Beleuchteter Reichstag

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25.1.2018 | Von:
Christian Sammer

Politik des Unpolitischen. Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime

Im globalen Regime gesundheitspolitischer Entwicklungszusammenarbeit konkurrierte das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden mit dem 1949 gegründeten Deutschen Gesundheits-Museum in Köln. Christian Sammer beleuchtet, wie in dieser transnationalen Beziehungsgeschichte Politik mit dem Unpolitischen – der Sorge um die Gesundheit – gemacht wurde.

Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden, Vorplatz mit Besucherinnen und Besuchern, historische AufnahmeDas Deutsche Hygiene-Museum in Dresden, Vorplatz mit Besucherinnen und Besuchern, historische Aufnahme (© picture alliance/arkivi)

Als im Herbst 1969 Otto Kunkel (1918–1982) ans Podium schritt, verstummten die geladenen Gäste im Saal der Herbert Art Gallery and Museum in Coventry. Zur Eröffnung der Ausstellung „Der Mensch in seiner Welt“ führte der Leiter des Instituts für biologisch-anatomische Unterrichtsmittel und Anschauungsmaterialien im Dresdner Hygiene-Museum (DHM) aus:
    „Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass mit der Nichtaufnahme der DDR in die WHO [Weltgesundheitsorganisation, C.S.] der Sache des Friedens und der Völkerverständigung nicht gedient werden kann. […] Es ist aber unser aufrichtigster Wunsch, mit unserer Ausstellung die internationale Zusammenarbeit zu fördern, für die die völkerrechtliche Anerkennung der DDR durch alle Staaten und ihre Aufnahme in alle Organisationen eine wichtige Voraussetzung ist. […] Das Deutsche Hygiene-Museum will Informationen und Anregungen für eine gesunde Lebensweise geben. Das ist unser Beitrag für die Sache der Gesundheit, für ein Leben in Glück und Frieden in der ganzen Welt.“[1]
Vor Kunkel hatten der dortige Museumsdirektor und der Oberbürgermeister der Stadt „die Freunde aus Dresden“ willkommen geheißen. Mit der Ausstellung gab sich das Hygiene-Museum weltmännisch, denn in der englischen Version – „Man and his world“ – war der Titel identisch mit dem der Weltausstellung 1967 in Montreal. So empfing das Dresdner Museum Ehren durch politische Honoratioren des NATO-Staates auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs.

Ausstellungstriptychon "Man and his world", 1969Ausstellungstriptychon "Man and his world", 1969 (© Deutsches Hygiene-Museum)
Und genau auf eine solche internationale Anerkennung des Staates, den das Museum repräsentierte, zielte Kunkel ab.[2] Dafür setzte das in die Ausstellung einleitende Tafeltriptychon die Gleichrangigkeit beider Staaten – DDR und Vereinigtes Königreich – und ihrer Staatsoberhäupter ins Bild. Das Hygiene-Museum machte in Coventry Politik – mit der Forderung, sich und damit die DDR in die humanistische und damit vermeintlich unpolitische Fürsorge für die Gesundheit der Weltbevölkerung einreihen zu dürfen.[3]

Laut Kunkel hatte die DDR durch die Festschreibung des gleichen Rechts auf medizinische Betreuung und gesundheitlichen Schutz das universelle Menschenrecht auf Gesundheit realisiert, das das Ethos der Weltgesundheitsorganisation ausmachte und dessen Adaption die WHO als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft einforderte. Kunkel unterstrich in seiner Rede in Coventry, dass die zentrale Wert- und Zielorientierung der Weltgesundheitsorganisation mit der eines sozialistischen Gesundheitswesens übereinstimme: Globale Probleme der Weltgesundheit erzwängen konzertierte, technische und globale Maßnahmen einer Weltgesellschaft im humanistischen Dienste zum Wohl aller. Politische Lagerkämpfe hätten dahinter zurückzutreten.[4]

Das Hygiene-Museum setzte damit 1969 eine außenpolitische Strategie um, die vorrangig zum Ziel hatte, über vordiplomatische Beziehungen und die Aufnahme in internationale Organisationen oder (Fach-)Gesellschaften die internationale Anerkennung der DDR zu erreichen. Auf dem Gebiet des Gesundheitswesens war die Weltgesundheitsorganisation die Spezialorganisation der Vereinten Nationen (UNO), in die die DDR-Regierung aufgenommen werden wollte.[5]

