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24.11.2014 | Von:
Steffen Mau

Die Mittelschicht – das unbekannte Wesen?

Rückblick: Aufstieg und Expansion der Mittelschicht

Wenn man nun historisch auf die Formierung der Mittelschicht schaut, dann lässt sich feststellen, dass wir es nicht nur mit einer einfachen Ausdehnung, sondern auch mit einem profunden sozialstrukturellen Wandel zu tun haben. Mit dem Ableben der ständisch geprägten Gesellschaft und dem Aufkommen einer vor allem städtisch geprägten Gruppe der Bürger, die sich einerseits vom Adel und andererseits von den besitzlosen Unterschichten abhob, entstand die sozialstrukturelle Kategorie des Bürgertums, die sich wiederum in das Wirtschaftsbürgertum und das Bildungsbürgertum teilte. Das Wirtschaftsbürgertum umfasste die Gruppen der Handwerker, Kaufleute und Gewerbetreibenden, die schon im Mittelalter einen eigenen Stand gebildet hatten und stark durch Strukturen korporativer Zugehörigkeit abgesichert wurden. Das Bildungsbürgertum bestand hingegen aus akademisch gebildeten Personen, Beamten und den freien Berufen und war weniger über den Besitz an Produktionsmitteln und wirtschaftliche Aktivitäten geprägt als durch Bildung und kulturelle wie politische Definitionsmacht. Diese beiden Gruppen, das Bildungsbürgertum und das Wirtschaftsbürgertum, würden wir heute als obere Mittelschicht oder sogar Oberschicht klassifizieren.

Mit der Expansion der Mittelschicht seit dem späten 19. Jahrhundert wurde ihr ursprünglicher Kern marginalisiert, neue Professionen, Gruppen von Angestellten und qualifizierten Beschäftigten sowie weitere "gebildete Klassen" traten hinzu. Ihr quantitatives Wachstum verdankten sie Prozessen der Modernisierung, Industrialisierung und Bürokratisierung, die einen berufsstrukturellen Wandel auslösten und die Nachfrage nach technisch geschultem und gebildetem Personal erhöhten. Was Lebensführung und Alltagsorganisation anging, waren die Angestellten eher an bürgerlichen Gruppen denn am proletarischen Lebensstil orientiert, auch wenn Angestelltenarbeit vielfach von Routinetätigkeiten bestimmt war und sich Existenzunsicherheiten hielten.[17] Das Wachsen des Dienstleistungssektors, die Zunahme an Schriftlichkeit, komplexer werdende organisatorische Abläufe und die immer größere Bedeutung der Staatstätigkeiten trugen das ihre dazu bei, immer weitere Aufgabenprofile und typische Beschäftigungen auszuprägen. Die neue Zwischenschicht der "Weder-Kapitalisten-noch-Proletarier"[18] wuchs auch im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts immer weiter, während sich die klassische Arbeiterschaft zahlenmäßig auf dem Rückzug befand.

Die Periode nach dem Zweiten Weltkrieg war für die meisten westeuropäischen Länder eine des Ausnahmewachstums, verursacht durch nachholende Entwicklungen gegenüber den USA, die Herausbildung der "sozialen Marktwirtschaft" und die Reorganisation der Weltwirtschaft durch das Bretton-Woods-System. So betrug das durchschnittliche jährliche Wachstum der westeuropäischen Volkswirtschaften in den 1960er Jahren zwischen fünf und sieben Prozent. Dieses kam nicht nur kleinen Gruppen an der Spitze der Hierarchie zugute, sondern strahlte auf die gesamte Gesellschaft aus. In der spezifischen Konstellation des Westeuropas der Nachkriegszeit verschoben sich auch soziale Kräfteverhältnisse zugunsten der Arbeitnehmer und ihrer Interessenorganisationen, und Kapitalinteressen wurden eingehegt. So gründete sich der keynesianisch geprägte "mid-century social compromise"[19] auf eine relativ ausgeprägte Wachstumsperiode, die Etablierung der Institutionen wohlfahrtsstaatlicher Solidarität und die Paktierung der unterschiedlichen Interessen von Kapital und Arbeit. Vor allem in dieser Zeit verschoben sich auch die ursprünglich markanten Bruchlinien zwischen Angestellten und Arbeitern, weil sich einerseits die Sonderstellung der Angestellten in arbeits- und sozialrechtlicher Hinsicht abschwächte, andererseits auch die qualifizierte Facharbeiterschaft Statusgewinne verzeichnen konnte. Im Hinblick auf Lohn- und Einkommensunterschiede, Konsummuster, soziale Sicherheit, Selbstverständnis und Lebensstil ist der Graben zwischen dem Facharbeiter- und dem Angestelltenmilieu heute kaum noch erkennbar. Spätestens ab Mitte der 1980er Jahre konnte man allerdings faktisch in fast allen westeuropäischen Ländern deutlich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung in der Mittelschicht verorten.[20]

