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15.12.2011 | Von:
Sandra Pingel-Schliemann

"Sie haben mich zum Verräter gemacht..."

Die Inszenierung von Gerüchten durch den DDR-Staatssicherheitsdienst

"Sie haben mich zum Verräter gemacht ..."

"Sie waren es, die mich zum Verräter gemacht haben", resümiert Raimund Wegner nach seiner Akteneinsicht. Auch wenn die Übeltäter nun beim Namen genannt werden können, bittere Enttäuschung schwingt dennoch in seinen Worten mit. Sie, das waren Stasi-Offiziere aus der Bezirksverwaltung des MfS in Schwerin, die 1983 gegen den jungen Mann einen Operativen Vorgang (OV) unter dem Decknamen "Pfleger" eröffneten und als eine der ersten Maßnahmen gegen Wegner das Streuen eines Gerüchtes umsetzten.

Raimund Wegner war nach seiner Ausbildung als Krankenpfleger in Lobetal 1983 nach Schwerin zurückgekehrt. Wie dort wollte er auch hier in der Friedensarbeit mitarbeiten. Aber es gelang ihm nicht. Auf einer Veranstaltung während der Friedensdekade im November 1983 in Güstrow wurde ihm der Grund bekannt. Die Teilnehmer warfen ihm vor, dass er für die Staatssicherheit als Spitzel arbeiten würde. Das Gerücht, das über inoffizielle Mitarbeiter in kirchliche Kreise getragen worden war, verbreitete sich schnell und erzielte im Ergebnis genau das, was das MfS erwartet hatte. Eine IM mit dem Decknamen "Christine" berichtete ihrem Führungsoffizier nach einem Zusammentreffen mit Wegner: "Diese Meinung wurde [...] auch in Schwerin bekannt. Daraus resultiert eine allgemeine Ablehnung seiner Person. Er würde jetzt völlig aus der Friedensarbeit aussteigen. Dabei spielt er den Märtyrer – von allen verachtet, abgelehnt und missverstanden. Für sich sieht er keine Chance, dort in der bisherigen Arbeit weiterzuarbeiten. Bei seinem Besuch eröffnete ich ihm, dass er bei mir, wenn die Sache so liege, auch keine andere Haltung erwarten kann. Aus Sicherheitsgründen müsse ich ihm misstrauen."[18] Die IM "Christine", die im OV "Pfleger" eingesetzt war und sich zu einer vermeintlich guten Freundin Wegners entwickelt hatte, unterstützte mit ihren Bemerkungen die Verdächtigungen. Raimund Wegner war damals von "Christine" enttäuscht, weil er sich von ihr Rat und Beistand erhofft hatte, sie aber genau das Gegenteil tat.

Heute weiß er, warum. Die Verleumdungen, von denen er erst erfuhr, als sie sich schon längst in den Köpfen seiner Freunde und politischen Mitstreiter verfestigt hatten, trafen Wegner persönlich schwer: "Ich konnte ja nicht das Gegenteil beweisen. Ich war völlig ohnmächtig. Ich habe Freunde verloren und mich nicht mehr auf die Straße getraut."[19] Raimund Wegner zog sich aus der Friedensarbeit zurück, und die MfS-Offiziere in Schwerin verbuchten einen Zersetzungserfolg aufgrund einer von ihnen ausgelösten Desinformation, die nachhaltig in einem Gerücht wirkte.

Im Oppositionsmilieu operierten die MfS-Offiziere auffallend häufig mit dem Gerücht, dass Personen für den Staatssicherheitsdienst arbeiten würden. Dass es dort eingesetzt wurde, lag nahe. Zum einen lebte man in der DDR-Diktatur in einer Atmosphäre des Misstrauens, der sich kaum jemand entziehen konnte; erst recht nicht, wenn man sich gegen den Staat engagierte und der Gegenwart des Staatssicherheitsdienstes gewärtig sein musste. Zum anderen war das Streuen eines solchen Gerüchtes im Oppositionsmilieu besonders niederträchtig, weil es ausgerechnet gegen die Menschen eingesetzt wurde, die sich in ihrem Engagement auch gegen die Arbeit des Staatssicherheitsdienstes auflehnten und dafür hohe persönliche Risiken in Kauf nahmen: Sie wurden zum Spitzel gemacht und des Verrats bezichtigt, obwohl dies ihren innersten Überzeugungen und Moralvorstellungen zutiefst widersprach.

