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31.8.2007 | Von:
Peter Rieker

Fremdenfeindlichkeit und Sozialisation in Kindheit und Jugend

Entwicklung und Ausprägung fremdenfeindlicher Orientierungs- und Handlungsmuster werden maßgeblich durch frühe Erfahrungen in sozialen Beziehungen bestimmt. Es ist daher notwendig, die in der Familie aber auch mit Gleichaltrigen gesammelten Erfahrungen zu analysieren.

Einleitung

Fremdenfeindliche Orientierungen sind in Deutschland und anderen europäischen Ländern weit verbreitet - dies zeigt eine ganze Reihe von Untersuchungen der vergangenen Jahre.[1] Die Ursachen für Fremdenfeindlichkeit werden in der sozialwissenschaftlichen Forschung aus unterschiedlicher Perspektive untersucht.






Gegenwärtig dominieren Erklärungsansätze, die sich auf gesamtgesellschaftliche und sozialstrukturelle Bedingungen beziehen: Sozioökonomische Benachteiligung, sozialer Wandel, Individualisierung. Bekannt ist vor allem der Ansatz der Bielefelder Forschungsgruppe um Wilhelm Heitmeyer, wonach feindselige Einstellungen gegenüber sozial schwachen Gruppen eine Folge der wachsenden sozialen Spaltung und Desintegration unserer Gesellschaft sind.[2] Die fehlende soziale Integration führt gemäß dieser Erklärung zu Orientierungsproblemen, die unter anderem durch Nationalstolz und Feindseligkeit gegenüber Fremden kompensiert werden. Zusammenhänge zwischen sozialem Wandel, sozialer Desintegration oder Verunsicherung und Fremdenfeindlichkeit konnten empirisch bisher allerdings nicht klar belegt werden.[3]

Hinzu kommt, dass diese Erklärungsansätze die erheblichen Einstellungsunterschiede, die es innerhalb unserer Gesellschaften gegenüber Fremden, Ausländern oder Menschen mit Migrationshintergrund gibt, nicht zufriedenstellend erhellen. Dafür ist es hilfreich, zwischen unterschiedlichen Ausprägungen von Fremdenfeindlichkeit zu differenzieren und nach den Bedingungen zu fragen, die zu diesen Unterschieden beitragen.

Möglichkeiten zum Verständnis unterschiedlicher Einstellungen gegenüber Fremden sowie den Bedingungen, unter denen diese sich entwickelt haben, bietet die Sozialisationsforschung. Sie konzentriert sich vor allem auf die Kindheit und das Jugendalter und kann beispielsweise die Ausprägung bestimmter Handlungs- und Orientierungsweisen mit den Bedingungen des Aufwachsens oder den Erfahrungen, die in sozialen Beziehungen gemacht wurden, in Zusammenhang bringen. Besonders relevant ist für Kinder zunächst die Sozialisation in der Familie, später gewinnen andere soziale Kontexte (Freunde, Kindergarten, Schule, Medien) zunehmend an Bedeutung.

Es gibt gute Gründe dafür, sich im Zusammenhang mit Fremdenfeindlichkeit mit Fragen der Sozialisation zu beschäftigen.

    - Die vorliegenden Ergebnisse liefern Hinweise darauf, dass z.B. fremdenfeindlich motivierte Straftäter schon früh auffällig geworden sind. Sie kamen nicht nur als Jugendliche wegen Gewaltdelikten schon in Kontakt mit der Polizei, sondern waren häufig bereits als Kinder wegen massiver Gewaltanwendung aufgefallen. Einige der späteren Täter wurden deswegen bereits aus Kindergärten und über die Hälfte von ihnen aus Schulen verwiesen.[4] Menschen mit fremdenfeindlichen Orientierungen beschreiben zum Teil Sozialisationsbedingungen, die sie selbst mit der Entwicklung ihrer Orientierungen und Handlungsweisen in Zusammenhang bringen.

    - Vergleicht man die Bedingungen, unter denen Menschen mit fremdenfeindlichen Affinitäten aufgewachsen sind, mit denen solcher Menschen, die gegenüber Fremden eher offen eingestellt sind, fallen Besonderheiten auf.
Im Folgenden geht es vor allem um verschiedene Aspekte der Sozialisation in der Familie, aber auch um die Erfahrungen, die in Beziehungen zu Gleichaltrigen gemacht werden. Zudem sollen die Zusammenhänge zwischen diesen Erfahrungen und der Entwicklung fremdenfeindlicher, rechtsextremer und ethnozentrischer Orientierungs- und Handlungsweisen betrachtet und die vorliegenden Erkenntnisse analysiert werden.

