Beleuchteter Reichstag
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19.3.2013 | Von:
Günter Riederer

Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945

Günter Riederer wirft einen Blick auf die Anfänge der Stadt Wolfsburg vom nationalsozialistischen Musterprojekt bis in die Nachkriegsjahre und stellt fest: Die Geschichte der Stadt ist in der Frühzeit ihrer Entwicklung über weite Strecken die Geschichte ihrer Lager.
Gesamtbebauungsplan "Die Stadt des KdF-Wagens, unter der Leitung des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt, entworfen von Architekt Peter Koller"; Maßstab 1:30.000, entstanden im Frühjahr 1938Gesamtbebauungsplan "Die Stadt des KdF-Wagens, unter der Leitung des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt, entworfen von Architekt Peter Koller"; Maßstab 1:30.000, entstanden im Frühjahr 1938 (© Stadt Wolfsburg, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation)
Im Sommer des Jahres 1950 veröffentlichte das damals noch junge Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" eine mehrteilige Serie mit dem Titel "Porsche von Fallersleben. Geschichte eines Automobils". Darin wurde der kometenhafte Aufstieg des Volkswagenwerkes und seine besondere Vorgeschichte als nationalsozialistisches Prestigeprojekt der Massenmotorisierung erzählt. Der fünfte und letzte Teil der Artikelserie widmete sich ausführlich den Lebensbedingungen in der dem Werk zur Seite gestellten Stadt. Im typischen "Spiegel"-Jargon wurde über Wolfsburg reißerisch als von einer "Stadt Klondyk, der mißratenen Menschenplantage, dem politischen Gomorra der zweiten Republik" gesprochen.

Mit eindringlichen Worten beschrieb der Verfasser das provisorische Erscheinungsbild der Stadt: Die Wohnbautätigkeit sei Anfang der 1940er Jahre kriegsbedingt weitgehend eingestellt worden, und das von überdimensionierten Betonstraßen durchzogene Wolfsburger Siedlungsgebiet gleiche einem Torso. Zwischen dieser "Abraumlandschaft" lägen die "Barackenstädte der 11.000 Fremdarbeiter aus Italien, Polen, Frankreich und Jugoslawien". Nach deren Befreiung und Abtransport bevölkere nun eine eigenwillige Mischung aus Versprengten die Baracken der Lager - Flüchtlinge aus dem Osten, Displaced Persons (DPs) und ehemalige kriegsgefangene Wehrmachtsangehörige. Ihr trostloses Dasein führte den Verfasser des Artikels zu den zeitgenössisch weit verbreiteten Befürchtungen vom gesellschaftszersetzenden Charakter dieser Art der Unterbringung. Und in Anspielung auf die sittliche Verwahrlosung und moralische Verwilderung, die das Lagerleben angeblich nach sich zog, endet der Absatz mit dem traurigen Hinweis: "In Wolfsburg hat die Liebe kein Dach über dem Kopf."[1]

Mit erstaunlicher Deutlichkeit umreißen diese Aussagen die Lebensrealität und den alltäglichen Erfahrungshorizont der damaligen Bewohner Wolfsburgs. Zugespitzt lässt sich formulieren: Die Geschichte der Stadt ist in der Frühzeit ihrer Entwicklung über weite Strecken die Geschichte ihrer Lager. Trotz des sich rasant entwickelnden Wirtschaftswunders gehörte das Lagerdasein in Wolfsburg zu einer weit verbreiteten Lebensform. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Beginn des eigentlichen Stadtaufbaus blieb Wolfsburg zunächst eine Barackenstadt.

Die nationalsozialistische Musterstadt wird geplant

Am 31. Dezember 1937 lebten - verteilt auf die beiden Landgemeinden Heßlingen und Rothehof-Rothenfelde - genau 857 Einwohner auf dem Gebiet des späteren Wolfsburg.[2] Die Population des dünn besiedelten Ackerlandes an der sanft in die norddeutsche Tiefebene auslaufenden Hügellandschaft am Mittellandkanal sollte sich allerdings rasch vergrößern: Im Zusammenhang mit der Suche nach einem geeigneten Standort für den Bau einer großen Automobilfabrik, mit der die Nationalsozialisten die Massenmotorisierung der deutschen "Volksgemeinschaft" erreichen wollten, stießen die Planer auf die Gegend des heutigen Wolfsburg. Die verkehrstechnisch günstige Lage bot gute Voraussetzungen für ein solches Unternehmen, das im wahrsten Sinne des Wortes auf der "grünen Wiese" geplant wurde.[3]