Anerkennungspolitik mit Gesundheitsaufklärung

Schon seit 1949 hatte die DDR-Führung auf die WHO geschielt.[6] Aber erst gegen Ende der 1950er Jahre entdeckte das Regime die Aufnahme in die UNO und ihre Sonderorganisationen als Ziele einer Anerkennungspolitik, von der sich die SED-Führung auch innere Legitimitätseffekte erhoffte.[7] Das Ministerium für Gesundheitswesen gab schließlich dem Drängen des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR nach und fing 1958 an, das am Hygiene-Museum bestehende WHO-Komitee als Beleg eines ernsten Beitrittswunsches der DDR zur Weltgesundheitsorganisation darzustellen.[8] Wie die Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin und das Deutsche Rote Kreuz der DDR, die Vertreter in das WHO-Komitee entsandten, galt auch das Hygiene-Museum selbst als eine fachkundige Organisation, die sowohl parteipolitisch verlässlich war, als auch als eine Einrichtung präsentiert werden konnte, die vorrangig dem humanistischen Leitbild der Wissenschaft und der Medizin verpflichtet war.[9] Zur Galionsfigur machte man den Sozialhygieniker und Direktor der Akademie für Sozialhygiene, Arbeitshygiene und Ärztliche Fortbildung, Hermann Redetzky (1901–1978).[10]

Parallel zur Etablierung des WHO-Komitees am Hygiene-Museum in Dresden bemühten sich die Gesundheitspolitiker der DDR auch um die Aufnahme in die 1951 als internationales Koordinationsgremium der Gesundheitsaufklärung gegründete International Union for Health Education of the Public (IUHEP). Dessen Satzung sah vor, nur nicht-staatliche Akteure zuzulassen. Demzufolge wurde ein nationales Gremium benötigt, das wie ein zivilgesellschaftliches Gebilde wirkte. Dazu wurde 1961 das Komitee für gesunde Lebensführung und Gesundheitserziehung in der DDR (NKGE) gegründet, dem auch prompt die Aufnahme in die IUHEP gelang.[11]

Sowohl im WHO-Komitee als auch im NKGE waren Repräsentanten des Hygiene-Museums vertreten. Und in beiden Organen wurde das Dresdner Museum vor allem als ausführendes Organ gesehen, das mit seinen Ausstellungen und Lehrmitteln die Präsenz der DDR im Ausland stärken konnte. Vor diesem Hintergrund bestand das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten auf einer außenpolitischen Anleitung des Hygiene-Museums.[12]

Zum Ende der 1960er Jahre erreichte die Anerkennungspolitik der DDR schließlich ihren Höhepunkt.[13] Letztendlich hatte das SED-Regime mit der Aufnahme in die UNO und die WHO 1973 zwar Erfolg, die Maximallösung einer Anerkennung ohne deutsch-deutsche Einigung hatte man aber nicht erreicht. Zuerst mussten die Grundlagenverträge zwischen der Bundesrepublik und der DDR ratifiziert sein, dann erst war an die Aufnahme des sozialistischen Staates in die UNO und die WHO zu denken. Hier hatte sich die Bundesrepublik, konkret Willy Brandt, durchgesetzt und auch die WHO-Administration überzeugt, dass zuerst die deutschlandpolitischen Beziehungen geregelt werden müssten, damit man „nicht zuviel von den ‚querelles allemandes‘ in die Arbeit der internationalen Organisationen“[14] überführe. Der französische Ausdruck für verbissene Streitereien in eigentlich banalen Fragen hatte sich in den 1960er Jahren längst zum Sprichwort für die deutschlandpolitischen Überempfindlichkeiten der Bundesrepublik und der DDR entwickelt, auf die international Rücksicht zu nehmen war.

„Man and his world“

Die Ausstellung des Hygiene-Museums „Man and his world“ kann beispielhaft dafür stehen, wie eine traditionsreiche „Menschen-Ausstellung“[15] des Hygiene-Museums in diese Strategie der Außenpolitik der DDR um 1970 eingeflochten wurde. Solche Ausstellungen visualisierten sowohl Körper- und Gesundheitswissen als auch die vermeintlichen Vorzüge des sozialistischen Gesundheitsschutzes. Sie wurden nicht nur vor dem Hintergrund der „querelles allemandes“ präsentiert, sondern waren auch geprägt von der internationalen Zusammenarbeit.

