminister der Länder betr. Eingliederungsschwierigkeiten von DDR-Zuwanderern im Bildungsbereich, 2.5.1984, in: LAB, B Rep. 002, Nr. 17683; zur Problematik bestimmter Berufe und der Einschätzung ihrer Hintergründe siehe Der Präsident des Landesarbeitsamts Berlin, Schreiben an den Senator für Gesundheit und Soziales betr., Berufliche Eingliederung der Aussiedler und Zuwanderer aus der DDR und aus Berlin (Ost), 13.6.1985, in: LAB, B Rep. 002, Nr. 17686; Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten von Schmude (Anm. 3), S. 5 (ebd., S. 7f., auch noch einmal zu Schwierigkeiten von Schülern und Studierenden). Das In-Rechnung-Stellen repressiver Maßnahmen des SED-Regimes wurde u.a. bei einer Anhörung vor dem innerdeutschen Ausschuss des Deutschen Bundestags behandelt. Dort trug Bernd S. vor, dass ihm in West-Berlin Arbeitslosengeld als Lehrer nicht gewährt wurde, weil er die Rahmenfrist verfehlte; seine vorausgegangene dreijährige Arbeitslosigkeit in der DDR habe aber politische Gründe gehabt. Ausschuss für innerdeutsche Beziehungen, Stenographisches Protokoll, 44. Sitzung [nichtöffentliche Anhörung zur "Situation der Übersiedler aus der DDR"], 11.9.1985, in: Parlamentsarchiv des Deutschen Bundestages (ParlA), Bestand 3101, WP 10, F 44, S. 65d, 65e.
7.
Die hier exemplarisch angesprochenen Fördermaßnahmen im (Aus-) Bildungsbereich erläutern zusammenfassend Der Bundesminister des Innern, Bestandsaufnahme der Eingliederungshilfen von Bund und Ländern für Aussiedler und für Zuwanderer aus der DDR und Berlin (Ost) – mit einer Analyse des Bedarfs, Bonn, 31.3.1988; Jürgen Haberland, Die Eingliederung von Aussiedlern und Übersiedlern, in: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesagentur für Arbeit: Zeitschrift für berufskundliche Information und Dokumentation (ibv) 24 (1989), S. 1195–1204, hier S. 1201–1203.
8.
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten von Schmude (Anm. 3), S. 1, 6; bezüglich eines "Anpassungsbedarfs" vgl. z. B. Dieter Stäcker, Kaum im Westen – hoch verschuldet, in: Bremer Nachrichten, 30.7.1988; der Autor bezog sich auf Auskünfte von Rolf Lenz, Vorsitzender des West-Berliner "Verbandes ehemaliger DDR-Bürger e.V.". Ausschuss für innerdeutsche Beziehungen, Stenographisches Protokoll, 41. Sitzung [öffentliche Anhörung zur "Situation der Übersiedler aus der DDR"], 12.6.1985, in: ParlA, Bestand 3101, WP 10, F 44, S. 13, 37.
9.
Wie die Motten, in: Der Spiegel 53 (1979), S. 30f.; Welle in den Topf, in: ebd. 40 (1988), S. 112–114; Volker Ronge, Die soziale Integration der – ersten – Übersiedlerwelle 1984, in: Ders., Die Einheit ist erst der Anfang: soziologische Lehren aus der Übersiedlerbewegung für die deutsch-deutsche Integration, Wuppertal 1991, S. 23–46, hier v. a. S. 38f., 43, 45f.; die Thesen Ronges diskutiert kritisch Manfred Gehrmann, Biografische Prozesse der sozialen Assimilation von DDR-Übersiedlerinnen und Übersiedlern im Westen [Kapitel 4], in: Schumann u.a., Private Wege (Anm. 5), S. 173–233, hier S. 185–195, 220, 232f.
10.
Ingo von Münch, Die deutsche Staatsangehörigkeit. Vergangenheit – Gegenwart – Zu¬kunft, Berlin 2007, S. XXII, 89; Helge Heidemeyer, "Antifaschistischer Schutzwall" oder "Bankrotterklärung des Ulbricht-Regimes". Grenzsicherung und Grenzüberschreitung im doppelten Deutschland, in Udo Wengst und Hermann Wentker (Hg.), Das doppelte Deutschland. 40 Jahre Systemkonkurrenz, Berlin 2008, S. 87–109, Zitat S. 109; Michael Kubina, Das Recht auf Freizügigkeit. Die Aufnahmepolitik Westdeutschlands gegenüber den DDR-Zuwanderern, in: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat 28 (2010), S. 75–89, Zitat S. 86.
11.
Wie ein Sprung über 20 Jahre, in: Der Spiegel 14 (1984), S. 22–26, Zitat der Passantin S. 25. Anne Köhler und Volker Ronge, Ein Test auf die Wiedervereinigung? Die Reaktion der Bundesdeutschen auf die Übersiedlerwelle aus der DDR vom Frühjahr 1984, in: Ders., Von drüben (Anm. 5), hier S. 38, 40; Anne Köhler und Richard Hilmer, Ein Jahr danach: Wie sehen die Bundesdeutschen die Übersiedlerfrage heute?, in: Deutschland Archiv 19 (1986), 1, S. 41–46, hier S. 44f.