Unvollständigkeit der Familie

Rechtsextremisten und Fremdenfeinde sind überdurchschnittlich häufig nicht in vollständigen Familien aufgewachsen, das heißt, sie lebten infolge elterlicher Trennung oder des Todes eines Elternteils mit einem alleinerziehenden Elternteil oder in einer Stiefelternkonstellation. Dies zeigt sich übrigens nicht nur bei der gegenwärtigen Generation junger Rechtsextremisten, sondern auch in den Lebensgeschichten derjenigen, die vor 1933 der NSDAP beitraten.[5] Bei einer vergleichenden Untersuchung wurde deutlich, dass diese Konstellation bei fremdenfeindlichen Gewalttätern häufiger zu finden ist, als bei solchen, die vor allem fremdenfeindliche Einstellungen vertreten oder als fremdenängstlich (xenophob) einzuschätzen sind.[6] Das Leben in einer unvollständigen Familie bedeutet in den meisten Fällen, dass die Kinder nicht mit ihrem leiblichen Vater zusammenleben. Das Zusammenleben mit Stiefvätern wird gerade von männlichen Jugendlichen als konfliktreich und belastet beschrieben.

Vor dem Hintergrund, dass in der rechtsextremen Szene besonders einseitige Geschlechtsrollenbilder verbreitet sind, die männliche Dominanz, Durchsetzungsfähigkeit und Gewaltbereitschaft häufig verherrlichen, erscheinen Zusammenhänge zu den oft fehlenden oder belasteten Vaterbeziehungen plausibel: Wer in der Familie keine erwachsenen Männer erlebt hat bzw. keine, die für ein Kind ansprechbar und an diesem interessiert erschienen, neigt offenbar in besonders ausgeprägtem Maße dazu, seinerseits eine harte Seite von Männlichkeit zu betonen. In verschiedenen Untersuchungen wird allerdings darauf hingewiesen, dass nicht schon die formale Unvollständigkeit der Familie bzw. das Zusammenleben mit einem anderen Mann als dem leiblichen Vater, sich negativ auswirken muss. Dies ist nur dann wahrscheinlich, wenn die Beziehungen in der Familie durch diese Bedingungen belastet sind und keine Kompensation gefunden werden kann.

Beziehungen in der Familie

Erkenntnisse zum Stellenwert unterschiedlicher Qualitäten familialer Beziehungen für die Entwicklung fremdenfeindlicher Orientierungen lassen sich aus einer Untersuchung ableiten, die wir in den 1990er Jahren an der Universität Hildesheim durchführten.[7] Wir befragten junge Männer, die unterschiedliche Ausprägungen fremdenfeindlicher Orientierungen aufwiesen, in ausführlichen Interviews zu ihren frühen Erfahrungen in der Familie sowie zu ihren gegenwärtigen sozialen Beziehungen und verglichen ihre Angaben mit denen solcher jungen Männer, die sich offen und akzeptierend gegenüber Migrantinnen und Migranten äußerten.

Dabei zeigte sich, dass die fremdenfeindlich eingestellten jungen Männer aus ihrer Kindheit im Durchschnitt von weniger liebevoller Zuwendung und mehr Zurückweisung durch ihre Eltern berichten. Gemäß ihren Schilderungen interessierten sich ihre Eltern vergleichsweise wenig für ihre kindlichen Belange, nahmen kaum Anteil an ihren Sorgen und Nöten, nahmen Ängste weniger ernst und wiesen kindliche Hilfeersuchen häufiger zurück. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang, wie die jungen Männer mit diesen Erfahrungen später umgehen. Von einer Befragtengruppe werden diese Belastungen als irrelevant oder normal abgetan - wobei es in einigen Fällen auch Hinweise auf regelrechte Idealisierungen der Eltern gibt: Die Eltern und ihr Verhalten werden als untadelig bezeichnet, während sich in den konkreten Erzählungen deutliche Anzeichen für die emotionale Vernachlässigung der Kinder zeigen. Dieses Muster entspricht zum Teil der "Autoritären Persönlichkeit", wie sie bereits in den 1940er Jahren von der Forschungsgruppe um Theodor W. Adorno beschrieben wurde.[8] Bei einer anderen Befragtengruppe lässt sich ein von Wut geprägter Umgang mit belastenden Kindheitserinnerungen feststellen, wobei zum Teil der Eindruck entsteht, dass Eltern regelrecht verteufelt werden und dass die Kinder sich auch als junge Erwachsene noch nicht aus frühen Konflikten gelöst haben. Diese unterschiedlichen Umgangsweisen hängen offenbar mit den aktuellen Beziehungen zu den Eltern zusammen, die im Falle der wütenden jungen Männer auch zum Zeitpunkt der Befragung durch Konflikte geprägt sind. In beiden Formen des Umgangs mit Kindheitserinnerungen kommt zum Ausdruck, dass die als Kind erlebten Belastungen bisher nicht thematisiert und verarbeitet werden konnten. In dieser Hinsicht bestehen auch die deutlichsten Unterschiede zu der Teilgruppe der Befragten, bei denen wir eine sichere Elternbindung feststellten - und die keine fremdenfeindlichen Orientierungen aufwiesen. Auch diese Befragten haben Belastungen erlebt, allerdings einen Zugang zu diesen Erfahrungen gefunden und scheinen deswegen davon gegenwärtig nicht mehr so stark beeinträchtigt zu sein.

