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Glossar

Europäische Schuldenkriterien

Unter den Maastricht-Kriterien, die für die Mitgliedsländer der Währungsunion gelten, versteht man die Begrenzung 1) des jährlichen staatlichen Defizits auf 3% des BIP und 2) des allgemeinen Schuldenstandes auf 60 % des BIP. Mit der Verschärfung des Stabilitäts- und Wachstumspakts im Jahr 2011 wurden die Maastricht-Kriterien gestärkt. Ein Defizitverfahren gegen ein Mitgliedsland darf nun bereits eröffnet werden, wenn es eine Schuldenstandsquote von mehr als 60 % aufweist oder wenn der Schuldenabbau in den drei vergangenen Jahren nicht einen gewissen Wert erreicht hat bzw. wenn die Europäische Union nach einem Jahr mit mangelhaftem Schuldenabbau zwei weitere solche Jahre prognostiziert.



01.06.2015

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