Nach dem Willen der Stadtplaner sollte an die Seite der Autofabrik nicht eine Werkssiedlung als bloßer Fortsatz oder Anhängsel des Volkswagenwerkes treten. Die am 1. Juli 1938 durch eine Verordnung des Oberpräsidenten der Provinz Hannover gegründete "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben" war als eine mittelgroße Kommune geplant, entworfen für 90.000 Einwohner mit allen Einrichtungen, wie sie für eine funktionierende städtische Infrastruktur nötig waren. Schon auf dem ersten im Frühjahr 1938 von dem Architekten Peter Koller erstellten Gesamtbebauungsplan ist die bis heute vorherrschende räumliche Zweiteilung deutlich zu erkennen: Nördlich von Eisenbahnlinie und Mittelandkanal liegen die Hallen des Volkswagenwerkes, südlich davon die ringförmig angelegte Stadt, mit einer sogenannten Stadtkrone auf einer Anhöhe im Zentrum, die monumentale Parteibauten beherbergen sollte.

Mit der peripheren Lage dieser Industriegründung abseits der großen industriellen Ballungszentren war aber auch klar, dass die Arbeitskräfte für den Aufbau von Werk und Stadt nicht aus dem unmittelbaren Umfeld kommen konnten, sondern vielmehr von außen zugeführt werden mussten. Die Unterbringung der Beschäftigten der im Stadt- und Werksaufbau tätigen Firmen in einem zentral gelegenen "Gemeinschaftslager" stellte also keine Besonderheit dar und war wegen der nicht vorhandenen baulichen Substanz puren Notwendigkeiten geschuldet.[4]

Schon früh trat ein Mangel an Arbeitskräften auf. Im September 1938 wurden die fehlenden Kapazitäten zunächst mit Arbeitern aufgefüllt, die von der faschistischen italienischen Schwesterorganisation der Deutschen Arbeitsfront (DAF), der "Confederazione Fascista dei Lavoratori dell’Industria (CFLI), gestellt wurden, und die ebenfalls in den Baracken des "Gemeinschaftslagers" untergebracht waren.

Die Stadt als Torso

Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und die darauf folgende Eingliederung des Volkswagenwerkes in die Rüstungswirtschaft ließen dann ein betriebliches System der Zwangsarbeit entstehen. Polnische Frauen, Militärstrafgefangene, sowjetische Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge waren diskriminierenden Arbeits- und Lebensbedingungen ausgesetzt.[5]

In der Folge begannen die Baracken zu wuchern und das Bild der entstehenden Stadt wurde von einer Vielzahl verschiedener Lager mit unterschiedlichen Funktionen geprägt. Den Kern der Barackenstadt bildete das bereits erwähnte "Gemeinschaftslager", das südlich unmittelbar an die Bahnlinie Berlin-Hannover und den Mittellandkanal anschloss. Dort waren zunächst deutsche und italienische Arbeitskräfte untergebracht, die am Aufbau von Werk und Stadt mitwirkten. Später wurde dieser Bereich auch mit französischen, niederländischen und belgischen Zivilarbeitern bzw. Kriegsgefangenen belegt. Daneben bestand das streng bewachte, mit hohen stacheldrahtbewehrten Zäunen gesicherte "Ostlager", in dem Zwangsarbeiter aus Osteuropa untergebracht waren. Zentrale Einrichtungen der Stadtverwaltung sowie verschiedene Schulen befanden sich ebenfalls provisorisch in Baracken.

Über den gesamten Stadtbereich verstreut existierten weitere Wohnlager wie beispielsweise das Reislinger Lager, das von deutschen Arbeitern mit ihren Familien bewohnt wurde, oder das Lager Hohenstein, in dem zur Schulung abkommandierte SS-Männer untergebracht waren. Eine besondere Bedeutung in dieser Lagerlandschaft kam dem außerhalb des unmittelbaren Stadtkerns liegenden Laagberg-Lager zu, in dem seit Mai 1944 800 Häftlinge aus dem KZ Neuengamme unter menschenunwürdigen Umständen untergebracht waren.[6]

Die hochtrabenden Pläne einer nationalsozialistischen Mustersiedlung mit Aufmarschplätzen, komfortablen Siedlungshäusern und modern ausgestatteten Stadtwohnungen waren nur in kümmerlichen Ansätzen verwirklicht worden. Steinbauten beschränkten sich im wesentlichen auf die für die Führungskräfte des Werkes geplante und gebaute Waldsiedlung Steimker Berg, den Bereich Schillerteich und den Stadtteil Wellekamp. Von den 24.000 geplanten Wohneinheiten waren Ende 1944 knapp 3.000 Wohnungen fertiggestellt.[7] Die "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben" stellte sich - komplementär zu ihrem provisorischen Titel - als hässlicher Komplex von Barackenlagern dar, in denen bei Kriegsende um die 15.000 Menschen hausten.

