Beleuchteter Reichstag

„Wir gehören zusammen!“ Christliche Gemeinschaft und kirchliche Zeitungen im geteilten Berlin


6.12.2017
Während Berlin im Kalten Krieg der symbolische Ort einer in zwei Blöcke geteilten Welt war, versuchten die Kirchen, die Einheit der christlichen Gemeinschaft in der geteilten Stadt zu bewahren. Anhand des Umgangs mit kirchlichen Presseerzeugnissen untersucht dieser Beitrag, ob die Kirchen diesem Anspruch gerecht wurden.

Der Eingang der Versöhnungskirche in der Bernauer Straße wird durch die Berliner Mauer versperrt, 1961Der Eingang der Versöhnungskirche in der Bernauer Straße wird durch die Berliner Mauer versperrt, 1961 (© picture alliance / akg-images, Foto: Archiv Boelte)

Geeinte Kirche in der geteilten Stadt



Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs teilten die Siegermächte Berlin in vier Sektoren auf. Diesen Sonderstatus als Vier-Sektoren-Stadt behielt Berlin auch nach der Gründung der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) 1949. Die drei von den Alliierten geführten Sektoren Berlins wurden von einer gemeinsamen Senatsverwaltung geführt. Der Ostteil der Stadt, den die DDR als ihre Hauptstadt bezeichnete, wurde von einem Magistrat verwaltet. Trotz der politischen Teilung der Stadt blieb das Leben der Berlinerinnen und Berliner aufgrund von verwandtschaftlichen Beziehungen, Arbeitsverhältnissen oder Gemeindemitgliedschaften miteinander verflochten. Denn solange die innerstädtische Grenze geöffnet war, konnten sich Familienangehörige und Freunde innerhalb des Stadtgebietes besuchen; arbeiteten Ost-Berliner in West-Berlin und war es West-Berliner Gemeindemitgliedern möglich, an Gottesdiensten im Osten der Stadt teilzunehmen oder umgekehrt. Das alles änderte sich am Tag des Mauerbaus. In der Nacht zum 13. August 1961 ließ die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) die Grenze zu West-Berlin abriegeln. Die beiden Stadthälften waren nun auch physisch geteilt: Menschen verloren ihre Arbeitsplätze, Familien wurden zerrissen, Kirchengemeinden durch Stacheldraht getrennt.

Der evangelische Bischof Dibelius aber erklärte nur wenige Tage nach dem Bau der Mauer, dass sich an der Situation der Christen nichts geändert habe und die Einheit der Kirchen trotz aller staatlichen Trennungsversuche fortbestehen werde. Die katholische Kirchenzeitung West-Berlins, das Petrusblatt, reagierte in ganz ähnlicher Weise auf den Mauerbau. Unter dem Mut machenden und zugleich mahnenden Titel „Wir gehören zusammen!“ erklärten die Redakteure des Blattes den Berliner Katholikinnen und Katholiken:
    „Schwere Sorgen haben die jüngsten Ereignisse den Menschen diesseits und jenseits des Brandenburger Tores aufgebürdet. [...] Umso mehr aber kommt es jetzt darauf an, die innere Einheit des Berliner Bistums zu wahren. Diese innere Einheit ist von politischen Grenzziehungen unabhängig.“[1]
Wie aber ließ sich diese Einheit in der Praxis aufrechterhalten? Inwieweit zerrissen die staatlichen Grenzen die Glaubensgemeinschaften an der sogenannten Nahtstelle der Systeme – wurde die Mauer aus Beton auch eine Mauer im Glauben?

Das Bistum Berlin im Kalten Krieg



Die Reaktionen der Kirchenleitungen und der kirchlichen Medien auf den Mauerbau täuschen darüber hinweg, dass die Einheit der Berliner Diözese und der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg (EKiBB) längst fragil geworden war. Denn dass sich die Einheit der kirchlichen Amtsgebiete in Berlin nur zum Mindestpreis einer organisatorischen Trennung aufrechterhalten lassen würde, war schon in der Gründungsphase der beiden deutschen Staaten deutlich geworden.

Das Bistum Berlin reagierte frühzeitig darauf und nahm strukturelle Veränderungen vor. Bereits 1948 teilte die Diözese ihre Finanzverwaltung in eine Ost- und eine West-Verwaltung auf, da sie die Besoldung der kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach der Währungsreform in den von den Alliierten geführten Zonen nicht mehr einheitlich regeln konnte. Ab 1953 verfügte auch das Bischöfliche Ordinariat, also die Verwaltung der Diözese, über zwei Adressen: einer in Ost- und einer in West-Berlin. Außerdem gab es ab 1967 zwei Generalvikare. Das Bistum hatte damit zwei, statt wie üblich einen obersten Verwalter.