Seit Februar 1959 bestand eine Städtepartnerschaft zwischen Coventry und Dresden, die auf der erinnerungskulturellen Betonung der gemeinsamen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aufbaute. Otto Kunkel hatte als Sekretär des entsprechenden Freundschaftskomitees Kontakte nach Coventry aufgebaut. 1965 hatte er bereits dessen Ausstellung „Leben in Dresden“ in die West Midlands begleitet, die über die Darstellungen des Alltags in der Stadt an der Elbe in erster Linie die Rekonstruktionsleistungen des sozialistischen Wieder- und Neuaufbaus veranschaulichte. Vier Jahre später kamen das Hygiene-Museum und die Abteilung Internationale Verbindungen des Ministeriums für Gesundheitswesen darin überein, diese Kontakte zu nutzen, um eine neue Ausstellung „zur Propagierung des sozialistischen Gesundheitsschutzes in kapitalistischen Industrieländern“ in England zu präsentieren. Über das Komitee und die Hilfe des Unterhausabgeordneten William Wilson (1918–2010, Labour), so Kunkel in seinem Reisebericht, sei es schließlich geglückt, die Dresdner Ausstellung gegen den Widerstand der konservativen Tories kostenfrei aufzubauen. Das sei als ein herausragender außenpolitischer Erfolg zu werten, da nicht nur gezeigt wurde, „welche großen Anstrengungen der sozialistische Staat auf dem Gebiet des Gesundheitswesens unternimmt“, sondern auch, weil die Staatsflagge der DDR gezeigt und West-Berlin als selbstständige politische Einheit bezeichnet werden konnte.“[16]

Die Ausstellung „Man and his world“, die in Coventry rund 14.000 Besucher anlockte, war aus dem Objektportfolio des Hygiene-Museums zusammengestellt und ihr Text ins Englische übersetzt worden. Mithilfe von Bild- und Texttafeln, anatomischen Modellen aus Kunststoff, interaktiven Apparaten, Maschinen, mit denen bestimmte physiologische Phänomene wie die Zitterbewegung der Hand demonstriert werden konnten, Nachbildungen von durch Krankheit veränderten Körperteilen aus Wachs (Moulagen) sowie mit dem Schlüsselobjekt der „gläsernen Frau“ veranschaulichte „Man and his world“ zweierlei: ein anatomisches und physiologisches Grundwissen um den menschlichen Körper und die Bemühungen der DDR, dessen Gesundheit zu fördern.[17]

Die „gläserne Frau" in Paris 1958Die „gläserne Frau" in Paris 1958 (© picture alliance/akg-images)
Als narrative Klammer diente ein dialektisches Modell der Gesundheit:[18] Demnach resultierten Krankheiten aus der fehlenden Fähigkeit des Körpers, mit den beständigen Stimuli der Natur umzugehen. Krankheitsverhütende Interventionen seien durch Eingriffe in die miteinander in Wechselwirkung stehenden Umstände und Prozesse möglich. Auf der gesellschaftlichen Ebene habe die DDR, über die sozialistische Umgestaltung der Gesellschaft und des Gesundheitswesens, das Notwendige getan. Die Ausstellung ziele nun auf die individuelle Ebene, indem sie die Besucher motiviere, sich die präsentierten gesundheitsförderlichen Verhaltensweisen anzueignen. Das hieße nicht nur, die individuelle Reaktionsfähigkeit auf die Reize der Umwelt zu verbessern, sondern aus einer gesellschaftlichen „Verantwortung heraus ein gesundes Leben zu führen.“ Darüber hinaus solle sich der Einzelne an einer gesundheitsgerechten Gestaltung seiner Welt beteiligen.[19]

Darin bestand nun die Werbebotschaft für die DDR, die das Hygiene-Museum 1969 in der Ausstellung in Coventry bebilderte.[20]

Laut Kunkel sei aber gerade die Rezeption des Teils, der sich mit den Vorzügen des sozialistischen Gesundheitswesens beschäftigte, gering gewesen. Nach seiner Rückkehr berichtete er, dass die Aufmerksamkeit der Besucherinnen und Besucher sich vor allem auf die „Spiel- und Testapparate“ und die „gläserne Frau“ konzentriert habe. Obwohl dies zulasten der expliziten Propagandafunktion der Ausstellung gegangen sei, zog Kunkel ein positives Fazit, alleine aus dem Umstand der Ausstellung selbst: „Man and his word“ habe gezeigt, dass „wir auch in kapitalistischen und NATO-Ländern ausstellen können, wenn wir die richtigen Verbündeten finden.“[21]

Menschen-Ausstellungen in der Welt

Kunkels positive Bewertung der Ausstellung überrascht kaum. Ein negatives Fazit hätte den Nutzen des Hygiene-Museums für das SED-Regime infrage gestellt – und damit auch die großzügige Reisefreiheit, die die politisch zuverlässigen Kader des Museums genossen. Schon kurz nach Kriegsende – 1949 – hatte das Hygiene-Museum wieder Ausstellungen ins Ausland verschickt. Zwar beschränkte die fehlende Anerkennung der DDR die Präsentationsmöglichkeiten, aber sein guter Ruf eröffnete dem Museum gute Chancen auf Ausstellungsbeteiligungen, insbesondere auf internationalen Messen.[22] Seit den wirtschaftlichen Krisen der späten 1910er und 1920er Jahre hatte der damalige Leiter des Museums, Georg Seiring (1883–1972), ein Geschäftsmodell etabliert, das die Produktion und den Verkauf von anatomischen Lehrmitteln im Gegenwartsmuseum verankerte.[23] Die eigene kommerzielle Tätigkeit hatte dem Museum als „Hygiene-Konzern“[24] bis 1945 eine relative Unabhängigkeit gegenüber seinen primären Finanziers – der Stadt Dresden, dem Land Sachsen und der Reichsregierung – garantiert. Obwohl die Sowjetische Militäradministration (SMAD) bereits 1946 das entsprechende Vereinskonstrukt des Museums aufgelöst hatte, hielten auch die neuen Dienstherren des DHM im Ministerium für Gesundheitswesen der DDR (und seinen Vorgängerorganisationen) an dem potenziell lukrativen Geschäftsbereich der Lehrmittelproduktion und -distribution fest.