Das Leben in der "Lagerstadt" nach 1945

"Stadtplan eines Teilgebietes der Stadt des KdF-Wagens", Stand vom Oktober 1941, Maßstab 1:10.000, mit den Stadtteilen Wellekamp, Schillerteich und Steimker Berg sowie Barackenlagern"Stadtplan eines Teilgebietes der Stadt des KdF-Wagens", Stand vom Oktober 1941, Maßstab 1:10.000, mit den Stadtteilen Wellekamp, Schillerteich und Steimker Berg sowie Barackenlagern (© Stadt Wolfsburg, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation)
Nach der Befreiung leerten sich im Frühsommer 1945 die Lager, um kurze Zeit später gleich wieder gefüllt zu werden. Die Alliierten nutzten die ehemaligen Baracken als Lager zur Unterbringung von Flüchtlingen und Displaced Persons (DPs). Wolfsburg wurde zum Sammelpunkt und zur Durchgangsstation für viele Displaced Persons, die aus ganz Norddeutschland hier zusammengezogen wurden. Die topografische Situation hatte sich im Vergleich zu dem Plan von 1941 in ihrem Kern nicht wesentlich geändert. Wolfsburg - wie die ehemalige "Stadt des KdF-Wagens" mittlerweile auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 25. Mai 1945 hieß - war als Stadt kaum existent, die eigentliche Wohnbebauung beschränkte sich auf einige wenige Häuserzeilen, einzig die Lager waren umbenannt und mit neuen Namen versehen: Auf dem Gebiet des heutigen Innenstadtbereichs befanden sich das "C-", "D-" und "E-Camp", das ehemalige "Gemeinschaftslager", daran schlossen sich das "F-" und "G-Camp", das ehemalige "Ostlager", an. Außerhalb des unmittelbaren Stadtkerns lagen des Laagberg-Lager als "A-Lager", das kleinere Hohenstein-Lager, das nun als "B-Camp" firmierte, und das Reislinger Lager bei den Baracken des Stadtkrankenhauses.

Das Leben im Provisorium stellte im Wolfsburg der unmittelbaren Nachkriegszeit den Normalfall der Unterbringung dar, und folgerichtig existierte in der Stadt ein ständiger Erzählstrom über das Lager. Der in der Forschung bisweilen geäußerte Eindruck vom Lagerdasein als einem tabuisierten Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte trifft auf die Stadt Wolfsburg definitiv nicht zu.[8] In der Publizistik, den Tageszeitungen, in Berichten über den Aufbau der städtischen Infrastruktur - immer wieder ist von Wolfsburg als der "halbwüchsigen Stadt" die Rede, vom Gemeinwesen, das den "Eindruck des Unvollendeten" hinterlasse.[9]

Obwohl ein Großteil der Baracken als sprechendes Symbol an die Zwangsarbeit im Volkswagenwerk erinnerte, wurden die Lager in der kollektiven Wahrnehmung der Stadtgesellschaft mit Nachkriegselend und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Ostgebieten in Verbindung gebracht. Moralische Bedenken gegenüber einer Weiternutzung der Lager und Baracken, in denen kurz zuvor KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter untergebracht waren, gab es keine. Stattdessen setzte sich unter der deutschen Bevölkerung der Stadt rasch eine Umkehrung der Vorstellung von Tätern und Opfern durch: Es gab Klagen über Beschädigungen und Plünderungen der Lager durch Displaced Persons und ehemalige Zwangsarbeiter, die angeblich wagenweise Einrichtungsgegenstände und Baumaterial abtransportierten.[10]

Unmittelbar nach Kriegsende waren sich Werk und Stadt in ihrem Wunsch einig, die noch in den Baracken lebenden ehemaligen Zwangsarbeiter und Displaced Persons, also die Hauptopfer der verbrecherischen NS-Wirtschaftspolitik, möglichst rasch loszuwerden. In einer Aktennotiz über eine Besprechung zwischen Vertretern der Stadt und des Werkes hieß es am 3. Juli 1945: "Weiterhin ist es sehr wesentlich, wenn es gelingen würde, sämtliche Fremdländer aus dem Gebiet der Stadt Wolfsburg hinauszunehmen, damit den im Arbeitsprozess eingesetzten deutschen Arbeitskräften die Gewähr gegeben ist, dass sie ihre Arbeit ungestört und unbelästigt durch Fremdländer ausführen können."[11]