Ebenso waren Laienorganisationen wie der Domchor der St. Hedwigs-Kathedrale in Ost-Berlin von Neustrukturierungen betroffen. Dieser wurde ebenfalls geteilt: In West-Berlin probte der „Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin“, der bis in die 1970er Jahre gar nicht in seiner Ost-Berliner Bischofskirche auftreten durfte; derweil wurde im Ostteil der „Domchor von St. Hedwig Berlin“ aufgebaut.

Auch anhand der Priesterausbildung wird deutlich, welche weitreichenden Anpassungsmaßnahmen die SED mit ihrer Repressions- und Abschottungspolitik erzwang. Denn weil die DDR es nicht zuließ, dass Ost-Berliner Priesteramtsanwärter ein Studium in West-Berlin aufnahmen, wurden die Ost-Berliner Theologen seit 1952 im Erfurter Priesterseminar ausgebildet, während die West-Berliner Kandidaten in Paderborn studierten. Die Priester desselben Diözesanklerus erhielten damit nicht nur unterschiedliche Ausbildungen – viel schwerer wog: selbst sie kannten sich nicht mehr.

Parallelstrukturen und diözesane Einheit



Zwar dienten alle diese Veränderungen theoretisch der Aufrechterhaltung der diözesanen Einheit, doch führten sie gleichzeitig zur Herausbildung von Parallelstrukturen und förderten Entfremdungstendenzen. Wenngleich die katholischen Diözesan-Mitglieder über die Person des Bischofs, der seit 1961 in Ost-Berlin residierte und monatlich erst drei, später zehn Tage in West-Berlin verbringen durfte, miteinander verbunden blieben – im Alltag unterschied sich das kirchliche Leben in Ost- und West-Berlin zusehends voneinander. Einerseits waren die Ost-Berliner Katholiken „konservativen“ Traditionen verhaftet, gleichzeitig befanden sie sich in der Situation einer Subgesellschaft, die nicht auf etablierte Milieustrukturen zurückgreifen konnte und somit auf neue, innovative Praktiken angewiesen war.[2] Das zeigt sich zum Beispiel am Einsatz sogenannter Diakonatshelfer, die unter anderem überlastete Priester in kleinen Gemeinden bei der Kommunionsausteilung unterstützten. Andererseits galten die West-Berliner Gläubigen bei den Ost-Berliner Katholiken als „progressiv und liberal“, auch weil sie mit den konservativen Positionen im Ost-Berliner Katholizismus wenig anfangen konnten und sich für Reformen einsetzten. Ferner saß mit Walter Adolph in West-Berlin ein reformorientierter Generalvikar, der sich gegen den in Ost-Berlin residierenden konservativen Bischof abgrenzen konnte. So sind in West-Berliner Kirchen beispielsweise schon ab den 1970er Jahren Mädchen und Frauen als Ministrantinnen und Lektorinnen zugelassen worden. Demgegenüber lehnten die Ost-Berliner Katholiken weibliche Messdienerinnen bis in die 1990er Jahre ab.

All das deutet bereits darauf hin, dass sich der Einheitsbegriff im Zeitverlauf wandelte und zunehmend abstrakt verstanden wurde, ohne länger Einfluss auf das kirchliche Leben vor Ort zu nehmen. Vielmehr verfestigte sich die Teilung im Kirchenalltag bis 1989/90. So findet sich auch in der Ost-Berliner Bistumszeitung Hedwigsblatt vom 11. März 1990 die Frage, wie lange es wohl dauern würde, bis das Bistum wieder zusammenwachse. Das Blatt verwies damit auf jene tiefen Risse, die seit Jahrzehnten zwischen den Bistumshälften verliefen.[3]

Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg wappnet sich



Während das Bistum Berlin bis zum Mauerfall nicht getrennt wurde, entschied sich die EKiBB für einen anderen Weg. Sie gab ihre staatskirchenrechtliche Einheit in den 1960er Jahren vorerst auf. Entlang der Systemgrenze wurde die EKiBB in zwei Bereiche – Ost und West – aufgeteilt; ab 1972 unterstanden diese jeweils einem eigenen Bischof. Tatsächlich hatte sich die Gesamtberliner Synode schon 1959 auf einen solchen Schritt vorbereitet. Die Synodalen aus Ost- und West-Berlin hatten gemeinsam eine Notverordnung erlassen, die es im Fall einer länger andauernden räumlichen Trennung regionalen Synoden ermöglichen sollte, getrennt voneinander Entscheidungen zu treffen, um handlungsfähig zu bleiben. Zwar sollte es sich bei diesem Entschluss nur um eine pragmatische, keine endgültige Trennung handeln, Wirklichkeit war sie damit aber trotzdem geworden.

Zudem hatten sich die evangelischen Gemeinden in Ost- und West-Berlin schon früher auseinanderentwickelt. Das lässt sich anhand sogenannter Visitationsberichte nachvollziehen. Visitationen sind regelmäßige Besuche von Kirchenleitungsmitgliedern in den einzelnen Kirchengemeinden, die dazu dienen sollen, den Ist-Zustand zu erfassen und davon ausgehend Lösungs- oder Verbesserungsvorschläge für die Gemeinden zu erarbeiten. Aus den Berichten geht vor allem hervor, dass sich die Alltagsprobleme der Kirchenmitglieder in Ost- und West-Berlin immer mehr voneinander unterschieden.