Auch im Rahmen anderer Untersuchungen wird deutlich, dass etwa fremdenfeindliche Gewalttäter häufiger als andere von einem frostigen Klima und von Konflikten in der Familie berichten - auch davon, dass Eltern selten mit ihnen spielten, sich wenig für sie interessierten und sie mal streng und dann wieder gar nicht bestraften.[9] Besonders negativ wird von Befragten dieser Gruppe das Verhältnis zu ihren Vätern beurteilt, von denen sie zum Teil massive Gewaltanwendung im Zusammenhang mit Bestrafungen erlebt haben. Auch in einer Studie zu Aussteigern aus der rechtsextremen Szene ist in Hinblick auf familiale Beziehungen von besonders belasteten Beziehungen zu den Vätern die Rede.[10]

Bei einigen Eltern, die sich aktiv darum bemühen, ihre jugendlichen Kinder beim Ausstieg aus der rechtsextremen Szene zu unterstützen, konnten Anzeichen dafür gefunden werden, dass ihre Erziehung durch fehlende Konsequenz und durch Überversorgung gekennzeichnet war.[11] Dieser für Familien rechtsextremer Jugendlicher eher untypische Erfahrungshintergrund dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass wir es hier mit Eltern zu tun haben, die sich - jedenfalls nachdem ihre Kinder auffällig geworden sind - außerordentlich engagiert um ihre Kinder bemühen. Rückblickend berichten einige der Väter rechtsextremer Jugendlicher nachträglich selbstkritisch, sich gegenüber ihren Kindern damals zu passiv oder zu autoritär verhalten zu haben und ihnen die emotionale Wärme, die sie jetzt in der rechtsextremen Szene suchen, nicht ausreichend gegeben zu haben.

Modelle und Vorbilder

Verschiedene Studien geben Hinweise darauf, dass fremdenfeindliche und rechtsextreme Orientierungs- und Handlungsweisen maßgeblich durch soziale und politische Einstellungen der Herkunftsfamilie geprägt sind. In historischer Perspektive zeigt sich dies bei den frühen Mitgliedern der NSDAP, die überwiegend aus konservativen Elternhäusern stammten und die Orientierungen ihrer Eltern aufgenommen und verstärkt haben.[12] Aber auch bei den jugendlichen Mitgliedern rechtsextremer Szenen, die in den vergangenen Jahren auffällig geworden sind, gibt es Hinweise darauf, dass ihre Haltungen durch familiale Vorbilder geprägt sind. Am bekanntesten sind in diesem Zusammenhang Beispiele aus solchen Familien, in denen Erwachsene - oft Großeltern - Kindern und Jugendlichen ein positives Verhältnis zum Nationalsozialismus oder zu den Erfolgen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg vermitteln. In diesen Fällen werden Anzeichen dafür gesehen, dass junge Menschen sich historisch und politisch in einer familiären Tradition sehen, in der rechtsextreme Bezüge gepflegt werden. Generell sind Ähnlichkeiten zwischen Eltern und Kindern hinsichtlich ihrer Einstellung zu Ausländern in der Forschungsliteratur verschiedentlich belegt.[13] Zum Teil wird aus den Familien fremdenfeindlicher Jugendlicher auch von versteckten Sympathien für ausländerfeindliche Positionen berichtet, wobei sie sich von Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten zumeist distanzieren. Dessen ungeachtet können sich Jugendliche, die gegenüber Migranten oder anderen Minderheiten gewaltbereit sind, unter solchen Umständen als "ehrliche Vollstrecker" einer ausländerfeindlichen Stimmung in der Bevölkerung fühlen.