Diesen Wünschen wurde von der britischen Militärregierung nicht nachgegeben. Wolfsburg entwickelte sich im ersten Übergangsjahr nach dem Krieg vielmehr zu einer Durchgangsstation für Displaced Persons, die zunächst in den ehemaligen Lagern zusammengefasst und von dort in ihre Heimatländer abtransportiert wurden. In einem Artikel der lokalen Presse hieß es 1950 aus der Rückschau auf diese Zeit: "Laufend rollten 1945 und im Frühjahr 1946 die großen amerikanischen Sattelschlepper nach dem Laagberg und brachten DPs von Berlin. Hier bei uns wurden diese Menschen aus aller Herren Länder gesammelt und anschließend in ihr Heimatland abtransportiert. (…) Ein buntes Völkergemisch strömte auf dem Laagberg zusammen, und das Lager hatte tatsächlich den Beinamen ‚Die Welt im Kleinen‘. Zu Zeiten, an denen Hochbetrieb im Lager herrschte, wurden mehr als vierzig Nationalitäten gezählt."[12]

LKW-Kolonne der UNRRA am Wolfsburger Bahnhof, im Hintergrund das Kraftwerk des VolkswagenwerksLKW-Kolonne der UNRRA am Wolfsburger Bahnhof, im Hintergrund das Kraftwerk des Volkswagenwerks (© Foto: Julie Engels)
An die Stelle von ehemaligen Zwangsarbeitern und Displaced Persons rückten spätestens seit Mitte des Jahres 1946 zunehmend deutsche Flüchtlinge aus dem Osten, deren Zuzug zunächst auf der Zuweisungspolitik der Behörden beruhte.[13] Aus Sicht der zuständigen Kommunalpolitiker, aber auch übergeordneter Regierungsstellen begannen sich die Lager zunehmend zu gefährlichen politischen Unruheherden zu entwickeln. Im Gegensatz zu anderen Kommunen fanden diese Befürchtungen in Wolfsburg allerdings einen ganz konkreten Anknüpfungspunkt: Bei den niedersächsischen Gemeinde- und Kreiswahlen am 28. November 1948 feierte die "Deutsche Rechts-Partei" mit einem Anteil von 64,3 Prozent der Stimmen einen ebenso überraschenden wie fulminanten Wahlsieg.[14] Aus dem politischen Nichts errang sie im bislang von den Sozialdemokraten dominierten Rat der Stadt die Mehrheit und stellte für kurze Zeit - bis zur Annullierung der Wahl aus formalen Gründen durch das zuständige Wahlprüfungsgericht im März 1949 - auch den Bürgermeister. Die Wahlerfolge einer Partei des organisierten Rechtsextremismus wurden außerhalb Wolfsburgs aufmerksam wahrgenommen. Die "Süddeutsche Zeitung" beispielsweise nahm den Ausgang der Wahl zum Anlass, um in einer längeren Reportage über die Lebenssituation in der jüngsten Stadt Deutschlands zu berichten. Der Verfasser des Artikels kam dabei zu einem niederschmetternden Ergebnis: Das Stadtbild Wolfsburgs werde von "kasernenartigen, schmucklosen Wohnblocks" bestimmt, die durchzogen seien "von ausgetretenen Fußpfaden und Splittergräben, bedeckt mit Gerümpel, Kaninchenställen und einzelnen Schrebergärten".[15]

Der Wahlsieg der Deutschen Rechts-Partei lässt sich nicht monokausal erklären, ein Motiv für das auffällige Wahlverhalten in Wolfsburg war aber sicher die dort herrschende dramatische Wohnungsnot. Das Leben in dieser Stadt gestaltete sich beschwerlicher als anderswo: Zahlreiche Ämter der Stadtverwaltung waren in Baracken untergebracht, nach und nach errichtete die Stadt Steinbauten für Schulen, und erst im August 1957 wurde der Neubau eines Bahnhofs erstellt. Selbst das bereits 1941 eröffnete städtische Krankenhaus war in Behelfsbauten untergebracht, ein Zustand, der auch nach dem Ende des Krieges noch längere Zeit anhielt. Erst im November 1955 nahm dann das neu gebaute, mit moderner medizinischer Technik ausgestattete Stadtkrankenhaus seinen Betrieb auf.

"Elendsquartiere" oder "freundliche Wohnsiedlung"?