Deutlich wird das unter anderem am Umgang mit der Jugendweihe. Zwar wurde dieses nicht-kirchliche Initiationsritual, bei dem der Übergang ins Erwachsenalter gefeiert wird, bereits seit der Jahrhundertwende in Deutschland praktiziert, doch ab Mitte der 1950er Jahre war die Teilnahme daran in der DDR quasi staatlich verordnet: Jugendliche wurden in den staatlichen Massenorganisationen und in der Schule dazu angehalten, an der Jugendweihe teilzunehmen. Andernfalls drohten ihnen schulische und berufliche Nachteile. Da die Jugendweihe etwa zeitgleich mit der Konfirmation stattfand, trat sie in direkte Konkurrenz zum kirchlichen Übertritt ins Erwachsenenalter. Jedoch gerieten die Gemeindemitglieder nicht nur staatlicherseits unter Druck. Die Kirchenleitung von Berlin-Brandenburg wies ihre Pfarrer 1955 an, alle Kinder, die zur Jugendweihe gegangen waren oder gehen wollten, nicht zu konfirmieren, was einem Ausschluss aus der kirchlichen Gemeinschaft gleichkam.[4] Erst 1966 rückte die Kirchenleitung von dieser Weisung ab. Seither war es Kindern in Ost-Berlin wieder möglich, sich konfirmieren zu lassen, obgleich sie an der Jugendweihe teilgenommen hatten. Im kirchlichen Alltag der West-Berliner Protestanten, wo die Jugendweihe nicht staatlich initiiert wurde, spielte diese hingegen keine Rolle. Die Zahl der Jugendlichen, die dort zur Jugendweihe gingen, war äußerst gering.

Selbstverständlichkeiten und Herausforderungen



Die Visitationsberichte belegen: Was in West-Berlin als Selbstverständlichkeit verstanden wurde, stellte für die evangelischen Gemeinden in Ost-Berlin häufig ein existentielles Problem dar. Das zeigt auch ein Blick auf den Religionsunterricht. In Ost-Berlin und in der DDR war es Aufgabe der Kirchengemeinden, diesen zu organisieren. Sie mussten entsprechendes Personal einstellen und finanzieren. Darüber hinaus wurde der Religionsunterricht aus den Räumen der öffentlichen Schulen verdrängt, was bedeutete, dass dieser außerhalb der Schulzeit und in kirchlichen Räumen stattfinden musste, an denen es oft mangelte. Beschreibungen wie aus der Brandenburger Gemeinde Zeesen sind deshalb keine Seltenheit:
    „In einem engen Raum mit niedriger Decke und schrägen Wänden müssen über 20 Kinder gleichzeitig unterrichtet werden. Als Sitzgelegenheit muß sogar das Bett der Katechetin [evangelische Religionslehrerin] dienen.“[5]
In diesem Fall versuchten die DDR-Behörden nicht die Jugendlichen, die sie von den christlichen Gemeinden fernhalten wollten, direkt zu beeinflussen. Aber indem sie den Gemeinden gezielt die Ausübung des Religionsunterrichts erschwerten, sorgten sie dafür, dass ohnehin immer mehr Religionsschülerinnen und -schüler dem Unterricht fernblieben. Aus West-Berlin sind solche Berichte, abgesehen von der unmittelbaren Nachkriegszeit, nicht bekannt. Im Gegenteil, der kirchlichen Verwaltung im West-Berliner Bezirk Kreuzberg schien es sogar wichtig zu betonen, dass die Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort funktionierte: „Der Religionsunterricht ist überwiegend problemlos und kollegial in die jeweiligen Schulen eingegliedert.“[6]

