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Oktober 2018

15.10.2018: 50 Jahre Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU

Guten Morgen,

frisch und erholt sind wir zurück! Und starten mal ganz freizügig. Denn heute vor 50 Jahren wurden die Bedingungen für die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU vereinbart.

Doch was genau bedeutet das?
  • Die freie Wahl des Arbeitsplatzes wurde am 15.10.1968 als "Grundrecht der Arbeitnehmer und ihrer Familien" in den Ländern der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft festgelegt.
  • EU-Bürger/-innen haben auch heute noch das Recht, ihren Arbeitsplatz frei innerhalb der EU zu wählen, ohne dafür eine Arbeitserlaubnis des jeweiligen Landes zu benötigen.
  • Die Verordnung garantiert dabei eine tarifliche, steuerliche und rechtliche Gleichbehandlung und ermöglicht Familiennachzug.
Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt neben dem freien Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr als einer der Grundpfeiler der EU und hat sich seit 1968 weiterentwickelt:
  • Für Arbeitnehmer/-innen ist es heute einfacher, sich im Land ihres Arbeitsplatzes zu versichern.
  • Sie dürfen aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit nicht benachteiligt werden.
Im Rahmen der EU-Osterweiterung ab 2004 wurde die Freizügigkeit für osteuropäische Arbeitnehmer/-innen allerdings eingeschränkt – auch auf Druck von Deutschland:
  • EU-Staaten konnten den Zugang zu ihrem Arbeitsmarkt bis zu 7 Jahre einschränken.
  • In DE gilt er uneingeschränkt erst wieder seit 2011.
Heute leben rund 4,7 Millionen EU-Bürger/-innen in Deutschland.

Mehr zum Thema: kurz.bpb.de/dtdp302

Einen guten Wochenstart wünscht
deine bpb Online-Redaktion

19.10.2018



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