Wie überall verlief auch in Wolfsburg das Leben in den Behelfsunterkünften nicht ohne Reibungen. Die Beschwerden über Konflikte unter den Bewohnern und über die unhaltbaren Zustände in den Lagern fanden immer wieder Eingang in die kommunale Verwaltung, mehrmals wurde die dortige Lebenssituation im Laufe der 1950er Jahre zum Gegenstand der Sitzungen des Rates. Im Dezember 1951 beispielsweise beschloss der Rat der Stadt auf Antrag der SPD-Fraktion eine Zuzugssperre in den verschiedenen Lagern aufgrund der dort herrschenden katastrophalen Wohnraumverhältnisse. Die "Elendsquartiere" müssten dringend beseitigt werden.[16] Auslöser der Ratsdebatte und des Beschlusses war ein Treffen des sogenannten "Siedlungsausschusses" des Reislinger Lagers, einem Vertretungsorgan der Bewohner des Lagers, mit Abgesandten aller im Rat vertretenen Parteien vor Ort. Der Ausschuss hatte dabei erfolgreich die Klagen über den schlechten baulichen Zustand der Baracken, die Forderung nach einer ausreichenden Beleuchtung in der Nacht und die drangvolle Enge durch die Überfüllung des Lagers vorgetragen.[17]

Drei Jahre später kam ein Bericht über eine Inspektion der Lager durch das Staatliche Gesundheitsamt in Gifhorn zu einem ebenfalls ernüchternden Ergebnis. Durch zunehmenden Zuzug sei eine weitere Überbelegung der Baracken eingetreten. Von Seiten der Bewohner bestünden "große Klagen (…) über Feuchtigkeit und rheumatische Erkrankungen". Im Falle des sogenannten "Gemeinschaftslagers" kam das Gesundheitsamt zu dem Fazit: "Das Lager ist durchweg als abbruchreif anzusehen und eine baldige Umsetzung der Bewohner notwendig."[18] Und in einer Ratssitzung im Juli 1956 wies Bürgermeister Nissen auf die moralische Verrohung der Wolfsburger Jugend hin: "Die Jugendlichen sind in der Regel allein schon dadurch gefährdet, daß die dünnen Holzwände jegliches Geräusch durchlassen und Kinder Zeuge von Szenen werden, die sie ihrem Alter gemäß noch nicht verkraften können."[19]

Andererseits gibt es aber Hinweise darauf, dass das Lagerleben in den frühen 1950er Jahren durch manche Bewohner der Baracken positiv wahrgenommen wurde. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang Fotografien, die spielende, lachende Kinder vor mit Blumen geschmückten Baracken zeigen. Diese Aufnahmen vermitteln eine Art Barackenidylle, in der die provisorische Lagerexistenz zum Erlebnis- und Erholungsaufenthalt verklärt wurde.

Barackenidylle in Wolfsburg in den 1950er JahrenBarackenidylle in Wolfsburg in den 1950er Jahren (© Aufnahme: Willi Luther)
Diese Wahrnehmung war zumeist abhängig von der ursprünglichen Verwendung der Lager, die zu beträchtlichen Unterschieden in der Beurteilung der dortigen Wohnverhältnisse führte. Das Lager für KZ-Häftlinge am Laagberg sowie das "Ostlager" unterschieden sich in äußerer Gestalt und Erhaltungszustand deutlich von dem bereits erwähnten Reislinger Lager, das vom nationalsozialistischen "Amt für Schönheit der Arbeit" eingerichtet worden war. Gerade für dieses Lager finden sich in den Quellen immer wieder positive Einschätzungen der dortigen Unterbringungssituation. In einem Artikel mit dem Titel "Wolfsburgs holzgebaute Vorstadt" heißt es im Februar 1950, dass aus dem ehemaligen Reislinger Lager "eine freundliche Wohnsiedlung mit weiß-grün gestrichenen Häuschen" geworden sei, alles in allem eher eine schöne Vorstadt als ein finsteres Lager, die mehr als "kleine Sommerfrische" wahrgenommen wurde.[20]

Kurioserweise war im speziellen Fall von Wolfsburg diese Art der Unterbringung aber gerade nicht den unmittelbaren Kriegsschäden geschuldet. Die Zerstörungen an der Bausubstanz durch Bombenangriffe waren marginal, zumal eine funktionierende Stadt vor 1945 überhaupt nicht existiert hatte. Der unfertige Charakter war tatsächlich eine Folge des gescheiterten Stadtaufbaus im Nationalsozialismus. Die am Reißbrett geplante NS-Mustergemeinde fiel gewissermaßen der Lebensraumpolitik im Osten zum Opfer. Bei allen Beschwerden war eines in Wolfsburg nicht der Fall - und damit unterscheidet sich die dortige Situation von den Erfahrungen anderer Städte: Ein Ausschluss aus einer eingesessenen Stadtgesellschaft war mit der Tatsache, in einem Lager zu leben, nicht verbunden, weil diese in der "Stadt des KdF-Wagens" schlichtweg nicht existiert hatte. Da es vor 1938 keine nennenswerte "autochthone" Bevölkerung gegeben hatte, fiel das Übergewicht der Flüchtlinge, die im Jahr 1951 bei einer Gesamtbevölkerung von 28.002 Personen einen Anteil von 10.327 Personen ausmachten (36,88 Prozent), nicht so sehr ins Gewicht wie in anderen Kommunen.[21] In Wolfsburg war das Flüchtlingsschicksal kein Alleinstellungsmerkmal, sondern stellte aufgrund der besonderen Umstände der Stadtgründung und der Entwicklung in der Nachkriegszeit den Normalfall kommunaler Sozialisation dar - oder, wie es der "Spiegel" in einem Bericht über die Folgen des Rechtsruckes in der Kommunalwahl vom November 1948 auf den treffenden Punkt brachte: "Jeder ist in Wolfsburg ein Fremder, jeder in der für 90.000 geplanten Stadt."[22] Dabei sind die "Fremden" des Jahres 1948 - Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus den ehemals deutschen Gebieten im Osten - deutlich zu unterscheiden von den sogenannten "Fremdländischen" vor 1945, mit denen die Nationalsozialisten Zwangsarbeiter bezeichneten.