Im Fall des bekannten thüringischen Jugendpfarrers Walter Schilling sicherte sich der Staatssicherheitsdienst gleich in mehrfacher Hinsicht ab, um ihn in Verruf zu bringen. Am 15. September 1976 schlug Hauptmann Rohrbach von der Kreisdienststelle des MfS in Rudolstadt vor, Walter Schilling zu einem Gespräch in die Dienststelle des MfS vorzuladen und ihn beim Betreten des Gebäudes zu fotografieren, "um bei späteren, eventuell negativen Ausfällen des Pfarrers kompromittierendes Material in den Händen zu haben". "Andererseits", so Rohrbach, "ist die Möglichkeit zu prüfen, auch einen Besuch des MfS bei Schilling in seiner Pfarrgemeinde fotografisch zu dokumentieren, da er bei allen bisherigen Gesprächen den Mitarbeiter an seinen PKW begleitete und so durchaus die Möglichkeit der fotografischen Dokumentation gegeben ist. Weiterhin ist zu prüfen, ihn an seinem Geburtstag mit einem entsprechenden Besuch zu beehren und nach Abstimmung mit der Abteilung XX/4 [im MfS zuständig für die "Bearbeitung" der Kirchen] zu gewährleisten, dass zu diesem Zeitpunkt ein Pfarrer den Besuch des MfS bei Schilling feststellt und entsprechend in der Öffentlichkeit auswertet."[20]

Überwachungsfotos von Walter Schilling beim Betreten der MfS-Dienststelle in Rudolstadt am 23.11.1976.Überwachungsfotos von Walter Schilling beim Betreten der MfS-Dienststelle in Rudolstadt am 23.11.1976. (© BStU, MfS, BV Gera AKG 3003, Bd. 17)
Überwachungsfotos von Walter Schilling beim Betreten der MfS-Dienststelle in Rudolstadt am 23.11.1976Überwachungsfotos von Walter Schilling beim Betreten der MfS-Dienststelle in Rudolstadt am 23.11.1976 (© BStU, MfS, BV Gera AKG 3003, Bd. 17)
All diese Maßnahmen wurden umgesetzt. In Schillings Akte fanden sich verschiedene Fotos, die ihn beim Betreten der MfS-Dienststelle und der Begrüßung durch einen MfS-Offizier zeigten. Über diese Fotos wurde er als Spitzel des MfS diskreditiert. Auch zu seinem 50. Geburtstag suchten MfS-Mitarbeiter Schilling auf. Sie übergaben ihm einen Blumenstrauß und ein Präsent, während eine Reihe von Gästen an der Kaffeetafel saß. Wie beabsichtigt, erhärtete sich der Spitzelverdacht gegen Walter Schilling durch den persönlichen Aufenthalt der MfS-Mitarbeiter Rohrbach und Schrodetzki im Pfarrhaus. Das MfS wertete die Aktion als Erfolg, weil das Gerücht bei einigen Zweifel an der Integrität des Pfarrers hervorrufen konnten. Allerdings nahmen die Menschen, von denen Schilling eng umgeben war, dies nicht ernst und erkannten die Absichten des MfS.[21]