Doch sollen diese Beispiele nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das kirchliche Leben in West-Berlin ebenfalls veränderte und sich dort neue Schwerpunkte kirchlicher Arbeit vor allem im sozialen Bereich etablierten. Viele dieser Initiativen gingen über die Kerngemeinde hinaus. Einige Gemeinden konzentrierten sich etwa auf die Arbeit mit Suchtkranken, während in anderen Gemeinden die Integration von Migrantinnen und Migranten im Vordergrund stand. Die West-Berliner Kirchenleitung nahm diese Diversität in den Gemeinden ambivalent wahr: Sie befürwortete das soziale Engagement der Gemeindemitglieder, gleichzeitig kritisierte sie aber, dass die West-Berliner Kirche ihr christliches Profil zunehmend verliere. Infolgedessen beanstandeten Mitglieder der Kirchenleitung, dass die Gemeinden in Kreuzberg zum Beispiel so sehr mit sich selbst beschäftigt seien, dass sie kaum mehr über die eigenen Bezirksgrenzen hinausschauen könnten und nicht in der Lage seien, Missionsarbeit zu leisten. In Berlin-Grunewald hingegen entstünde der Eindruck, dass die Gemeinde unbedingt
    „eine ‚moderne‘ Gemeinde sein will mit ihrem ganzen ‚make-up‘ bis hin zu dem Versuch so zu tun, als ob man nicht Kirche sei; deshalb die Vielzahl von Veranstaltungen bis zur Gefahr des Aktionismus.“[7]
Dabei bezogen sich die West-Berliner Visitatoren auf den „Gesprächskreis für Literatur und Theologie“, den die Gemeinde regelmäßig ausrichtete und der aus Sicht der Kirchenleitung keine eigentliche Gemeindearbeit war. Dass diese Beobachtungen wenig mit Kirche und Christsein in der DDR zu tun hatten, liegt auf der Hand, weshalb es kaum möglich ist, die Konflikte zwischen der Kirchenleitung und der kirchlichen Basis in Ost- und in West-Berlin gleichzusetzen.

Das heißt aber nicht, dass sich die Menschen in den beiden Stadthälften nicht beobachteten, miteinander kommunizierten oder aufeinander Bezug nahmen. Auch wenn die Gemeinden schon vor der Trennung der evangelischen Kirche keine Einheit mehr bildeten, blieben sie einander trotzdem in besonderer Weise verbunden – sei es durch den Berliner Kirchenfunk, der in Ost- und West-Berlin empfangen werden konnte, die gemeinsame Liturgie oder Gemeindepartnerschaften, die Gemeinden aus Ost- und West-Berlin miteinander verbanden.

Inwiefern daher der katholische Entschluss „durchzuhalten“, im Gegensatz zu einer quasi amtskirchlichen Trennung, wie die EKiBB sie schließlich vollzog, etwas über das Einheitsverständnis und den kirchlichen Alltag der Berliner Christen im Kalten Krieg aussagt, ist erst einmal fraglich. Die beobachteten Konfliktlinien jedenfalls verliefen jedenfalls nicht nur entlang der Grenze zwischen Ost und West oder zwischen Kirche und Staat, sondern auch zwischen Stadt- und Landgemeinden, Geistlichen und Laien oder der Kirchenleitung und der Kirchenbasis. Es genügt somit nicht, das kirchliche Leben im geteilten Berlin allein und eindeutig entlang der Systemgrenzen voneinander zu unterscheiden, wie im Folgenden am Beispiel der zeitgenössischen Berliner Kirchenzeitungen verdeutlicht werden soll.

Getrennte Kirchenzeitungen: die Grenzen des Gemeinsamen



Zwar kann ein Vergleich der Ost- und West-Berliner Kirchenzeitungen im Kalten Krieg kirchliche Gemeinschaft nicht vollständig abbilden, aber er wirft doch Schlaglichter auf verhandelte innerkirchliche, interkonfessionelle oder überkonfessionelle Alltagsthemen und theologische Diskurse. Zudem geben Kirchenzeitungen kirchliche und kirchenpolitische Diskussionen wieder, ohne auf nationale oder internationale Inhalte festgelegt zu sein.

Beide Konfessionen versuchten 1945 an ihre kirchliche Medienarbeit in der Weimarer Republik anzuknüpfen. Sowohl die evangelische, als auch die katholische Kirche bemühten sich um den Aufbau eines möglichst unabhängigen Mediensystems, wobei zunächst die Herstellung von Printerzeugnissen im Vordergrund stand. Dem Bistum Berlin gelang es bereits am 2. Dezember 1945, das 1938 von den Nationalsozialisten verbotene Petrusblatt wieder aufzulegen. Die Lizenz dafür hatte der katholische Bischof von den amerikanischen Besatzungsbehörden erhalten. Die wöchentlich erscheinende Zeitung wurde in allen vier Sektoren der Stadt Berlin vertrieben und konnte per Post oder Kurier auch in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) bezogen werden. Das Petrusblatt erfreute sich großer Beliebtheit und schon ein Jahr nach Erscheinen erlaubten die US-Amerikanischen Behörden eine Auflagensteigerung um 50 Prozent auf 30.000 Exemplare. Die Amerikaner wollten das Petrusblatt auch deshalb unterstützen, weil sie bemerkt hatten, dass sich die vielen politischen Artikel darin oftmals gegen die Sowjetunion richteten und weil sie wussten, dass die zusätzlichen Ausgaben vor allem in die SBZ geliefert werden sollten. Diese Form der politischen Einflussnahme auf die Menschen in der SBZ missfiel den dortigen Machthabern. Mit einem Verweis auf dezidiert antikommunistische Artikel verboten sie das Petrusblatt außerhalb Berlins zum ersten Mal. Basierend auf einem Geheimbefehl der Landesregierung des Landes Brandenburg durften zwischen Frühjahr und August 1947 keine Petrusblattausgaben mehr in die SBZ geliefert werden. Bald darauf folgte das endgültige Aus der Zeitung. 1953 verbot die SED sowohl die Einfuhr des Petrusblattes in die Diasporagebiete außerhalb der Stadtgrenzen als auch nach Ost-Berlin.