Dazu trug auch die Abmilderung von Vermögens- und Einkommensungleichheiten bei. Die berühmte Kuznets-Kurve ging zunächst von einer Verschärfung der Einkommensungleichheit zu Beginn der Industrialisierung mit großen Akkumulationsgewinnen für einige Wenige aus, die sich dann in Richtung Einkommensnivellierung umkehren sollte.[21] Insbesondere der zweite Teil der Entwicklung ist durch Daten recht gut belegt: So zeigt der Historiker Hartmut Kaelble für Dänemark, Westdeutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Norwegen, Österreich und die Schweiz eine deutliche Abmilderung der Ungleichheiten bis in die 1970er Jahre hinein.[22] In diesen Ländern schrumpfte der Anteil der obersten zehn Prozent der Einkommensbezieher am Gesamteinkommen erheblich, was im Umkehrschluss heißt, dass die unteren und mittleren Einkommensbezieher ihren Anteil am Kuchen vergrößern konnten. Die größte Einkommensmittelschicht finden wir heute in den skandinavischen Ländern. Deutschland, die Niederlande und die Schweiz liegen im Mittelfeld, Großbritannien und die südeuropäischen Länder nehmen hintere Plätze ein.[23] Einen Trend in Richtung Nivellierung gab es auch bei der Vermögensverteilung: Hier schrumpfte der Anteil der obersten ein Prozent oder der obersten fünf Prozent am Gesamtvermögen (das aber insgesamt anstieg) von Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre zum Teil dramatisch. Ein Beispiel: In Schweden und Frankreich lag der Anteil der reichsten ein Prozent der Vermögensbesitzer am Gesamtvermögen vor hundert Jahren noch bei etwa 50 Prozent, während es dann in den 1970er Jahren nur noch 21 beziehungsweise 26 Prozent waren.[24]

Krise der Mittelschicht?

Dieses Mittelschichtmodell hat über lange Zeit große Strahlkraft entwickelt, gerade weil es Teilhabe, Aufstiegsmöglichkeiten und Sicherheit versprach. Allerdings weisen neuere Untersuchungen auf Grundlage der einkommensbezogenen Mittelschichtsdefinition in eine andere Richtung. Erstens sind die realen Einkommenszuwächse im mittleren Einkommensbereich in den vergangenen 20 Jahren eher moderat bis gering ausgefallen. Zweitens hat sich der Einkommensanteil der so definierten Einkommensmitte im Vergleich der 2000er Jahre zur Mitte der 1980er Jahre verringert, während die oberen Einkommensbezieher ihren Einkommensanteil stark vergrößern konnten.[25] Beobachtbar ist also, dass sich die Verteilung des Einkommenskuchens zugunsten der hohen Einkommen verschiebt und sich zudem der Abstand zwischen Mitte und Oben vergrößert. Drittens lässt sich ein "Schrumpfen" der Einkommensmitte konstatieren, das unmittelbar mit der Einkommensspreizung zu tun hat: Je größer die Einkommensungleichheit, desto kleiner ist die Einkommensmittelschicht. Wenn also die Größe der Einkommensmittelschicht und Ungleichheit sehr hoch korrelieren,[26] dann bedeutet die wachsende Ungleichheit in den OECD-Ländern auch,[27] dass die Mittelschicht zumindest statistisch schrumpft, wie dies für den deutschen Fall immer wieder mit großer und mitunter zu dramatisierender medialer Resonanz berichtet wurde.[28] Feststellbar sind zudem eine relative Zunahme der Kapitaleinkommen im Verhältnis zu den Erwerbseinkommen und eine wachsende Vermögenskonzentration.[29]