Das Verschwinden der Baracken

Mit dem rasant fortschreitenden wirtschaftlichen Aufschwung wurde die Unterbringung in Behelfsunterkünften zunehmend zu einem Problem. Die Dynamik des Wirtschaftswunders und das Aufstiegsstreben waren mit dem Leben in Baracken nicht mehr in Einklang zu bringen. Kommunale Verwaltungen versuchten mit Hilfe von sogenannten Barackenräumprogrammen und einer umfangreichen Wohnbauförderung der Lagerrealität entgegenzuwirken - ein Vorgehen, dem sich auch die Wolfsburger Stadtverwaltung seit Mitte der 1950er Jahre intensiv widmete.[23] In zahlreichen Sitzungen des Stadtplanungsamtes wurden "Dringlichkeitslisten" erstellt, nach denen der Abbruch einzelner Baracken festgelegt wurde.[24] Darüber hinaus entstanden zahlreiche neue Wohnquartiere, und viele Baracken wurden von Neubauten verdrängt. Waren im Jahr 1955 noch 899 Familien in Barackenwohnungen untergebracht, reduzierte sich diese Zahl im Jahr 1964 auf 86 Familien.[25] Neben den von städtischer Seite initiierten Wohnbauprogrammen nahm das prosperierende Volkswagenwerk die Unterbringungsfrage seiner Beschäftigten selbst in die Hand: Eine im Januar 1953 eigens gegründete Wohnungsbaugesellschaft errichtete für die Arbeiter des Werkes fehlende Wohnungen und griff auf diese Weise zugleich indirekt in die Stadtplanung ein.[26]

Die Barackenräumprogramme und die Maßnahmen zur Beschaffung von Wohnraum erwiesen sich als überaus erfolgreich. Das Wachstum der Stadt war in dieser Zeit von einer unglaublichen Dynamik geprägt. Mit den großen Wohnquartieren Detmerode und Westhagen, die als Trabantensiedlungen außerhalb des Stadtkerns entstanden, wurde Wolfsburg der Weg zur Großstadt geebnet.[27]

"Urbanität durch Dichte" - Der Wolfsburger Stadtteil Detmerode in einer Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1968"Urbanität durch Dichte" - Der Wolfsburger Stadtteil Detmerode in einer Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1968 (© Wolfgang Muthesius)
Damit markieren die 1960er Jahre tatsächlich den Endpunkt der Geschichte der "Barackenstadt" Wolfsburg. Eine neue Ära der Stadtentwicklung mit neuen, anders gelagerten Aufgaben begann, wie der Einrichtung einer Fußgängerzone im Zentrum oder der Vorbereitung der Großstadtwerdung Wolfsburgs durch eine im Jahr 1972 durchgeführte Gebietsreform. Im Dezember 1969 konnte Rüdiger Recknagel, der in seiner Amtszeit als Stadtbaurat zwischen 1960 und 1970 den Aufbau der Stadt wesentlich mitgestaltet hat, in seiner Abschiedsrede darauf hinweisen, dass "Ende der 1950er Jahre (…) bei der Namensnennung der Volkswagenstadt noch die Klischeevorstellung von der Dominante der Baracken" gegolten hätte. Mancher Besucher habe inzwischen aber sein Vorurteil revidiert und nehme erstaunt zur Kenntnis, dass diese Stadt ihr Gesicht verändert habe.[28] Überlegungen wie diese zeigen, dass das Verschwinden der Baracken tatsächlich das Ende einer Epoche markiert. Damit vollzieht sich auch in Wolfsburg die Historisierung der Baracke und des Lagers. Zugespitzt heißt es in einem Artikel der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" vom 30. März 1961 anlässlich des Abrisses der letzten Baracke des Reislinger Lagers, dass "ein Stück Wolfsburger Pioniergeschichte ad akta gelegt" worden sei.[29] Die sichtbaren Reste aus der Zeit des Stadtaufbaus und des Krieges verschwanden und für die nächsten beiden Jahrzehnte, bis etwa Mitte der 1980er Jahre senkte sich auch in Wolfsburg - und hier spiegelt die Stadt allgemeine Tendenzen der Entwicklung in der Bundesrepublik wider - der Schleier des Vergessens über die Erinnerung an die Lager und ihre ursprünglichen Funktionen. Die Zeit des jahrelang auch am Mittellandkanal vorzufindenden "Homo barackensis" war damit auch in Wolfsburg zu Ende.[30]