Ein eigenes Blatt für den Ostteil



Stattdessen erhielt der amtierende katholische Bischof, Wilhelm Weskamm, die Lizenz zur Gründung einer eigenen Ost-Berliner Kirchenzeitung: dem Hedwigsblatt. Diese Wochenzeitung erschien erstmalig am 3. Januar 1954 und umfasste in der Erstauflage 25.000 Exemplare. Das Hedwigsblatt war ausschließlich über den Postzeitungsvertrieb zu abonnieren, weshalb die DDR die Abnehmerkreise der Zeitung sehr gut kontrollieren konnte. Diese Kontrolle der Abnehmer sowie die Nachzensur der Zeitung durch die DDR-Behörden beeinflussten die inhaltliche Gestaltung des Blattes massiv. Um kein Publikationsverbot zu provozieren, verzichtete die Redaktion im Gegensatz zu ihrem West-Berliner Pendant auf politische Kommentare und ging selten auf tagesaktuelle Ereignisse ein. Dementsprechend vermied das Hedwigsblatt beispielsweise im August 1961 jede Erwähnung der Berliner Mauer, welche die Führung der DDR als „Antifaschistischen Schutzwall“ feierte, obwohl die Berliner Katholiken sie einheitlich ablehnten.

Doch auch wenn es darüber hinaus gelegentliche Versuche gab, aktuelle Nachrichten mit Camouflage-Techniken zu verschlüsseln, indem die Redakteure mit biblischen Metaphern arbeiteten, fehlte es der Zeitung offenkundig an Aktualität und gegenwärtigen Handlungsempfehlungen für die Gläubigen. So ist es nicht verwunderlich, dass das Petrusblatt vor allem in den 1950er Jahren versuchte, ein Gegengewicht zur Berichterstattung des Hedwigsblattes darzustellen. Was in der Ost-Berliner Zeitung nicht offen angesprochen werden konnte, prangerten die Redakteure in West-Berlin, wo das Prinzip der Meinungs- und Pressefreiheit galt, umso heftiger an. Ihr Ziel war es, etwaige Informationsdefizite der Ost-Berliner Katholiken zu kompensieren. Jedoch nahmen die wenigsten Katholiken im Ostteil des Bistums die Artikel im Petrusblatt überhaupt zur Kenntnis, da dieses ja nur mehr illegal nach Ost-Berlin und in die DDR eingeführt werden durfte. Und auch diejenigen, die die Texte lasen, begegneten der West-Berliner Kirchenzeitung oftmals mit zwiespältigen Gefühlen. Selbst wenn sie die Meinung der Petrusblattredakteure teilten, fürchteten sie die Konsequenzen solcher Berichte.

Denn nicht ausschließlich Kirchenmitglieder verfolgten, was im West-Berliner Blatt stand. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und das Staatssekretariat für Kirchenfragen in der DDR erfassten die Äußerungen in der West-Berliner Kirchenpresse ebenfalls und machten den Ost-Berliner Katholiken angebliche Falschmeldungen zum Vorwurf. Sie drohten ihnen mit Repressionen, sollte das Petrusblatt weiterhin schlecht über die Situation der Katholiken im Osten berichten.[8] In Momenten wie diesen kam zum Ausdruck, wie weit sich die beiden Bistumshälften zwischenzeitlich voneinander entfernt hatten. Denn die katholischen Kirchenzeitungen waren der Herausforderung auf Dauer nicht gewachsen, einerseits die Verbundenheit mit der anderen Bistumshälfte herauszustellen und andererseits ihre Verschiedenheit zu unterstreichen, um sich nicht von den DDR-Behörden erpressbar machen zu lassen. Die Redaktionen reagierten auf das Problem, indem sie immer weniger über die andere Bistumshälfte berichteten. In den 1970er Jahren kamen die Ost-Berliner Katholiken im West-Berliner Petrusblatt beziehungsweise die West-Berliner Katholiken im Ost-Berliner Hedwigsblatt quasi nicht mehr vor. Das lag aber auch daran, dass es den Herausgebern der Bistumsblätter – in Ost-Berlin das Ordinariat und in West-Berlin der katholische Morus-Verlag – immer schwerer fiel, sich auf eine gemeinsame Position zu einigen. Mehr noch, es war allgemein bekannt, dass das Verhältnis der beiden langjährigen Chefredakteure der Bistumszeitungen von Konkurrenz und Meinungsverschiedenheiten geprägt war. Der West-Berliner Prälat Wolfgang Knauft fasste die Konsequenzen dieses Verhaltens 1980 zusammen:
    „Über die Kirche in der DDR wächst ein bedauerliches Wissensdefizit. [...] Wenn aber Wissensbrücken abbrechen, schrumpft auch das Bewußtsein des Miteinanders. Defizit an Information kann allzu leicht zum Defizit an brüderlicher Mitverantwortung und Mitsorge werden.“[9]
In diesem Zusammenhang verwundert es nicht, dass seit den 1960er Jahren immer wieder Stimmen laut wurden, die eine endgültige Teilung des Bistums forderten, die aber sowohl der von 1961 bis 1979 amtierende Bischof Kardinal Alfred Bengsch als auch sein Nachfolger Kardinal Joachim Meisner vehement zurückwiesen.