Betrachtet man die Mittelschichtindikatoren Bildung und Beruf, so ergibt sich ein etwas anderes Bild. Man sieht in allen westeuropäischen Ländern eine starke Anhebung des allgemeinen Bildungsniveaus und einen Rückgang des Anteils von Personen ohne schulischen oder berufsqualifizierenden Abschluss. Schon allein aufgrund des demografischen Wandels verringert sich der Anteil der Personen ohne oder mit geringer schulischer oder beruflicher Ausbildung, während der Trend zur Höherqualifizierung anhält. Nimmt man die Kombination aus Realschulabschluss und Berufsausbildung als untere Grenze, so zeigt sich für die Bundesrepublik, dass sich die Gruppe derer mit mittlerer und höherer Bildung von 1984 auf 2010 fast verdoppelt hat.[30] Nach oben verschoben hat sich auch die Berufsstruktur mit einer Abnahme einfacher industrieller Tätigkeiten und einem Zuwachs an qualifizierten und höher qualifizierten Tätigkeiten, die als "typisch Mittelschicht" bezeichnet werden können. Fügt man nun alle drei Kriterien, also Einkommen, Bildung und Beruf zusammen, dann unterteilt sich die deutsche Sozialstruktur wie folgt: Zur Mittelschicht gehören etwas mehr als 60 Prozent der Bevölkerung, 6 Prozent kann man als Oberschicht und 32 Prozent als Unterschicht klassifizieren.[31] Bis zur Jahrtausendwende gab es eine klare Expansion der sozialstrukturell bestimmten Mittelschicht, seitdem Stagnation beziehungsweise Sättigung. Die frühere Dynamik des Wachstums der Mittelschicht, die vor allem durch Zugänge aus den unteren Schichten zustande kam, ist zum Erliegen gekommen. Auch wenn es durch den berufsstrukturellen Wandel weiterhin eine generelle Höherbewegung gibt, nehmen die Chancen, von der Unterschicht in die Mittelschicht aufzusteigen, in den jüngeren Kohorten wieder ab, was sich durch Mobilitätsanalysen zeigen lässt.[32] Zugleich verstärken sich die internen Differenzierungen in der Mittelschicht mit größeren sozialen Risiken und nur wenig Einkommenszuwächsen in der unteren Mittelschicht, also den einfachen Facharbeitern und Angestellten, und deutlich besseren Erwerbschancen bei den hoch Qualifizierten.

Für andere westliche Länder haben wir ähnliche Befunde, aber mit stärker negativen Entwicklungen von Stagnation bis hin zum sozioökonomischen Absacken der Mittelschicht.[33] Neben Schrumpfung und ungünstiger Einkommensentwicklung im Vergleich zu den Oberschichten ist vor allem die strukturelle und auch viele Mittelschichtfamilien betreffende Arbeitslosigkeit ein sehr großes Problem. Hier gilt vor allem für junge Menschen, dass berufsqualifizierende oder hochschulische Bildungsabschüsse nicht automatisch den Weg in die Mittelschicht weisen. Diese Gruppen treffen auf neue Unsicherheiten am Arbeitsmarkt, und viele von ihnen können weder im Hinblick auf Beschäftigungssicherheit noch auf die Einkommensentwicklung an die vorhergehenden Kohorten anknüpfen.[34] Vor allem für die südeuropäischen Krisenländer kann man mit Fug und Recht von einer lost generation sprechen.

Diese Befunde sind auch Anlass für die Frage, ob das bislang erfolgreiche Wachstums- und Teilhabemodell langfristig unter Druck gerät und die Mittelschicht an Boden verliert. Einiges deutet darauf hin, dass sie sich nicht mehr unisono als Gruppe in einer komfortablen und materiell abgesicherten Lebenslage beschreiben lässt.[35] Es sind aber nicht nur Verteilungs- und Wohlstandsfragen, die sich hier stellen. Es lässt sich beobachten, dass es zahlreiche Irritationen gibt, die die Mittelschicht zweifeln lassen, ob ihr Modell der Lebensführung kulturell dominant bleibt und hinreichend gesellschaftliche Erträge abwirft. Zudem stellen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, wohlfahrtsstaatliche Restrukturierung, veränderte partnerschaftliche Aushandlungsprozesse, neue Unsicherheiten und soziale Risiken, forcierter Statuswettbewerb und alternative Modelle sozialen Erfolges Herausforderungen dar, die den Mittelschichten fortwährend Anpassungsleistungen abverlangen.[36] Gegenwärtig ist unklar, auf welche Formen des gesellschaftlichen Ausgleichs, welche Ordnungsvorstellungen und welche institutionellen Arrangements sich die bislang erfolgreichen Praktiken der investiven Lebensführung verlässlich beziehen können und wie sich die "Lage der Mittelschicht" sowohl hierzulande wie auch in der gesamten westlichen Welt verändert.

Heraufkunft globaler Mittelschichten?