Relevant sind aber nicht nur explizit politische Äußerungen und Stellungnahmen, sondern auch die familiäre Praxis der Konfliktregulierung oder der Umgang mit Verschiedenheit, die in der Kindheit als vorpolitische Modelle sozialen Handelns fungieren. Entsprechendes hat sich in unserer Untersuchung zu ethnozentrischen Orientierungen gezeigt.[14] Es ging dabei um die Sozialisationsbedingungen solcher Menschen, deren Orientierungen sich durch eine dichotomisierende Unterscheidung zwischen "uns" und "den anderen" auszeichnen - das heißt, Eigen- und Fremdgruppen werden als völlig unterschiedlich konzipiert. Zur eigenen Gruppe besteht dabei ein unkritisches, idealisierendes oder verherrlichendes Verhältnis, während Fremdgruppen abgewertet und ausgegrenzt werden. Dabei hat sich gezeigt, dass fremdenfeindlich und ethnozentrisch eingestellte Jugendliche im Vergleich zu anderen Jugendlichen diesbezüglich über ganz bestimmte Erfahrungshintergründe verfügen. Bei Konflikten haben sie erlebt, dass Stärkere sich gegen Schwächere durchsetzen und dass dies als normal und richtig gilt. Wenn sie als Kind in der Familie vom Streit mit anderen Kindern berichteten, dann kam es vor, dass sie explizit zu gewalttätigen Reaktionen ermutigt wurden und wenn sie sich dann entsprechend verhielten, machten Eltern aus ihrem Stolz, dass ihr Sohn sich durchgesetzt hat, keinen Hehl. Mitunter konnten sie sogar miterleben, wie ihre Eltern gegenüber anderen Kindern, mit denen sie in Streit geraten waren, selbst handgreiflich wurden. Während aus Familien solcher Jugendlicher, die Toleranz gegenüber Fremden erkennen ließen, von Versuchen der Eltern berichtet wurde, Streit oder Probleme durch versöhnliche Gesten zu schlichten und so die Grundlage für das weitere gemeinsame Spiel der Kinder zu legen, wurden jenen, die später fremdenfeindliche Tendenzen zeigten, Ab- und Ausgrenzung als Normalität vorgelebt und vermittelt. Neben Aggressivität und Gewalttätigkeit erfuhren sie in diesem Zusammenhang auch, dass es normal ist, zwischen "uns" und "den anderen" zu differenzieren, dass diesbezüglich auch mit zweierlei Maß gemessen werden kann und sich jeder zunächst einmal um sich selbst kümmern sollte.

Es ist davon auszugehen, dass diese Erfahrungen die Entwicklung der Kinder, ihre Orientierungs- und Handlungsweisen mit geprägt haben. Interessant ist nun aber die Frage, unter welchen Bedingungen sich die Einstellungen der Eltern prägend auf die späteren Orientierungen und Verhaltensweisen auswirken.

Beziehungserfahrungen und Orientierungen

Weitere Studien haben ergeben, dass die Qualität emotionaler Beziehungen sich darauf auswirkt, ob und wie inhaltliche Positionen der Eltern übernommen werden. Entsprechende Befunde werden in solchen Untersuchungen deutlich, die fremdenfeindliche Einstellungen bei Jugendlichen mit jenen ihrer Eltern in Zusammenhang bringen. Für Ähnlichkeiten zwischen elterlichen und kindlichen Einstellungen scheinen verschiedene Faktoren relevant zu sein: Zunächst zeigt sich, dass diese ausgeprägter und auch längerfristig festzustellen sind, wenn es Anzeichen dafür gibt, dass die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung gut und die Kommunikation in der Familie dicht ist.[15] Außerdem wird dann von ausgeprägten Ähnlichkeiten berichtet, wenn die Eltern in ihren Einstellungen übereinstimmen, also wenn das Kind homogenen Einflüssen ausgesetzt ist. Schließlich gilt auch das Geschlecht der Beteiligten als einflussreich. Dabei scheint zwar Einigkeit darüber zu bestehen, dass die Einstellungen der Mütter für die Kinder eher relevant sind als die der Väter, nicht aber darüber, ob nun Töchter oder Söhne eher dazu neigen, die elterlichen Einstellungen zu übernehmen.