Ein Sonntagsblatt?



Die evangelische Kirchenpresse entwickelte sich ganz ähnlich. Die Leitung der EKiBB erhielt zunächst ebenfalls eine Lizenz von der amerikanischen Militärregierung und brachte genau wie die katholische Kirche am 2. Dezember 1945 ihre erste Nachkriegskirchenzeitung, Die Kirche, heraus. Aber auch im Fall der evangelischen Kirche bezogen Mitglieder aus Ost und West nur bis Anfang der 1950er Jahre dieselbe Zeitung. Ab 1952 erschien in West-Berlin das Berliner Sonntagsblatt. Entscheidend ist hier: Sowohl die evangelischen wie katholischen offiziellen Kirchenzeitungen konnten das Kommunikationsbedürfnis der Christen dies- und jenseits der Mauer aus verschiedenen Gründen nicht befriedigen, zumal sie in dem Ruf standen, tendenziell einseitig, im Interesse der oftmals autoritär wahrgenommenen Kirchenleitungen zu berichten. Seit den späten 1960er Jahren versuchten West-Berliner Kirchenmitglieder deshalb immer wieder, das Informationsmonopol der Kirchenzeitungen aufzubrechen. Vor allem Personen aus dem studentischen Milieu gründeten alternative Kirchenzeitungen mithilfe derer sie innerkirchliche Demokratisierungsprozesse vorantreiben wollten.[10]

Im Osten sah die Situation anders aus, dort erklärten die offiziellen Kirchenzeitungen die Nichtveröffentlichung kontroverser Artikel zu Recht damit, dass sie kein staatliches Verbot ihrer Zeitungen riskieren wollten. Noch viel mehr als die West-Berliner, bemühten sie sich daher, die Geschlossenheit der christlichen Gemeinschaft in Ost-Berlin darzustellen, anstatt auf bestehende innerkirchliche Konflikte einzugehen.[11] Davon abgesehen gestaltete sich die Veröffentlichung alternativer Kirchenzeitungen in Ost-Berlin und in der DDR ohnehin sehr viel schwieriger als in West-Berlin. Neben finanziellen, technischen und rechtlichen Hürden – es war nahezu unmöglich, dass eine alternative Kirchenzeitung in der DDR eine staatliche Drucklizenz erhielt – kam das enorme Misstrauen aus den eigenen Reihen hinzu. Denn alternative Kirchenzeitungen oder Gemeindeblätter in der DDR, die auf Veränderungen in der Kirchenpolitik drängten, waren aus Sicht der Kirchenleitungen und vieler Gemeindemitglieder verdächtig: Es könnte sich um staatlich angeleitete „Agents Provocateurs“ oder gar Zersetzungsversuche des MfS handeln. Eine Möglichkeit, trotzdem an zusätzliche oder differenziertere Informationen zu gelangen, waren Schaukästen, die vor allem für die evangelischen Christen in Ost-Berlin und der DDR als Kommunikationsmedium zwischen Pfarrer und Gemeinde beziehungsweise Kirchenleitung und Kirchenbasis Bedeutung erlangten. Zwar drohten auch hier staatliche Eingriffe im Fall kritischer Aushänge, die sich zum Beispiel gegen Militarisierung oder Umweltverschmutzung richteten. Aber für die Akteure lohnte sich das Risiko, denn die Aushänge blieben mit etwas Glück tagelang von staatlichen Stellen unentdeckt und damit frei zugänglich. Aber selbst wenn die Aushänge entdeckt und sanktioniert wurden, bestätigte das viele Pfarrer und Gemeindemitglieder eher in ihrem Selbstbild als „Stachel im Fleisch des Sozialismus“.