Bei allen kritischen Betrachtungen der Veränderungen der westlichen Mittelschichten sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass wir es im Weltmaßstab mit emerging middle classes oder neuen global middle classes zu tun haben.[37] Leben wir nicht eher in einem "coming middle-class century",[38] wenn man sich das Wachstum der Mittelschicht insgesamt anschaut? In der Tat gibt es hier eine große Dynamik, die mit wirtschaftlichen Wachstumsprozessen in Verbindung steht. Die Diskussion um die globale Mittelschicht fokussiert aber vor allem auf das Einkommen, weniger auf die oben angesprochenen sozialstrukturellen oder kulturellen Komponenten der Definition der Mittelschicht. In einem einflussreichen Artikel wählten die Wirtschaftswissenschaftler Branko Milanovic und Shlomo Yitzhaki die durchschnittlichen Einkommen von Brasilien und Italien als mittelschichtrelevante Einkommensgrenzen, was die Zugehörigkeit zur globalen Mittelschicht auf diejenigen begrenzt, die zwischen 12 und 50 US-Dollar am Tag (in Preisen von 2000) verdienen.[39] Andere Autoren rechnen Menschen schon ab zwei US-Dollar am Tag zur Mittelschicht und machen damit die für Entwicklungsländer oft angewandte Armutsschwelle zur Eintrittsgrenze. Die von dem Ökonomen Martin Ravallion angegebene Obergrenze (also dort, wo die Mittelschicht aufhört) liegt mit 13 US-Dollar am Tag gerade einmal bei der Armutsschwelle der USA.[40] Global gesehen lässt sich anhand dieser Abgrenzungen ein deutlicher Zuwachs des Anteils der Menschen konstatieren, die der Mittelschicht zugerechnet werden können (vor allem durch die Wirtschaftsdynamik in Ländern wie China, Indien und Brasilien); gleichzeitig gehört danach die große Mehrheit der Menschen in den Kernländern der OECD zur globalen Oberschicht, nicht zur globalen Mittelschicht.

Jenseits dieser eher ökonomischen Beschreibung gibt es allenfalls erste, unvollständige Analysen, die sich mit den Mustern der Lebensführung, Fragen der Verankerung der Mittelschicht in wichtigen gesellschaftlichen Basisinstitutionen, sozialen Praktiken oder der politischen Teilhabe beschäftigen.[41] Auffallend ist zunächst, dass sich Konsumstile verändern, sich das Niveau materieller Aspirationen nach oben verschiebt und sich Bildungsinvestitionen steigern, weit weniger, dass konsequent demokratische Entwicklungsprozesse gestützt oder wohlfahrtsstaatliche Solidaritätsarrangements westlichen Zuschnitts eingefordert werden. In einigen Ländern ist die Mittelschicht bislang nicht zur Triebkraft der Demokratisierung geworden und weist eher eine Orientierung auf Stabilität im Sinne ihrer engeren ökonomischen Interessen auf.[42] In anderen Ländern spielt die Mittelschicht beim Kampf gegen Korruption und für Rechtsstaatlichkeit eine Rolle (wie in Brasilien), allerdings ohne dass sich daraus eine stabile gesellschaftliche Form entwickelt hätte. Diese Prozesse sind aber keinesfalls abgeschlossen, sodass eine endgültige Bewertung nicht vorgenommen werden kann.

Darüber hinaus lässt sich durchaus eine Verbindung zwischen der Herausbildung globaler Mittelschichten und der Krise der westlichen Mittelschichten herstellen: Globalisierung und die Entfesselung von Marktkräften haben in wenig entwickelten Regionen dieser Welt Wachstum freigesetzt, aber gleichzeitig die Besitzstände der bislang privilegierten westlichen Mittelschichtgesellschaften angegriffen. Wenn man den Daten des Weltbankökonomen Branko Milanovic Glauben schenkt, sind die Globalisierungsgewinner vor allem die Mittelschichten Asiens und die Reichen dieser Welt.[43] Die westlichen Mittelschichten hingegen verlieren und konkurrieren zunehmend mit den aufstrebenden Mittelschichten. Sowohl für die westlichen wie auch für die globalen Mittelschichten stellt sich damit die Herausforderung, ob es ihnen gelingt, auch globale Märkte einzuhegen und sozialen Ausgleich herzustellen und somit ihre eigene ökonomische und politische Position langfristig zu sichern.

