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Regel 1: Das Entscheidungsproblem identifizieren | bpb.de

Regel 1: Das Entscheidungsproblem identifizieren

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Am Anfang der politischen Urteilsbildung steht ein konkreter, für die Schüler und Schülerinnen interessanter und für sie bearbeitbarer Fall. Die Frage sollte dabei jeweils so zugespitzt werden, dass die Urteilenden zu einem Ja oder Nein, zu einem Pro oder Contra oder zu einer Auswahl unter Alternativen (wie z.B. bei der Bundestagswahl) aufgefordert werden.

Typische Fehler



  • Der Kern der Urteilsbildung wird verfehlt, wenn im Zentrum der Bemühungen um ein begründetes Urteil nicht ein Entscheidungsproblem steht, sondern eine Erkenntnisfrage von der Art: Was versteht man unter ...? Wie funktioniert...? Wie kam es dazu, dass ...? Die Urteilskompetenz der Urteilenden ist nur dann in umfassender Weise gefordert, und kann nur dann entsprechend aktiviert werden, wenn auch ein Entscheidungsproblem zur Entscheidung vorgelegt wird.

  • Die Urteilenden können sich nicht darauf einigen, angesichts eines größeren politischen Konfliktes ein näher zu kennzeichnendes konkretes Entscheidungsproblem herauszustellen, das sie gemeinsam bearbeiten und zur Entscheidungsreife bringen wollen. Man hält beispielsweise die Herausarbeitung größerer historischer oder systemtheoretischer Zusammenhänge und die Vermittlung von grundlegendem Wissen für wichtiger.

Fussnoten