Auf dem internationalen Markt der anatomischen und biologischen Lehrmittel befand sich das Hygiene-Museum jedoch nicht alleine. Sein schärfster Konkurrent war das 1949 von Georg Seiring, dem ehemaligen DHM-Leiter, gegründete Deutsche Gesundheits-Museum (DGM) in Köln. Ende 1947 war Seiring aber formell wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft entlassen worden und siedelte in die westlichen Besatzungszonen über. Die Kölner Kopie des Dresdner Museums, die vergleichbare Exponate und Lehrmittel präsentierte, brachte die „querelles allemandes“ in das Feld der Gesundheits- und Lehrmittelausstellungen.[25]

Nachdem Kooperations- und Marktaufteilungsabsprachen zwischen DGM und DHM Mitte der 1950er Jahre gescheitert waren, drängte das ältere und prestigereichere Hygiene-Museum aus Dresden weltweit offensiv und erfolgreich in die Ausstellungshallen. Nach einigen symbolträchtigen Erfolgen gelang mit der Beteiligung an der 4. Konferenz der IUHEP im Mai 1959 in Düsseldorf schließlich der Coup: Den versammelten internationalen Gesundheitsaufklärern wurden nahezu alle Lehrmittel aus Dresden und zwei kleinere Ausstellungen gezeigt, die in der DDR als wenig propagandistisch und damit auch im westlichen Ausland als unverfänglich galten.[26] Die Bezichtigung der bundesrepublikanischen Vertreter, das Hygiene-Museum betreibe ausschließlich kommunistische Propaganda, verfing in der IUHEP nicht.[27] Die Beteuerungen aus Dresden, dass man zur unpolitischen und humanistischen Arbeit für die Gesundheit der Weltbevölkerung beitrage – sowie entsprechende Zahlungen für die Mitgliedschaft und die Ausstellungsmöglichkeit – hatte die Spitzen des internationalen Gremiums überzeugt.[28]

Mit den Ausstellungen im Westen wurde das Dresdner Museum vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Direktive einer „außenpolitischen Offensiv-Politik“[29] und vom Ministerium für Innerdeutschen Handel, Außenhandel und Materialversorgung (ab 1967 Ministerium für Außenwirtschaft) den kommerziellen Interessen der DDR unterworfen. In der Bundesrepublik hingegen wurde klar, dass die deutschlandpolitische Strategie der Exklusion auf dem Feld der Gesundheitsaufklärung gescheitert war.[30]

Die „gläserne Kuh" auf der Weltlandwirtschaftsausstellung 1959 in Neu-Delhi, IndienDie „gläserne Kuh" 1959 in Neu-Delhi, Indien (© Deutsches Hygiene-Museum)
Die außenpolitische „Offensiv-Politik“, die die staatliche Sorge um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zur Schau stellte, zielte nicht nur auf die Aufnahme in internationale Organisationen. Sie hatte auch die Kooperation mit Staaten zum Ziel, die im Zuge der Dekolonisierung entstanden waren. Das Hygiene-Museum sollte mithelfen, diesen Staaten zu zeigen, dass das sozialistische Modell der Moderne gegenüber dem des „Westens“ – nicht zuletzt wegen seiner Gesundheitsfürsorge – leistungsfähiger und moralisch überlegen sei.[31] Auch hier intensivierte das Hygiene-Museum seinen Einsatz ab Mitte der 1950er Jahre und setzte dieses Engagement bis 1989 fort. Das brachte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums beispielsweise 1953 nach China, 1954 nach Indonesien, 1955 nach Syrien und Vietnam, 1957 nach Ägypten und 1960/1961 nach Guinea, Burma und Ghana.[32] Mit erheblichem Aufwand passte das Hygiene-Museum seine Ausstellungen den lokalen Gegebenheiten inhaltlich und mit Blick auf die präsentierten Exponate an.[33] Der größte Erfolg gelang 1959 auf der Weltlandwirtschaftsausstellung in Neu-Delhi. Die Idee, das Spektrum transparenter Ganzkörpermodelle um landwirtschaftliche Nutztiere zu ergänzen, war nicht neu.[34] Aber erst 1956 gelang es schließlich, ein „gläsernes Pferd“ zu vollenden. In Indien jedoch, so schrieb der für technische Fragen zuständige Mitarbeiter des Hygiene-Museums, würde ein Pferd keine Aufmerksamkeit erregen, der „gläserne Mann“ sei mittlerweile bekannt und die „gläserne Frau“ aus religiösen Gründen nicht präsentabel. Aber eine Kuh könne vor Ort ein Spektakel werden.[35] Und so brachte das Hygiene-Museum drei Jahre später eine „gläserne Kuh“ nach Neu-Delhi. Dies war nicht nur eine Neuheit sondern auch ein Körpermodell, das ein Tier repräsentierte, welches vor Ort als heilig galt und dem der indische Ministerpräsident Jawaharlal Nehru die Ehre erwies – was fotografisch festgehalten werden musste.

