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Schule in der DDR

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Das FDJ-Hemd – für Mädchen eine FDJ-Bluse – wurde wegen seiner Farbe auch "Blauhemd" genannt. Auf dem linken Ärmel befand sich das Emblem der FDJ, der Schriftzug mit einer aufgehenden Sonne. Das Blauhemd musste zu offiziellen Anlässen getragen werden, beispielsweise beim Fahnenappell, bei der Zeugnisübergabe oder am Tag der Republik, dem 7. Oktober.

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Die Freie Deutsche Jugend war die einzige zugelassene allgemeine Jugendorganisation in der DDR. Frei war sie aber nur dem Namen nach: Laut Pateidoktrin sollte sie "überparteilichen, demokratischen Charakter" haben, schrittweise wurde sie aber umgewandelt in die "sozialistische Jugendorganisation der DDR", die der SED als Nachwuchskader diente. Nichtmitglieder hatten beispielsweise bei der Zulassung zu weiterführenden Schulen oder bei der Berufswahl Nachteile zu befürchten.

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Fahnenappelle wurden mehrmals im Jahr zu bestimmten Anlässen wie dem Schuljahresanfang, zur Zeugnisvergabe oder zum Gedenken an berühmte Kommunisten gemeinsam mit allen Klassen auf dem Schulhof abgehalten. Je nach Schulleitung fanden sie mehr oder weniger häufig statt. Musik und Ansprachen waren fester Bestandteil der Appelle. Es wurde öffentlich gelobt, getadelt oder sich zu noch größeren Anstrengungen beim freiwilligen Ernteeinsatz verpflichtet.

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Ab der 7. Klasse sollte der Staatsbürgerkundeunterricht die Schülerinnen und Schüler zu staats- und parteitreuen Bürgern erziehen und ihnen die staatliche Ideologie vermitteln. Im Vordergrund stand das Bekenntnis zum Arbeiter-und-Bauernstaat, als den die DDR sich selbst sah, also die Überzeugung von der historischen Mission der Arbeiterklasse unter der Führung der marxistisch-leninistischen Partei.

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Im Wehrunterricht lernten die Schülerinnen und Schüler in vier Doppelstunden pro Schuljahr vor allem militärisches und politisches Wissen über die Nationale Volksarmee (NVA). Erst zum Ende der 9. Klasse nahmen die Jungen an Wehrkunde-, die Mädchen an Zivilverteidigungslagern teil, in denen die praktische Ausbildung vorgesehen war.

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Spontane Urlaube waren nur in die ČSSR möglich. Zwar standen den DDR-Bürgerinnen und -Bürgern als Reiseziele die Länder des Warschauer Paktes und Staaten mit sozialistischer oder kommunistischer Gesellschaftsordnung prinzipiell offen – also außer der ČSSR vor allem die Sowjetunion, Bulgarien, Polen, Rumänien und Ungarn. Allerdings durften die meisten Menschen auch in diese Länder nur mit einer speziellen Genehmigung ausreisen.

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In der DDR mussten 60 Prozent der gespielten Lieder aus sozialistischen Ländern stammen. Zeitweise waren die "staatlich geprüften Schallplattenunterhalter" sogar dazu verpflichtet, vor jedem Auftritt Titellisten bei der "Anstalt zur Wahrung der Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte auf dem Gebiet der Musik" (AWA) einzureichen.

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Nur rund 480.000 der 3,8 Millionen Menschen konnten legal ausreisen. Die meisten flohen illegal und unter großer Gefahr. Nach dem Bau der Mauer wurde ein Fluchtversuch noch gefährlicher, allein deswegen, weil die Grenzbefestigungen mit Selbstschussanlagen ausgestattet wurden. Republikflucht war in der DDR eine Straftat und Fluchtversuche wurden mit mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet. Viele Menschen starben beim Versuch, die DDR zu verlassen – zwischen 1949 und 1989 ließen insgesamt 1135 Menschen an der innerdeutschen Grenze ihr Leben.

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Aufgrund des immer größer werdenden Drucks der Bevölkerung hatte das DDR-Regime ein neues Reisegesetz erarbeitet. Es sollte uneingeschränkte Reisefreiheit gewähren und am 10. November 1989 in Kraft treten. Weil SED-Funktionär Günter Schabowski aber versehentlich schon am 9. November das "sofortige" Inkrafttreten des Gesetzes verkündete, strömten tausende Ostberliner am Abend spontan zu den Grenzübergängen und um Mitternacht war die Mauer "gefallen".

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Zeitzeugen können über unmittelbar Erlebtes berichten und das ist oft spannender, als Texte über ein Ereignis zu lesen. Allerdings sind ihre Berichte nur eine Perspektive auf das Geschehen. Deshalb sollten sie unbedingt kritisch und zusammen mit anderen Quellen betrachtet werden, weil Zeitzeugen zwar bei einem Ereignis dabei waren, aber trotzdem nicht alles dazu wissen können oder Vorgänge auf eine bestimmte Weise interpretieren.

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Ihre Auswertung

1. Wie nannte man das FDJ-Hemd umgangssprachlich?

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Das FDJ-Hemd – für Mädchen eine FDJ-Bluse – wurde wegen seiner Farbe auch "Blauhemd" genannt. Auf dem linken Ärmel befand sich das Emblem der FDJ, der Schriftzug mit einer aufgehenden Sonne. Das Blauhemd musste zu offiziellen Anlässen getragen werden, beispielsweise beim Fahnenappell, bei der Zeugnisübergabe oder am Tag der Republik, dem 7. Oktober.

