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1.4.2019

bpb:postkolonial

In zahlreichen Städten Deutschlands gibt es sie bereits: Postkoloniale Stadtrundgänge. Sie haben das Ziel, die Spuren der deutschen Kolonialzeit sichtbar zu machen und für ihr Fortwirken zu sensibilisieren. Seit März 2019 bietet auch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb einen postkolonialen Stadtrundgang durch Bonn an.

Auf kolonialen Spuren in Bonn

Die Statue eines Menschen mit dunkler Hautfarbe an einem HausNeben dem Beethovenhaus, in der Bonngasse 18, befand sich 1820 ein Kolonialwarenladen. Der Schriftzug auf der Fassade greift auf eine kolonialrassistische Bezeichnung für Schwarze Menschen zurück. (© bpb)
Seit März 2019 bietet die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb postkoloniale Stadtrundgänge durch Bonn an. Ziel des Angebots ist es, die Spuren der deutschen Kolonialzeit sichtbar zu machen und für ihr Fortwirken zu sensibilisieren.

Der postkoloniale Stadtrundgang basiert auf einer Lehrveranstaltung zum Thema "Bonn postkolonial“, die im Winter- und Sommersemester 2017/2018 an der Universität Bonn angeboten wurde. Aus dem Seminar ist die freie Initiative "Bonn postkolonial" hervorgegangen.

Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb wurde von den Studierenden Theorie in die Praxis umgesetzt und sechs Stationen ausgearbeitet, an denen die kolonialen Spuren in Bonn deutlich werden. Finanziert von der bpb werden die Stadtrundgänge kostenfrei angeboten.

Postkolonialismus ist eine geistige Strömung, die sich im weitesten Sinne mit der Geschichte des Kolonialismus und dessen Fortwirken in unserer Gegenwart beschäftigt. Denn der Kolonialismus hat nicht nur in den ehemaligen Kolonien Spuren hinterlassen, sondern auch in den Staaten der ehemaligen Kolonialmächte. So finden sich auch heute noch koloniale Spuren in den Stadtbildern deutscher Städte. Neben Denkmälern, die der deutschen Kolonialherrschaft gedenken, und Museen, die Raubkunst aus ehemaligen Kolonien ausstellen, gibt es vielerorts nach wie vor Straßen, die die Namen deutscher Kolonialakteure tragen.

Im Rahmen des Stadtrundgangs wird vermittelt, was genau unter Postkolonialismus zu verstehen ist, durch welche Zeichen im Bonner Stadtbild die koloniale Vergangenheit Deutschlands sichtbar wird und wie der Kolonialismus bis heute nachwirkt.

Zum Stadtrundgang ist eine Begleitbroschüre entstanden, die die wesentlichen Aspekte zum Thema und zu den einzelnen Stationen beinhaltet. Als PDF-Icon PDF-Dokument herunterladen und reinblättern.

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Corona-Bedingungen

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten seit März 2020 keine Stadtrundgänge durchgeführt werden.
Ab Juli findet das Angebot nun wieder statt
- unter besonderen Auflagen:
  • Treffpunkt für alle Führungen ist nicht das bpb:medienzentrum, sondern der bpb-Parkplatz, links neben dem Haupteingang.
  • Die Gruppengröße ist auf 12 Teilnehmende beschränkt, um den Kontakt zu anderen möglichst gering zu halten.
  • Während der gesamten Stadtführung müssen alle Teilnehmenden einen Mund-Nasenschutz tragen.
  • Die Teilnahme erfordert eine vorherige Anmeldung unter Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer.
Gruppen von bis zu 12 Personen mit Interesse an einer privaten Führung können sich per E-Mail an postkolonial@bpb.de wenden.

Die nächsten Termine:

  • Montag, 27. Juli 2020, 16 Uhr
  • Donnerstag, 20. August 2020, 16 Uhr
  • Donnerstag, 17. September 2020, 16 Uhr


Das bpb:medienzentrum in Bonn

"Die Bundeszentrale für politische Bildung war eine der besten Erfindungen der Bonner Republik", sagt Thomas Krüger, Präsident der bpb. Politische Bildung nach dem Zweiten Weltkrieg war eine große Aufgabe - ebenso wie heute. In Bonn dient das modernisierte bpb:medienzentrum dem Zweck, politische Bildung lebendig zu gestalten.

Das bpb:medienzentrum ist vorerst bis zum
31. Dezember 2020 geschlossen. Danke für Ihr Verständnis.

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