Überwachungsfotos von Walter Schilling beim Betreten der MfS-Dienststelle in Rudolstadt am 23.11.1976Überwachungsfotos von Walter Schilling beim Verlassen der MfS-Dienststelle in Rudolstadt am 23.11.1976 (© BStU, MfS, BV Gera AKG 3003, Bd. 17)
Überwachungsfotos von Walter Schilling beim Verlassen der MfS-Dienststelle in Rudolstadt am 23.11.1976.Überwachungsfotos von Walter Schilling beim Verlassen der MfS-Dienststelle in Rudolstadt am 23.11.1976. (© BStU, MfS, BV Gera AKG 3003, Bd. 17)
Ein ähnliches Vorgehen des Staatssicherheitsdienstes zeigte sich im Vorgang "Pegasus", der sich unter anderem gegen Siegfried Reiprich richtete. Im Mai 1976 entwarfen die Mitarbeiter der Kreisdienststelle Jena, Major Mittenzwei und Oberstleutnant Horn, eine Konzeption "zur schrittweisen Realisierung des OV 'Pegasus' durch politisch-operative Zurückdrängungs-/Zersetzungsmaßnahmen gegen die im OV bearbeitete Personengruppierung". Konkret ging es um die Verbreitung der Falschinformation, dass Reiprich ein Spitzel sei.[22] Die Kreisdienststelle plante die Veröffentlichung einer Fotomontage in einer "befreundeten Zeitung", die Reiprich mit einem im Jena bekannten Mitarbeiter des MfS zeigen sollte, "wobei das Motiv des Bildes zur Aussage 'Frühling in Jena' o. ä. passt." Dieses Foto sollte dann anschließend an die anderen im Operativen Vorgang "Pegasus" verfolgten Personen und an Berliner Freunde anonym verschickt werden. Um den Spitzelverdacht gegen Siegfried Reiprich gewissermaßen zu erhärten, beabsichtigten die MfS-Offiziere Mittenzwei und Horn auch "eine 'unvorsichtige' Treffbestellung." Das bedeutete in der Praxis: MfS-Mitarbeiter kontaktierten politische Gegner an belebten Plätzen und täuschten Vertraulichkeit vor, um eine Zusammenarbeit zu suggerieren. So detailliert der Plan von den beiden Offizieren der Kreisdienststelle auch schon ausgearbeitet war, er wurde letztlich nicht in die Praxis umgesetzt. Warum dies nicht geschah, geht aus der Akte nicht hervor. Vermutlich sah die Kreisdienststelle des MfS in Jena eine andere Variante als effizienter an, die kurz darauf gegen Siegfried Reiprich zum Einsatz kam und dasselbe Ziel verfolgte.

Als im November 1976 mehrere Personen aus dem OV "Pegasus" verhaftet wurden, ließ die Kreisdienststelle des MfS in Jena Reiprich bewusst außen vor. Die Offiziere inhaftierten ihn nicht und holten ihn auch zu keinem Verhör, obwohl er dieser Gruppierung angehörte. Da Reiprichs Freunden das differenzierte Vorgehen der Organe suspekt war, verdächtigten sie ihn bald als Spitzel. Der Plan der Staatssicherheit ging auf. Den Inhaftierten indessen erzählten die Vernehmungsoffiziere in der Untersuchungshaftanstalt, dass Reiprich sie verraten habe.[23] So begannen auch sie, an seiner Integrität zu zweifeln. Als die Verhafteten später ohne Prozess in den Westen abgeschoben wurden, bekundeten sie ihren Verdacht gegenüber Reiprich in der Öffentlichkeit. Das Gerücht über Siegfried Reiprich löste sich erst auf, als die MfS-Akten geöffnet wurden.

Die Verbreitung des Gerüchtes, dass Personen für den Staatssicherheitsdienst arbeiten würden, erfolgte in der personenbezogenen Arbeit unterschiedlich, wie die drei Beispiele zeigen. So bildeten etwa auch die gegenüber politischen Gegnern kurz nacheinander initiierten Vorladungen zum MfS, die mit vorgetäuschten Werbungsversuchen verbunden waren, einen geeigneten Nährboden für Verdächtigungen. Die Isolierung und Verunsicherung von politischen Gegnern über das dosiert gestreute Gerücht einer Spitzeltätigkeit war im Rahmen von Maßnahmen der Zersetzung typisch. Zwar konnte das MfS nicht immer Erfolge hinsichtlich ihrer sozialen Wirkung verzeichnen, die Gerüchte bremsten aber zumindest die Aktivitäten der Betroffenen, weil diese sich mit der Abwehr der Unterstellungen zu beschäftigen hatten.


Fußnoten

18.
Privatarchiv Raimund Wegner, MfS, AOP 834/84, Bd. 3, Bl. 162.
19.
Interview d. Vf. m. Raimund Wegner.
20.
Einschätzung der Person des Pfarrers S. [...] – Vorschlag für weitere Maßnahmen, 15.9.1976, MDA, MfS, AKG 003003, S. 4.
21.
Niederschrift über den Besuch [...] bei Pfarrer S. anlässlich seines 50. Geburtstages, o. D., MDA, MfS, AKG 003003.
22.
Konzeption zur schrittweisen Realisierung des OV 'Pegasus' [...], 4.5.1976, MDA, MfS AOP 740/77, S. 4.
23.
Jürgen Fuchs, Landschaften der Lüge (II), in: Der Spiegel, 48/1991, S. 89.

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