Interessante Ergebnisse zeigten sich auch in unserer Untersuchung zu ethnozentrischen Orientierungen bei jungen Männern. Deutlich werden hier unterschiedliche Zusammenhänge zwischen emotionalen und inhaltlich/kognitiven Aspekten der Sozialisation in Hinblick auf ethnozentrische Orientierungen.[16] - In einigen Fällen ethnozentrisch Orientierter wird sehr deutlich, dass das Verhältnis zu den Eltern seit früher Kindheit durch den Mangel an liebevoller Zuwendung und Anerkennung gekennzeichnet ist. Unter diesen Umständen erscheint es plausibel, dass unangenehme Gefühle im Verhältnis zu den Eltern auf Außenseiter verschoben werden, so wie dies im Rahmen der Studien zur autoritären Persönlichkeit formuliert wurde.[17] Die inhaltlichen Einstellungen der Eltern scheinen in diesen Fällen keine zentrale Bedeutung zu haben, das heißt, von den Eltern werden in diesen Fällen unterschiedliche, ambivalente oder gar keine Einstellungen gegenüber Ausländerinnen und Ausländern berichtet. Ob und inwieweit Einstellungen und Verhaltensweisen der Eltern unter diesen Umständen prägenden Einfluss entwickeln, erscheint fraglich, kann aber nicht ausgeschlossen werden. - In anderen Fällen haben wir es mit familialen Beziehungen zu tun, die nicht eindeutig durch frühe Erfahrungen der Missachtung oder emotionale Vernachlässigung gekennzeichnet sind, das heißt, hier gibt es Hinweise darauf, dass zumindest ein Elternteil während der Kindheit als verlässlicher Ansprechpartner zur Verfügung stand. Problematische Erfahrungen werden hier erst aus der späteren Kindheit und besonders aus der Jugendzeit berichtet - zum Teil in Form heftiger Konflikte zwischen den Eltern oder zwischen Eltern und Kind. Dabei entsteht der Eindruck, dass die aus diesen Erfahrungen resultierende Enttäuschung dazu führt, dass heftige Wut oder Hass gegen die Eltern oder Außenseiter gerichtet wird, die sich nicht wirkungsvoll zur Wehr setzen können. Von den Eltern wurden dabei keine oder kaum Anzeichen für ethnozentrische Orientierungen berichtet. In diesen Fällen scheint auch der Protest gegen die Wertvorstellungen der Eltern ein Antrieb für den Ethnozentrismus darzustellen. - In einer dritten Fallgruppe zeigten sich überwiegend emotional stabile und befriedigende Beziehungen zu den Eltern, sowohl die Kindheit als auch das Jugendalter betreffend. Solche stabilen Beziehungen bieten die Grundlage dafür, dass Einstellungen und Verhaltensweisen der Eltern übernommen werden, auch dann, wenn es sich dabei um ethnozentrische Orientierungen handelt. In diesen Fällen haben wir es allerdings mit vergleichsweise moderaten Formen ethnozentrischer Orientierungen zu tun, die vor allem durch Konventionalismus und Ablehnung von Abweichung gekennzeichnet sind.

Diese Befunde zeigen, dass es nicht reicht, Ähnlichkeiten hinsichtlich inhaltlicher Positionen zwischen Eltern und Kindern zu erforschen - diesbezüglich kommt die Forschung zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen -, sondern dass diese Ähnlichkeiten oder Diskrepanzen vor dem Hintergrund der emotionalen Erfahrungen analysiert werden müssen.

Beziehungen in Familie und Peer-Group

Neben der Bedeutung der Familie ist auch die der Gleichaltrigen inzwischen gut belegt. Gleichaltrigengruppen (Peers) werden von Jugendlichen - neben der Familie - generell als wichtigste Ansprechpartner genannt; auch in Hinblick auf Einstellungen gegenüber Fremden geben Jugendliche an, sich vor allem an Gleichaltrigen zu orientieren.[18] Verschiedentlich wird davon ausgegangen, dass die Beziehung zu den Gleichaltrigen dann besonders prägend ist, wenn nur schwache Bezüge zur Familie bestehen. Demnach haben die Peers eine Kompensationsfunktion.[19] Belege gibt es bisher jedoch nur dafür, dass Jugendliche, die von einem negativen Familienklima berichten, mehr Zeit in der Peer-Group verbringen als diejenigen, die das Klima in ihrer Familie als angenehm empfinden.[20] Zwar waren die Ähnlichkeiten zwischen den Einstellungen von Eltern und Jugendlichen geringer, wenn die Jugendlichen mehr Zeit in der Peer-Group verbrachten, aber inwieweit unter diesen Bedingungen tatsächlich relevante Prägungen durch die Peer-Group erfolgten, konnte bisher noch nicht schlüssig aufgezeigt werden.

In unserer Untersuchung zu ethnozentrischen Orientierungen zeigten sich Zusammenhänge zwischen familialen Beziehungen und solchen zu Gleichaltrigen. Junge Männer, die zum Befragungszeitpunkt eher schwierige und konfliktreiche Beziehungen zu ihren Eltern unterhielten, berichteten aus dem Kontext ihrer Peer-Groups in erster Linie von unverbindlichen Cliquenkontakten. Diese Befragten wiesen übrigens vergleichsweise aggressive Ausprägungen fremdenfeindlicher und ethnonzentrischer Orientierungen auf, die nicht selten mit Vertreibungs- und Vernichtungsphantasien verbunden waren.[21] Eine andere Gruppe berichtete von harmonischen Beziehungen im Elternhaus, die auch Anzeichen von Idealisierungen aufwiesen: Die Eltern wurden grundsätzlich von jeglicher Kritik ausgenommen. Diese jungen Männer unterhielten in der Gleichaltrigengruppe neben Cliquenkontakten auch individuelle Freundschaften und zum Teil auch Partnerschaftsbeziehungen. Wenn die Befragten dieser Gruppe sich ethnozentrisch äußerten, dann eher verhalten, wobei der Eindruck entstand, dass sie gegenüber Fremden eher ängstlich als feindselig sind.[22]