2. Wofür standen die Buchstaben FDJ?

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Die Freie Deutsche Jugend war die einzige zugelassene allgemeine Jugendorganisation in der DDR. Frei war sie aber nur dem Namen nach: Laut Pateidoktrin sollte sie "überparteilichen, demokratischen Charakter" haben, schrittweise wurde sie aber umgewandelt in die "sozialistische Jugendorganisation der DDR", die der SED als Nachwuchskader diente. Nichtmitglieder hatten beispielsweise bei der Zulassung zu weiterführenden Schulen oder bei der Berufswahl Nachteile zu befürchten.

3. Der Fahnenappell war fester Bestandteil im Schulalltag der DDR. Er...

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Fahnenappelle wurden mehrmals im Jahr zu bestimmten Anlässen wie dem Schuljahresanfang, zur Zeugnisvergabe oder zum Gedenken an berühmte Kommunisten gemeinsam mit allen Klassen auf dem Schulhof abgehalten. Je nach Schulleitung fanden sie mehr oder weniger häufig statt. Musik und Ansprachen waren fester Bestandteil der Appelle. Es wurde öffentlich gelobt, getadelt oder sich zu noch größeren Anstrengungen beim freiwilligen Ernteeinsatz verpflichtet.

4. Was war das Ziel des Staatsbürgerkundeunterrichts?

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Ab der 7. Klasse sollte der Staatsbürgerkundeunterricht die Schülerinnen und Schüler zu staats- und parteitreuen Bürgern erziehen und ihnen die staatliche Ideologie vermitteln. Im Vordergrund stand das Bekenntnis zum Arbeiter-und-Bauernstaat, als den die DDR sich selbst sah, also die Überzeugung von der historischen Mission der Arbeiterklasse unter der Führung der marxistisch-leninistischen Partei.

5. Der Wehrkundeunterricht...

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Im Wehrunterricht lernten die Schülerinnen und Schüler in vier Doppelstunden pro Schuljahr vor allem militärisches und politisches Wissen über die Nationale Volksarmee (NVA). Erst zum Ende der 9. Klasse nahmen die Jungen an Wehrkunde-, die Mädchen an Zivilverteidigungslagern teil, in denen die praktische Ausbildung vorgesehen war.

6. In welche Länder konnten DDR-Bürgerinnen und Bürger nach dem Bau der Mauer reisen, ohne vorher eine Erlaubnis einzuholen?

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Spontane Urlaube waren nur in die ČSSR möglich. Zwar standen den DDR-Bürgerinnen und -Bürgern als Reiseziele die Länder des Warschauer Paktes und Staaten mit sozialistischer oder kommunistischer Gesellschaftsordnung prinzipiell offen – also außer der ČSSR vor allem die Sowjetunion, Bulgarien, Polen, Rumänien und Ungarn. Allerdings durften die meisten Menschen auch in diese Länder nur mit einer speziellen Genehmigung ausreisen.

7. In den Diskos in der DDR wurde...

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In der DDR mussten 60 Prozent der gespielten Lieder aus sozialistischen Ländern stammen. Zeitweise waren die "staatlich geprüften Schallplattenunterhalter" sogar dazu verpflichtet, vor jedem Auftritt Titellisten bei der "Anstalt zur Wahrung der Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte auf dem Gebiet der Musik" (AWA) einzureichen.

8. Von der Gründung im Oktober 1949 bis zum Juni 1990 verließen rund 3,8 Millionen Menschen die DDR. Die meisten von ihnen verließen die Republik...

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Nur rund 480.000 der 3,8 Millionen Menschen konnten legal ausreisen. Die meisten flohen illegal und unter großer Gefahr. Nach dem Bau der Mauer wurde ein Fluchtversuch noch gefährlicher, allein deswegen, weil die Grenzbefestigungen mit Selbstschussanlagen ausgestattet wurden. Republikflucht war in der DDR eine Straftat und Fluchtversuche wurden mit mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet. Viele Menschen starben beim Versuch, die DDR zu verlassen – zwischen 1949 und 1989 ließen insgesamt 1135 Menschen an der innerdeutschen Grenze ihr Leben.

9. Der “Fall der Mauer” am 9. November 1989...

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Aufgrund des immer größer werdenden Drucks der Bevölkerung hatte das DDR-Regime ein neues Reisegesetz erarbeitet. Es sollte uneingeschränkte Reisefreiheit gewähren und am 10. November 1989 in Kraft treten. Weil SED-Funktionär Günter Schabowski aber versehentlich schon am 9. November das "sofortige" Inkrafttreten des Gesetzes verkündete, strömten tausende Ostberliner am Abend spontan zu den Grenzübergängen und um Mitternacht war die Mauer "gefallen".

10. Zeitzeugen können DDR-Geschichte lebendig erzählen. Bei ihren Erzählungen über damals kann man…

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Zeitzeugen können über unmittelbar Erlebtes berichten und das ist oft spannender, als Texte über ein Ereignis zu lesen. Allerdings sind ihre Berichte nur eine Perspektive auf das Geschehen. Deshalb sollten sie unbedingt kritisch und zusammen mit anderen Quellen betrachtet werden, weil Zeitzeugen zwar bei einem Ereignis dabei waren, aber trotzdem nicht alles dazu wissen können oder Vorgänge auf eine bestimmte Weise interpretieren.