12.
Duncan Cooper, Immigration and German Identity in the Federal Republic of Germany from 1945–2006, Wien u. a. 2012, S. 92f.
13.
Gerhard Herdegen, Perspektiven und Begrenzungen. Eine Bestandsaufnahme der öffentlichen Meinung zur deutschen Frage, Teil 1: Nation und deutsche Teilung, in: Deutschland Archiv 20 (1987), 12, S. 1259–1273, hier S. 1263. Schumann, Private Wege (Anm. 5), S. 178, 301f.; zur Anlage der Befragung siehe ebd., S. 54–56. Die Teilnehmer dieser Studie waren zwischen 1983 und 1986 in die Bundesrepublik gekommen.
14.
Zu der Ansicht, unter den Übergesiedelten könnten sich Spione befinden, s. Köhler und Ronge, Ein Test (Anm. 11), S. 38, 41f.; Köhler und Hilmer, Ein Jahr (Anm. 11), S. 43.
15.
Diether Schmidt, Hier gehts um die Schlagsahne auf dem Kuchen, in: Martin Ahrends (Hg.), Mein Leben, Teil zwei, Köln 1989, S. 87–98, hier S. 87; Gerhard Herdegen, Perspektiven und Begrenzungen. Eine Bestandsaufnahme der öffentlichen Meinung zur deutschen Frage, Teil 2: Kleine Schritte und fundamentale Fragen, in: Deutschland Archiv 21 (1988) 4, 391–403, hier S. 395; Heidemeyer, "Antifaschistischer Schutzwall" (Anm. 10), S. 109. Interview mit Regina W. (2006), Zeitzeugeninterview-Bestand der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde – Stiftung Berliner Mauer.
16.
Roswitha Breckner, Migrationserfahrung – Fremdheit – Biografie. Zum Umgang mit polarisierten Welten in Ost-West-Europa, Wiesbaden 2009, Zitat S. 259.
17.
Die Aussage der Lehrerin bei Manfred Gehrmann, Die Überwindung des "Eisernen Vorhangs". Die Abwanderung aus der DDR in die BRD und nach West-Berlin als innerdeutsches Migranten-Netzwerk, Berlin 2009, S. 504.
18.
Interview mit Anke* (1989) [* zeigt Pseudonym an]; Interview mit Marianne K.* (2011), beide Zeitzeugeninterview-Bestand der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde – Stiftung Berliner Mauer. Beispiele für eine Krisis-Erfahrung im geschilderten Sinne bei Gehrmann, Überwindung (Anm. 17), S. 455–457. Wie diese Erfahrung nach Alfred Schütz zu beschreiben ist, erläutert Gehrmann ebd., S. 245f., 446; siehe ausführlich dazu Breckner, Migrationserfahrung (Anm. 16), S. 67–76.
19.
Gehrmann, Überwindung (Anm. 17), S. 258f., 446, 458f., 504. Interview mit Reiner F.* (1990), Zeitzeugeninterview-Bestand der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde – Stiftung Berliner Mauer; Utz Rachowski (Berlin, 3.3.2000), in: Jörg Bernig und Walter Schmitz (Hg.), Literaturlandschaft im Wandel. Gespräche zur literarischen Kultur in Sachsen und Ostdeutschland 1990 bis 2005, Dresden 2006, S. 165–177, hier S. 175.
20.
Breckner, Migrationserfahrung (Anm. 16), S. 16, 147f., 410, 417.
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Autor: Bettina Effner für bpb.de
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Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

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Junge Pioniere mit ihren typischen Halstüchern vor dem Gebäude einer GrundschuleSchwerpunkt

Tagungsdokumentation

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Weiter... 

Bei der Aufarbeitung der DDR - Vergangenheit sind die Archive der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) von grundlegender Bedeutung.Dossier

Geschichte und Erinnerung

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum. Weiter... 

Brandenburger TorDossier

Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter... 

DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, ÜberwachungsmonitoreDossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Weiter... 

www.chronik-der-mauer.de

Chronik der Mauer

Es erwarten Sie ein Fülle von herausragenden und multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema. Weiter... 

jugendopposition.deOnline-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten. Weiter...