Konkurrenz aus der Bundesrepublik

Auch das DGM in Köln setzte auf die Differenzierung seines „gläsernen Produktportfolios“. Doch es entstanden keine Modelle von Nutztieren, sondern Kleinmodelle (Homunkulus), Tänzerinnen und „gläserne Doggen“.[36] Die Idee, den transparenten Tiermodellen aus Dresden etwas Vergleichbares entgegenzusetzen, zum Beispiel ein „gläsernes Schwein“, wies das Museum zurück. Man wolle keine „sowjetzonalen Methoden“ kopieren, hieß es im Frühling 1961 zur Begründung.[37]

Den Wettbewerb um Ausstellungs- und Präsentationsmöglichkeiten in den neuen Staaten nahm das Kölner Museum rasch an, agierte jedoch deutlich defensiver. Vor allem ging es darum, Unterstützung zu sammeln, um potenzielle Präsenzen des Hygiene-Museums zu unterbinden, zumeist mit dem Mittel der Diskreditierung.[38] Eigene Ausstellungen versuchte man jedoch genauso zu bewerkstelligen. So brachte das DGM nach zähem Ringen um Unterstützung vonseiten des Auswärtigen Amtes 1957 einen „gläsernen Homunkulus“ nach Brasilien. Im selben Jahr wurden dem Kaiser von Abessinien, Haile Selassie, zwei „gläserne“ Figuren nach einer Ausstellung in Addis Abeba geschenkt.[39] 1963 versuchte das Auswärtige Amt, die Cylonesische Gesellschaft für Tuberkulose-Bekämpfung davon zu überzeugen, die „gläserne“ Figur des DGM anstelle der des Hygiene-Museums zu übernehmen.[40] 1964 wiederholte sich dies im Irak. Doch der Direktor des anatomischen Instituts der Universität Bagdad erteilte den Bitten des Auswärtigen Amtes eine Absage: Weil solche Exponate und Lehrmittel unpolitisch seien, nehme man gerne Geschenke von beiden deutschen Museen entgegen.[41] Und von 1961 bis 1963 beteiligte sich das Gesundheits-Museum mit einer Ausstellung zum Körperbau und zur Alltagshygiene mit einem „gläsernen Torso“ an einer aus 28 Lastkraftwagen bestehenden Tour bundesrepublikanischer Aussteller durch Zimbabwe, Malawi, Tansania, Ruanda, Burundi, Uganda und Kenia – eine ganze „gläserne“ Figur hatte nicht in den Wagen gepasst. In Rücksprache mit dem heutigen Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg hatte man in Köln einen Lastwagen konstruiert, der in ein paar Schritten zu einer Ausstellung aus- und umgebaut werden konnte. Mithilfe der Visualisierung von Verhütungsmöglichkeiten der „Afrikakrankheiten“ (Kwashiorkor, Amöbenruhr, Schlafkrankheit, Malaria) sollte der Wagen die Leistungsfähigkeit und selbstlose Hilfsbereitschaft der Bundesrepublik in Sachen gesundheitlicher Fürsorge dokumentieren.[42]