Zitierweise: Günter Riederer, Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945. In: Deutschland Archiv Online, 19.3.2013, Link: http://www.bpb.de/156714
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Fußnoten

1.
Porsche von Fallersleben. Geschichte eines Automobils, in: Der Spiegel, Nr. 18, 4.5.1950, S. 21-26; Nr. 19, 11.5.1950, S. 28-33; Nr. 20, 18.5.1950, S. 21-27; Nr. 21, 25.5.1950, S. 22-28; Nr. 22, 1.6.1950, S. 21-26. Die Zitate finden sich in Nr. 22, 1.6.1950, S. 22f.
2.
Statistisches Jahrbuch der Stadt Wolfsburg 1978, S. 9.
3.
Siehe zur Geschichte der Stadtgründung z.B. Marie-Luise Recker, Die Großstadt als Wohn- und Lebensbereich im Nationalsozialismus. Zur Gründung der 'Stadt des KdF-Wagens', Frankfurt am Main/New York 1981 oder Klaus-Jörg Siegfried, Wolfsburger Stadtgeschichte in Dokumenten. Entstehung und Aufbau 1938-1945, Wolfsburg 1982.
4.
Siehe dazu in einem größeren Zusammenhang ausführlich Manfred Grieger, Zuwanderung und junge Industriestadt. Wolfsburg und die Migranten seit 1938, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 81 (2009), S. 177-221.
5.
Siehe dazu ausführlich Klaus-Jörg Siegfried, Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939 bis 1945. Eine Dokumentation. Frankfurt am Main/ New York 1986; Ders., Das Leben der Zwangsarbeiter im Volkswagenwerk 1939-1945. Frankfurt am Main/ New York 1988; Hans Mommsen und Manfred Grieger, Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich. Düsseldorf 1996.
6.
Zum Laagberg-Lager ausführlich Manfred Grieger, Wolfsburg-„Laagberg“, in: Wolfgang Benz/Barbara Distel (Hg.), Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Bd. 5: Hinzert, Auschwitz, Neuengamme, München 2007, S. 551-555.
7.
Marie-Luise Recker, Wolfsburg im Dritten Reich. Städtebauliche Planung und soziale Realität, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 65 (1993), S. 17-31, hier S. 30.
8.
Siehe dazu etwa Mathias Beer, Lager als Lebensform in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Zur Neubewertung der Funktion der Flüchtlingswohnlagern im Eingliederungsprozeß, in: Jan Motte/ Rainer Ohliger/ Anne von Oswald (Hg.), 50 Jahre Bundesrepublik – 50 Jahre Einwanderung. Nachkriegsgeschichte als Migrationsgeschichte, Frankfurt am Main/ New York 1999, S. 56-75, hier S. 65.
9.
So etwa der damalige Leiter der Werbeabteilung des Volkswagenwerkes: Oskar Herbert Hahn, Die halbwüchsige Stadt, in: Gute Fahrt. Die Zeitschrift für den Volkswagenfahrer, Oktober 1950, Heft 1, S. 8-10.
10.
Siehe z.B. Vermerk Quartiermeister, 26.6.1945, Stadtarchiv Wolfsburg (im folgenden abgekürzt als StA WOB) HA 2491.
11.
Aktennotiz Schmidt-Depas, 3.7.1945, StA WOB HA 2800, Bd. I.
12.
Wird Wolfsburg besetzungsfrei? Aus turbulenten Tagen - Die "Kleine Welt" am Laagberg, in: Wolfsburger Nachrichten, 28/29.1.1950, S. 5.
13.
Zur Flüchtlingsfrage in Wolfsburg siehe Grieger, Zuwanderung und junge Industriestadt (Anm. 4), S. 188-198 bzw. Monika Uliczka, Berufsbiographie und Flüchtlingsschicksal. VW-Arbeiter in der Nachkriegszeit, Hannover 1993.
14.
Siehe dazu ausführlich Günter J. Trittel, ‚Genossen, es gilt den Anfängen zu wehren…!’ Sozialdemokratie und Rechtsextremismus in der frühen Nachkriegszeit in Niedersachsen (1948-1955), in: Karsten Rudolph/ Christl Wickert (Hg.), Geschichte als Möglichkeit. Über die Chancen von Demokratie. Festschrift für Helga Grebing, Essen 1995, S. 270-289, hier v.a. 270-272.
15.