Fußnoten

17.
Vgl. Thomas Nipperdey, Deutsche Geschichte 1866–1918. Arbeitswelt und Bürgergeist, München 1990, S. 374ff.
18.
Theodor Geiger, Panik im Mittelstand, in: Die Arbeit. Zeitschrift für Gewerkschaftspolitik und Wirtschaftskunde, 7 (1930) 10, S. 637.
19.
Colin Crouch, Social Change in Western Europe, Oxford 1999, S. 53.
20.
Vgl. Percy Allum, State and Society in Western Europe, Cambridge 1995.
21.
Vgl. Simon Kuznets, Economic Growth and Income Inequality, in: The American Economic Review, 45 (1955) 1, S. 1–28.
22.
Vgl. Hartmut Kaelble, Sozialgeschichte Europas. 1945 bis zur Gegenwart, München 2007, S. 208ff.
23.
Vgl. Ch. Burkhardt et al. (Anm. 6); Steven Pressman, The Decline of the Middle Class. An International Perspective, in: Journal of Economic Issues, 41 (2007) 1, S. 181–200.
24.
Vgl. H. Kaelble (Anm. 22), S. 223; Thomas Piketty, Capital in the Twenty-First Century, Cambridge 2014.
25.
Vgl. Anthony B. Atkinson/Andrea Brandolini, On the Identification of the Middle Class, in: Janet C. Gornock/Markus Jäntti (Hrsg.), Economic Disparities and Middle Class in Affluent Countries, Stanford 2013, S. 77–100.
26.
Vgl. Ch. Burkhardt et al. (Anm. 6), S. 96.
27.
Vgl. OECD, Divided We Stand. Why Inequality keeps rising, Paris 2011.
28.
Vgl. Markus M. Grabka/Joachim R. Frick, Schrumpfende Mittelschicht. Anzeichen einer dauerhaften Polarisierung verfügbarer Einkommen?, in: DIW-Wochenbericht, 75 (2008) 10, S. 101–108; Ch. Burkhardt et al. (Anm. 6).
29.
Vgl. T. Piketty (Anm. 24).
30.
Inzwischen 55 Prozent, siehe Ch. Burkhardt et al. (Anm. 6), S. 51f.
31.
Ebd., S. 57.
32.
Vgl. Reinhard Pollack, Kaum Bewegung, viel Ungleichheit. Eine Studie zu sozialem Auf- und Abstieg in Deutschland, Berlin 2010.
33.
Vgl. Steffen Mau, Transformation und Krise der europäischen Mittelschichten, in: Martin Heidenreich (Hrsg.), Krise der europäischen Vergesellschaftung? Soziologische Perspektiven, Wiesbaden 2014, S. 253–279.
34.
Vgl. Hans-Peter Blossfeld et al., Young Workers, Globalization and the Labor Market. Comparing Early Working Life in Eleven Countries, Cheltenham–Northampton 2008; Sandra Buchholz/Hans-Peter Blossfeld, Changes in the Economy, the Labor Market, and Expectations for the Future: What Might Europe and the United States Look Like in 25 Years?, in: New Directions for Youth Development Special Issue: Youth Success and Adaptation in Times of Globalization and Economic Change, 135 (2012), S. 17–25; Louis Chauvel/Martin Schröder, Generational Inequalities and Welfare Regimes, in: Social Forces, 92 (2014) 4, S. 1259–1283.
35.
Vgl. Jacob S. Hacker/Paul Pierson, Winner-Take-All Politics. How Washington Made the Rich Richer – And Turned Its Back on the Middle Class, New York 2010; S. Mau (Anm. 12).
36.
Vgl. Olaf Groh-Samberg et al., Investieren in den Status. Der voraussetzungsvolle Lebensführungsmodus der Mittelschichten, in: Leviathan, 42 (2014) 2, S. 219–248.
37.
Siehe dazu auch den Beitrag von Silvia Popp in dieser Ausgabe (Anm. d. Red.).
38.
Göran Therborn "Class in the 21st Century", in: New Left Review, 78 (2012), S. 5–29, hier: S. 15.
39.
Vgl. Branko Milanovic/Shlomo Yitzhaki, Decomposing World Income Distribution: Does the World Have a Middle Class?, in: Review of Income and Wealth, 48 (2002) 2, S. 155–178.
40.
Vgl. Martin Ravallion, The Developing World’s Bulging (but Vulnerable) "Middle Class", World Bank Policy Research Working Paper 4816/2009.
41.
Vgl. zum Beispiel Hellmuth Lange/Lars Meier (Hrsg.), Globalizing Lifestyles, Consumerism and Environmental Concern – The Case of the New Middle Classes, Berlin–New York 2009.
42.
Für China vgl. Jie Chen/Chunlong Lu, Democratization and the Middle Class in China. The Middle Class’s Attitudes toward Democracy, in: Political Research Quarterly, 64 (2011), S. 705–719.
43.
Vgl. Branko Milanovic, The Tale of Two Middle Classes, 31.7.2014, http://yaleglobal.yale.edu/content/tale-two-middle-classes« (14.10.2014).
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Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Steffen Mau für Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de

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