Fazit

Die Ausstellungstätigkeit der beiden deutschen Museen war kein Selbstzweck, auch wenn sie unter dem Deckmantel der unpolitischen Sorge um die Gesundheit präsentiert wurde. Die Expertise der Häuser in Köln und Dresden bestand darin, Körper- und Gesundheitswissen mit gesellschaftspolitischen Ordnungsvorstellungen zu verschmelzen und diese Legierung zu visualisieren. Damit bestand eine politische Dimension insofern, als Ordnungen von Körpern und Gesellschaften in der Veranschaulichung miteinander verbunden wurden: In Lehrmitteln, Exponaten und Ausstellungen wurden Vorstellungen von körperlicher Gesundheit und gesellschaftlicher Ordnung in Deckung und zum Ausdruck gebracht. Die Gesundheitsaufklärung des Hygiene-Museums bebilderte die gesellschaftlichen Bemühungen der DDR zur Verbesserung der Volksgesundheit sowie ihre Wissensgrundlage. Das Museum nutzte seine Ausstellungen, um das System der DDR als humanistischere Sozialordnung darzustellen. Der Wettbewerb um die Geltung als moralisch überlegene Ordnung spielte sich auf internationalen Messen und Großausstellungen ab. Und fast immer waren „gläserne“ Figuren dabei. Um die Generosität der DDR zu unterstreichen, wurden sie in allen Ecken der Welt gerne als Staatsgeschenke zurückgelassen – wie dies auch das DGM tat. Eine Figur des ostdeutschen Hygiene-Museums ging 1974 bezeichnenderweise als Willkommensgeschenk der DDR an die WHO in Genf.[43]

Mit den Visualisierungen der Gesundheitsaufklärung ließ sich hervorragend Politik für beide deutschen Staaten machen. Im Zweifelsfall konnte man sich aber immer auf das vermeintlich Unpolitische und Positive der Bemühungen um Gesundheit zurückfallen lassen. Genau dieses Oszillieren charakterisiert die (deutsch-)deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Kalten Krieg.

Zitierweise: Christian Sammer, Politik des Unpolitischen. Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime, in: Deutschland Archiv, 25.01.2018, Link: www.bpb.de/263389

