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Kunst der Vermittlung – aus den Archiven des filmvermittelnden Films

Vom Umgang mit Bildern

Harun Farocki ist Künstler und Dokumentarfilmer. In seinen Filmen stellt er gängige Bilder in Frage. Sein Ziel ist es, den Zuschauer im Umgang mit Bildern zu sensibilisieren: Welche Informationen verstecken sich auf einem Bild? Täuscht vielleicht der erste Blick über die Tiefe eines Bildes hinweg? Harun Farocki geht in seinen Filmen beinahe enzyklopädisch vor: Er schlägt nach - allerdings nicht in Büchern sondern in bereits vorhandenen Bildern, in den Werken anderer Filmemacher.

Inhalt

Die Veranstaltungsreihe "Kunst der Vermittlung. Aus den Archiven des Filmvermittelnden Films" stellt in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung ein mehrteiliges Programm mit Filmen vor, die das Kino selbst thematisieren.

Filmvermittlende Filme bilden ein eigenes Genre innerhalb der Filmgeschichte und lehren etwas über Filme - sie machen einzelne herausragende Filme der Filmgeschichte, manchmal auch einzelne Einstellungen oder Bilder zum Gegenstand der Untersuchung und finden sich gleichermaßen im Fernsehen auf DVD’s und in Bildungs- oder Kunstzusammenhängen. Gemacht wurden die Filme sowohl von Kritikerinnen und Kritikern, Filmemacherinnen und Filmemachern, als auch von Filmhistorikerinnen und Filmhistorikern, bildenden Künstlerinnen und Künstlern und Pädagoginnen und Pädagogen. Die Veranstaltungsreihe will diese unterschiedlichen Perspektiven der interessierten Öffentlichkeit vorstellen und damit die aktuelle Diskussionen zur Filmvermittlung und -bildung um eine historische Perspektive ergänzen.

In den monatlich stattfindenden Veranstaltungen in Berlin, Wien, Köln und Bremen werden ausgewählte Filmbeispiele gezeigt und anschließend gemeinsam mit den eingeladenen Experten diskutiert. Themenschwerpunkte sind u.a. "Filmvermittlung und Kino","Filmvermittlung und Fernsehen", "Filmvermittlung und Pädagogik", oder "Filmvermittlung und Filmgeschichte".

Zum Auftakt am 10. Oktober 2008 ist der Filmemacher und Autor Harun Farocki zu Gast im Kino Arsenal in Berlin. Gezeigt werden einige seiner Filme, die im Laufe von mehr als 30 Jahren entstanden sind - darunter eine Auseinandersetzung mit Basil Wrights Dokumentarfilm Song of Ceylon und eine filmische Analyse von Frühwerken des amerikanischen Filmpioniers David Wark Griffith. Im Anschluss daran findet ein Filmgespräch mit dem Regisseur statt.

Weitere Informationen

  • Kamera: Oleg W. Stepanov

  • Schnitt: Oleg W. Stepanov

  • Redaktion: Julia Rosch

  • Produktion: 10.10.2008

  • Spieldauer: 00:04:30

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

 
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