Aus diesen Ergebnissen lässt sich der Schluss ziehen, dass die Ausprägung rechtsextremer, fremdenfeindlicher und ethnozentrischer Orientierungen durch Gleichaltrige ebenfalls beeinflusst wird, dass diese Einflüsse der Peer-Group aber nicht unabhängig von denen der Familie sind. Es zeigen sich sowohl Zusammenhänge hinsichtlich der Beziehungsqualitäten in Familie und Peer-Group als auch Verbindungen zwischen diesen Beziehungsqualitäten und verschiedenen Ausprägungen entsprechender Orientierungen. Aggressive Ablehnung gegenüber Fremden wird vor allem von solchen Jugendlichen geäußert, die von unbefriedigenden Beziehungen in der Familie und unverbindlichen Beziehungen zu Gleichaltrigen berichten. Moderatere Ausprägungen von Fremdenfeindlichkeit zeigen sich dann, wenn sowohl in der Familie als auch zu Gleichaltrigen verbindliche und harmonische Beziehungen bestehen.

Zusammenfassung

Durch Untersuchungen zu den strukturellen Bedingungen unseres Zusammenlebens und durch Befragungen zu Einstellungen gegenüber sozialen Minderheiten lassen sich Voraussetzungen und Ausmaß fremdenfeindlicher Orientierungen in unserer Gesellschaft klären.[23] Diese Studien geben allerdings nur unzureichend Aufschluss darüber, warum einige Menschen diese Orientierungen übernehmen, während andere keine entsprechenden Affinitäten entwickeln. In dieser Hinsicht bietet die Sozialisationsforschung interessante Befunde, wobei sich zeigt, dass die Bedingungen der Sozialisation in Hinblick auf die Ausprägung fremdenfeindlicher Tendenzen bei jungen Menschen hohen Stellenwert haben.
    Zusammenhänge zwischen verschiedenen Ausprägungen von Fremdenfeindlichkeit und Bedingungen der Sozialisation zeigen sich in verschiedener Hinsicht:

    - Die Familien junger Fremdenfeinde weisen im Vergleich zu den Familien fremdenfreundlich eingestellter Jugendlicher bezüglich der emotionalen Qualität ihrer sozialen Beziehungen häufig Defizite auf: Zuwendung wird spärlich und wechselhaft gewährt, Erfahrungen von Zurückweisung sind deutlich ausgeprägt, Gefühle werden kaum thematisiert, gestraft wird inkonsistent und zum Teil hart.

    - In inhaltlicher Hinsicht erhalten Kinder und Jugendliche in ihren Familien teilweise Signale, welche die Entwicklung fremdenfeindlicher Affinitäten verständlich machen: Nationalsozialismus und Kriegserlebnisse werden durch Großeltern glorifiziert, die Ablehnung von Migranten und sozialen Minderheiten gilt als salonfähig, undemokratische und gewalttätige Formen der Konfliktlösung werden vorgelebt.

    - Die Qualität der emotionalen Beziehungen in der Familie ist eine wichtige Bedingung für den Einfluss, den inhaltliche Anregungen entfalten. Im Rahmen stabiler und verlässlicher Beziehungen werden Modelle aus dem Elternhaus tendenziell eher übernommen; bei Beziehungen, die durch Konflikte geprägt sind, grenzen sich junge Menschen stärker von Positionen ihrer Eltern ab und orientieren sich an konkurrierenden Entwürfen. Deswegen gibt es sowohl Jugendliche mit fremdenfeindlichen Affinitäten, die denen ihrer Eltern entsprechen, als auch solche, deren Eltern andere Orientierungen vertreten.

    - Erfahrungen und Modelle aus dem familialen Kontext wirken sich auf die Peer-Groups von Kindern und Jugendlichen und das dort praktizierte Verhalten aus: Jugendliche, die das Klima in ihren Familien unangenehm erleben, verbringen mehr Zeit in der Peer-Group als solche, die sich in der Familie wohl fühlen; gleichwohl entsprechen die Orientierungen und Verhaltensweisen in der Peer-Group weitgehend denen in der Familie, etwa in Hinblick auf Gewalt.
Diese Befunde unterstützen theoretische Erklärungsmodelle zur Entwicklung fremdenfeindlicher Affinitäten, die den Stellenwert solcher Prägungen betonen, die im vorpolitischen Raum erfolgen. In der Forschungsliteratur werden in diesem Zusammenhang einerseits die bereits früh ausgeprägten - und möglicherweise durch evolutionäre Prägungen und genetische Anlagen bestimmten - Haltungen zu Fremdem und Unvertrautem generell genannt, also gewissermaßen als frühe Wurzel von Fremdenangst, Fremden-feindlichkeit oder Fremdenfreundlichkeit.[24] Andererseits gelten frühe Formen von Aggressivität und Gewaltbereitschaft als primäre Phänomene, die erst nachträglich politisch aufgeladen werden.[25] Die aus empirischen Untersuchungen vorliegenden Ergebnisse lassen in meinen Augen allerdings eine etwas andere Akzentsetzung plausibel erscheinen.