Fußnoten

1.
Hauptstaatsarchiv Dresden, 13658, TD Nr. 8, 12:17–12:37; 13:19–13:37 und 13:54–14:12 min.
2.
Zu Otto Kunkel siehe: Hauptstaatsarchiv Dresden, 13658, Nr. 95 (Personalakten).
3.
Zu Perspektiven der Geschichte des Humanitarismus: Thomas W. Laqueur, Bodies, Details, and the Humanitarian Narrative, in: Lynn Hunt (Hg.), The New Cultural History, Berkeley u. a. 1989, S. 176–204; Maria Framke und Joël Glasman, Redaktion der Werkstatt Geschichte, Humanitarismus, Editorial, in: Werkstatt Geschichte (2014) 68, S. 3–12.
4.
Zur konstitutiven Utopie der WHO und den Problemen ihrer Realisierung exemplarisch: Marcolino Gomes Candau, Ten Years of WHO Progress, in: Public Health Reports 73 (1958) 5, S. 392–401 und in der Forschungsliteratur: Javed Siddiqi, World health and world politics, London 1995; Randall M. Packard, A history of global health, Baltimore 2016, S. 105–179; Thomas Zimmer, Welt ohne Krankheit, Göttingen 2017.
5.
Vgl. William Glenn Gray, Germany's cold war, Chapel Hill, NC u. a. 2003; Hermann Wentker, Außenpolitik in engen Grenzen. Die DDR im internationalen System 1949–1989, München 2007, S. 109–118, 316–318 und 355 f; Mathias Stein, Der Konflikt um Alleinvertretung und Anerkennung in der UNO, Göttingen 2011.
6.
Von Interesse waren hier vor allem die „strittigen Fälle“ der Aufnahmeentscheidungen wie Südkorea 1949, Vietnam, Kambodscha, Laos (1950) und die Bundesrepublik (1951). Siehe hierzu: Hauptstaatsarchiv Dresden, 13658, WHO Nr. 1. 1969 wurde diese Komitee zum Konsultationszentrum ernannt, das zwischen 1987 und bis zu seiner Auflösung als Nationales WHO-Büro des Ministeriums für Gesundheitswesen firmierte.
7.
Stein, Alleinvertretung (Anm. 5), S. 51–90.
8.
Vgl. Hauptstaatsarchiv Dresden, 13658, WHO Nr. 2.
9.
Schwaab (MfAA) an Erwin Marcusson (stellvertretender Minister im MfG), 25.4.1958 und Erwin Marcusson, Stellungnahme, 21.5.1958, in: Hauptstaatsarchiv Dresden, 13658, WHO Nr. 3, unpag.
10.
Protokoll des ersten Treffens des Komitees für WHO-Arbeit in der DDR am 30.11.1958, in: ebd.; zu Hermann Redetzky siehe den biografischen Eintrag in: Udo Schagen und Sabine Schleiermacher (Hg.), 100 Jahre Sozialhygiene, Sozialmedizin und Public Health in Deutschland, Berlin 2005.
11.
Vgl. Christian Sammer, Gesunde Menschen machen… Die deutsch-deutsche Geschichte der Gesundheitsaufklärung, 1945–1967, Bielefeld 2017, Kap. 5.1. und 6.2.
12.
Zur Gründung einer Ständigen Kommission für Auslandsausstellungen o. D. (1960), in: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts (PA AA), MfAA LS-A 393, unpag.; Ordnung über die Arbeit mit nichtkommerziellen Ausstellungen 1963, in: PA AA, MfAA A 15803, Bl. 14–19.
13.
Exemplarisch: Grigory I. Tunkin, Nach Recht und Gesetz – DDR gehört in die UNO, in: Bundesministerium für Innerdeutsche Beziehungen, Karl Dietrich Bracher und Hans-Adolf Jacobsen (Hg.), Dokumente zur Deutschlandpolitik, IV. Reihe, Band 12, 1. Juni bis 30. November 1966, zweiter Halbband, Frankfurt a. M. 1981, S. 1339 ff.; Erklärung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR zum Recht auf Mitgliedschaft in der DDR, in: Bundesministerium für Innerdeutsche Beziehungen, Karl Dietrich Bracher, Hans-Adolf Jacobsen und Gisela Oberländer (Hg.), Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 2, 1. Januar bis 31. Dezember 1968, erster Halbband, Frankfurt a. M. 1987, S. 658f.
14.
Gespräch des Bundeskanzlers Brandt mit dem Generaldirektor der WHO Candau, Bonn am 15.12.1970, in: ebd., S. 980–981, hier S. 980.
15.
Zum Begriff und der Geschichte solcher Ausstellungen, die „Bau und Funktion der Organe des gesunden Körpers demonstrierten“: Sybilla Nikolow, „Erkenne und prüfe Dich selbst!“, in einer Ausstellungseinheit des Deutschen Hygiene-Museums 1938 in Berlin; Körperleistungsmessungen als objektbezogene Vermittlungspraxis und biopolitische Kontrollmaßnahme, in: Sybilla Nikolow (Hg.), Erkenne Dich selbst! Strategien der Sichtbarmachung des Körpers im 20. Jahrhundert, Köln u. a. 2015, S. 227–268, hier S. 228, Anm. 3.
16.
Otto Kunkel, Bericht der Reise nach England vom 26. Oktober bis 9. November 1969, 14.11.1969 sowie Otto Kunkel, Reisebericht zur Ausstellung des DHM in der DDR in England, o. D. (Ende 1970), in: Hauptstaatsarchiv Dresden, 13658, Rb/1 Bd. 3, unpag. Die Ausstellung wurde ebenfalls 1970 in Birmingham, Stoke on Trent sowie in Helsinki gezeigt. Weitere Kopien waren in den folgenden Jahren noch in Frankreich (1972), Island (1975), Wien, Lissabon (1976) und Paris (1976/1979), Rom (1979) und Kolumbien (1981) zu sehen.
17.
Zur Geschichte der Sichtbarmachungsstrategien des Hygiene-Museums siehe: Nikolow (Hg.), Erkenne Dich selbst! (Anm. 15).
18.
Vgl. Sammer, Gesunde Menschen (Anm. 11), Kap. 3.2 und Anna-Sabine Ernst, „Die beste Prophylaxe ist der Sozialismus“. Ärzte und medizinische Hochschullehrer in der SBZ/DDR 1945–1961, Münster u. New York 1997, S. 308–332.
19.