Derweil waren politische Statements dieser Art in den offiziellen Ost-Berliner Kirchenzeitungen konfessionsübergreifend nicht denkbar. Erst in den 1980er Jahren wichen die inhaltlichen Schwerpunkte zwischen evangelischer und katholischer Presse in Ost-Berlin – sieht man von den Nachkriegsjahren einmal ab – wieder deutlicher voneinander ab. Die in der evangelischen Presse zu beobachtende Politisierung der Beiträge fand im katholischen Hedwigsblatt nicht statt. Dieses Vorgehen der Kirchenzeitungsredaktionen entsprach dem Verhalten vieler Kirchenmitglieder. Denn während sich oppositionelle Bewegungen unter dem Dach der evangelischen Kirche versammelten und deren Mitglieder damit zumindest herausforderten, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, verharrte die katholische Kirche lange in Schweigen – die Katholiken in der DDR und Ost-Berlin brachten ihre Unzufriedenheit sehr viel seltener offen beziehungsweise im kirchlichen Raum zum Ausdruck. Allerhöchstens die katholischen Bischöfe hatten den Anspruch, auf Unrecht und Missstände hinzuweisen.[12]

Nicht geeint, aber einander verbunden



Ganz gleich, welchen Weg sie einschlugen: Die amtskirchliche Einheit zu verteidigen und der DDR damit die offizielle Anerkennung zu verweigern oder die Macht des Faktischen anzuerkennen und formal getrennte Wege zu gehen – die Berliner Kirchen blieben in besonderem Maße miteinander verflochten und nahmen immer wieder Bezug aufeinander. Dabei lassen sich unter diesen – räumlichen, personellen und medialen – Verflechtungen gleichermaßen Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie Konkurrenzmomente verstehen. Schließlich konnte auch eine bewusste Ab- und Ausgrenzung vom Anderen dazu dienen, kirchliches Leben im Alltag zu erleichtern.

Zwar lässt sich bei der Lektüre der Kirchenzeitungen durchaus feststellen, dass die christlichen Gemeinschaften beiderseits der Mauer grenzübergreifende Themen bewegten: Der Wiederaufbau zerstörter Kirchen nach dem Zweiten Weltkrieg, steigende Austrittszahlen oder die Situation der Menschen in der sogenannten „Dritten Welt“ sind hier als Beispiele zu nennen. Auch erinnerten die Kirchenzeitungen durchgängig und konfessionsübergreifend an den Widerstand von evangelischen und katholischen Christen in der Zeit des Nationalsozialismus. Wobei erwähnt werden muss, dass demgegenüber eine kritische Auseinandersetzung mit den Deutschen Christen oder Katholiken, die mit den Nationalsozialisten kollaborierten, ausblieb.[13]

Gleichzeitig wird aber ebenso deutlich, dass sich viele Lösungsansätze aufgrund von Systemdifferenzen voneinander unterschieden, ja in der Praxis sogar unterscheiden mussten: Die Kirchenzeitungen im Osten konnten nicht so offen und kritisch berichten, wie sie vielleicht wollten, da ihnen jederzeit Publikationsverbote drohten. Die Ost-Berliner Leserschaft wusste um diese Schwierigkeiten. Sie hatte sich in der Regel ohnehin darauf verlegt, politisch brisante Debatten im privaten Raum zu führen und diese nicht in die Öffentlichkeit zu tragen. Demgegenüber forderten katholische Laien in West-Berlin entsprechend der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Westen mehr Mitspracherechte und setzen sich unter anderem für den Abdruck von Leserstimmen ein, um kontroverse Diskussionen in der Kirche anzustoßen. Aus ihrer Perspektive war deshalb nicht nachvollziehbar, warum der Bischof ihnen Informationen oder Leserbriefe im West-Berliner Petrusblatt mit Verweis auf die Verhältnisse in Ost-Berlin noch in den 1960er Jahren vorenthielt.[14] Anstatt Neuerungen zuzulassen, versuchte der Episkopat, jede Veränderung des Status Quo zu unterdrücken, um die Einheit der Diözese aufrechtzuerhalten. Doch wurde die kirchliche Basis damit erst Recht auf Trennungslinien aufmerksam. Sie hatte längst erkannt, dass es praktisch unmöglich war, die Gleichheit der Bistumshälften im kirchlichen Alltag weiter vorauszusetzen. Und je länger der Kalte Krieg andauerte, desto mehr verfestigte sich dieser Eindruck, desto häufiger nahmen sich die Berliner Christen – evangelische wie katholische gleichermaßen – dies- und jenseits des Eisernen Vorhangs nicht mehr als Nächste, sondern als Andere wahr.

Erst in den 1970er Jahren wurden die Laienkontakte zwischen Ost- und West-Berlinern langsam wiederbelebt. Jüngere Generationen begannen sich für das kirchliche Leben in der jeweils anderen Stadthälfte zu interessieren. Das belegen unter anderem die „Informationsabende DDR“, die in der Evangelischen Akademie in West-Berlin zu Themen wie „Jugend und Freizeit in der DDR“ oder „Schule und Gesellschaft in der DDR“ stattfanden.[15] Bei diesen Veranstaltungen stellte aber gerade nicht der Aspekt des Gleichen, sondern die Tatsache der Fremdheit einen Anknüpfungspunkt dar. Diese Herangehensweise entsprach freilich nicht den Vorstellungen der Kirchenleitungen, die noch 1989/1990 zu glauben schienen, die Jahre der Teilung als eine Interimszeit abtun zu können und deswegen am tradierten Einheitsnarrativ festhielten. Sie unterschätzten den schwierigen Prozess des Zusammenwachsens nach dem Mauerfall. Denn obwohl (wieder)vereint, stand unter den Berliner Christen trotzdem die Frage im Raum: Gehören wir zusammen?