In frühen sozialen Beziehungen werden auf emotionaler Ebene die Weichen für die Haltungen gelegt, mit denen anderen Menschen begegnet wird. Das heißt, die in diesen Beziehungen gemachten Erfahrungen bestimmen mit darüber, ob ein Kind gegenüber anderen zum Beispiel eher offen, verschlossen, ängstlich oder dominant auftritt. Im Entwicklungsverlauf werden dabei beständig neue Erfahrungen gemacht, durch die sich die Gefühle und das Verhalten gegenüber anderen weiter ausdifferenzieren, modifizieren und verändern. Etwas später erleben Kinder in diesen frühen sozialen Beziehungen das Verhalten anderer Menschen auf einer inhaltlichen Ebene als modellhaftes Sozialverhalten. Vorbildhaft erfahren sie hier beispielsweise, ob und welche Unterschiede zwischen Menschen relevant sind, welche Konsequenzen aus Differenzen gezogen werden, wie Interessen vertreten oder durchgesetzt und wie Konflikte gelöst werden. Auf diese Weise entwickeln Kinder frühe, konkrete Konzepte von Sozialverhalten und Gesellschaft, mit denen sie dann im Jugendalter auf verschiedene abstraktere politische und historische Konzepte oder Ideologien treffen, zu denen sie eher Affinität oder Distanz empfinden. Hier geht es dann um Fragen von Demokratie, Toleranz, Sozialismus - aber eben auch von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt.

Der Familie kommt bei der Entwicklung fremdenfeindlicher Orientierungen besondere Bedeutung zu, weil Kinder hier bereits frühzeitig soziale Erfahrungen sammeln. Die Einflüsse der Familie nehmen in dem Maße ab, in dem andere Sozialisationsinstanzen wichtig werden. Ab der späteren Kindheit werden die Erfahrungen zunehmend relevant, die in Kindergarten, Schule und Peer-Group gemacht sowie durch Medien vermittelt werden. Politische Gruppierungen gewinnen in der Regel frühestens im Jugendalter Bedeutung. Demnach sind es zunächst weniger rechtsextreme Ideologien oder fremdenfeindliche Argumentationen, auch nicht das historische Vorbild des Nationalsozialismus und schon gar nicht Parteiprogramme, welche die Übernahme fremdenfeindlicher Orientierungsmuster verständlich machen. Solche ideologischen, historischen oder parteipolitischen Bezüge gewinnen erst nachträglich an Bedeutung, wenn es darum geht, fremdenfeindliche Affinitäten zu legitimieren und argumentativ gegen Kritik zu immunisieren.

Abschließend sei noch einmal betont, dass die Entwicklung fremdenfeindlicher Affinitäten allein durch die Analyse aktueller Lebensbedingungen nicht erklärt werden kann. Es ist notwendig, in diesem Kontext auch frühere Erfahrungen in sozialen Beziehungen zu berücksichtigen, welche die Entwicklung und Übernahme fremdenfeindlicher Orientierungen maßgeblich prägen.
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Fußnoten