Siehe hierzu: Fotodokumentation „Man and his world“, Sammlung Deutsches Hygiene-Museum.
20.
Vgl. an dieser Stelle auch die einige Jahre zuvor präsentierte Ausstellung „Vom Glück des Menschen“ (und ihre Bildtradition): Sarah Goodrum, A socialist Family of Man. Rita Maahs' and Karl-Eduard von Schnitzler's exhibition „Vom Glück des Menschen“, in: Zeithistorische Forschungen, Studies in Contemporary History 12 (2015) 2, S. 370–382.
21.
Kunkel, Bericht der Reise nach England (Anm. 16) und zur Rezeption der Ausstellung: Otto Kunkel, Reisebericht zur Ausstellung zur Ausstellung des DHM in der DDR in England, o. D. (Ende 1970), beides in: Hauptstaatsarchiv Dresden, Deutsches Hygiene-Museum, 1966–1975 (Anm. 16).
22.
Zu den Ausstellungsorten und -daten des Hygiene-Museums siehe: Ulrike Budig, Formen der Ausstellung am Beispiel des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden, Leipzig 1994, Anhang.
23.
Zu diesem Typus des problemorientierten Fachmuseums aus dem Themenkreis Mensch – Gesundheit – Technik (wie bspw. das Deutsche Museum in München), der aus der Volksbildungsbewegung zur Jahrhundertwende hervorging, vgl. Anke te Heesen, Theorien des Museums zur Einführung, Hamburg 2012, S. 91–104.
24.
Georg Seiring: Protokoll der Sitzung des Vorstands des Deutschen Hygiene-Museums am 29.1.1931, in: Hauptstaatsarchiv Dresden, 13686 Nr. 48, Bl. 1; vgl. ebenso: Thomas Steller, Volksbildungsinstitut und Museumskonzern. Das Deutsche Hygiene-Museum 1912–1930, 2014, http://d-nb.info/1070371769/34, letzter Zugriff am 12.12.2017.
25.
Christian Sammer, „Das Ziel ist das gesunde Leben!“, in: Detlev Brunner, Udo Grashoff und Andreas Kötzing (Hg.), Asymmetrisch verflochten? Neue Forschungen zur gesamtdeutschen Nachkriegsgeschichte, Berlin 2013, S. 131–145, hier S. 135–138.
26.
Für eine Präsentation in der Bundesrepublik erschien diese vermeintliche Entpolitisierung ideal, für die Darstellung in der DDR hingegen brachte sie dem Museum die Kritik ein, „ohne politische Note“ gewesen zu sein. Sie „hätte so nicht herausgegeben werden dürfen.“ Vertrauliche Notiz Walter Axel Friedeberger, o. D. (1958), in: Hauptstaatsarchiv Dresden, 13658, Nr. 58/23, unpag.
27.
Bspw. Vermerk: Vertretung der Ostzone in der Internationalen Union für GE, 18.6.1958, in: Bundesarchiv (BArch), B 142/397, Bl. 522; Harald Petri, Auftreten des Hygiene-Museums Dresden in der Bundesrepublik Deutschland, 16.6.1959, in: BArch, B310/303, unpag.
28.
Niederschrift über die Vorstandssitzung des Bundesausschusses für gesundheitliche Volksbelehrung vom 19.3.1959, in: BArch, B 142/398, Bl. 17–28.
29.
Friedeberger an Schrödel, 29.10.1959, in: BArch, DQ 1/20544, unpag.
30.
Vgl. zu diesem Abschnitt: Sammer, Gesunde Menschen (Anm. 11), Kap. 4.
31.
Vgl. Hubertus Büschel, Hilfe zur Selbsthilfe. Deutsche Entwicklungsarbeit in Afrika 1960–1975, Frankfurt a. M. u. New York 2014, S. 51–68, 85–115; Hubertus Büschel und Daniel Speich Chassé, Einführung: Entwicklungsarbeit und globale Modernisierungsexpertise, in: Geschichte und Gesellschaft 41 (2015) 4, S. 535–551; Benjamin Brendel, Moderne – Macht – Morbid. Dammbau, Gesundheitshilfe und die Konstruktion von Macht im Kontext der Bilharziosebekämpfung im Ägypten der 1960er und frühen 1970er Jahre, in: NTM 25 (2017) 3, S. 349–382, hier S. 352–354, 366 f.
32.
Vgl. Young-sun Hong, Cold war Germany, the third world, and the global humanitarian regime, New York 2015, S. 183–200.
33.
Zur Adaption von Ausstellungen des Hygiene-Museums an lokale Sprachen oder Kulturen: Berit Bethke, Bodies on Display. Die Aufbereitung von Körperwissen in transkulturellen Ausstellungsmedien des Deutschen Hygiene-Museums Dresden (1950–1980), in: Reiner Keller und Michael Meuser (Hg.), Körperwissen, Wiesbaden 2011, S. 249–269.
34.
Vgl. Klaus Vogel, The Transparent Man. Some comments on the history of a symbol, in: Bud, Robert, Finn, Bernard und Helmut Trischler (Hg.), Manifesting medicine. Bodies and machines, Amsterdam 1999, S. 31–61, hier S. 54 f.
35.
Egon Damme an Walter Axel Friedeberger, 1.1.1956, in: Hauptstaatsarchiv Dresden, 13658, Rb/2 Bd. 1, unpag.
36.
Christian Sammer, Durchsichtige Ganzkörpermodelle im Krieg der Systeme, in: Nikolow, (Hg.), Erkenne Dich selbst! (Anm. 15), S. 179–197.
37.
Deutscher Städtetag an DGM, 18.1.1961; DGM an Deutschen Städtetag, 7.4.1961, in: BArch, B 142/2018, unpag.
38.
BArch, B 142/2017 (Bundesministerium für Gesundheitswesen: Beziehungen des Deutschen Gesundheitsmuseums zum Deutschen Hygiene-Museum Dresden), passim.
39.
PA AA, B 94/131, passim; ebd., B 92/140.
40.
Ebd., B 95/818.
41.
Ebd., B 97/104.
42.
BArch, B 310/126, passim.
43.
Vgl. Hauptstaatsarchiv Dresden, 13658, Nr. K 50/IfU 22.
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Autor: Christian Sammer für bpb.de
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Demonstration am 4. November 1989 in Berlin.
Deutschland Archiv 1/2011

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