Zitierweise: Maria Neumann, „Wir gehören zusammen!“ Christliche Gemeinschaft und kirchliche Zeitungen im geteilten Berlin, in: Deutschland Archiv, 6.12.2017, Link: www.bpb.de/259675


Fußnoten

1.
Wir gehören zusammen, in: Petrusblatt, 20. August 1961, S. 1.
2.
Vgl. Wolfgang Tischner, Katholische Kirche in der SBZ/DDR 1945–1951. Die Formierung einer Subgesellschaft im entstehenden sozialistischen Staat, Paderborn u. a. 2001.
3.
Vgl. Interview mit Bischof Georg Sterzinsky, „Wo so viel Hoffnung ist, da möchte man doch dabeisein!“, in: Hedwigsblatt, 11. März 1990, S. 1.
4.
Vgl. Horst Dähn, Der Konflikt Konfirmation – Jugendweihe 1955–1958. Kirchliche Handlungsspielräume und ihre Grenzen, in: Horst Dähn und Helga Gotschlich (Hg.), „Und führe uns nicht in Versuchung...“. Jugend im Spannungsfeld von Staat und Kirche in der SBZ/DDR 1945 bis 1989, Berlin 1998, S. 33–34.
5.
Pfarrsprengel Zeesen 1956. Evangelisches Landesarchiv Berlin (ELAB) 86/62.
6.
Kirchliches Verwaltungsamt Kreuzberg 1982, ELAB 36/524.
7.
Kirchliches Verwaltungsamt Kreuzberg 1982, ELAB 36/524.
8.
Vgl. u. a. Stenogrammübertragung über Aussprache mit Staatssekretär Seigewasser und Kardinal Bengsch, 9.4.1970, Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), MfS, AP 12066/92, 000094–000105; siehe auch: Bericht zum Gespräch zwischen dem Staatssekretär und Kardinal Bengsch am 15.7.68., BStU, MfS, AP 12066/92, 000163-000169.
9.
Wolfgang Knauft, Katholische Kirche in der DDR. Gemeinden in der Bewährung 1945–1980, 2. verbesserte und erweiterte Auflage, Mainz 1980, S. 9.
10.
Vgl. u. a. Kollekte für drei Affen, in: Der Christ, 13. Juni 1969, S. 3; siehe auch: Freiheit und Verantwortung. Geschenk und Aufgabe aller Gemeindemitglieder, nicht Ausdruck von Herrschaftsverhältnissen, in: Dialogikus 11/12 (1971), S. 2.
11.
Vgl. Ruth Jung, Ungeteilt im geteilten Berlin? Berlin 2003, S. 160–163.
12.
Vgl. Bengsch an Vatikan, 15. Mai 1965. DAB V/5, abgedruckt bei: Martin Höllen, Loyale Distanz? Katholizismus und Kirchenpolitik in SBZ und DDR. Ein historischer Überblick in Dokumenten, Band II, Berlin 1997, S. 428; siehe auch: Hubert Bengsch, Kirche zwischen Elbe und Oder mit tausendjähriger Vorgeschichte, Berlin 1985, S. 156.
13.
Vgl. Jeder will Gerechtigkeit, in: Petrusblatt, 30. Juli 1961, S. 1; siehe auch: Hirtenbrief von Bischof D. Dr. Dibelius, in: Die Kirche, 16. Mai 1948, S. 1. Vgl. Bund Neudeutschland Berlin an das Bischöfliche Ordinariat in West-Berlin, 16. April 1968, DAB I/12–21.
14.
Vgl. Bund Neudeutschland Berlin an das Bischöfliche Ordinariat in West-Berlin, 16. April 1968, DAB I/12–21.
15.
Vgl. Information. „Informationsabend DDR“ der Evangelischen Akademie Westberlin am 3.11.1971, BStU, MfS, HA XX/4 1246, 000227–000231; siehe auch: Information. „Informationsabend DDR“ der Evangelischen Akademie Westberlin am 2. Mai 1973, BStU, MfS, HA XX/4 1250, 000239–000245.
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Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autor: Maria Neumann für bpb.de
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Bei der Aufarbeitung der DDR - Vergangenheit sind die Archive der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) von grundlegender Bedeutung.Dossier

Geschichte und Erinnerung

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum. Weiter... 

Brandenburger TorDossier

Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter... 

DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, ÜberwachungsmonitoreDossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Weiter... 

www.chronik-der-mauer.de

Chronik der Mauer

Es erwarten Sie ein Fülle von herausragenden und multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema. Weiter... 

jugendopposition.deOnline-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten. Weiter...