J.-A. Elten, Eine beschlagnahmte Stadt wählt Schwarz-Weiß-Rot. Merkwürdige politische Entwicklung in Wolfsburg - 17 Stadträte der "Deutschen Rechtspartei", in: Süddeutsche Zeitung, 22.1.1949, S. 3.
16.
So der Wortlaut im Protokoll der 2. ordentlichen Sitzung des Rates der Stadt vom 14.12.1951, StA WOB HA 2862.
17.
Reislinger Lager vor dem Winter. Ueberfüllung und schlechter Zustand der Baracken erfordern Abhilfe, in: Wolfsburger Nachrichten, 12.12.1951, S. 4.
18.
Auszug aus dem Bericht des Staatlichen Gesundheitsamtes in Gifhorn über die Besichtigung von Flüchtlingsunterkünften vom 10. Januar 1953, StA WOB HA 3153.
19.
Baracken sollen verschwinden, in: Braunschweiger Presse, 12.7.1956 (StA WOB HA 6411, Bd. I beigeheftet).
20.
Wolfsburgs holzgebaute Vorstadt. Die hellgrünen Häuschen der Reislinger Siedlung, in: Wolfsburger Nachrichten, 13.2.1950, S. 6.
21.
Der Anteil an Vertriebenen an der Gesamtbevölkerung blieb konstant hoch und erreichte im Jahr 1957 mit einem Anteil von 44,98 Prozent seinen höchsten Stand. Siehe zu den Zahlen Pressestelle der Stadtverwaltung (Hg.), Wolfsburg - Tatsachen und Zahlen. Angaben bis Ende 1964, Wolfsburg, o. J.
22.
Ueber alles in der Welt. In unsittlicher Weise, in: Der Spiegel, Nr. 11, 12.3.1949, S. 6-8, hier S. 7.
23.
Siehe in einem allgemeinen Zusammenhang: Oskar Schuster, Wohnlagerräumungen von 1953 bis 1971. Eine Zusammenstellung nach amtlichen Berichten, in: Der Fachberater für Vertriebene, Flüchtlinge, Kriegsgeschädigte 24 (1971), S. 274-280.
24.
Siehe z.B. Vermerk Stadtplanungsamt 20.3.1954, StA WOB HA 6411, Bd. I.
25.
Siehe zu den Zahlen Pressestelle der Stadtverwaltung (Hg.), Wolfsburg - Tatsachen und Zahlen. Angaben bis Ende 1964, Wolfsburg, o. J.
26.
Dazu ausführlich Ute Engelen, Betriebliche Wohnungspolitik im "fordistischen" Zeitalter. Das Volkswagenwerk in Wolfsburg und Automobiles Peugeot in Sochaux von 1944 bis 1979, in: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte 55 (2010), H. 2, S. 181-203.
27.
Zur Stadtplanung Wolfsburgs existieren mittlerweile zahlreiche Publikationen wie z.B. Ortwin Reichold (Hg.), ... erleben, wie eine Stadt entsteht. Städtebau, Architektur und Wohnen in Wolfsburg 1938-1998, Braunschweig 1998 oder Rosmarie Beier (Hg.), aufbau west - aufbau ost. Die Planstädte Wolfsburg und Eisenhüttenstadt in der Nachkriegszeit, Ostfildern-Ruit 1997.
28.
Dr. Rüdiger Recknagel: "Der Bürger hat mehr Zeit, seine Stadt zu benutzen." Abschiedsrede des Stadtbaurats, in: Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 18.12.1969, ohne Paginierung.
29.
Barackenräumung geht ständig weiter. Nur noch wenige Holzbehausungen an der Reislinger Straße - Wohnblocks wachsen nach, in: Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 30.3.1961, S. 9.
30.
So der viel zitierte Begriff bei Volker Ackermann, Homo Barackensis - Westdeutsche Flüchtlingslager in den 1950er Jahren, in: Ders./ Bernd-A. Rusinek/ Falk Wiesemann (Hg.), Anknüpfungen. Kulturgeschichte - Landesgeschichte - Zeitgeschichte. Gedenkschrift für Peter Hüttenberger, Essen 1995, S. 330-346.
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Autor: Günter Riederer für bpb.de
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Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, Überwachungsmonitore
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Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

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Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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