1.
Zum GMF-Survey: Wilhelm Heitmeyer (Hrsg.), Deutsche Zustände. Folge 5, Frankfurt/M. 2007; zum DJI-Jugendsurvey: Corinna Kleinert, Fremdenfeindlichkeit, Einstellungen junger Deutscher zu Migranten, Wiesbaden 2004; zur ALLBUS: Susanne Rippl, Fremdenfeindlichkeit - ein Problem der Jugend?, in: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 25 (2005), S. 362 - 380; zum Eurobarometer: Meinhard Moschner, Fremdenfeindlichkeit als Schwerpunkt im Eurobarometer 53, Trendfragen seit 1988, in: ZA-Information, 47 (2000), S. 69 - 72. Für die Schweiz: Sandro Cattacin/Brigitta Gerber/Massimo Sardi/Robert Wegener, Monitoring misantropy and rightwing extremist attitudes in Switzerland, Geneva 2006.
2.
Vgl. Wilhem Heitmeyer, Was hält die Gesellschaft zusammen? Problematische Antworten auf soziale Desintegration, in: Ders. (Hrsg.) (Anm.1), S. 37 - 47.
3.
Vgl. Wulf Hopf, Rechtsextremismus von Jugendlichen: Kein Deprivationsproblem?, in: Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie (ZSE), 14 (1994), S. 194 - 211; Maren Oepke, Rechtsextremismus unter ost- und westdeutschen Jugendlichen, Einflüsse von gesellschaftlichem Wandel, Familie, Freunden und Schule, Opladen 2005.
4.
Vgl. Klaus Wahl, Entwicklungspfade und Sozialisationsprozesse, in: Ders. (Hrsg.), Skinheads, Neonazis, Mitläufer. Täterstudien und Prävention, Opladen 2003, S. 90 - 143.
5.
Vgl. Susanne Karstedt, Frühe NSDAP-Mitglieder 1923 bis 1933 - Junge Rechte 1980 bis 1994: Eine biographische Analyse zweier Generationen deutscher Rechtsextremisten, in: Soziale Welt, 48 (1997), S. 231 - 252; Olaf Lobermeier, Rechtsextremismus und Sozialisation. Wege aus der rechten Szene, Braunschweig 2006.
6.
Vgl. Klaus Wahl/Christiane Tramitz/Jörg Blumtritt, Fremdenfeindlichkeit - Auf den Spuren extremer Emotionen, Opladen 2001.
7.
Vgl. Christel Hopf/Peter Rieker/Martina Sanden-Marcus/Christiane Schmidt, Familie und Rechtsextremismus, Familiale Sozialisation und rechtsextreme Orientierungen junger Männer, Weinheim-München 1995; Peter Rieker, Ethnozentrismus bei jungen Männern, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus und die Bedingungen ihrer Sozialisation, Weinheim-München 1997.
8.
Vgl. Theodor W. Adorno/Else Frenkel-Brunswik/Daniel L. Levinson/R. Nevitt Sanford, The Authoritarian Personality, New York 1969; Christel Hopf, Eltern-Idealisierung und Autoritarismus, Kritische Überlegungen zu einigen sozialpsychologischen Anmerkungen, in: Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie, 12 (1992), S. 52 - 65.
9.
Vgl. K. Wahl (Anm. 4), S. 132.
10.
Vgl. Birgit Rommelspacher, "Der Hass hat uns geeint". Junge Rechtsextreme und ihr Ausstieg aus der Szene, Frankfurt/M.-New York 2006.
11.
Vgl. O. Lobermeier (Anm. 5).
12.
Vgl. S. Karstedt (Anm. 5), S. 240.
13.
Vgl. Urs Grob, Kurz- und langfristige intergenerationale Transmission von Ausländerablehnung, in: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 25 (2005), S. 32 - 51; Susanne Rippl, Eltern-Kind-Transmission. Einflussfaktoren zur Erklärung von Fremdenfeindlichkeit im Vergleich, in: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 24 (2004), S. 17 - 32; Dieter Urban/Joachim Singelmann, Eltern-Kind-Transmission von ausländerablehnenden Einstellungen. Eine regionale Längsschnitt-Studie zur intra- und intergenerativen Herausbildung eines sozialen Orientierungsmusters, in: Zeitschrift für Soziologie, 27 (1998), S. 276 - 296.
14.
Vgl. P. Rieker (Anm. 7), S. 183ff.
15.
Vgl. U. Grob (Anm. 13); Bärbel Kracke/Peter Noack/Manfred Hofer/Elke Klein-Allermann, Die rechte Gesinnung: Familiale Bedingungen autoritärer Orientierungen ost- und westdeutscher Jugendlicher, in: Zeitschrift für Pädagogik, 39 (1993), S. 971 - 988; K. Wahl u.a. (Anm. 6), S. 258.
16.
Vgl. Peter Rieker, Ethnozentrismus im Jugendalter, Ein multiperspektivischer Beitrag zur Sozialisationsforschung, in: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 20 (2000), S. 39 - 54.
17.
Vgl. T. W. Adorno u.a. (Anm. 8).
18.
Vgl. Martina Gille/Sabine Sardei-Biermann/Wolfgang Gaiser/Johann de Rijke, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland, Lebensverhältnisse, Werte und gesellschaftliche Beteiligung 12- bis 29-Jähriger, Wiesbaden 2006, S. 106; vgl. auch K. Wahl (Anm. 4), S. 138.
19.
Vgl. Petra Kolip, Freundschaften im Jugendalter; Weinheim-München 1993, S. 168; vgl. auch K. Wahl (Anm. 4), S. 135.
20.
Vgl. S. Rippl (Anm. 13), S. 28.
21.
Vgl. Peter Rieker, Ethnozentrismus und Sozialisation - Zur Bedeutung von Beziehungserfahrungen für die Entwicklung verschiedener Ausprägungen ethnozentrischer Orientierungen, in: Klaus Boehnke/Daniel Fuß/John Hagan (Hrsg.), Jugendgewalt und Rechtsextremismus, Soziologische und psychologische Analysen in internationaler Perspektive, Weinheim- München 2002, S. 143 - 161.
22.
Vgl. P. Rieker (Anm. 21), S. 151f.
23.
Vgl. z.B. W. Heitmeyer und C. Kleinert (beide Anm. 1).
24.
Vgl. K. Wahl u.a. (Anm. 6).
25.
Vgl. Kurt Möller, Rechte Kids. Eine Langzeitstudie über Auf- und Abbau rechtsextremistischer Orientierungen bei 13- bis 15-Jährigen, Weinheim-München 2000.